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Die 10 Besten Reverb Plug-ins der letzten Monate

Die 10 Besten Reverb Plug-ins der letzten Monate  ·  Quelle: Gearnews, Marcus

Reverb (auch Nachall) brauchen wir doch immer und in jeder Gelegenheit während einer Musikproduktion und auch zum Sounddesign. Denn erst diese Tools geben Sounds und Audiospuren die gewollte Tiefe und das 3D-Hörerlebnis. Um die Vielzahl der neuen Veröffentlichungen ein wenig zu sammeln, stellen wir euch hier unsere Top 10 aller aktuellen Reverb und Room Plug-ins vor.

Denise Perfect Room

Denise erfindet mit Perfect Room das perfekte Reverb Plug-in

Dieses Plug-in aus dem Hause Denise verspricht uns die Gestaltung des perfekten Raums. Im Dauer-Sale-Preis von „nur“ 40 Euro, ist dieses Effektwerkzeug wirklich mehr als nur ein kleines Spielzeug. Es verbindet etliche Reverb-Algorithmen, die auf der eigens hierfür entwickelten TXVerb-Technologie. Metallische Resonanzen, die normalerweise durch fehlerhafte Berechnungen erzeugt werden, sind hier nicht zu hören. Das ist ein großer Pluspunkt und lässt das Ergebnis wesentlich authentischer klingen. Dazu könnt ihr in viele Parameter eingreifen und so den Effektanteil mehr als vielseitig formen. Sehr schön!

Hier findet ihr alles Weitere zu dem Plug-in

Valhalla DSP Supermassive

Kostenlos: Valhalla DSP verschenkt Supermassive Delay und Reverb Plug-in

Ja! Super, massiv, vielseitig, außergewöhnlich und kostenlos. Das ist Supermassive von Valhalla DSP. Es ist natürlich ein Reverb Plug-in mit vielen Extras. Und das ist auch das Hauptthema, das den Entwickler Sean Costello beliebt und in gewisser Weise auch berühmt gemacht hat. Denn seine Effekte finden sich etlichen Studios und deswegen auch in unzählbaren Songs wieder. Sein Freeware Tool verbindet Reverb und Delay-Ketten, die sehr harmonische, aber auch komplexe Räume bis hin zu unendlichen Weiten liefern. Zur Verfügung stehen euch acht Modi mit unterschiedlichen Ergebnissen. Das ist sicherlich ein Muss für jeden Klangbastler.

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IK Multimedia T-RackS Sunset Sound Studio Reverb

IK Multimedia T-RackS Sunset Sound Studio Reverb

Ihr wollt den legendären Klang der Sunset Sound Studios in Los Angeles in euren vier Wänden spüren? Dort haben Musikergrößen wie Rolling Stones, Van Halen, Neil Young, Toto, Whitney Houston, Rage Against The Machine oder auch The Doors ihre Hits abgemischt und produziert. Und genau diesen Sound könnt ihr jetzt mit diesem Plug-in von IK Multimedia in eurer DAW erzeugen. Nachgebildet werden in T-RackS Sunset Sound Studio Reverb alle Aufnahmeräume, die Hallplatten, Federhall, alle Mikrofone und das noble Studioequipment. Durch Volumetric Response Modeling (VRM) scheint IK Multimedia tatsächlich eine qualitativ hochwertige Emulation gelungen zu sein.

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United Plugins MorphVerb

United Plugins MorphVerb: Hall-Typen einfach mischen und formen

Die Entwickler von der Firma Muramasa erstellten mit MorphVerb ein Reverb Plug-in, mit dem ihr verschiedene Effektalgorithmen ineinander überblenden könnt. Zur Verfügung stehen Echos, Room, Plate, Chamber, Hall, Cathedral, Infinite, Spring und Ambience. Durch die Verschmelzung zweier Reverb-Effekte entstehen so komplett neue Variationen und teilweise sogar neue „Welten“. Für Sounddesigner, aber auch Musikproduzenten ein tollen Spielzeug. Dazu könnt ihr mit vielen weiteren Parametern (Filter, Ducking) den Effekt zusätzlich formen. Zusätzlich lässt sich die Stereobreite mit einem Regler bearbeiten, um noch mehr im 3D-Raum zu fliegen.

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Abletunes RVRB

Abletunes RVRB: ein modernes Reverb Plug-in mit zwölf Algorithmen

Hall-Plug-ins, die den Effekt mathematisch berechnen, sind algorithmische Reverbs. Die Möglichkeiten durch verschiedene Algorithmen auf den Prozess einzugreifen sind immens hoch. Abletunes hat mit RVRB ein solches Plug-in im Angebot. Zwölf verschiedene Berechnungsarten stehen euch hier zur Verfügung. Räume, Studios, Hallen und Plates könnt ihr so ziemlich unkompliziert erzeugen. Filter, Hüllkurvengeneratoren, Reflexionen, Modulationen und weitere Funktionen sind mit Reglern zum Formen des Klangs steuerbar. Dazu steht euch eine sehr schön gestaltete grafische Benutzeroberfläche zur Verfügung, die Spaß macht.

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Initial Audio AR1

Initial Audio AR1 Reverb Plug-in

Ein weiteres algorithmisches Reverb Plug-in ist AR1 von Initial Audio. Grafisch minimaler aufgebaut, aber mit ähnlichen Funktionen ausgestattet, bietet das Effektgerät einiges an Möglichkeiten. Und das passt auf alle möglichen Instrumente und Audiospuren. Laut Hersteller funktioniert das Tool besonders gut mit Pianos, Gitarren, Glocken oder Vocals. Das hat der Entwickler in einem 1000-stündigen Testlauf getestet. Modulationen sorgen nochmals für Bewegung und Lebendigkeit. Dazu könnt ihr die Stereobreite des Effektsignals gesondert einstellen.

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Eventide Spring

Eventide Spring: alle populäre Spring Reverbs in einem Plug-in

Wenn es um Reverb und Hall-Plug-ins geht, darf natürlich Eventide nicht fehlen. Diese Firma präsentierte uns nämlich vor kurzem mit Spring alle populären Federhallemulationen in einem VST-Plug-in. Das klingt doch stark! Mit diesem Tool lässt sich der Klangeffekt in allen möglichen Variationen nachbilden, so dass ihr eigentlich kein Zweites benötigt. Grafisch ist dieses Plug-in mit den anderen Effekten des Herstellers gleich zu setzen. Das bedeutet, dass Besitzer von Eventide Plug-ins sich schnell an die Oberfläche gewöhnen werden. Sehr interessant ist der Ribbon Controller, mit dem ihr stufenlos zwischen zwei Plug-in-Einstellungen hin und her blenden könnt.

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Neunaber Audio

Neunaber Audio Wet Reverberator Plug-in

Seit einigen Jahren in Mode gekommen, ist die Emulation von Bodentretereffekten. Das merkte auch der Effektpedal-Hersteller Neunaber Audio, der seine bekannte Technologie, die in den eigenen Hardware Reverb-Pedalen steckt, als Software-Modell veröffentlichte. Das Ergebnis ist Wet Reverberator. Und das basiert auf dem Immerse Reverberator Mk II Pedal. Seit 10 Jahren ist dieser Reverb Algorithmus von dem Entwickler patentiert und immer wieder verfeinert worden. Leider steckt in der Software „nur“ das Reverb. Die Hardware dagegen enthält darüber hinaus Plate, Hall, Spring, Sustain, Echo, Detune und Shim. Aber vielleicht kommen diese Reverb- und Hallarten in Updates oder sogar in einem zukünftigen neuen Plug-in?

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Melda Production MCharmVerb

Ein weiteres kostenloses Reverb, quasi ein weiterer No-brainer, ist MCharmVerb von Melda Production. Basierend auf der MTurboReverb Engine, enthält das VST ein wirklich sehr mächtigen Reverb Sound. Ebenso wird der Effekt algorithmisch berechnet und enthält keine Emulationen beziehungsweise baut nicht auf Convolution. Die übersichtliche grafische Benutzeroberfläche sowie etliche Parameterregler lassen euch ziemlich tief in das Geschehen eingreifen. Dazu gibt es in der Ausgangssektion ein automatisches Gain Compensation (AGC), Mid/Side und Surround Support und ein Safety Brickwall Limiter. Genügend Presets sind natürlich auch vorhanden.

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Accentize DeRoom

Accentize DeRoom

Wer mit viel Reverb aufnimmt, benötigt vielleicht ein Tool, mit dem man den Effekt minimieren oder sogar eliminieren kann. Und genau darum kümmert sich DeRoom von Accentize. Die auf künstliche Intelligenz basierende Berechnungen des Plug-ins räumt Audiospuren auf. Sehr gut funktioniert das laut Hersteller auf Vocal-Aufnahmen. Es spürt Raumresonanzen auf, die ihr durch eine Reglerbewegung reduzieren oder gänzlich ausblenden könnt. Gerade für Sprecheraufnahmen oder Podcasts eine gute „Waffe“ zur Postproduction. Sehr schön ist auch, dass das Tool in Echtzeit arbeitet und ihr es somit Live einsetzen könnt.

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Weitere Reverb-Ideen…

Natürlich könnte die Liste jetzt endlos weiter geführt werden. Es gibt zu unserer Liste etliche Ergänzungen, wie Plug-ins aus dem Hause U-He, TC Electronic und viele weitere Hersteller. Dazu kommen die DAW-eigenen Reverb- und Hallfeffekte. Ihr könnt uns gerne in den Kommentaren euer Lieblingseffekt nennen. Wir sind schon sehr gespannt, welche VSTs ihr für eure Songs einsetzt.

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8 Antworten zu “Die 10 Besten Reverb Plug-ins der letzten Monate”

  1. Donnie sagt:

    Lexicon ist aber auch ganz gut.
    Hab das einfache MPX Mit einem Algo.
    Macht nen tollen Job.

  2. Mackieman sagt:

    Ich nutze seit einem Jahr den Atomicreverb. Der klingt für meine Ohren jedenfalls sehr gut und ich hatte eine Menge anderer getestet… Ist zwar nicht umsonst, aber von diesen Gratis-Dingern halte ich eh nix (die sind ja nicht umsonst umsonst ;-)

    • Philipp sagt:

      Valhalla Supermassive ist komplett umsonst ohne Email,etc.. und der klingt mega. Probier es aus. Der Hydra Algo ist fett finde ich.

      • Mackieman sagt:

        Sorry, ich höre immer nur Valhalla… Ein Reverb, wo ich einen von 8 Algorithmen auswählen kann ? Was soll das ? Kann ich im Raum auch nicht – ich will mit Parametern den Raum beschreiben und nicht irgendwelche ausgedachten Pseudonamen auswählen, die dann irgendwie „kingen“….. Das ist für mich Spielzeug – daher ja auch gratis… ;-)

  3. Tobias sagt:

    Es macht einen Unterschied ob Hall als Effekt für ein
    einzelnes Instrument, oder aber für die Tiefenstaffelung
    eines Mixdowns eingesetzt wird.
    Weil unerwähnt, mein Favorit, Overloud bReverb2.
    Nichtsdestotrotz, der beste Raum ist der in dem man steht.

    80iger Nachhall:
    https://www.voxengo.com/product/oldskoolverb/
    https://michaelwillis.github.io/dragonfly-reverb/

  4. chk sagt:

    Schade dass ihr das beste Reverb-Plugin der letzten Monat weg gelassen habt – Native Instruments Raum. Hat sich in schnellster Zeit als mein absolutes go-to Reverb heruaskristallisiert. Klingt besser als fast alles, was ich zuvor verwendet habe, und dabei waren ein paar der bekanntesten Sachen von Eventide, Exponential Audio etc.

    • marcus sagt:

      Ja. Aber danke für deinen Hinweis! Alles können wir leider hier nicht in einer Top 10 abdecken und auch kurz antesten. Deswegen ist es super solche Kommentare von euch hier mit Erfahrungsberichten zu lesen :)

  5. Hier mal noch ein thumbs up für Raum von Native Instruments. Habe vor kurzem mal alle meine Hall-Plugins getestet (u.a. Eventide, NI, 2CAudio, Acon Digital, Waves, Melda und noch ´n paar, die ich gerade vergessen habe)
    Und Raum war im direkten Vergleich echt der Hammer – und das nicht nur bei fettem Effekt-Hall. Also, ich war echt überrascht, weil ich das nicht erwartet hatte.

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