von Moogulator | Geschätzte Lesezeit: 13 Minuten
Synthese-Schiffe Klanglabor

Synthese-Schiffe Klanglabor  ·  Quelle: Moogulator / Sequencer.de

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Synthese im Klanglabor? Viele Listen beschränken sich auf Preise oder irgendwie Marketing-Zeugs. Aber es gibt eine ganze Reihe von Menschen, die effektivst Musik machen wollen. Dabei möchten sie alle Syntheseformen abräumen, jedoch besitzen genau diese auch nicht unendlich Geld. So wäre eine Reihe von sehr synthesestarken Synthesizern eine gute Wahl, die sich ergänzen, sich kaum überschneiden und in ihrer Eignung ebenfalls verschieden sind. 

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Klanglabor – das „Synthese Schlachtschiff“

Da das Geld nicht immer locker sitzt, lassen sich zum sparen hier und da Desktop-Versionen einsetzen, Apps oder Software – aber wir suchen jetzt konkret nur nach Hardware in zwei Preislagen. In einer kommt es nicht total auf die Summe, sondern auf die maximale Synthese an, in der anderen schauen wir genauer auf den Preis und auch die Leistung im Verhältnis dazu.

Damit das alles schön wuchtig klingt und begleitend zu unserer neuen Synthese-Serie (siehe hier) schauen wir uns mal an, was der Markt hergibt – möglichst das Teil auch kaufbar ist und nicht im Container quer vor dem Suez-Kanal steht. Und was ballert ordentlich? Synthese-Schlachtschiffe!

Yamaha DX1

Neuwertig und aus Nichtraucherstudio: Yamaha DX1

Synthese im Klanglabor – nicht immer maximal teuer

Dabei nehme ich keine Rücksicht auf die „Verpackung“. Tut man das, muss man etwas die an sich sehr starken Korg-Serien mit ihren fehlenden Aftertouch-Keyboards leicht abwerten – aber ihre Fähigkeit ist doch enorm. Wo ein Iridium auf der einen Seite ein echt großes potentes Klanglabor für ALLES darstellt, ist dem gegenüber ein opsix aber für den FM und Synthese-Teil sogar noch immer sehr bedienbar und ergiebig.

Genau genommen ist es also am besten, zu markieren welche Schwerpunkte der Synthesizer hat. Und da würde ein Iridium sehr gut da stehen, da er hervorragend klingt, nicht super billig ist, aber viel bietet. Nur in der Komplexität der Bedienung stellt ein opsix vielleicht hier und da für deutlich weniger Geld für FM-Freunde eine gute Alternative dar.

Für mich ist der Iridium aber ein GranularSynthesizer mit vielem mehr, aber natürlich kann er genau so gut als Wavetable-Synth gekauft werden – oder eben als „VA“. Der Iridium könnte aber spezialisiert wiederum vom Tasty Chips GR-1 noch aufwendiger ergänzt werden. Wer also tiefer tauchen will, hat ohnehin nur diese beiden Großen als Wahl – zusätzlich noch die beiden kleinen Angebote wie Nanobox Lemondrop und Bastl Microgranny, die aber beide eine etwas andere Kategorie abdecken und an die Qualität und Tiefe der beiden Großen nicht heran kommt.

Also wäre die Empfehlung klar. Ein Granular-Mensch mit Wunsch zu viel Nutzen sollte den GR-1 nehmen. Jemand, der ein sehr starkes Allrounder-Gerät braucht, sollte eher den Iridium bevorzugen. Er hat damit auch 5 Syntheseformen sowas von „im Sack“. Dasselbe gilt für den opsix oder auch seine Kollegen modwave und wavestate.

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Schwerpunkt im Klanglabor?

Deshalb muss man bei der Synthese zunächst wissen, welchen Schwerpunkt man selbst sucht und muss aber eben auch nicht 4 „identische Syntheseformen“ haben. Es reicht eine – eine Leistungsfähige. Würde man etwa eine Vorliebe für „analog“ haben, wäre es ggf. auch besser gleich echt-analog oder sogar mit zwei sehr gut gewählten Synthesizern dieser Gattung zu arbeiten. Womöglich einer, der mit schnapptauglichen Hüllkurven und Turbo-LFOs und ein anderer mit besonders schönem Filter oder mit super klingender Filter-FM aufwarten kann.

Weitgehend alles, was denkbar ist, kann man jedoch mit einem kleinen Set von den hier genannten Klanglaboren schon sehr gut abdecken. Selbst um das Jahr 2000 herum war man mit 4-5 Geräten dazu fähig. Das geht selbstredend auch „heute“. Die Multi-Synthese-Angebote sind aber stets begrenzt und werden heute sicherlich von Modular-Systemen oft perfekt umgesetzt. Aber man kann einige sehr fähige Geräte wählen, die alle wichtigen Synthesen gut umsetzen können. In der früheren Zeit wäre das ein Sampler, ein FM-Synth und ein Analoger gewesen. Aber was noch?

Die Liste ist also bereits dazu verdammt nicht total objektiv zu sein, weil die Schwere der Synthesen schwer™ von deinen Vorlieben abhängen. Es gibt Einige, die bestimmte Synthesen in den Vordergrund heben werden und das Andere „mal so mitnehmen“ möchten. Deshalb brauchen wir also eigentlich Schwerpunkte.

  • Sampling und Granular – Waldorf Iridium und Tasty Chips GR-1
  • Frequenzmodulation und Vergleichbares (VPM, Phasenmodulation, PD…) Montage/Iridium vs. Korg opsix und Kodamo Essence FM
  • Subtraktiv-Analog Moog One
  • Ergänzend-Neo-Digital (Algorithmen und Models), Arturia Minifreak
  • Wavetables, Variationen von einfachen Single-Cycle-Waves, Advanced 80’s, Post-DW8000 – Korgs grüne 3-Oktaven-Synths (modwave etc.)
  • Additive, Exoten, Sonderlinge, Wahnsinn! Aodyo Anyma Phi

Die Klanglabor Kriterien

Wenn ich diese fair behandle, kann ich die Einfacheren aussortieren. Da geht es dann nicht um Junos, 303, ROMpler, JD-800-artige Alleskönner oder ähnliches. Wenn es analog sei, dann mit mindestens FM, Ringmodulation und Sync und noch besser mit weiteren Errungenschaften. Was nützt dann ein 2-3 Trick Pony? Um diese Art Synthesizer soll es hier gehen. Suche also nicht nach einem Polysix – aber einem Synth, der vieles kann und ein Teil davon eventuell auch Juno oder Polysix. Der unten erwähnte System-8 wäre so einer.

Das wird sogar fließend immer hybrider, so ist ein Novation Summit bereits unfassbar leistungsstark in genau diesem Bereich – und hat sogar noch selbsteditierbare Wavetables. Ach, Wavetables hat heute wirklich jede Bushaltestelle. Aber unfassbar hochwertig ist hier sicher der 3rd Wave von Groove Synthesis zu nennen, der hochwertige Analysen machen kann und phantastisch klingt. Er ist damit ein Spezialist – aber ein verdammt guter! Er gehört in diese Liste! Das ist bei vielen anderen also etwas, was man irgendwo „mitnehmen“ kann. Wenn man den Meister dazu will, dann etwas, in dem Edits mit mehr als 60 Trägerpunkten in einem Wavetable vorgesehen sind oder eben noch mehr oben drauf gepackt wurde – so wie etwa beim ASM Hydrasynth.

Der hat zwar feste Waves, jedoch kann man die Tables selbst zusammensetzen. Dazu kann man alles mit FM, PWM und weitergehenden Shapern veredeln. Das ist 2022 und nicht 1994, zumal das auch auf einem Qualitätslevel passiert, der mit der Technik der Vormütter auch nicht vorkam. Vergesst deshalb auch Virus und Co. und leider auch recht attraktive Maschinen wie den Waldorf Kyra, denn das ist zwar ein Allrounder – aber andere können mehr. Zudem darf heute schnappende Modulationsware in Audiotempo eigentlich nicht mehr fehlen.

Keine Schwächlinge

Wer heute noch lahmarschige LFOs unter 100 Hz anbietet, ist nur noch unter Sonderbedingungen in einer Kategorie „Syntheseschiff“ zu verbuchen. So auch hier im Klanglabor. Ebenso übrigens LFOs, die nicht langsam genug sein können. Also hier punktet so ein „Monster“ wie der Moog One sicher mit seinen sehr sehr schnellen und tollen LFOs, wenn es um analoge Klassiker ginge. Sicherlich kann man auch unterschiedliche Angebote nutzen, aber…

Real Digital!

Aktuell ist bei Hardware im Bereich additive Synthese wenig los, es gibt nach dem Kawai K-5000 eigentlich nur kleine algorithmische Ansätze. Bei den Exoten gibt es LoFi und Modale Synthese, also Physical Modeling und auch besondere Dinge wie das, was Minifreak/Microfreak oder Anyma Phi heute bieten. Da kann man zwischen Mischung und Layern von verschiedenen abgefahrenen „Neo-Digitalen“ und eben sowas von nicht analogen Methoden wählen und im Falle des Anyma Phi sogar modular zusammensetzen. Diese Methoden bedienen sich eher der Modularwelt bei Noise Engineering oder Mutable Hirnarbeit.

Aus Synthesesicht wäre bei den Analog-Hybriden früher ein Prophet 12 sicher auf dem Zettel gewesen, weil er einfach sehr viel kann. Er ist nicht der fetteste im Sound, jedoch unfassbar synthesestark. Sicher ist ein Prophet 6 oder OB-6 griffiger und vielseitig, jedoch eher Allrounder und mit einem LFO irgendwo nicht das, was einem bei „Schiff“ in den Sinn kommt.
Nicht einmal der Oberheim OB-8X erreicht dieses Level, denn dazu müsste er einfach „mehr können“ – er ist eher etwas für Sammler mit Liebe und hat viele tolle Ideen, aber ist er einer mit Synthese-Schwerpunkt? Nein – eher nicht im Vergleich zu aufwendigeren Teilen.

Also das sind nun zwei Listen – die Allrounder-Schwergewichte und einige speziellere Synths, die einfach sehr stark in ihrem Feld sind. Wir listen sie in einer Liste zusammen. Das ist schwer! Hier ist sie:

Die Klanglabor – Synthesizer Liste mit viel Synthese

1. Waldorf Iridium / Keyboard

Eigentlich ist noch immer ein Korg Kronos ein Allrounder. Dennoch ist die Vielfalt der Synthese in sich und auch die Modernität der Engine selbst bei Waldorfs Iridium mit dem Ausdruck des polyphonen Aftertouches in den Bereichen Partial, Wavetable, Standards, Ultrafettes/Analogartiges, Sampling und Granular sowie FM und sämtliche gängigen Verknüpfungen im Kernel-Modus wirklich zahlreich mischbar. Es gibt niemals zu wenig LFOs, Hüllkurven oder Effekte, denn davon sind eh stets 6 bereit und eine Modmatrix bis Paris scheint noch immer selbst mit einem Oszillator so viel zu bieten, dass man davon sehr sehr unterschiedliche Klanglabor-Eigenheiten hier immer dabei hat. Es ist ganz sicher möglich nur mit diesem Gerät genug Samples und Songs zu bauen bis man alt und grau ist.

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Waldorf Iridium Keyboard
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Waldorf Iridium
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2. Mayer EMI MD900

Diese „Alternative“ zum Iridium ist ein kleiner Hersteller aus Österreich, der einfach keinen Bock auf Kompromisse mehr hatte. Mit Sampling, Wavetables und auch Elementen wie FM ist man hier auch einer Art Klanglabor für das Leben konfrontiert, was sogar noch etliche Ansätze von DAW/Sequencing mitbringt, die es so vollständig noch nicht gibt. Er ist aber nach dem Iridium zu platzieren wenn man fair genug ist. Hier ist unser Angecheckt.

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Mayer EMI MD900
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Angecheckt: Mayer EMI MD900 X-VA Desktop Synthesizer

MD900 X-VA Desktop-Synthesizer

3. Moog One

Dieser Moog kommt nicht auf den Tisch, weil er so teuer und groß und von Moog ist, sondern weil er doch einige Sonderfunktionen nahezu ohne Kompromiss liefert. Er hat im Gegensatz zu einem Andromeda einen extrem flotten LFO-Bereich mit Random Waves die wirklich so schnell laufen, dass sie synthese-relevant sind.

2 Filter, Hüllkurven und Einrichtungen wie FM und Sync sowie Ringmodulation sind enthalten, jedoch gäbe es da sogar üppigere Angebote und sicher auch günstigere. Aber wer wirklich alles Geld der Welt hat, analog sein möchte und ein Gerät nicht ohne Tadel, aber mit sehr viel Potential sucht, ist im Sektor Analog gut aufgestellt. Menschen mit normalem Geldbeutel werden ihn (wie ich) meiden müssen. Immerhin gibt es ihn neben superteuer auch in echt teuer. Deshalb ist er auf dem dritten Platz. Schön isser aber auch.

Moog One Offiziell

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Moog One - 8
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Moog One - 16
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4. Arturia Minifreak

Dieser Synthesizer hat ein neues Konzept, welches Einsteigern ohne große Synthesekompetenz sogar entgegenkommt und mit Vielfalt kombiniert. Er stellt diverse Methoden als Modelle bereit und wenn etwas fehlt, lässt sich das mit dem zweiten Oszillator hinzufügen. Das ist die bisher rundeste Form dieser Gattung. Auch Modal bedient sich beim Cobalt dieser Idee, jedoch sind deren Algorithmen einfach nicht so flexibel und die Modulation weniger snappy. Obwohl er total neu ist, ist er gerade beim Synthese-Thema sehr ergiebig bei der Kombination sehr unterschiedlicher Methoden. Dieser Synth ist zudem sein Geld am meisten wert. Er könnte auch das Doppelte kosten und wäre noch immer konkurrenzfähig. Der Microfreak ist eigentlich schon super – aber Syntheseschiff geht mit einem Oszillator nicht – daher Minifreak. Zur Erklärung, was ein Oszillator ist, hänge ich dir jedoch ein vollständiges Video dazu an.

Arturia Minifreak Starshot

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Arturia MiniFreak
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5. Korgs Synthese-Trio opsix, modwave, wavestate im Synthese Klanglabor

Diese Synthesizer sind doch sehr aufwendig gemachte Aufarbeitungen von Synthese auf Basis heutiger Möglichkeiten. Diese sind selten mit massiver Rechenkraft verbunden. Die Drei sind Spezialisten in verschiedenen Sparten. Der opsix besitzt die insgesamt stärkere FM-Option und damit den „Sonderbereich“ für AM, FM, Ringmodulation, Filtermodulation und Effekte, die jeweils als Operator arbeiten können.

Der wavestate ist quasi ein „Sampler“ (eigentlich Rampler) mit vielen Möglichkeiten und gutem Basismaterial für alle, die keine Granularsynthese brauchen, aber schon eher vom Typ „Spezialidee„. Er funktioniert allerdings hervorragend als Sampler-Ersatz, da er auch kompakt ist.

Der modwave ist hingegen ein Wavetabler mit interessanten Zusatzideen und auch er ist im Gegensatz zum opsix irgendwo in der ZwischenstationSpezielles“ und „Wavetable-Synth“. Das einzige, was man sich fragt ist, wieso es von denen keine Desktop-Versionen gibt oder etwas mit kleinen aber Poly-Pressure-Tasten. Das ist leider das einzige, was sie nicht perfekt macht. Aber sie sind stark in Synthese.

Korg Modwave

Korg modwave

Korg opsix ist da - ein erweiterter FM-Synthesizer und mehr

Korg opsix ist da – ein erweiterter FM-Synthesizer und mehr

Korg Wavestate - kommt die Wavestation zurück?

Korg wavestate

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Korg opsix
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Korg Modwave
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6. Tasty Chips GR-1 mit einer speziellen Synthese

Dies ist der Granular-Spezialist. Er ist bei der Granularsynthese klanglich wegen der hohen GrainDichte auch tatsächlich noch über dem Iridium anzusiedeln. Für alle, die eingefrorene Samples lieben, mit Micro-Elementen experimentieren und eben nicht mit Software oder iPad auskommen können, die zur Zeit interessanteste Option. Nicht jede Musikrichtung braucht das – aber es ist ungeheuer spannend. Aber auch er ist eine Sonderbegabung. Wer einen Kombinations-Sampler-Synth sucht kann sich noch immer den SCI Prophet X ansehen – der ist quasi ein Sampler mit Knöpfen.

Preis 889 €, Bezug: Schneidersladen

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Tasty Chips GR-1 Synthesizer

Tasty Chips GR-1 Synthesizer

7. ASM Hydrasynth Explorer

Diese Serie ist eigentlich keine Wavetable-Synthese, sondern Wavemorphing. Sie hat ihre Stärke bei der schnellen Erstellung von beweglichen Mustern mit 8 Elementen. Das in Kombination mit Algorithmen, ist eher wie die Korg-Synths ein Sonderfall. Das ist die Alternative zu Wavetable-Synths mit dem gewissen Sonderfaktor mit Spaß an Synthese und Bastelfaktor. Die Hüllkurven und LFOs mit je 5 sind zahlreich und performant und das Gerät ist einfach durchdacht. Es erinnert an einen modernen SQ-80 oder Xpander, klingt aber wie ein Wavetable-Synth und leistet viel. Die attraktivste Variante ist meiner Ansicht der Explorer mit seiner Poly-Pressure-Tastatur, die den Vorteil der Synthese sehr gut umsetzt. Die Vorliebe für kompakte Maße muss man nicht teilen – es gibt Alternativen.

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ASM Hydrasynth Explorer
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Explorer Seitenansicht

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8. Klanglabor Jam? UDO Super 6 vs System-8

Dieser Synthesizer ist sicher nicht der Stärkste, aber ein Allrounder, der wegen seines Konzepts für die interessant ist, die alles suchen und eher Hands-On arbeiten möchten. Wavetables, Subtraktives und sehr gutes Hands-On Feeling. Es gibt noch weitere Geräte diesen Typs, die eine Erwähnung wert wären. Aber er bekommt das Prädikat „vielseitig“, auch wenn sicher etwa ein System-8 mit allen Plug-outs kaum schlechter wäre. Würde ich ein jamfähiges Arbeitspferd suchen, währe es aktuell eines dieser beiden.

Sie sind beide flexibel aber nicht die synthesestärksten – aber sie sind die stärksten unter den klassischen Bedienkonzepten, deshalb sind sie als „Weitere“ hier gelistet. Einen von denen sollte man haben, wenn man neu beginnt und gern spontan die totale Kontrolle haben will.

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UDO Audio Super 6 Black
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Roland System-8
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Wie du siehst, sind auch günstige Synthesizer unter diesen Syntheseschiffen™. Es ist schön, dass auch sehr starke Synthesen in nicht zu teuren Gehäusen stecken können.

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18 Antworten zu “Synthese im Klanglabor: Synthesizer für die harte Arbeit!”

    Bernie sagt:
    -2

    Eine sterbende Industrie die noch von Gestrigen am Leben erhalten wird. Vital, Phase Plant oder Freeware wie Odin oder Cardinal, sind erheblich kreativer, schneller, speicherbar und meistens potenter als die ganze Hardwaregalerie zusammen. Ein einziges Instrumenten Rack in Ableton kann so viel, wie der ganze Artikel hier verkaufen will.

      Stephan Dargel sagt:
      -1

      Das mag sein, aber in 10 Jahren kennt das dann keiner mehr – Rechner sind schneller, Software nicht kompatibel und der Gearporn wird nicht befriedigt ;-) Bei den Softsynths fehlt mir total die Sexyness. Aber ich bin ja auch noch aus der Zeit, als man für einen Ur-MS-20 Geld sparen musste und mit einem TX81Z fast schon sowas wie ein Synclavier zu besitzen glaubte ;-)))

        Moogulator sagt:
        0

        aus der Zeit stamme ich auch. Ich finde es allerdings auch nicht zu zielführend HW gegen SW auszuspielen – eher muss man halt sehen was passt.

        Bei einigem bevorzuge ich dann halt das iPad..
        Ich find’s aber interessant, dass mein Artikel so schlecht bewertet wird.

        Spricht also dagegen sowas je wieder zu tun. Kein Problem.

          Thomas sagt:
          2

          Der Bericht ist nicht grundlegend schlecht. Aber leicht lesen lässt er sich nicht. Nicht wegen der Komplexität des Themas, sondern weil er sich nicht flüssig lesen lässt. Inhaltlich gut, aber Lesbarkeit eher schlecht, Die vielen Bindestriche und festgedrückten Passagen haben bei mir zu Folge, dass ich Passagen stellenweise mehrmals lesen musste, um sie zu verstehen.
          Also weil ein paar Leute meckern, muss man sich davon nicht abschrecken lassen.

          Thomas sagt:
          0

          Sollte heissen „Fettgedruckten Passagen“

        Bernie sagt:
        0

        In 10 Jahren wird vieles anders sein. Bei Software gab es lange einen Stillstand bis die Multicores und Software wie Serum neue Impulse gab. Es gibt auch bei Software eine „Old School“ Fraktion, die lieber noch am Sylenth bastelt, weil sie damit seit 16 Jahren unterwegs sind oder die Sounds ihrem Genre dienen. Gute Software hält auch sehr lange, wie gute DAWs es beweisen, die es mittlerweile über einen sehr langen Zeitraum gibt. Zum TX81Z, ein sehr gutes Beispiel. Damit habe ich exakt einmal ca. 1995 einen Sound programmiert und die restliche Zeit Presets aus Not und Mangel im Arrangement reingequetscht. Heute lade ich mir den als Max 4 Life Classic Synth auf einen Track und habe alle Presets und kann sogar ordentlich editieren. Auch darf man die Flut an neuer Hardware nicht mit alten Klassikern gleichsetzen. Nur ganz wenige werden noch was Wert sein und obendrein funktionieren. Die eingesetzte Qualität der Elektronik wird eine wesentlich geringere Haltbarkeit aufweisen, als alte Platinen und daumengroße Kondensatoren es taten.

      Ted sagt:
      0

      Die ewige Software-Gegen-Hardware-Diskussion. Laaangweilig. Es gibt nach wie vor gute Gründe für beides.

    Sonja Dammriss sagt:
    5

    Was der Behringer für die Jugend, ist der Waldorf für den Boomer…

      Moogulator sagt:
      0

      Behringer baut bis auf die Modelle Proton (sobald das möglich ist) und Neutron Clones klassischer Geräte – die sind daher nicht so richtig im Fokus der Syntheseboliden. Das ist dann auch eher eine Domäne anderer Firmen. Aber sie sind eine Erfüllung für alle, die nicht so viel Geld bereit liegen haben.

      Hier haben die sehr kleinen sogar eine große Chance. Das Problem des Preises ist bei dieser Abteilung allerdings bleibend – da ist sicher die Software die größere Konkurrenz – ebenso Apps. Drambo, MiRack und Co.. Und man kann auch noch den Anyma Phi nennen von Aodyo, der durchaus Dinge kann, die es selbst als Soft nicht viel gibt. Da kommt bald noch was..

    moogulator sagt:
    2

    So richtig überzeugt bin ich vom Sterben noch nicht. Es gab eine Renaissance von Synths – speziell auch Hardware – und das ist die Idee des Artikels – Eher sehe ich immer mehr Performer mit HW Geräten oder in Misch-Setups. Und dann war da noch der Klang – ich mag Bordmittel auch – aber manchmal musste ich schon ordentlich was tun, um die Filter in Ableton schön zu kriegen. Das VCV oder MiRack cool sind schmälert allerdings nicht den Spaß an Klanglabor-Synths.

    andré sagt:
    0

    „ Das einzige, was man sich fragt ist, wieso es von denen keine Desktop-Versionen gibt…“
    Genau diese Frage habe ich vor ein paar Tagen den korg.de support gestellt, aber bis dato keine antwort bekommen, ich denke da gäbe es groooßes interesse in der community. er stellt,sich schon alle drei mit tasten hin bzw. auch nur einen, wenn man die tastatur nicht braucht bzw. eine bessere hat.
    vielleicht wäre es möglich, da ein bisschen druck gegenüber korg zu machen, damit sie sich bewegen?!
    also bitte dem support schreiben! 🙏

      dflt sagt:
      0

      hauptsache, die desktop-varianten sind dann auch rack-fähig :D ich schreib korg auch mal…

      Moogulator sagt:
      0

      es ist sehr gut Emails zu schreiben und zwar auch an Korg USA, wo die drei Geräte her stammen und ans HQ.
      Und ich schreie mit – damit wir gehört werden. Denn ich finde die auch gut. Danke für euren Support und noch mehr für die Mails.

    erwin lottemann sagt:
    0

    „Es gibt eine ganze Reihe von Menschen, die effektivst Musik machen wollen. Dabei möchten sie alle Syntheseformen abräumen.“ sorry, nee. das klingt doch arg nach thomann-marketing-lingo. deine behauptung entbehrt teilweise jeder grundlage, um es lustig zu formulieren. ich kenne nur jene, die auf analoges zeug schwören und deshalb digitales ablehnen; dann jene, die keyboards mit internen sounds per se scheiße finden und sich stattdessen kästlein hinstellen, getriggert von einem winzigen controller-keyboard, am besten noch mit mini-tasten. die vorstellung, dass es da draußen menschen gibt, die sämtliche synthesearten ihr eigen nennen wollen, ist projektion deinerseits. ich glaube zudem im gegenteil, dass man gerade NICHT Musik „effektivst machen“ kann, wenn man derart viele synthesearten im arsenal hat. der fluxus-künstler und emeritierte ästhetik-professor bazon brock, der ganz in deiner nähe, im bergischen land, wohnt, brachte es mal so auf den punkt: „je mehr wir uns spezialisieren, desto größer werden die bereiche, in denen wir zu dilettieren. haben.“

      Moogulator sagt:
      1

      Sorry, Herr Lindemann, ich habe in meiner Zeit als sehr eng lebender Mensch in der Unizeit sehr synthesestarke Instrumente gewählt um mit wenig und guten hochwertig aber mit möglichst „wenig“ und ohne Redundanz viel an Sound machen zu können. Ich glaube nicht, dass ihre Annahme so stimmt, sondern will mir als Person eher eine kleine virtuelle Ohrfeige geben – was auch ok ist – dafür bin ich ja da – Kritik darf alles. Aber meine Ziele waren sehr idealistisch – danach habe ich andere Wege gefunden und auch Gruppen von Geräten, die mich besonders live beflügelt hatten. Man muss fast immer neu überlegen und manchmal gibts eine Pause und kann dennoch ein ganzes Album machen, weil es passt – für den eigenen Kopf. Diese Wege können nicht für alle gleich sein – selbst „Pros“ suchen teilweise Jahre und finden es fast per Zufall, was sie weiter bringt.

      Locutus von T.

    Dominique Hinnen sagt:
    2

    Moogulator, der Artikel ist klasse.
    Ich habe als Projekt, mir für Kunst mehr Verfügbarkeit freizuschaufeln. Bis das geschafft ist, fröhne ich meiner Faszination für Synthesizer.
    Aber was macht einen „lohnenden“ Synthesizer aus? Meine Sicht deckt sich stark mit Deiner. Entweder es handelt sich um ein Gerät, das viele Klangfarben abdecken kann oder eben um eins, das eine ganz eigene aufweist. Also ein Tausendsassa oder eine Persönlichkeit.
    Ich habe hier einen UDO stehen, Hydra, Opsix und drei analoge Monos (SE-02, Pulse2, Typhon). Dann kommt unter Anderem auch ein Reface DX und eine Rytm MK2 dazu.
    Es sind alles Geräte die das was sie machen und wie sie’s machen, richtig gut sind. Ausserdem sind sie untereinander komplementär um eine möglichst interessante Klangpalette abdecken zu können.
    Gerade den Reface DX würde ich noch in Deine Liste aufnehmen, denn wenn man die klassische FM Klangfarbe à la DX7 mit Punch sucht, steht da ein ausgezeichnetes Investition/Effizienz-Verhältnis. Der Opsix ist beeindruckend , geht aber in eine andere Richtung.
    Die Diskussion Hardware/Software ist hier völlig irrelevant. Denn ein UVI Falcon kann aus Sicht der Synthesemöglichkeiten praktisch alle Hardware an die Wand klatschen. Aber darum geht es nicht. Denn die Nutzung und das Gefühl ist völlig anders als mit Hardware. Sonst bräuchte niemand einen Push2, schliesslich ist alles in Live bereits da…
    Ich habe hier auch eine externe Reverb, weil es eben ein anderer kreativer Akt ist, den S6 mit einer Reverb und nichts anderem zu spielen, als in der DAW etwas zu erstellen.
    Schlussendlich geht es doch noch um musikalische Kreativität und somit um „Instrumente“.
    Also, Dein Artikel ist klasse. Danke.

      Moogulator sagt:
      0

      Danke – es gibt bei Musik und Arbeitsweise ohnehin so viele Wege, dass sie nicht in Schemen zu pressen sind – aber die aktuellen HW und SW Lösungen sind halt da und ich fand das ganz interessant. In meiner Musik ist das reine „Schiff“-Denken nicht mehr so dominant – aber es ist ein Weg – und diese Maschinen sind oft die, die eine Menge Kreativkraft lostreten – du speicherst irrsinnig viel und manches zB im Iridium ist schon mit einem OSC mehr als in manchem VA. Es ist eben anders. Danke für das echt ausführliche Feedback – es ist ja am Ende die Musik und nicht das Gear allein..

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