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Die 10 besten Kompressor-Plug-ins der letzten Monate

Die 10 besten Kompressor-Plug-ins der letzten Monate  ·  Quelle: Gearnews, Marcus

In den letzten Monaten gab es etliche sehr interessante Veröffentlichungen an Kompressor Plug-ins. Hier in dieser Liste findet ihr zehn Effekt-Tools, die ihr euch unbedingt einmal anschauen müsst. Vielleicht gefällt euch das ein oder andere Tool für eure DAW. Emulationen, modern oder eben ein Werkzeug für Sound Designer – hier sollte für jeden das passende Werkzeug dabei sein.

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Kompressor-Plug-ins verändern die Dynamik

Dynamik ist wichtig in einem Song, in verschiedenen Gruppen, in einzelnen Audio- und Instrumentenspuren, aber auch in den Klängen, die unsere Musik ausmachen. Manchmal gibt es jedoch Situationen, in denen wir uns weniger oder auch mehr Dynamik wünschen. Hierfür gibt es Hilfswerkzeuge, die genau diese Aufgabe übernehmen, um den letzten Schliff eines Audiosignals zu „polieren“. Das sind auf jeden Fall die Kompressoren.

Mit diesen Tools könnt ihr Pegelspitzen abfangen, leise Passagen in der Lautstärke anheben, laute absenken, die Lautheit einer Spur (oder auch des gesamten Songs) erhöhen, aber auch Transienten bearbeiten (Transient Designer) oder ungewollte Sounds unterdrücken (Gate). Und das vollautomatisch – zumindest mit den richtigen Einstellungen. In dieser Liste zeigen wir euch die für uns zehn besten Kompressor-Plug-ins der letzten Monate.

Solid State Logic LMC+

SSL LMC+

SSL LMC+

Wenn es um Kompressoren geht, darf der britische Hersteller Solid State Logic (SSL) natürlich nicht fehlen. Mit dem LMC+, das steht für „Listen Mic Compressor“ wollen sie den Slogan „Smash everything“ in die Tat umsetzen. Und das haben sie wohl auch geschafft. Nicht nur Drum Sounds „knallen“ nach dem Einsatz dieses Kompressor-Plug-ins so richtig. Audio- und Instrumentenspuren bekommen sogar den legendären Vibe der 1980er Jahre. Dazu ist das Tool, das auf dem Talkback-Limiter der bekannten SL 4000E Konsole basiert, mehr als einfach zu bedienen und ist die Geheimwaffe in der aktuellen SSL Fusion.

SSL LMC+ gibt es hier bei Thomann.de (Affiliate) zum Preis von 115 Euro. Das Plug-in läuft auf macOS 10.12 oder höher und Windows 7 oder höher als VST, VST3, AAX und AU. Zur Autorisierung benötigt ihr einen kostenlosen iLok Account (oder Dongle).

Hier findet ihr alles Weitere zu dem Plug-in

IK Multimedia

IK Multimedia T-RackS Comprexxor

IK Multimedia T-RackS Comprexxor

Dieses Plug-in ist laut Hersteller IK Multimedia das Schweizer Messer der Kompressoren. Und das klingt doch mal mehr als vielversprechend. Basierend auf dem wieder einmal legendären Empirical Labs EL8 Distressor könnt ihr sicherlich vorstellen, dass hier die geballte Ladung Sound auf euch wartet. Ihr könnt sogar zwischen Röhren- oder Tape-Klang für eure Audiospuren wählen. Auch hier ist die Anwendung des Effekts sehr einfach und intuitiv angelegt, so dass ihr oftmals auch durch reines „Probieren“ zum für euch perfekten Ergebnis gelangen könnt. Natürlich wurde das Tool aufgebohrt und mit weiteren Features erweitert, wie einen Mid/Side-Modus und einen Sidechain-Eingang mit zwei Filtern.

IK Multimedia T-RackS Comprexxor gibt es auf der Website des Herstellers zum Preis von 154,69 Euro. Das Tool ist ebenso im Total Studio 3 Max Bundle erhalten. Das bekommt ihr hier bei Thomann.de(Affiliate) zum Preis von 999 Euro. Das Plug-in läuft auf macOS 10.9 oder höher und Windows 7 oder höher als VST, VST3, AAX und AU. Ihr benötigt die kostenlose Software T-RackS CS.

Hier findet ihr alles Weitere zu dem Plug-in

Caelum Audio Beef

Caelum Audio Beef: Das ultimative Plug-in für fette Sounds?

Caelum Audio Beef: Das ultimative Plug-in für fette Sounds?

So richtig extrem wird es dem Namen nach mit Beef aus dem Hause Caelum Audio. Der äußerlich sehr modern wirkende Kompressor, ist eigentlich ein Multieffekt mit Equalizer, Modulation, Saturation, Crush, Shaper und Limiter. Aber auch dieses Plug-in erzeugt eben einen fetteren Klang und spielt sehr stark mit der Dynamik eines Audiosignals. Ein Grund mehr das Tool hier zu erwähnen. Dass der Hersteller mit Tape und Saturation umgehen kann, wissen wir schon seit Jahren (siehe das Freeware Tape Cassette). Mit diesem Effekt setzt er nochmals eine Schippe drauf und lässt damit unsere Spuren so richtig aufblasen.

Caelum Audio Beef gibt es auf der Website des Herstellers zum Preis von 29,99 Britische Pfund. Das Plug-in läuft auf macOS 10.11 oder höher und Windows 7 oder höher als VST3, AAX und AU in 64 Bit.

Hier findet ihr alles Weitere zu dem Plug-in

United Plugins Urban Puncher

United Plugins Urban Puncher: Drum Loop mit mehr Punch und 68% Rabatt!

United Plugins Urban Puncher: Drum Loop mit mehr Punch und 68% Rabatt!

Auch United Plugins greift mit Urban Puncher unsere Drums an. Und das mit nur einem wichtigen Drehregler, der sich um den, wie der Name schon vermuten lässt, „Punch“ kümmern soll. Im Hintergrund arbeitet aber auch hier nicht nur ein Kompressor, sondern hier passiert ein Zusammenspiel zwischen Saturator (Transformator- und Röhrenemulation), Kompressor und Transient Designer. Und das bringt vor allem in den Musikgenres Hip Hop, R&B und Trap, aber sicherlich auch in allen anderen Spartenmehr Lautheit und Durchsetzungsvermögen für unsere Schlagzeug- und Percussion-Spuren. Durch die einfache Bedienung kommt ihr hier direkt und ohne Umwege zu mehr Punch, Druck und mehr Power.

United Plugins Urban Puncher erhaltet ihr auf der Internetseite des Herstellers zum Preis von 59 Euro. Das Plug-in läuft auf macOS und Windows als VST, VST3, AAX und AU.

Hier findet ihr alles Weitere zu dem Plug-in

A.O.M. Tau Compressor Plus

A.O.M. Tau Compressor Plus

A.O.M. Tau Compressor Plus

Wer es einfach, aber auch effektiv mag, der sollte sich einmal den Tau Compressor Plus von dem Hersteller A.O.M. anschauen. Normalerweise kennen wir von dem Entwickler extrem frickelige und mit etlichen Funktionen ausgestattete Plug-ins. Dieses Mal reichen die typischen Kompressor-Features Threshold, Makeup, Ratio und Dry/Wet-Mix. Darüber hinaus könnt ihr die Eigenschaften der ausgewählten Audiospur einstellen. Hier stehen euch Vocal, Bass, Percussion, Kick und Bus zur Verfügung. Und diese sorgen natürlich für die passenden Attack- und Release-Zeiten, die ihr für eine perfekte Komprimierung eures Sounds benötigt. Kein „One Knob“, aber trotzdem easy und für jedermann.

A.O.M. Tau Compressor Plus erhaltet ihr auf der Internetseite des Entwicklers zum Preis von 70 US-Dollar. Das Plug-in läuft als VST, VST3, AU und AAX auf macOS (10.11.6 bis 11) sowie Windows 8.1 oder höher in 64 Bit.

Hier findet ihr alles Weitere zu dem Plug-in

Wavegrove Maji

Wavegrove Maji

Wavegrove Maji

Mit Maji von Wavegrove bekommt ihr einen komplexen Kompressor, der eigentlich recht einfach zu bedienen ist. Dieses Tool basiert nämlich auf physikalischen Regeln – ok, auch alle anderen Kompressoren sind natürlich reinste Physik. Aber hier wird sie durch die Funktionsregler angewendet. Der Effekt ist eine Kombination aus Saturator, Kompressor und EQ. Und das soll den Klang verbessern und Aufblasen. Einfach erklärt durchläuft das Audiosignal einen Transformator, den ihr noch weiter als gewohnt aufdrehen könnt. Das erzeugt eine recht natürliche Komprimierung. Dann geht es weiter in die an den ersten Schritt gekoppelte Saturation. Der Equalizer dient eigentlich nur zum Ausgleichen des durch den Kompressors und Saturators verformten Klangs. Klingt kompliziert – ist es aber absolut nicht!

Wavegrove Maji gibt es im Gumroad Shop des Anbieters zu einem Preis von 19,99 US-Dollar. Das Plug-in läuft auf macOS und Windows als VST, VST3 und AU.

Hier findet ihr alles Weitere zu dem Plug-in

Slate Digital Custom Opto

Slate Digital Custom Opto: Ein aufgebohrte Mod der LA2A-Emulation FG-2A

Slate Digital Custom Opto: Ein aufgebohrte Mod der LA2A-Emulation FG-2A

Eine Kompressoren-Plug-in-Liste ohne LA2A-Emulation gibt es einfach nicht. Denn dieser legendäre Opto-Kompressor gehört einfach in jede DAW-Werkzeugkiste. Auch ich setze Nachbildungen solcher Effekte sehr gerne ein, um den Klang dementsprechend zu färben, aber auch die nötige Lautheit oder Pegelspitzenabsenkung zu erzielen. Und das mit den typischen zwei Reglern Gain und Peak Reduction. Mehr braucht es nicht. Slate Digital geht hier mit Custom Opto noch einen Schritt weiter und implementiert weitere Funktionen, wie Ratio, Speed, Tone (Flat, Smooth, Warm, Aggro, Airy) und einen Dry/Wet-Mix. Das bringt nochmals mehr Eingriffsmöglichkeiten und eine größere Bandbreite an Ergebnissen.

Slate Digital Custom Opto gibt es auf der Website des Herstellers zum Preis von 149 US-Dollar oder im Abonnement. Das Plug-in läuft auf Windows 8 oder höher und macOS 10.12 oder höher als VST, VST3, AU und AAX in 64 Bit. Einen kostenlosen iLok Account (oder Dongle) benötigt ihr ebenfalls.

Hier findet ihr alles Weitere zu dem Plug-in

Wavesfactory Quantum

Wavesfactory Quantum: Transient Shaping auf einem neuen Level?

Wavesfactory Quantum: Transient Shaping auf einem neuen Level?

Dieser Transient Shaper von Wavesfactory ist kein gewöhnlicher Kompressor, sondern ebenfalls ein eher in die Kategorie Multieffekt-Plug-in einzuordnen. Natürlich ist auch hier bei Quantum ein Kompressor, Limiter und Transient Shaper mit an Bord. Die Transientenerkennung des Tools aktiviert die Effekte, mit denen ihr dann durch die eingestellten Effektketten nachbearbeiten könnt, wie in einem Multibandeffekt. Folgende Effekte sind in dem Plug-in integriert: Chorus, Compressor, Convolution, Delay, Enhancer, EQ, Flanger, Limiter, Lo-Fi, Phaser, Pitch Shifter, Reverb, Saturation, Stereo Tools, Tremolo und Vibrato. Jeder Effekt lässt sich frei an eine x-beliebige Stelle der Reihe setzen, so dass unendlich viele Möglichkeiten einer Nachbearbeitung entstehen. Eine wirklich tolle Möglichkeit durch Dynamikunterschiede Sound zu designen.

Wavesfactory Quantum erhaltet ihr auf der Website des Herstellers zum Preis von 149 Euro. Das Plug-in läuft auf macOS 10.9 oder höher (inklusive M1) und Windows 7 oder höher als AAX, AU, VST3 und VST in 64 Bit.

Hier findet ihr alles Weitere zu dem Plug-in

Oversampled Pancz

Oversampled Pancz

Oversampled Pancz

Pancz (wie auch immer das ausgesprochen wird) ist ein typischer Multibandkompressor, der die Bearbeitung audiovisuell wiedergibt. Somit müsst ihr euch nicht nur auf eure Ohren verlassen, sondern könnt sehr schnell und einfach Daten des Effekts in der Wellenformanzeige ablesen. Dort lässt sich der Kompressor per Drag-and-drop einstellen. Zu den Parametern gehören Übergänge der Multibandfrequenzen, Threshold und die Kontrolle der Transienten. Ein integrierter Limiter ist ebenso mit dabei. Dieser besitzt sogar einen Soft Clipper. Wer Multiband nicht mag, kann mit einem Klick auf Single Band schalten und das Tool als gewöhnlichen Kompressor einsetzen. Zu guter Letzt enthält das Plug-in von Oversampled einen NYC-Regler, der dem Ganzen die legendäre New York Compression (parallele Kompression) aufsetzt. Und das als One-Knob-Funktion. Hier haben wir den Effekt einmal „Angecheckt“.

Oversampled Pancz gibt es auf der Internetseite des Herstellers für 119 US-Dollar. Das Plug-in läuft auf macOS 10.11 oder höher und Windows 7 oder höher als AAX, AU, VST und VST3 in 64 Bit.

Hier findet ihr alles Weitere zu dem Plug-in

Voxengo Peakbuster

Voxengo Peakbuster: Multiband Transient Shaper Plug-in und mehr

Voxengo Peakbuster: Multiband Transient Shaper Plug-in und mehr

Das letzte Tool in unserer Liste soll laut Hersteller eher kreativ mit dem Klang arbeiten. Peakbuster aus dem Hause Voxengo erweitert nämlich das Obertonspektrum mit einem Transient Designer. Und das als eine Art Multibandkompressor. Ihr könnt die Attack-Phase mehrfach auf mehreren Frequenzbändern gleichzeitig bearbeiten. Ein besonderer Algorithmus „bügelt“ gleichzeitig und automatisch Pegelspitzen glatt. Und das auf einzelnen Audio- und Instrumentenspuren, aber auch in Gruppen oder auf der Masterspur. Um einzugreifen stellt das Tool einen Hüllkurvengenerator für Attack und Decay sowie Snap Time und Body Time zur Verfügung.

Voxengo Peakbuster erhaltet ihr auf der Website des Entwicklers zum Preis von 59,95 US-Dollar. Das Plug-in läuft auf macOS 10.11 oder höher und Windows XP oder höher als AU, AAX, VST3 und VST in 32 oder 64 Bit.

Hier findet ihr alles Weitere zu dem Plug-in

Weitere Kompressor-Plug-ins…

Natürlich gibt es wie immer etliche weitere neue, interessante und tolle Kompressor-Plug-ins am Markt, die wir nicht alle hier aufzählen können. Ihr habt andere Vorschläge eurer Lieblingshalleffekte? Dann postet diese doch hier unten in den Kommentaren. Wir sind sehr gespannt auf eure Vorschläge.

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6 Antworten zu “Die 10 besten Kompressor-Plug-ins der letzten Monate”

  1. donnie sagt:

    schade, dass das uhe presswerk nicht erwähnt wird. aber gut, die genannten kenn ich alle nicht und es ist schön sich über „neue“ produkte zu informieren, danke. und zum gate: setzt mal hinter ein send delay ein gate. das gibt nen rythmischen effekt. :)

    • marcus sagt:

      Presswerk setze ich hier auch sehr sehr oft ein! ein sehr gutes Tool für meine Arbeit. Das Plug-in ist aber schon älter und passt deswegen nicht in diese Liste. Danke für deinen Tipp!

  2. Kai sagt:

    Quantum ist sehr interessant und danke für die Übersicht!

    Nichtsdestotrotz frage ich mich inzwischen: Wie oft kann man Kompression denn eigentlich neu erfinden ? ist nicht irgendwann mal gut?

    • marcus sagt:

      Für unser G.A.S. kann es doch garnicht genug Kompressoren geben – oder??? :D

      • donnie sagt:

        also ich nutze gern comps sowohl seriell, als auch parallel, mit sidechaining und/oder new york compression ein. (wenn kein dry/wet vorhanden) dabei hab ich schon einige comps getestet und probiere immer mal wieder ne demo. irgendwie unterscheiden sie sich doch immer wieder. sowohl vom funktionsumfang, als auch vom sound. comps machen einfach spass : )

  3. Ragnar sagt:

    Es muss zwar jeder sehen wie die Butter aufs Brot kommt, aber für lau ist auch immer schön, gerade bei diesem Genie:
    Analog Obsession, dBComp: https://www.patreon.com/posts/56933944 (wobei ich eigentlich auf jedem meiner Tracks den BUSTERse von ihm einsetze).

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