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Die besten PAD Synthesizer Topliste

Die besten PAD Synthesizer Topliste  ·  Quelle: Gearnews

Pads, Flächen, Drones oder Texturen – sie alle sind lang, füllend aber nicht unbedingt aufdringlich und sind idealerweise eher polyphon. Hier unsere Top 5 Pad-Synthesizer, mit denen ihr genau diese Sounds machen könnt.

Stehende Texturen sind zwar schön, aber noch schöner, wenn man sie als Akkord spielen kann. Hilfreich für mehr Spannung und interessante Elemente sind Samples oder Syntheseformen wie etwa Wavetables, Vectorsynthese, Granularsynthese oder alles, was stehende Strukturen erlaubt und viel Modulation und Beweglichkeit hat.

Analoge Flächen können auch schlicht schön sein, wie sie aus Junos und ähnlichem herauskommen. Nur sind sie eben nur schön. Sicherlich kann man heute aber so eine Junofläche mit dem Roland System-8 gut hinkriegen und mit den Möglichkeiten des System-8 aufwerten oder mehr FM und ähnliches hinzufügen, dann wird auch ein schöner Flächenmacher daraus.

Eine Drone könnte etwas mehr Gewalt benötigen, diese kann man sich aus Effekten und rudimentäreren digitalen Elementen holen, Samplingraten herunterrechnen oder Artefakte absichtlich erzeugen. Eins der besten Beispiele dafür wäre der Roland V-Synth (die ganze Familie), aber auch rüde Bodentreter und Experimente bis hin zu Soma Labs Lyra 8, der sehr schön ungezügelt klingt und unbrav ist.

1. Sequential Prophet 12

Der unterschätzte Vielkönner hat 4 Oszillatoren, die gegenseitig und in Ringanordnung FM und AM erzeugen und sich auch auf  Wavetables verstehen. Die Character-Sektion erlaubt eine Menge an Unreinheiten und Verschönerungen, die genau das tun, was man braucht für fliegende leichte Flächen für IDM, Glitch, Clicks’n’Cuts und vieles mehr.

DSI prophet12

DSI prophet12

2. Waldorf Quantum, Sequential Prophet X

Sampling und Granularsynthese lassen per Knopf und zu einem Preis von knapp unter 4k Euro sehr spannende Spektren bauen. Die sind beweglich sind und können beim Waldorf weiträumig moduliert werden. Beim Prophet X ist die Handlichkeit etwas einfacher, aber es ist rumpeliger ohne Granular, was aber definitiv für experimentellere Ambient- und IDM-Stile gut ist.

Waldorf Quantum

Waldorf Quantum

sequential prophet XL

sequential prophet XL

3. Roland V-Synth

Preistipp: Günstig und mit D-Beam formbare Samples in granularer Technik gibt’s beim Roland V-Synth. Hier kann man ruhig auch den älteren nehmen, er liefert viele interessante Spektren und auch Artefakte, die ein Quantum nicht hat. Filmmusikflächen und Experimente sind hier kein Problem und auch eher günstig zu bekommen ist er noch dazu. Aber nicht mehr neu.

Roland VSynth GT

Roland VSynth GT

4. FM Synthesizer – Yamaha Montage und Gefolge …

FM ist extrem ergiebig und kann komplexe unverbrauchte Klänge liefern. Je mehr Operatoren, desto besser. Mit dem Yamaha Montage und dem kleinen MOX kann man das mit 8 OP tun, alternativ wären der SY99 und der TG77 wegen der ROM-Samples eine klassische Alternative für wenig Geld. FM ist anspruchsvoller als analoge Maschinen, es lohnt sich aber.
Yamaha Montage Top View

5. Oberheim Xpander / Matrix 12

Die totale Schönheit, Weichheit und mit 5+1 LFOs und ebensovielen Hüllkurven mit Allpasselementen bei den Filtern. Die Oberheims sind für die, denen der Juno oder System-8 zu wenig und zu wenig wuchtig sind, ideal für die allerschönsten Melodiesounds und Pads für Synthpop, Ambient und Co. Zudem sind die Oberheims mit einer sehr weit über die Tastatur verteilbaren, spielbaren FM versehen. Wenn schon analog, dann so. Die beiden Synths stammen aus den Achtzigern und sind daher nicht mehr so einfach zu bekommen.

Oberheim Matrix 12

Oberheim Matrix 12

6. Wenn es billig sein soll

Rompler und Sampler alter Bauart sind günstig, da kaum jemand noch damit arbeiten will. Hier gibt es mehr als nur eine handvoll absolut brauchbarer Maschinen, weshalb dies ein Tipp sein soll, wie man mit nur wenigen Hundert Euro auch Flächen und Röchelkram machen kann. Wie wär’s mit einem Korg der M-Serie (M1 war der erste) oder einem Emu-Sampler? Stimmen haben diese Teile oft viele und die Klänge können geschichtet werden.

Rolands JV-Serie mit JD-800 hätte sogar Knöpfe zu bieten. Yamaha, Korg und Roland aber auch Ensoniq und Alesis boten in den späten 80ern und 90ern jede Menge an. Nicht alle sind einfach zu bedienen, dennoch kann einiges aus dieser Zeit für „kein Geld“ geholt werden, viele sind froh den Kram loszuwerden. Aber die Sachen sind eher unterschätzt. Ensoniq TS10 oder VFX, Yamaha Motif, Roland Fantom/XV-5080 etc.

7. Preistipp 2, bewegliche Flächen

Ältere Wavetable-Synthesizer wie den Waldorf Microwave XT gibt es meist schon unter 500 Euro. Damit ist extrem viel möglich, ebenso mit dem Blofeld, der auch Sampling einbindet.

Das ist keine Marktübersicht – Außerdem möchte ich noch sagen, dass dies sehr subjektiv ist und keinen Anspruch auf „Richtigkeit“ darstellt, es gibt aktuell bis 2016 900 Synthesizer in der Synthesizer-Datenbank und da sind natürlich noch mehr, die geeignet sind. Auch sehr neue wie der Prologue und der Minilogue XD oder oder oder..

Waldorf Microwave XT

Waldorf Microwave XT

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Christian
Gast

wann hast du denn das letzte mal nen Waldorf XT unter oder für 500€ gesehen ? suche schon seit ein paar Monaten, die gehen für 800€ bis 1000€ weg. )-:


Mysputnik
Gast

Falsches Bildchen, oder?!