Geschätzte Lesezeit: 11 Minuten
Die besten aktuellen USB Audiointerfaces bis 1000 Euro

Die besten aktuellen USB Audiointerfaces bis 1000 Euro  ·  Quelle: Arturia / Gearnews

 Ein Audiointerface bildet so etwas wie das Herzstück des Studios, egal wie groß oder klein dieses ist. In dieser Liste zeigen wir die besten aktuellen USB-Audiointerfaces bis 1000 Euro. Da ist bestimmt etwas für euch dabei. Die Preisspanne fängt bei knapp über 300 Euro an, günstigere Interfaces findet ihr in diesen Empfehlungen.

Die besten aktuellen USB-Audiointerfaces bis 1000 Euro

Bei dieser Liste haben wir uns auf aktuelle Interfaces beschränkt, die ungefähr im Zeitraum der letzten drei Jahre erschienen sind. Die sollten eine hohe Kompatibilität mit aktuellen Rechnern und Betriebssystemen gewährleisten.

Ihr werdet in dieser Liste sehen, dass die Grenzen zwischen Audiointerface und anderer Studio-Hardware gerne mal verschwimmen. Zwei gute Beispiele dafür sind das Sound Devices MixPre-3 II und der Elektron Analog Heat mkii. Das MixPre-3 II ist auch sehr gut auf einer Liste über mobile Recorder aufgehoben, kann aber ebenso als Audiointerface dienen. Analog Heat mkii ist streng genommen ein Effekt, verfügt aber auch über AD/DA-Wandler und die machen aus dem Gerät gleichzeitig ein 2-Kanal-Interface (mit nicht unbedingt sehr neutralem Sound).

Für eine Kaufentscheidung müsst ihr euch mit den Fragen quälen, ob ihr viele Ein- und Ausgänge haben wollt  oder lieber die hochwertigsten Wandler, besondere Eingänge für Instrumente oder Geräte wie Plattenspieler sucht oder digitale Anschlüsse wie für ADAT oder Extras wie MIDI benötigt. Sucht ihr ein Interface für das Rack oder den Desktop? Soll es möglichst kompakt und portabel sein? Einige Produkte bieten zusätzliche DSPs und entlasten so den Rechner – auch das ist vielleicht ausschlaggebend für eure Entscheidung. In dieser Liste sollte für jede Anforderung etwas Passendes dabei sein.

IK Multimedia AXE I/O

IK Multimedia AXE I/O

IK Multimedia AXE I/O

Das IK Multimedia AXE I/O ist ein Interface, das sich besonders nach den Bedürfnissen von Gitarristen richtet. Dafür gibt es zwei Hi-Z-Instrumenteneingänge an der Vorderseite, einer davon ist mit Z-Tone (variabler Impedanz) sowie JFET- und Active-Schaltung für die Wahl des Pickups bestückt. Für Re-Amping steckt weiterhin ein gesonderter Amp-Ausgang an der Frontseite.

Weitere Extras sind das eingebaute Gitarrenstimmgerät und die beiden Eingänge für Expression-Pedale oder Fußtaster. Gitarristen und selbstverständlich auch Gitarristinnen freuen sich außerdem über die Beigabe von AmpliTube 4 Deluxe, zehn T-RackS-Prozessoren und Ableton Live Lite. Ansonsten findet ihr die üblichen Eingänge für Mikrofon- und Line-Signale auf der Rückseite und vier Line-Ausgänge. Die Wandler arbeiten mit 24 Bit und bis zu 192 kHz. MIDI wird ebenfalls mit einem Ein- und Ausgang bedacht. Auf Bonedo findet ihr einen Test, der aus der Sicht eines Gitarristen geschrieben ist.

Das Produkt bei Thomann*

 

"<yoastmark

Focusrite Scarlett 18i20 3rd Gen

Mit Scarlett 18i20 3rd Gen liefert euch Focusrite eine ordentliche Anzahl von Ein- und Ausgängen zu einem verhältnismäßig günstigen Preis. Acht Mikrofoneingänge mit Scarlett-Preamps und zehn Line-Ausgänge können sich wirklich sehen lassen! Zwei der XLR/Klinke-Combo-Eingänge stecken an der Frontseite und dienen auch als Instrumenteneingang.

Außerdem findet ihr hier Ein- und Ausgänge für S/PDIF und ADAT sowie MIDI. Zwei Ausgänge für Kopfhörer gibt es auch noch. Ein integriertes Mikrofon ermöglicht Talkback, die zuschaltbare Air-Funktion fügt Aufnahmen mehr Höhe hinzu. Mit diesem Rack-Interface bekommt ihr viele Studio-Features für wenig Geld. Bei Bonedo gab es dafür im Test die volle Punktzahl.

Das Produkt bei Thomann*

 

"<yoastmark

Universal Audio Apollo Solo USB

Für das Apollo Solo hat Universal Audio das Arrow Interface genommen, etwas upgedatet und einen neuen Namen verpasst. Apollo Solo gibt es in zwei Ausführungen – einmal mit Thunderbolt und einmal mit USB 3. Darüber dürfen sich alle freuen, die keinen Thunderbolt-Anschluss besitzen oder USB bevorzugen. Das 2×4 Interface arbeitet mit Unison Mikrofon-Preamps, hat einen Eingang für Hi-Z-Signale und nimmt in bis zu 192 kHz und 24 Bit auf. Die Zahl der Ein- und Ausgänge ist sehr übersichtlich, auf MIDI müsst ihr verzichten.

Die Interfaces des Herstellers sind natürlich wegen der integrierten DSPs so beliebt, hier sorgt ein Single DSP dafür, dass ihr die UAD-Plug-ins des Herstellers benutzen könnt, ohne damit den Rechner zu belasten. Die Realtime Analog Classics bekommt ihr beim Kauf gleich obendrauf. Apollo Solo USB braucht einen zusätzlichen Stromadapter, wer macOS benutzt kann die „kostenlose“ LUNA DAW des Herstellers benutzen. Weitere Details über beide Version (USB und Thunderbolt) könnt ihr hier nachlesen.

Das Produkt bei Thomann*

 

Audient iD44 USB-C Interface

Audient iD44 USB-C Interface

Audient iD44 USB-C Interface

Mit dem iD44 von Audient bekommt ihr viele Anschlüsse in einem Desktop-Gehäuse. Neben vier Mikrofon- und Line-Eingängen gibt es hier zwei diskrete JFET-Instrumenteneingänge und auch zwei symmetrische Inserts! Das wird von vier Line-Outs und zwei unabhängigen Kopfhörerausgängen begleitet. Digital bekommt ihr gleich zwei ADAT-Anschlüsse. Ein Ausgang für Wordclock steckt hier ebenfalls drin.

Das Interface nimmt mit 24 Bit und maximal 96 kHz auf. Die Bedienung ist übersichtlich und mit den Switches für die Eingänge (zum Einstellen von Low-Cut, Phantomspeisung und dem -10 dB Pad) auch etwas ungewöhnlich. Weitere Buttons dienen für Talkback, Dimm und Cut, drei benutzerdefinierte Funktionstasten und die ScrollControl können für die Steuerung der DAW benutzt werden. Bonedo vergibt vier Sterne.

Das Produkt bei Thomann*

 

Steinberg UR816C

Steinberg UR816C

Steinberg UR816C

Dieses Interface steckt in einem Rack-Gehäuse und bietet euch acht Mic/Line-Eingänge und neben dem Stereo-Main-Out noch acht weitere Line-Ausgänge. Weiterhin gib es hier einen optischen Ein-/Ausgang, den ihr zwischen ADAT und S/PDIF umschalten könnt. Für Wordclock findet ihr zusätzlich einen Ein- und Ausgang. MIDI In/Out ist ebenfalls vorhanden und dann gibt es noch zwei Kopfhörerausgänge. Damit seit ihr schon sehr gut aufgestellt. Die Wandler arbeiten mit einer Auflösung bis zu 32 Bit und 192 kHz.

Der SSP3-DSP-Chip ermöglicht latenzfreies Monitoring mit DSP-basierten Effekten, über dspMixFx steuert ihr sämtliche DSP-Funktionen mit dem iPad oder iPhone. Logisch, dass Cubase noch etwas Software als Beigabe drauflegt: Cubase AI ist eine abgespeckte Version der hauseigenen DAW, Cubasis LE die Lighversion für das iPad, außerdem bekommt ihr einen Stapel virtueller Effekte.

Das Produkt bei Thomann*

 

Elektron Analog Heat mkII

Elektron Analog Heat mkII

Elektron Analog Heat mkII

Den Analog Heat mkII hier aufzuführen, werden einige vielleicht als Provokation empfinden. Denn eigentlich ist dies eher ein Effekt, der aber auch ein Audiointerface mit zwei Ein- und Ausgängen eingebaut hat. Die Wandler arbeiten mit 24 Bit und 48 kHz, reichen also locker für die Aufgaben im Homestudio. Und auch MIDI In/Out/Thu ist in dem Gerät untergebracht, einen Kopfhörerausgang findet ihr ebenso.

Der Schwerpunkt liegt aber ganz klar auf den vielen analogen Stereo-Effekten, die hier drinstecken. Dazu gehören sieben Filtertypen, ein 2-Band-EQ, verschiedene Distortion- und Sättigungs-Effekte. Mit einer Hüllkurve, einem Envelope Follower und einem LFO könnt ihr zusätzlich für Modulationen bei der Klangbearbeitung arbeiten. Über Overbridge benutzt ihr den Analog Heat mkII auch als externen Effekt in der DAW, auch wenn das eine schwere Geburt war. Falls ihr ein paar Synthesizer, Drummachines oder Sampler besitzt und ihr euch zwischen der Anschaffung eines Interfaces und einem schönen Effekt zum Aufbrezeln von Signalen entscheiden müsst, findet ihr in dem Analog Heat mkII (und natürlich auch dem mkI) eine gute Alternative.

Das Produkt bei Thomann*

 

RME Babyface Pro FS

RME Babyface Pro FS

RME Babyface Pro FS

Kompakte Maße und großartiger Sound – so lässt sich das RME Babyface Pro FS kurz zusammenfassen. Ihr bekommt hiermit zwei XLR-Eingänge, zwei Line-Eingänge, zwei XLR-Ausgänge und zwei Kopfhörerausgänge. Außerdem einen optischen In/Out für wahlweise ADAT oder S/PDIF sowie MIDI In/Out. Damit ist das Gerät schon sehr gut ausgerüstet.

Die Mikrofoneingänge bieten eine Overload Protection, die interne SteadyClock FS soll Jitter auf ein Minimum reduzieren. Die Wandler des Herstellers genießen einen exzellenten Ruf und bieten hier eine Auflösung von bis zu 24 Bit und 192 kHz. Für die FS-Version wurde die Latenz im Vergleich zum Vorgänger noch mal reduziert. Dieser hat bei Bondeo 4,5 Sterne (von 5) bekommen, bei unserem Partner Thomann haben haben die Kunden für das Babyface Pro FS nur die volle Punktzahl vergeben.

Das Produkt bei Thomann*

 

Sound Devices MixPre-3 II

Sound Devices MixPre-3 II

Sound Devices MixPre-3 II

Zur Abwechslung hier mal wieder „etwas anderes“. Sound Devices MixPre-3 II ist sowohl ein mobiler Recorder als auch ein USB-Audiointerface. Ihr könnt damit unterwegs auf SD-, SDXC- oder SDHC-Karten mit bis zu 512 GB aufnehmen oder das Gerät über USB als Interface benutzen. Dafür bekommt ihr drei XLR-Eingänge für Mikrofon- oder Line-Signale. Die Kashmir Mikrofon-Vorverstärker bieten bis zu 76 dB Gain. Ein Limiter auf jedem Kanal verhindert Übersteuerungen. Die Wandler arbeiten mit 32 Bit Float und und bis zu 192 kHz.

Der eingebaute Timecode-Generator und der Timecode-Eingang richten sich an Leute, die Aufnahmen für Film machen wollen. Das Schraubengewinde ermöglicht die Montage des Recorders zwischen Kamera und Stativkopf. Optional erhältliche Plug-ins erweitern die mobilen Fähigkeiten, so dass zum Beispiel Geräusche automatisch unterdrückt oder Lautstärken der Mikrofone von alleine ausgesteuert werden. Die Wingman-App für iOS und Android ermöglicht die Steuerung über Tablet oder Smartphone. Der Audioausgang ist allerdings nur über eine Stereo-Klinke (3,5 mm) verfügbar, deshalb ist dies in erster Line eine Empfehlung für Leute, die viel unterwegs sind. Auf MIDI müsst ihr ebenfalls verzichten.

Das Produkt bei Thomann*

 

Arturia AudioFuse Studio

Arturia AudioFuse Studio

Arturia AudioFuse Studio

AudioFuse Studio ist ein sehr gut bestücktes Interface mit einigen Features, die das Studioleben einfacher machen. Ihr bekommt hiermit vier Mic-/Line-Eingänge über XLR/Klinke Kombo, vier weitere Line-Eingänge über Klinke (6,35 mm), Inserts für die ersten vier Eingänge und einen Phono-Eingang über Cinch. Dazu gibt’s vier Line- und zwei Aux-Ausgänge. Die ersten vier Eingänge könnt ihr auch für Instrumente wie Gitarren benutzen. Zwei optische Ein-/Ausgänge dienen für ADAT und S/PDIF. Über Cinch bekommt ihr zusätzlich In/Out für S/PDIF oder Wordclock. Einen 3-fachen USB-Hub findet ihr ebenfalls und MIDI In/Out stecken hier auch drin (aber nur über TRS-Klinke). Zwei Kopfhöreranschlüsse runden das Angebot ab (6,35 mm und 3,5 mm Klinke). Moment – ein Bluetooth Audioempfänger ist auch noch eingebaut!

Mit den ganzen Anschlüssen seid ihr für eine Vielzahl von Aufgaben gewappnet. Die Wandler arbeiten mit einer Auflösung von 24 Bit und bis zu 192 kHz. Features wie der integrierte Monitorcontroller runden die übersichtliche Bedienung ab. In dem Test auf Bonedo gab es Kritik für die Wordclock und den Talkback-Kanal. Insgesamt ist AudioFuse Studio ein sehr vielseitiges Interface, dass kaum Wünsche im Homestudio offen lässt.

Das Produkt bei Thomann*

 

Antelope Discrete 4 Synergy Core

Antelope Discrete 4 Synergy Core

Antelope Discrete 4 Synergy Core

Dieses Interface gehört zu den „günstigen“ Modellen dieses Herstellers, der besonders für ausgezeichnete Wandler und Wordclock bekannt ist. Discrete 4 Syncergy Core kann sowohl über USB als auch Thunderbolt betrieben werden. Ähnlich wie Universal Audio setzt der Hersteller auf zusätzliche Prozessoren für die Berechnung von Audioeffekten. Das erledigen hier zwei DSPs und ein FPGA. Die Wandler arbeiten mit 24 Bit und bis zu 192 kHz Auflösung und bieten einen Dynamikumfang von 121 dB.

Das Interface bietet euch eine ganze Reihe von Anschlüssen, dazu gehören zwei Mic/Line-/Instrumenteneingänge, zwei Mic/Line-Eingänge, vier Line-Ausgänge und zwei Monitorausgänge. Gleich vier Kopfhörer könnt ihr über 6,35 mm Klinke anschließen und einzeln in der Lautstärke regeln. Weiterhin bekommt ihr In und Out für ADAT und S/PDIF sowie zwei Wordclock-Ausgänge. Extras wie MIDI-Anschlüsse fehlen, der Hersteller konzentriert sich nur auf das Wesentliche — das aber richtig gut.

Das Produkt bei Thomann*

 

Was sind eure Lieblinge?

Wie bereits gesagt, sind hier sehr aktuelle Geräte versammelt. Welche davon sind eure Favoriten und welche „älteren“ Interfaces könnt ihr empfehlen? Wie immer sind wir auf eure Meinung gespannt.

Videos

* Affiliate-Link

10 Antworten zu “Die besten aktuellen USB-Audiointerfaces bis 1000 Euro”

  1. Bernie sagt:

    Braucht kein Mensch. Alte Interfaces auf dem Gebrauchtmarkt von MOTU und Focusrite sind noch richtig gut, wenn nicht sogar besser. Das Focusrite Saffire Pro 24 DSP mit Firewire bekommt man für 80€ und klingt absolut hervorragend. Firewire passt an jeden W10-PC mit PCIe-Karte oder mit Adapter auch an Thunderbolt3. Nur so als Tip.

  2. Klickhuber sagt:

    Was ist denn am Apollo Solo bitte gut? Es setzt nicht nur auf alte Technik, davon auch noch zu wenig, sondern zwingt mich in ein eigenes DSP-System mit eigenen (nochmal extra mitunter viel kostenden) Plugins und kostet richtig viel. Dafür ist die cleane Soundqualität zwar okay, aber einfach mal 300 Euro zu teuer. Dafür UAD-Mojo? Never. Ich finds spannend, wie sich Menschen davon fangen lassen, statt auf die Effekte so zu setzen.

  3. Jemand sagt:

    Keine Motu M2/m4 und kein SSL 2(+) gelistet ?!?
    Diese Liste ist einfach schlecht recherchiert!

  4. Plø sagt:

    In der Liste fehlt definitiv das
    SPL Crimson 3!
    Sehr hochwertige, diskret aufgebaute, Vorverstärker, digitale Ein- und Ausgänge, zwei unabhängige Kopfhörer Ausgänge, ne super Monitorsektion und die „Phonitor-Matrix“ ist ne große Hilfe wenn man viel mit Kopfhörer arbeitet. MIDI hat‘s auch.

  5. Gee sagt:

    Wenn man schon die Anolog Heat absurderweise auf diese Liste setzt, fehlen definitiv die mittelgroßen Motu’s (Ultralite aufwärts), die immerhin als Alleinstellungsmerkmal DC-gekoppelte Ausgänge haben, was besonders für Modularfreunde wichtig ist. Auch das Expert-Sleepers ES-8 oder ES-9 hätte eher auf die Liste gehört, weil es eben einen ganz speziellen Einsatzzweck ermöglicht.
    Apollo im Jahr 2020 zu empfehlen finde ich dagegen geradezu anachronistisch…

    • Dirk B. sagt:

      Oh ja, die Expert-Sleepers ES-8, ES-9 hätten in der Tat gut gepasst. Danke für den Hinweis. Zu dem Apollo: Es gibt einfach viele, die auf die UAD-Plug-ins abfahren und die Apollo Solo USB ist eben sehr neu.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.