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Best Of DJ 2020

Best Of DJ 2020  ·  Quelle: gearnews/Pioneer Dj

Was für ein Jahr für die Veranstaltungsbranche und den DJ-Sektor. Tausende abgesagte Konzerte, DJ-Gigs und Partys, Clubs zu, Festivals gecancelt und auch der Output von DJ-Equipment seitens der Hersteller hielt sich dementsprechend zurück oder hatte teilweise mit verschobenen Lieferterminen und mit langen Lieferzeiten zu kämpfen. Neuankündigungen waren folglich eher rar gesät im DJ-Sektor. Nichtsdestotrotz küren wir zum Jahresausklang die Produkte, die eine besondere Erwähnung in dieser Liste verdient haben. Und was waren eigentlich die Top 5 der meistgelesenen Artikel?

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Das interessanteste DJ-Equipment und coole Produktankündigungen 2020

Denon DJ Prime Range

Denon DJ zeigte auf der NAMM 2020 den SC6000(M) Prime und X1850 Clubmixer sowie eine verbesserte Version der Software Engine. Riesige 10 Zoll Touch-Displays haben die Player nun vorzuweisen und das Jogwheel bzw. der motorisierte Platter kommen nun auf satte 8 Zoll, ebenso hat der X1850 eine visuelle Frischzellenkur erhalten.

Mein Highlight allerdings ist der Denon DJ Prime Go, seines Zeichens kompakte Standalone-Mixstation für zwei Engine Decks mit Akkubetrieb. Das gab’s in dieser Form noch nie zuvor, nur schade, dass man ihn nicht on Top als Controller für DJ-Software einsetzen kann wie die großen Brüder.

Hercules DJCONTROL INPULSE 500

Hercules ist seit etlichen Jahren mit Controllern im Einsteiger-Segment erfolgreich, bietet Kopfhörer, Boxen und spezielle Packages für DJ-Rookies und ambitionierte Aufsteiger. Mit dem DJControl Inpulse 500 haben sie nun eine Kommandozentrale für den digitalen Plattendreher entwickelt, bei der Design und Verarbeitung, mehr Schnittstellen und ein Velvet Sound DSP von AKM sowie zahlreiche kreative Möglichkeiten in Schwarze treffen Mit  DJUCED 5 und Serato DJ Lite sind zudem zwei DJ-Softwares am Start, die mit Streaming (TIDAL, Soundcloud, Beatport LINK, Qobuz Streaming), gutem Track-Management und tollem GUI überzeugen.

Algoriddim Djay AI und NeuralMix

Algoriddim hat in diesem Jahr für einige Überraschung gesorgt. So kamen sie zunächst mit ihrem NeuralMix System für die DJ-App, das Stems on-the-fly trennt, an den Start. Dann brachten dieses Tool im Anschluss als eigenständige Software für den Mac heraus, womit sich nun Acapellas und Instrumentals „mir nichts, dir nichts“ separieren lassen. Mittels Mehrspur- und Batch-Export sogar ganze Ordner oder Playlisten in einem Rutsch. Dem nicht genug spendierten Algoriddim der iOS-App Im letzten Release sogar noch Gesten-Steuerung oder besser gesagt Hand-Tracking. DJ in the air.

MasterSounds und Varia Instruments Rotary DJ-Mixer

Wer Rotary DJ-Mixer mag, hat sicher schon einmal von MasterSounds gehört. Fast 5 Jahre sind die Radius 2 und Radius 4 Mischpulte nun am Markt. Und für die dritte Generation haben die Entwickler erneut die Köpfe zusammengesteckt und sich zurück ans Reißbrett begeben, die Schaltungen neu konzipiert und den inneren Aufbau und die Leiterplatine optimiert. Das Ergebnis: Die Modelle sind nun deutlich erschwinglicher, ohne Kompromisse an den Sound zu machen. Unterm Strich steht eine Preisreduktion von satten 35 %. Das kann sich sehen lassen.

Auch Varia Instruments haben mit dem RDM 40 ein neues Mischpult für Liebhaber von Boutique-Rotarys vorgestellt. Allerdings müsst ihr für den edlen 4-Kanal Rotary-DJ-Mixer 3490 Schweizer Franken (3263 Euro) + Steuern und Versand hinlegen. Eines ist aber gewiss: Mit seinem spacigen Raumsonden-Look sorgt er für offene Münder und Staunen auf jeder Party und in jedem DJ-Studio. Cooles Design made in Switzerland.

Wer auf der Suche nach einen guten Rotary-Mixer ist, hier gibt es einen separaten Artikel dazu.

Pioneer DJ CDJ-3000, DJM-S11 und DDJ-FLX6

Der CDJ-3000, das designierte Flaggschiff unter den Stage-, Club- und Festival-Mediaplayern, wurde im September offiziell  angekündigt. Darauf haben viel DJs lange gewartet. Zwei neue Prozessoren, 9 Zoll Hi-Res-Touchscreen, Gigabit-Ethernet, verbessertes Audiodesign. Kurzum viel Power für kreative DJs. Doch wer hätte das gedacht: Wo CD(J) draufsteht, ist CD gar nicht mehr drin, stattdessen setzt der Player ausschließlich auf Wechselspeicher und Computer. Von Streaming oder WLAN fehlt jede Spur – ist das vielleicht einem zukünftigen XDJ-Relaunch vorbehalten?

Pioneer DJ hat zudem dieses Jahr noch ein neues DJ-Mischpult für Scratch-DJs vorgestellt: den Battlemixer DJM-S11 mit 4,3-Zoll Touchscreen, multiplen MIDI-Control-Pages und simultanem 4-Deck-Play.

Kurz vor Jahresende zauberte Pioneer dann noch ein weiteres Kaninchen aus dem Hut, den DDJ-FLX6: einen neue DJ-Controller für effektverliebte Protagonisten. Allein die über 9000 möglichen Varianten verketteter Merge-FX mit frei wählbaren Drop-Samples und die CDJ-3000 ähnlichen Jogwheels mit ihren unterschiedlichen Zonen für automatisches Scratching dürften einerseits für Begeisterung sorgen, andererseits mitunter aber auch für Kopfschütteln. Hier geht es zum BONEDO.de Test.

Top 5 meistgelesene Artikel Bereich DJ

Platz 1: Achtung, in Kürze kein Spotify Streaming mehr für DJ Apps & Software

Zugegebenermaßen: Eigentlich gab es Spotify-Streaming für DJs ja nur in der DJ-App von Algoriddim. DJAY für Mac, PC, iOS und Android. Aber trotz Deezer, Soundcloud und mittlerweile auch Tidal und Beatport hat man sich als Streaming-affiner DJ möglicherweise jedes Jahr aufs Neue gefragt: Wann kommt denn endlich Spotify für Traktor, Serato, Virtual DJ und Co. Fürs Erste darf man sich diese Frage schenken, denn Spotify-Streaming in DJ-Apps, das wird es laut Hersteller wohl nicht mehr geben. Es gibt aber genug Alternativen (zum Artikel: Auflegen mit Streaming Tracks)

Platz 2: Steht Native Instruments Traktor Produktlinie zum Verkauf?

Das fragten wir uns letzten Sommer nach einem Artikel auf DJTECHTOOLS, bestätigt wurde allerdings bis dato nichts davon und die NI DJ-Controller ranken nach wie vor hoch in den Händler-Charts, allen voran der S2 MK3 und S4 MK3 sowie der S3.

Platz 3: Pioneer DJM-V10 ist da

Der DJM-V10 ist ein Luxusmixer für 3.299 Euro, der erstmalig mit dem gängigen Pioneer 4-Kanal-Layout bricht und das Mischpult-Line-up des Herstellers in ein neues Zeitalter katapultieren möchte. Die Version ohne Crossfader mit verlängerten Line-Fadern namens DJM-V10LF (3.399  Euro) wurde kurzerhand nachgereicht (Erinnerungen an Richie Hawtins PLAYdifferently Model 1 werden wach). Das Pult ist mit 6 Kanälen samt 4-Band-EQs, überarbeiteten Filtern, und Kompressoren ausgestattet. Es hat neue FX an Bord sowie einen doppelten Send/Return nebst Multi I/Os und MIDI.

Platz 4: Pioneer DDJ-400, Spotify und Algoriddim

Der Artikel wurde schon im September 2019 veröffentlicht, aber da Streaming von DJ-Sets und DJ Streaming Music allgemein in der letzten Zeit einen großen Boom erlebt hat: Platz 4.

Platz 5: Die besten Turntables für Einsteiger und Profis.

Dass sich Turntables nach wie vor großer Beliebtheit erfreuen, lässt sich nicht nur anhand der Tatsache erkennen, dass Technics wieder ins DJ-Plattenspieler-Geschäft eingestiegen ist und mit dem SL1210-MK7 die Thomann-Verkaufscharts gestürmt hat. Unser Artikel mit den besten Plattenspielern für DJs hat es ebenfalls in dieses Ranking geschafft. Die besten Mixer für DJs findet ihr übrigens hier.

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