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Beatport kauft Loopmasters inklusive Loopcloud und Plugin Boutique

Beatport kauft Loopmasters inklusive Loopcloud und Plugin Boutique  ·  Quelle: Beatport

Das ist wirklich eine unerwartete Neuigkeit: Beatport gibt bekannt, dass das Unternehmen den Online-Sample-Vertrieb Loopmasters gekauft hat. Dazu gehören auch Loopcloud und Plugin Boutique, der weltweit größte Anbieter für den Vertrieb von Plug-in Downloads. Was bedeutet dieser Kauf für Producer und DJs? Und wie sieht die Zukunft der einzelnen Unternehmen aus?

Beatport kauft Loopmasters

Die geschäftliche Kooperation zwischen Beatport und dem Sample-Anbieter Loopmasters besteht schon etwas länger, dabei stand bisher Loopmasters Tochterunternehmen Loopcloud im Zentrum. Seit Sommer 2019 investiert Beatport bereits in das Unternehmen, nun ist die Verschmelzung quasi abgeschlossen.

Mit dem Kauf für eine nicht genannte Summe befinden sich nun Loopmasters, Loopcloud und Plugin Boutique unter dem Dach des Anbieters, der ursprünglich mit dem Verkauf von digitalen Musik-Files (speziell aus dem Bereich der Clubmusik) angefangen hat. Laut Aussagen der beteiligten Firmen bleiben Matt Pelling, der Gründer von Loopmasters, sowie Gareth Halsall (General Manager bei Plugin Boutique) weiter für die einzelnen Marken verantwortlich. Die zugehörigen Websites und Online-Stores werden mit Sicherheit wie bisher weitergeführt.

Beatport selbst will laut eigener Aussage schrittweise das komplette Angebot von Loopcloud und auch Plugin Boutique in das eigene System einbinden. Mit 36 Millionen Kunden (Beatport nennt diese Community) sieht das Unternehmen ein großes Potential.

Zukunftsaussichten

Der Markt für Soundpacks und Plug-ins ist in den letzten Jahren regelrecht explodiert. So hat Splice gegenüber der Website Music Business Worldwide verkündet, bis dato 35 Millionen US-Dollar an Musiker ausgezahlt zu haben. Der Sample-Anbieter BeatStars spricht sogar schon von Auszahlungen in der Höhe von über 85 Millionen US-Dollar. Hättet ihr gedacht, dass dieser Markt so unglaublich groß ist?

Für Beatport ist dieser Schritt mit Sicherheit eine wichtige Investition in die Zukunft. Wie lange das Geschäft mit dem Verkauf von MP3- und anderen Musikdateien noch läuft, ist nämlich eine berechtigte Frage. Streaming hat in anderen Bereichen längst das Ruder übernommen und nimmt auch im DJ-Sektor einen immer wichtigeren Stellenwert ein. Mit Beatport Link hat sich der Anbieter bereits erfolgreich darauf eingestellt.

Gleichzeitig wird Musikproduktion durch Rechner, DAWs und Plug-ins immer zugänglicher und günstiger. Beatport vereint nun einen großen Teil dieses Markts unter einem Dach. Aufstrebende Producer oder DJs kaufen hier zukünftig Plug-ins oder Loops und Sounds und können dann sogar ihre Tracks über dieselbe Website zum Verkauf oder Stream anbieten.

Es bleibt spannend.

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