von Julian Schmauch | Geschätzte Lesezeit: 5 Minuten
Software-Boutique: Tape-Looper, Visualizer und Drum Synth

Software-Boutique: Tape-Looper, Visualizer und Drum Synth  ·  Quelle:

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Diese Woche in der Software-Boutique: Wir blicken zurück auf eine Woche voller spannender News. Dazu ist ein Kompressor-Plug-in mit Auto-Gain dabei. Außerdem ein LoFi-Tape-Looper mit Granular-Sektion. Im visuellen Teil geht es dann zu einem Visualizer für alle Beat-Produzenten. Und unser Deal der Woche ist ein Drum-Synth der Extraklasse.

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Software-Boutique: Die Highlights der letzten Woche (KW 24)

Große Aufregung in der Plug-in-Welt: Bitwig und u-He stellten ein neues Format vor! Und CLAP soll vieles besser machen, was VST nicht bietet. Für Entwickler soll die Lizensierung von CLAP erheblich einfacher sein. Und für User gibt es polyphone Modulation und eine bessere Unterstützung von Multi-Core-Prozessoren. Hersteller wie Arturia, Fabfilter und Avid (!) bekundeten öffentlich ihr Interesse. Wir sind gespannt!

Ebenfalls von Arturia gab es die FX Collection 3. Und hier sind nun 26 Effekte enthalten. Und neu dabei ist der Granular-Effekt Efx Fragments. Außerdem ist Tape Mello-Fi ein außergewöhnlicher LoFi-Effekt im Bundle. Und in der Distortion-Abteilung sind mit Dist OPAMP-21 und Dist TUBE-CULTURE zwei Neuzugänge im Paket.

Außerdem erschien Novum, Granular-Synthesizer der besonderen Art. Denn das virtuelle Instrument zerhackt nicht nur einfach Audiomaterial, wie es Granular-Synthesizer eben tun. Durch Machine-Learning splittet Novum das Audiomaterial in sechs Klang-Layer. Und diese können unabhängig voneinander abgespielt und moduliert werden. Epische Drones, minutenlange Pad-Wolken und mehr – ein spannendes Instrument! 

BLEASS Compressor: Kompressor mit schlauem Auto-Gain

Kompressoren zu verstehen und vor allem im Mix so einzusetzen, dass nicht alles drückt, schiebt und jede Dynamik verschwindet, ist ein jahrelanger Lernprozess. Anfangs wird man oft überrascht davon, dass ein Signal leiser wird, wenn man den Threshold runterdreht. So soll es ja auch sein: Die lauten Stellen über dem Threshhold werden gedämpft. Dann muss man mit dem Makeup-Gain das kompensieren, was an Pegel reduziert wurde.

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BLEASS Compressor nimmt euch diese Arbeit ab. Denn hier sind gleich zwei sogenannte Auto-Gain-Algorithmen integriert. „Passive“ kompensiert mit einem festen eingestellten Wert. Und „Active“ misst kontinuierlich die Gain-Reduction und passt den Makeup-Gain entsprechend an. Dazu ist ein Sidechain-Filter enthalten.

Tipp: Mit dem Low-Pass- und dem High-Pass-Filter könnt ihr den Frequenzbereich des Eingangssignals, auf den der Compressor reagiert, sehr genau einschränken.

BLEASS Compressor gibt es für Windows (ab 10, 64 Bit) im Format VST3, auf macOS (ab 10.14) als VST3 und AU. Das Plug-in kostet 9,91 Euro (als Einführungspreis, danach 14,87 Euro) und kann über die Produkt-Website gekauft werden.

Puremagnetik Small Winters: Tape-looping Effekt

Plug-ins von Puremagnetik bringen vor allem im LoFi- und Granular-Effekt-Bereich einige der ungewöhnlichsten Veränderungen von Audiosignalen in der Branche. Ob es nun der Granular-Multi-Effekt Lore ist, der spektrale Ensemble-Effekt Flare oder die Soundkollagen in Ember, es klingt immer sphärisch und verschwommen. Und Small Winters reiht sich in diese Kette nahtlos ein.

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Das Effekt-Plug-in ist ein Looper mit eingebautem Granular-Effekt, Tape-Delay und Cross-Talk. Audio wird in den internen Zwischenspeicher als Loop aufgenommen. Dann gibt es verschiedene Granular-, Spektral- und Tape-Effekte. Und diese verändern den Loop laufend.

Tipp: Small Winters unterstützt Crosstalk, also das Übersprechen oder Einstreuen von parallel laufenden Signalen. Ladet das Plug-in auf zwei Spuren, es erkennt dann beide Instanzen. Schon verschwimmen Sounds wie auf alten Tapes!

Puremagnetik Small Winters gibt es für Windows (ab 10, 64 Bit) im Format VST3, auf macOS (ab 10.8) als VST3 und AU. Das Plug-in kostet 3 Euro im Bundle mit dem Album „Small Winters“ von Taylor Deupree und kann über Bandcamp gekauft werden.

Color and Music Magic Music Visuals: Visualizer mit 3D Objekten

Eine Frage, vor der viele Beatmaker und Produzenten stehen: Wie visualisiere ich meine Tracks? Denn ein komplettes Musikvideo lohnt sich für den Upload bei YouTube oder Instagram nicht. Dafür gibt es Visualizer. Diese animierten Grafiken visualisieren das Frequenzspektrum. Bei vielen ist der ZGameEditor in FL Studio ein sehr beliebtes Tool dafür. Der Magic Music Visuals von Color and Music bietet Ähnliches, nur als Standalone.

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Die Software bringt über zweihundert Effekte im Interactive Shader Format (ISF) mit. Von Glitch- und LoFi-Effekten über verwaschene Fraktalgrafiken, wie man sie aus Techno-Musikvideos aus den Neunzigern kennt, hin zu 3D-Objekten sind in Magic viele kreative Visualizer dabei.

Tipp: Magic kann auf neben dem Frequenzspektrum auch auf Tonhöhe und die Lautstärke reagieren. So könnt ihr zum Beispiel ein Gitarren- oder Saxophone-Solo visualisieren.

Magic Music Visuals ist für Mac-Systeme ab macOS 10.11 und Windows-Systeme an Windows 7 erhältlich. Die Software gibt es in zwei Editionen: Studio und Performer. Die Studio-Edition kostet 44,95 Dollar. Und der Preis der größeren Performer-Edition, die unter anderem zusätzlich MIDI-Mapping und das Einbinden von Webcams und anderen Videosignalen für VJing mitbringt, liegt bei 79,95 Dollar. Beide können über die Produkt-Website gekauft werden. Dazu gibt es eine vol funktionsfähige 30-Tage-Demo.

Deal der Woche: Rob Papen Punch 2 – Drum-Synth der Extraklasse

Man kann nie genug Drum-Samples haben. Immer fehlt noch die eine Kick, die Snare, die alle nutzen. Und doch fällt es oft schwer, im gefüllten Sample-Ordner etwas Abwechslung zu finden. Oder eben mehrere ähnliche Kicks zu finden, die man abwechselnd abspielt. So klingt es organischer. Drum-Synthesizer sind hier eine praktische Lösung. Denn sie bieten unendliche Soundvariationen, ganz ohne, dass die Festplatte überquillt.

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Rob Papen Punch 2 ist ein Hybrid, der Samples abspielt und Sounds synthetisiert. Und das auf 24 Pads pro Drum-Kit. Über 900 Drum-Kits sind dabei. Außerdem gibt es über vierhundert Drum-Samples zur Auswahl. Dazu ist ein mächtiger Sequencer für internes Beat-Programming und eine Effektsektion dabei. Und in dieser kann man aus 31 Effekten auswählen!

Tipp: Die im Sequencer erzeugten Beats können per Drag-and-Drop auch als MIDI-Datei in die DAW exportiert und dort weiter bearbeitet werden.

Rob Papen Punch gibt es für Windows (Ab 7, 64 Bit) als AAX, VST und VST3 und für macOS (ab 10.9) als AAX, VST2, VST3 und AU. Das Plug-in kostet noch bis 30. Juni 2022 im Sale 109 Euro, regulär 149 Euro, und kann bei Thomann erworben werden.*

Rob Papen Punch 2 Download

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Kundenbewertung:
(3)

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