von Julian Schmauch | 4,0 / 5,0 | Geschätzte Lesezeit: 6 Minuten
Software-Boutique: Chord Tool, Verzerrer und Online-Visualizer

Software-Boutique: Chord Tool, Verzerrer und Online-Visualizer  ·  Quelle: Eventide // Gearnews

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Keine Spur von Sommerloch in der Software-Boutique! Mit InstaChord 2 ist ein mächtiges Tool zum Erstellen von Akkorden mit dabei. Dazu bringt der Multi-Band-Saturator F(l)atter Wärme und wohliges Kratzen in eure Loops. Und Vizzy ist eine Webseite zum kostenlosen Produzieren von Visualizern – perfekt für Beat Uploads! Der Deal der Woche ist OctaVox – ein besonders kreatives Vocal-Werkzeug.

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Software-Boutique: Die Highlights der letzten Woche (KW 29)

Minimal Audio stellte den Morph EQ vor.  Den Hersteller kennt man vom kreativen Distortion-Plug-in Rift. Und diese Kreativität haben sie nun in ein Filter-Tool gesteckt. In diesem könnt ihr beliebig viele Bänder erzeugen und dann über Wegpunkte auf dem Frequenzspektrum eine Bewegung animieren. Den Weg über die Punkte wandert jedes Band dann, wenn man den Morph-Parameter bewegt oder automatisiert. Dadurch, dass es sehr viele Bänder an sehr vielen Punkten des Frequenzspektrums mit sehr unterschiedlichen Verstärkungen und Dämpfungen sein können, kann Morph EQ als exzellentes Sounddesign-Tool genutzt werden.

Der SSL X-Limit ist ein weiteres Mixing- und Mastering-Werkzeug aus dem Hause des legendären Konsolen-Herstellers. Seit einigen Jahren baut SSL mehrere Sammlungen an Plug-ins auf und aus. Mit dem X-Limit hat man nun einen Limiter mit dem heiß geliebten SSL-Sound und modernen Features wie einer stufenlosen Entkoppelung von Stereo-Link zu Dual-Mono veröffentlicht. Auch True Peak Limiting beherrscht der Limiter.

W.A. Productions InstaChord 2 – mächtiges Akkord-Tool

Bis man heutzutage versiert genug in allen Bereichen der Musikproduktion ist, können Jahre vergehen. Signalfluss, Aufnahmetechnik, Audiobearbeitung, Klangsynthese, Komposition, Mixing, Mastering – viel zu merken, viel anzuwenden. Wenn dann noch, da es mit dem Songwriting und Komponieren nicht zu richtig zünden will, Harmonielehre obendrauf kommt, kann es schon mal frustrierend werden. Tools wie InstaChord 2 bieten hier eine Hilfestellung.

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60 Akkordarten, hunderte Presets, ein KI-gestützter Akkordfolgengenerator, MIDI-Drag-and-Drop direkt in die DAW – InstaChord 2 bringt viele Harmoniehelfer mit. In wenigen Minuten sind Akkorde erzeugt und ganze Akkordfolgen gebaut. Im neuen Pattern-Editor können dazu mit zusätzlichen Helferlein auch Strumming-Bewegungen leicht simuliert werden. Ist die Akkordfolge fertig, liegt dann auf jeder weißen Taste des MIDI-Keyboards ein ganzer Akkord und das Einspielen ist ein Leichtes.

Tipp: Sogar die Funktion zum Oktavieren Octave+- lässt sich auf eine MIDI-Note legen. So transponiert ihr in Echtzeit!

W.A. Productions InstaChord 2 gibt es für Windows (ab 8, 64 Bit) im Format VST3auf macOS (ab 10.15) als AU und VST3. Das Plug-in kostet 26,48 Euro (als Einführungspreis, später 87,26 Euro) und kann über bei Plugin Boutique* erworben werden.

Sixth Sample F(l)atter – Multi-Band-Sättiger

Es sättigt, verzerrt und zerstört in der Plug-in-Welt. Neben LoFi-Plug-ins, die allgemein für Klangverschlechterung sorgen, sind Distortion- und Saturation-Effekte mit am weitesten verbreitet. Und Sixth Sample, die man schon vom Maximizer Clips und der Freeware Deelay kennt, veröffentlichen mit F(l)atter ein weiteres Zerrwerkzeug. Und das hat es in sich.

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46 (!) Verzerrmodi, drei Bänder mit je eigenem Verzerrer, individuellem Bypass, Solo und Mute, und bis zu achtfaches Oversampling – viel steckt drin im kleinen Plattmacher. Und an jedem der drei Bänder kann man zwischen Attack- und Release-Modus wechseln. So kann jedes der Bänder entweder den Transienten-Teil oder den Ausklang in seinem Frequenzbereich anwärmen.

Tipp: Gerade bei sehr dynamischen Drumloops ist der Release-Modus des mittleren und des oberen Bands hervorragend dazu geeignet, die leisen Anteile hervorzuheben, ohne die lauten zu zerstören.

Sixth Sample F(l)atter gibt es für Windows (ab 8, 64 Bit) im Format VST3auf macOS (ab 10.9) als AU und VST3. Das Plug-in kostet 24,95 Euro und kann über auf der Webseite erworben werden.

Vizz.io – kostenloser Visualizer für eure Beats

Wer über Beatstars, Airbit oder andere Plattformen Beats verkauft, dürfte das Spiel kennen. Beats bauen, hochladen, und… nichts. Denn wie auch fast überall sonst, geht nichts ohne Werbung beim Beats produzieren. Also schnell Kanäle bei Tik Tok, Instagram und YouTube gesichert. Und jetzt? Studiovideos mit verwackelter Kamera? Tutorials? Man will doch nur Beats promoten! Dafür gibt es eine wachsende Zahl an Visualizern. Viele nutzen den ZGameEditor in FLStudio dafür. Früher gab es MilkDrop by Winamp. Die Idee: Eine Animation, die sich zum Beat, zu den Frequenzen bewegt.

 

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Nicht alle können oder wollen FL Studio nutzen, Winamp schläft den Winterschlaf – dann probiert mal Vizzy! Zum einen gibt es auf der Webseite einen Editor, in dem ihr eure Beats laden und jedes Detail des Visualizers selbst bestimmen könnt. Wer aber erst einmal stöbern und schauen möchte, was es so an Vorlagen gibt, der oder die kann unter „Creations“ in hunderten von Ideen aus der Community stöbern.

Tipp: Der eigentliche Export des Videos wird auf eurem Rechner mit eurer CPU erstellt! Habt ihr also viele andere Apps gleichzeitig laufen oder einen eher langsamen Laptop, kann das Rendern einige Stunden dauern!

Vizzy.io ist ein kostenloser Service.  Hier könnt ihr komplett eigene Visuals im Editor erstellen und in bis zu 4K herunterladen – ganz ohne Wasserzeichen. Bisher können die Betreiber die Server-Kosten ohne zusätzliches Bezahlmodel nur durch die Werbebanner auf der Seite finanzieren. Setzt also vielleicht Vizzy.io auf die Whitelist eures Adblockers, wenn ihr die Macher unterstützen wollt.

Deal der Woche: Eventide Octavox – achtstimmiger Pitch Shifter für Chor-Vocals

Die Effekte von Eventide zählen zu den kreativsten auf dem Markt. Oft nimmt der Hersteller ein einfaches Prinzip wie ein Delay oder einen Vocoder und denkt es drei Mal um die Ecke. So geschehen auch beim Pitch Shifter Octavox. Für alle, die auf die Schnelle aus einer einzelnen Gesangsaufnahme einen halbwegs realistisch klingenden Chor erzeugen möchten und Sänger oder Sängerin ist entweder nicht mehr da oder nicht (mehr) in der Lage zum mehrstimmigen Gesang.

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Octavox harmonisiert ganz dem Namen nach mit bis zu acht zusätzlichen „Stimmen“. Bei jeder Kopie kann Lautstärke, Pan-Postion, Feedback und Tonhöhe eingestellt werden. Letzte legt ihr unten in der Notenansicht fest. Dort könnt ihr nicht nur Akkorde bauen, sondern auch ganze Melodien. Spielt oder singt ihr also einen einzelnen Ton, spukt Octavox gleich eine ganze Melodie aus – basierend auf der Tonart, die ihr daneben eingestellt habt.

Tipp: Octavox bringt unzählige Presets mit. Damit ihr nicht jedes Mal, wenn ihr in ein anderes wechselt, die Tonart wieder umstellen müsst, gibt es oben im Plug-in den „Key Lock“.

Eventide Octavox gibt es für Windows (Ab 8, 64 Bit) als VST2, VST3 und AAX und für macOS (ab 10.9) als VST2, VST3, AAX und AU. Das Plug-in kostet noch bis 31. August 2022 im Sale 49 Euro, regulär 199 Euro, und kann bei Thomann* erworben werden.

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Infos über die Plug-ins der Software-Boutique

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2 Antworten zu “Software-Boutique: Chord Tool, Verzerrer und Online-Visualizer”

    Sascha sagt:
    0

    Sixth Sample F(l)atter kostet aber nur im Sale bei ADSR 12,50 Euro.
    https://www.adsrsounds.com/product/software/sixth-sample-flatter-multi-band-distortion-plugin/

    Auf der Webseite gibt es das nur zum Normalpreis.

      Julian Schmauch sagt:
      0

      Danke für den Hinweis und den Link!

      Als ich den Artikel Montagnachmittag verfasst habe, war der Deal noch auf der Webseite von Sixth Sample. Scheint, dass er von kurzer Dauer war..

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