von  Lasse Eilers  | |  Lesezeit: 8 Min
MPE-Controller

Die besten MPE-Controller 2026  ·  Quelle: Embodme

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MPE-Controller eröffnen völlig neue expressive Möglichkeiten zur Steuerung von MPE-kompatiblen Synthesizern und Plugins. Das Angebot ist mittlerweile vielfältig. Doch welche MPE-Controller lohnen sich wirklich? Hier sind unsere Empfehlungen.

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Was ist ein MPE-Controller?

MPE (MIDI Polyphonic Expression) ist in aller Munde, seit Hersteller wie Haken Audio und Roli mit Konzepten wie dem Continuum Fingerboard und dem Seaboard Aufsehen erregten. Der Grundgedanke: Wäre es nicht toll, wenn man auf einem Keyboard jede einzelne Note auch nach dem Anschlag so expressiv formen könnte, wie es beispielsweise auf einer Gitarre oder einem Streichinstrument möglich ist?

In der Folge erschienen in den letzten Jahren immer mehr Hardware- und Software-Synthesizer, die MPE unterstützen. Andere bekamen die Funktion durch Firmware-Updates nachgereicht, wie beispielsweise der Sequential Prophet-6 / OB-6, der ASM Hydrasynth, der UDO Audio Super 6 oder der Oberheim OB-8X. Außerdem verbauen mehr und mehr Hersteller Tastaturen mit polyphonem Aftertouch – auch das ist ein Ergebnis des Wunsches nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten.

ROLI Seaboard RISE 2 MPE-Controller
ROLI Seaboard RISE 2 · Quelle: ROLI

MPE vs. polyphoner Aftertouch

Nicht jeder Synthesizer mit polyphonem Aftertouch eignet sich jedoch auch als MPE-Controller. Denn MPE und Poly-Pressure sind nicht dasselbe. Während polyphoner Aftertouch schon seit den 1980ern Teil des MIDI-Standards ist und lediglich besagt, dass Aftertouch-Daten für jede einzelne Note und nicht nur einmal pro MIDI-Kanal versendet werden, geht MPE einen entscheidenden Schritt weiter. Hier werden die Daten der einzelnen Noten nämlich auf verschiedene MIDI-Kanäle verteilt, was zum Beispiel separates Pitchbend für jede Note ermöglicht. Und das können leider längst nicht alle Synthesizer – auch wenn ihre Tastaturen mit polyphonem Aftertouch ausgerüstet sind.

Um die expressiven Möglichkeiten des MPE-Standards voll auszunutzen, braucht man also einen MPE-Controller – auch für viele Hardware-Synthesizer, deren Klangerzeugungen bereits MPE-kompatibel sind. Denn ihre Tastaturen und sonstigen Bedienelemente können die entsprechenden MPE-Daten zur Steuerung oftmals nicht selbst erzeugen – um die Ausdrucksmöglichkeiten voll auszuschöpfen, muss also ein externer Controller her.

Die besten MPE-Controller 2026

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Embodme Erae II: Ultra-flexibler MPE-Controller mit 16.000 Sensoren

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Embodme Erae II (hier im Angecheckt) ist nicht nur ein außergewöhnlicher MPE-Controller, sondern wahrscheinlich einer der flexibelsten MIDI- und CV-Controller überhaupt. Denn die aus ganzen 16.000 Sensoren bestehende Oberfläche lässt sich in der Software Erae Lab beliebig anpassen. Per Baukastensystem bastelst du dir deine eigenen Layouts, die perfekt auf deinen Workflow abgestimmt sind. Erae II kann alles sein: dreidimensionale Tastatur, Pad-Controller, DAW-Controller oder alles auf einmal. Mit der optional erhältlichen Drum Skin lässt der Controller sich sogar mit Sticks spielen und als Drumpad nutzen. Zwischen den verschiedenen Layouts kannst du jederzeit umschalten, sodass du zum Beispiel in einem Moment einen Software-Synthesizer in deiner DAW und im nächsten Moment dein Modularsystem steuern kannst.

Embodme Erae 2: Ein Controller, der mehr Instrument als Werkzeug ist - Angecheckt!
Embodme Erae II · Quelle: Embodme

Stichwort Modularsystem: Auch bei den Anschlüssen zeigt Erae II sich überaus flexibel. Neben zwei MIDI-Ausgängen im TRS-Format und zwei USB-C-Anschlüssen (Device/Host) bietet der Controller nämlich nicht weniger als 24 CV/Gate/Trigger-Outputs, die sich auf 12 TRS-Buchsen verteilen. Damit ist Erae II auch eine expressive Steuerzentrale für modulare Synthesizer oder ein hybrides Live-Setup.

Neben einem Arpeggiator enthält Erae II darüber hinaus einen integrierten 8-Spur-Looper. Damit kannst du Gesten, Drum-Patterns und Melodien in Echtzeit aufnehmen und overdubben. Erae II ist also mehr als ein MPE-Controller – fast fühlt das futuristische Pad sich wie ein eigenständiges Instrument an.

Embodme Erae II ist bei Thomann* erhältlich.

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Embodme Erae 2
Embodme Erae 2
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Embodme Drum Skin for Erae 2
Embodme Drum Skin for Erae 2 Bisher keine Kundenbewertung verfügbar
Embodme Mounting Plate for Erae 2
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Embodme Hard Cover for Erae 2
Embodme Hard Cover for Erae 2 Bisher keine Kundenbewertung verfügbar

Intuitive Instruments Exquis: Intuitiver MPE-Controller auch für Nicht-Keyboarder

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Statt wie auf einer herkömmlichen Tastatur sind die 61 sechseckigen Tasten des Intuitive Instruments Exquis nach harmonischen Gesichtspunkten horizontal und vertikal angeordnet. Ein bisschen erinnert das Konzept an die Tastatur eines traditionellen Knopf-Akkordeons. Die Idee: Auch Nicht-Keyboarder und Menschen, denen Musiktheorie und Harmonielehre eher fremd sind, sollen mit Exquis schnell zu hörenswerten Akkorden und Melodien kommen. Die Beleuchtung der Tasten hilft dabei, die Noten einer bestimmten Skala zu finden und zu Akkorden zu verknüpfen. Unabhängig vom Grundton bilden Akkorde des gleichen Typs immer das gleiche Muster auf der Tastatur – ein Prinzip, das sich Exquis bei einer Gitarre oder beim bereits erwähnten Knopf-Akkordeon abgeschaut hat. Auf Wunsch lässt sich die Tastenbelegung aber auch individuell anpassen.

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Die Tasten sind nicht nur anschlagdynamisch und mit polyphonem Aftertouch ausgestattet, sondern lassen sich zusätzlich in alle vier Richtungen neigen, um beliebige Steuerdaten zu senden – und das für jede Taste separat. Darüber hinaus ist Exquis mit vier Encodern mit Druckfunktion und mit einem kapazitiven Slider ausgestattet. Neben einem USB-C-Anschluss zur Stromversorgung und für USB-MIDI bietet der MPE-Controller MIDI In/Out auf Miniklinkenbuchsen sowie drei CV/Gate-Ausgänge.

Intuitive Instruments Exquis gibt es bei Thomann*.

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Intuitive Instruments Exquis
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Intuitive Instruments Exquis Deluxe Dark Wood
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Intuitive Instruments Exquis Protective Cover Bisher keine Kundenbewertung verfügbar

Roger Linn Design LinnStrument: Expressiver Pad-Controller

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Das revolutionäre LinnStrument von Entwicklerlegende Roger Linn (der außerdem u. a. die LinnDrum und die AKAI MPC erfand) bleibt auch über ein Jahrzehnt nach seinem Erscheinen einer der flexibelsten und ausdrucksstärksten MPE-Controller. Jedes der 200 Pads (128 beim kompakteren LinnStrument 128) erkennt fünf Dimensionen: Velocity, Druck (polyphoner Aftertouch), links/rechts, vorne/hinten sowie Release-Velocity. Neben stufenlosen, polyphonen Tonübergängen ermöglicht dies eine außergewöhnlich expressive Steuerung der angeschlossenen Hardware- oder Software-Synthesizer.

LinnStrument
LinnStrument · Quelle: Roger Linn Design

Die Anordnung der Pads orientiert sich beim LinnStrument an Saiteninstrumenten; die einzelnen Reihen sind im Quartabstand zueinander gestimmt. Gegenüber einem herkömmlichen Keyboard hat das den Vorteil, dass die Akkorde und Fingersätze in jeder Tonart gleich sind. Außerdem ist durch diese Anordnung derselbe Ton mehrfach auf dem Controller zu finden. Die mehrfarbige Beleuchtung der Pads hilft dabei, die Noten der ausgewählten Skala zu finden. Man muss also kein Keyboard spielen können, um intuitiv zu hörenswerten Ergebnissen zu kommen.

Das Roger Linn Design LinnStrument gibt es in zwei Varianten (200 oder 128 Pads) bei Thomann*.

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Roger Linn Design LinnStrument 128
Roger Linn Design LinnStrument 128
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Roger Linn Design LinnStrument
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Expressive E Osmose: Die Zukunft der Tastatur

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Wohl kaum einem MPE-Controller eilte schon vor seinem Erscheinen ein solcher Hype voraus wie dem Expressive E Osmose (hier im Angecheckt). Bis das revolutionäre Keyboard endlich erhältlich war und alle Vorbestellungen ausgeliefert waren, ging einige Zeit ins Land. Doch die Wartezeit hat sich gelohnt: Osmose bietet Keyboardern Ausdrucksmöglichkeiten, von denen sie bisher nur träumen konnten.

Da die Tasten wie eine traditionelle Klaviertastatur angeordnet sind, findet man sich als Keyboarder sofort zurecht. Allerdings erfassen die Tasten dank diverser Sensoren auch feinste Bewegungen und Berührungen; man kann sie antippen, drücken, „streicheln“ und vieles mehr. So ermöglicht Osmose eine bisher unerreichte Expressivität auf einer relativ „normalen“ Tastatur. Mit Worten ist das nur schwer zu beschreiben – ähnlich wie die einzigartige Tastatur des PolyBrute 12 von Arturia muss man Osmose einfach ausprobieren, um eine Vorstellung von den Möglichkeiten zu bekommen.

Expressive E Osmose 61
Expressive E Osmose 61 · Quelle: Expressive E

Osmose ist jedoch mehr als ein reiner MPE-Controller: Es steckt auch ein Synthesizer darin. Die enthaltene Sound-Engine von Haken Audio wurde speziell auf die expressiven Möglichkeiten des Keyboards abgestimmt und liefert mit einer Mischung aus FM, virtuell-analoger Synthese und Physical-Modeling eine große Bandbreite von Sounds, die sich über die Tastatur extrem ausdrucksstark spielen lassen. Aber das Keyboard funktioniert auch als Controller für alle anderen MPE-kompatiblen Hardware- und Software-Synthesizer.

Ursprünglich gab es Osmose nur mit 49 Tasten. Gerade angesichts der expressiven Möglichkeiten des Keyboards war das vielen Nutzern allerdings zu wenig. Deshalb ließ Expressive E im Jahr 2025 das Osmose 61 folgen, sodass du dich nun auch auf fünf Oktaven dreidimensional austoben kannst.

Expressive E Osmose bekommst du bei Thomann*.

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Expressive E Osmose
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Expressive E Osmose 61
Expressive E Osmose 61
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Ableton Push 3: MPE-Controller (nicht nur) für Ableton Live

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In der dritten Generation ist Ableton Push nicht mehr nur ein maßgeschneiderter DAW-Controller für Live, sondern auch ein ausdrucksstarker MPE-Controller. Denn die in 64 Pads aufgeteilte Performance-Oberfläche ist mit Drucksensoren ausgestattet und erkennt darüber hinaus die genauen X/Y-Positionen der Finger. Das bedeutet: Du kannst zum Beispiel mit deinen Fingern über die Pads streichen, um Noten-Slides zu spielen, Vibrato hinzuzufügen oder Effekte oder andere Parameter intuitiv zu steuern. Das funktioniert auf den einzelnen Pads oder über die gesamte Oberfläche hinweg.

Neue Session Ansicht im Display
Ableton Push 3 · Quelle: Ableton

Darüber hinaus bietet Push 3 natürlich auch weiterhin alles, was du für kreative Performances mit Ableton Live brauchst. In der Standardversion (Tethered) arbeitet Push als Controller für die Software und stellt darüber hinaus ein Audiointerface (mitsamt ADAT-Schnittstelle), ein MIDI-Interface sowie CV-, Trigger-, Clock- und Gate-Ausgänge zur Verfügung. In der Standalone-Version, die zusätzlich mit einem integrierten Prozessor, 256 GB SSD-Speicher und WLAN ausgestattet ist, ist Push 3 ein komplett autarkes Performance-Instrument, das sich auch ohne Computer nutzen lässt. Die Standardversion lässt sich mit dem optional erhältlichen Upgrade-Kit nachträglich auf die Standalone-Version erweitern.

Ableton Push 3 ist bei Thomann* erhältlich.

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Ableton Push 3
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Ableton Push 3 Standalone
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Ableton Push 3 Upgrade Kit
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