von Dirk | Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten
ToneBoosters Flowtones

ToneBoosters Flowtones  ·  Quelle: ToneBoosters

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Im Bereich der virtuell-analogen Synthesizer wird es eigentlich immer schwieriger, aus der Masse herauszustechen. Mit zunehmender Rechen-Power und damit vielleicht immer besserer Emulation ist vielleicht noch Land zu gewinnen, aber der Markt scheint doch schon ziemlich gesättigt. ToneBoosters traut sich trotzdem und stellt Flowtones vor – ein VA-Synthesizer-Plug-in, das auf den ersten Blick recht simpel aussieht. Aber vielleicht steckt hier ja mehr drin, als es den Anschein macht?

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ToneBoosters Flowtones

Dass ein virtuell-analoger Synthesizer immer noch der King ist, will uns ToneBoosters direkt in der Einleitung zu dem neuen Plug-in verdeutlichen. Nicht-lineare Filter und ausladende Modulationen würden „wärmer und analoger als digitale Rompler und Wavetable-basierte Synthesizer klingen“. Ich behaupte mal, dass da durchaus eine andere Meinung erlaubt ist – aber die Geschmäcker sind nun mal verschieden.

Flowtones will auf jeden Fall Überzeugungsarbeit leisten und setzt dafür auf vier Oszillatoren, die in zwei Parts (mit je zwei VCOs) aufgeteilt sind. 36 nach analogem Vorbild gestaltete Schwingungsformen stehen dafür bereit, da sind natürlich die üblichen „klassischen“ Formen dabei. Alle Oszillatoren verfügen über eine Option für Pulsbreitenmodulation. Und auch Unison in Stereo ist für jeden VCO vorgesehen, ebenso wie Noise und ein Suboszillator. Außerdem bietet Flowtones Ringmodulation und eine „Selbst-Modulationsmatrix“.

Die nicht-linearen Filter bieten für jeden Part über 30 Filter-Typen inklusive speziellen „Multi-Resonanz-Filtern“.

ToneBoosters Flowtones

ToneBoosters Flowtones

Viel Modulation und Effekte

Der Synthesizer versorgt euch mit einigen Optionen für Modulation. Da sind zum Beispiel vier LFOs, die mit 30 unterschiedlichen Schwingungsformen arbeiten können. Die LFOs modulieren auch andere LFOs und sogar sich selbst. Drei Hüllkurven gibt es dazu, alle lassen sich loopen. Die Envelopes steuern auf Wunsch die Modulationstiefe der LFOs. Über Pop-up-Menüs stellt ihr die Modulationen ein – deshalb sieht das Plug-in auch auf den ersten Blick so überschaubar aus. Laut Hersteller lassen sich die meisten Synth- und Effekt-Parameter modulieren.

Ja richtig, Effekte stecken hier nämlich auch drin! Im Sortiment findet ihr Reverb, Delay und Chorus. Ein Formant-Filter soll Vocal-Sounds erzeugen. Analog und digital klingende Verzerrungen beherrscht Flowtones ebenso. Aber das ist noch nicht alles, denn auch ein Master-EQ und Limiter sind enthalten. Interessant klingt die Möglichkeit, den Sound von VCA-basierter Kompression zwischen einzelnen Noten zu erzeugen.

ToneBoosters Flowtones

ToneBoosters Flowtones

Step-Sequencer und Randomizer

Ja, auch ein Step-Sequencer ist hier enthalten. Der kann kann Akkorde oder eine Reihe von Noten auf Tastendruck und synchron zum Host abspielen. Für schnelles Arbeiten mit dem Sequencer sorgt die Copy-and-paste-Funktion, Smart Zoom lässt euch jederzeit Details bearbeiten.

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Und hier ein Feature, das ich wirklich bei Synthesizern und eigentlich auch bei Samplern und Effekten sehr schätze (wenn es denn existiert): Der „intelligente“ Randomizer erzeugt auf von euch ausgewählten Parametern zufällig neue Werte. Das bringt oft überraschende Ergebnisse, auf die ihr vielleicht so nicht kommen würdet.

Insgesamt stecken doch eine Reihe von Features in Flowtones. Und dabei bleibt das Interface sehr übersichtlich. Wenn ihr Lust auf einen neuen VA-Synthesizer habt, solltet ihr mal die kostenlose Demoversion ausprobieren. Vielleicht seid ihr auf dem Rechner ja auch schon gut ausgestattet, aber es gibt ja sogar eine iOS-Version.

Spezifikation und Preis

ToneBoosters Flowtones erhaltet ihr auf der Internetseite des Herstellers zum Preis von 59 Euro. Das Plug-in läuft auf macOS und Windows als VST, VST3, AAX und AU. Eine eingeschränkte Demoversion und ein PDF-Benutzerhandbuch bekommt ihr ebenfalls auf der Website des Entwicklers als Download.

Die iOS-Version gibt es für 12,99 Euro im Apple App Store. Die App erfordert iOS 11.0 oder höher und ist mit iPhone, iPad und iPod touch kompatibel. Sie belegt 12,6 MB auf eurem iDevice und unterstützt Inter-App Audio. Als AUv3 könnt ihr sie in eure iOS-DAW einbinden.

Weitere Infos über ToneBoosters Flowtones

Video (von der iOS-Version)

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Mehr Informationen

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4 Antworten zu “ToneBoosters Flowtones: Virtuell-anlaloger Synthesizer mit viel drin”

    Martin sagt:
    0

    Zahlendreher: Der Synth kostet 59, nicht 95 Euro.

    Mike sagt:
    0

    Danke für den Beitrag Dirk!

    Fufu sagt:
    0

    hmm manche Presets die ich radom erstellt habe sind bringen mein ipad air gen.1 zum Ruckeln, unschön!

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