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nanoPi

nanoPi  ·  Quelle: YouTube / Geordie

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nanoPi  ·  Quelle: YouTube / Geordie

Mobile Synthesizer wie der Teenage Engineering OP-1 sind eine tolle Sache, aber ziemlich teuer. Das dachte sich auch YouTuber Geordie und baute sich seine eigene Version. Aus einem Korg nanoKey, einem Raspberry Pi und einigen weiteren Zutaten entstand der nanoPi, ein rucksacktauglicher Synthesizer Marke Eigenbau.

nanoPi

In einer Serie von Videos erzählt Geordie davon, wie er auf die Idee für den nanoPi kam und welche Komponenten darin stecken. Die Basis bildet ein Korg nanoKey, von dessen Gehäuse er den Boden entfernte. Um die übrigen Teile unterbringen zu können, fertigte er ein neues, tieferes Unterteil mit den passenden Öffnungen auf einem 3D-Drucker an. Das ist gleichzeitig der komplizierteste Part. Vom Gehäuse abgesehen, besteht der nanoPi nämlich ausschließlich aus unveränderten Komponenten, die einfach zusammengesteckt werden.

Das Herzstück wird von einem Raspberry Pi Zero W gebildet. Im Video erklärt Geordie, welche Gründe die Wahl letztlich auf diese Plattform und diese Version des Pi fallen ließen; anfangs hatte er auch über einen Teensy nachgedacht. Zu was der Raspberry Pi in der Lage ist, zeigen die zahlreichen anderen interessanten Synthesizer, die auf der Plattform entstanden sind. Sogar ein Einsatz des Minirechners als DAW-Computer erscheint nicht mehr ganz abwegig.

Die Raspberry-Basis bedeutet auch, dass softwareseitig im Prinzip alles möglich ist. Wie Geordie den Pi programmiert hat, zeigt er in einem weiteren Video (siehe unten). Aber es wären auch komplett andere Konfigurationen möglich.

nanoPi

Innenleben des nanoPi

Zur mobilen Stromversorgung steckt eine 10000-mAH-Powerbank im nanoPi. Verbunden wird das Ganze über einen winzigen USB-Hub. Auch das verwendete USB-Audiointerface ist von der ultrakompakten Sorte und gibt dem nanoPi neben einem Stereoausgang sogar einen Eingang.

Statt alles intern zu verkabeln oder sogar zu verlöten, hat Geordie es einfach zusammengesteckt und einige Kabel sogar nach außen geführt. Was auf den ersten Blick etwas wirr aussieht, ist Absicht und hat einen Vorteil: So kann man zum Beispiel das MIDI-USB-Kabel einfach abziehen, um das verbaute nanoKey ganz normal als Controller für andere Geräte zu benutzen. Und wenn dem Handy unterwegs der Saft ausgeht, kann es am nanoKey aufgeladen werden.

Ich habe mal die verwendeten Teile bei europäischen Anbietern zusammengesucht und komme auf Gesamtkosten von etwa 140 Euro (ohne das 3D-gedruckte Gehäuse). Der nanoPi mag vielleicht kein OP-1 oder OP-Z sein – preislich hat er eindeutig die Nase vorn!

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