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Die besten Drum Machines

Die besten Drum Machines  ·  Quelle: Behringer / Gearnews

Drum-Machines sind in allen Stilrichtungen der elektronischen Musik beliebte Beat-Lieferanten und Inspirationsquellen. Egal ob analog, digital oder mit Samples – Hardware-Drumcomputer boomen und werden sowohl Live als auch im Studio gern eingesetzt. Ein Grund für ihre Beliebtheit: Sie verheißen intuitives Beatmaking ohne die Verzettelungsgefahr einer DAW. Hier kommt unsere Liste der besten Drum Machines im Jahr 2020.

Jomox Alpha Base

Die Alpha Base ist die neueste Entwicklungsstufe der hoch angesehenen Drum-Machines von Jomox aus Berlin. Ihre insgesamt 11 Instrumente decken ein breites Spektrum ab. Die analoge Bassdrum von Jomox genießt besonders in Techno-Kreisen einen exzellenten Ruf. Die zweite analoge Stimme heißt MBrane und ist für Snares und diverse andere analoge Percussion-Sounds zuständig. Die HiHats, Clap, Rim, Crash und Ride basieren auf Samples, die durch analoge Filter und VCAs geschickt werden. Zusätzlich bietet die Alpha Base zwei Sampling-Instrumente und kann sogar selbst sampeln. Und der Hersteller hat sogar einen sechsstimmigen FM-Synth mit vier Operatoren integriert, sodass die Maschine auch Synth-Sounds hervorbringen kann. Ein Sequencer mit Parameter-Locks und zwei digitale Effektblöcken runden die Alpha Base ab.

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Jomox Alpha Base

Jomox Alpha Base

Elektron Analog Rytm MkII

Der Elektron Analog Rytm MkII ist wahrscheinlich eine der vielseitigsten Drum-Machines, die es derzeit zu kaufen gibt. Seine acht Drum-Stimmen erzeugen ihre Klänge entweder analog oder greifen auf Samples zurück, wobei der Rest des Signalwegs (Overdrive, Filter und VCA) analog bleibt. Dazu kommt der umfangreiche Sequencer, für den alle Instrumente von Elektron bekannt sind. Mit Parameter-Locks, Micro-Timing und vielen Performance-Funktionen ist hier fast alles möglich, was den Analog Rytm allerdings auch in der Bedienung etwas komplexer macht. Vor Kurzem ist endlich die offizielle Version von Overbridge 2.0 erschienen, die den Drumcomputer nahtlos an eine DAW anbindet, inklusive Audio-over-USB.

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Elektron Analog Rytm MkII

Elektron Analog Rytm MkII

MFB Tanzbär 2

Noch eine Drum-Machine aus Berlin: Der Tanzbär 2 von MFB ist die Weiterentwicklung des ursprünglichen Tanzbärs und setzt ebenfalls auf ein hybrides Konzept. Zu acht analogen Instrumenten (2 Kicks, 2 Snares, 3 Toms/Congas und ein vollwertiger Bass-Synth) kommen acht Sample-Instrumente, drei davon mit analogem Filter. Alle Sounds sind in mehreren Parametern einstellbar. Über ein Plug-In lassen sich Samples in die Maschine laden. Der Sequencer bietet Parameter-Locks und unterstützt Polymetrik (unterschiedliche Step-Länge pro Instrument). Über zwei zusätzliche MIDI-Spuren kann der Tanzbär 2 externe Instrumente ansteuern.

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MFB Tanzbär 2

MFB Tanzbär 2

Elektron Digitakt

Während die Samples beim Elektron Analog Rytm eher eine Zugabe sind, spielen sie beim kompakten Digitakt die Hauptrolle. Die Drum-Machine bietet acht Audiospuren mit Multimode-Filter und Overdrive. Der Digitakt kann über seinen Audioeingang selbst sampeln. Auch hier bietet der Sequencer sehr umfangreiche Funktionen, die auf Live-Performances ausgerichtet sind. Mit seinen acht dedizierten MIDI-Spuren zur Ansteuerung von externem Equipment bietet sich der Digitakt als Schaltzentrale eines Live-Setups an. Einziges Manko: Einzelausgänge fehlen bei dieser Drum-Machine. Wie der Analog Rytm unterstützt der Digitakt aber die direkte Einbindung in eine DAW über Overbridge, sodass das zumindest im Studio zu verschmerzen ist.

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Arturia DrumBrute

Mit dem DrumBrute überträgt Arturia Elemente der erfolgreichen Brute-Synthesizer auf Drums. Die Drum-Machine bietet 17 vollständig analoge Sounds, die jeweils in mehreren Parametern regelbar sind. Der Sequencer des DrumBrute beinhaltet eine Looper-Funktion für kreative Live-Performances. Im Stereoausgang der Maschine arbeitet das von MiniBrute und MicroBrute bekannte Steiner-Parker-Filter. Nicht jeder mag den Sound des DrumBrute, aber er ist mal eine willkommene Abwechslung zu den gängigen Standards. Wer es kompakter und günstiger mag, bekommt mit dem DrumBrute Impact eine kleinere Version, die zusätzlich eine FM-Stimme bietet.

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Arturia DrumBrute

Arturia DrumBrute

Behringer RD-8

Behringers Kopie der Roland TR-808 bringt den Sound des berühmtesten Drumcomputers aller Zeiten zum Schnäppchenpreis ins Studio. Die 16 analogen Sounds wurden der 808 direkt nachempfunden und um einige zusätzliche Parameter ergänzt. Der Sequencer bietet natürlich die 808-typische Programmierung, wurde gegenüber dem Vorbild aber um einige moderne Funktionen erweitert. Zusätzlich bietet die RD-8 einen Effektbus mit Wave Designer und einem analogen Filter, das den Stimmen einzeln zugewiesen werden kann. Das Filter ist im Sequencer automatisierbar. Wer auf analogen 808-Sound steht, bekommt ihn wahrscheinlich nirgends günstiger.

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Behringer RD-8

Behringer RD-8

Roland TR-08

Auch Roland selbst hat die legendäre Maschine aus eigenem Hause ja schon mehrfach kopiert, so auch mit der TR-08. Diese arbeitet digital und bildet den Sound der TR-808 mit der ACB-Technik (Analog Circuit Behavior) nach. Die TR-08 wurde im Format der Roland Boutique-Serie realisiert, was bedeutet, dass die Drum-Machine sehr klein ist. Während das einigen zu fummelig ist, schwören andere auf die Transportabilität. Die TR-08 kann mit Batterien betrieben werden und verfügt sogar über einen eingebauten Lautsprecher, sodass ihr überall Beats bauen könnt.

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Roland TR-08

Cyclone Analogic TT-606 Drum Drone

Cyclone Analogic aus Frankreich produziert mit dem TT-303 Bass Bot einen der erfolgreichsten TB-303-Klone und auch der Geschwistermaschine TR-606 hat sich der Hersteller angenommen. Wie beim Original ist der Klangvorrat mit neun analogen Sounds nicht übermäßig groß. Aber die Drum Drone kommt recht nah an das Original heran und bietet deren klassischen Sound, ergänzt um eine Tone-Funktion für Klangveränderungen. Der Sequencer bietet (zum Glück) deutlich mehr Funktionen als der des Vorbilds. Noch ist die TT-606 damit die erste Wahl für TR-606-Fans – wir werden sehen, ob sich das ändert, wenn die DIN-Sync RE-606 und Behringers Klon erscheinen.

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Cyclone Analogic TT-606

Cyclone Analogic TT-606

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9 Antworten zu “Die besten analogen und digitalen Drum-Machines 2020”

  1. Müller sagt:

    Die Reihenfolge wurde von teuer nach billig sortiert. Für mich wäre der Behringer zuerst gekommen, dannach alle anderen
    , die dann natürlich alt ausgesehen hätten. Jedoch wenn man mehr als 808 will, klar dann braucht man was anderes. Ich denke das ist ja mal eine richtig gute Übersicht.

  2. Dreamdancer sagt:

    Hallo zusammen,

    ich möchte mit meinen, leider stark begrenzten Möglichkeiten, aus der „virtuellen“ VST/VSTi Welt einen Schritt in die „reale haptische“ Welt eintreten.
    Ich kann mir gut vorstellen, dass dies die Kreativität erweitern könnte. (oder erst wirklich möglich macht?)

    Für meine persönlichen Spaß und ohne anmaßend zu sein, experimentiere ich in musikalischer Richtung Tangerine Dream, Kraftwerk, Schiller, Robert Schröder usw..
    Kurzum, Klangteppiche unterlegt mit Sequenzer und Drum.

    Ich tendiere zum Arturia DrumBrute, in der Hoffnung ein hohes Maß an Möglichkeiten und Flexibilität zu erwerben.
    Mein Budget für einen Drumcomputer tendiert in Richtung bis 400 €.

    Seid Ihr der Meinung, dass dies eine clevere Wahl ist? Mir ist klar, dass so etwas nur schwer von außen zu beurteilen ist. Aber eventuell könnte man mich doch vor einen totalen Fehlkauf abhalten.

    Besten dank an die vielen netten und hilfreichen Menschen!

    an GEARNEWS:

    Euch danke ich von Herzen, dass ihr die Möglichkeit biete auch als Gast Posten zu dürfen.
    Damit hebt ihr euch, im positiven, weit von der Konkurrenz ab!
    Ich verspreche euch, dies auch weiterhin nur mit den natürlichen Regeln der gesellschaftliche Kommunikation zu nutzen.

    Danke!

    • Arne sagt:

      Ich hab den Drumbrute Impact und kann Ihn an sich echt empfehlen. Er ist ein Anfang, und ich lechze gerade Richtung Analog Rytm, den will ich haben. Aber ich muss auch zugeben, dass ich analog und extern mit dem Impact recht gut gelernt hab. Zudem ist die Bedienung wirklich gut. Die Sounds lassen sich WYSIWYG bedienen. Alles was man braucht ist direkt in Sicht. Bevo man sich in etwas verschachteltes einläßt, ist ein Drumbrute (auch preislich) echt eine schöne Idee. Die Qualität ist sehr gut. Die Haptik auch. Für VÖs völlig ausreichend. Und der Preis bricht nicht gleich das Genick.

      Ich hab zum Spaß mal für 70€ einen Rhytm Wolf gekauft und wirklich sofort gemerkt, das der Impact wirklich eine ordentliche Qualität hat (ich wollte auch mal einen Vergleich haben :) ). Also ich find die Arturias echt gut (hab mittlerweile den Brute, Freak und den Impact). Saubere Firma. Zudem arbeite ich seit langem mit dem Virus TI2, und einigen anderen Synths.

      Achja, wenn hier jemand den Analog Rytm 1 oder 2 verkaufen mag, melden! :)

    • THo65 sagt:

      Hallo Dreamdancer,

      also bei der Art von Musik, die Dir vorschwebt, spielen Drums doch eine eher untergeordnete Rolle. Der Schwerpunkt liegt hier eindeutige bei den Flächen und Sounds, sowie den Sequenzen. Wenn Du dennoch nicht auf Drums verzichten willst, würde ich Dir eher zu einer gebrauchten Alesis SR18 raten. Ich nutze diese seit Jahren, hier kannst Du sowohl natürlich eigene Rhythmen definieren als auch das Gerät als reinen Expander bspw. über einen Beatstep Pro intuitiv bedienen.

    • Larifari sagt:

      ..tho65 bringt es auf den Punkt.
      Ich würde dir raten ein Gerät zu holen das Samples abspielen kann. Wie zb der Alesis. Wenn’s mehr Knöpfe sein sollen dann evtl Kong Volca sample und oder Kong Volca drum ( Synthese ).
      Oder du schaust dich auf dem Gebrauchtmarkt nach einem Digitakt um.

      Mit den Geräten ist dein Kriterium „Flexibilität“ auch erfüllt, anders als mit dem Drumbute.

    • Larifari sagt:

      ..oder ganz neu Elektrons Model Sample

    • Dreamdancer sagt:

      Vielen lieben Dank für eure Tipps und Hinweise, an alle!

      Ich fasse zusammen:

      – Alesis SR18 ca 220€ NP
      – Elektron Model:Samples ca. 300€ NP
      – Elektron Digitakt ca. 700€ NP
      – Korg Volca Sample ca. 140€ NP

      Ich habe mich zu allen Geräten und den technischen Daten umfangreich eingelesen.
      – Das Digitakt wäre natürlich der ultimative Hammer. Aber preislich leider nicht im Rahmen meines Budget. Leider!
      – Das Volca ist mir etwas zu winzig und somit fummelig.
      – Das Alesis scheint nicht so komfortabel befüllbar zu sein. Jedenfalls habe ich das so in den Thomann Bewertungen verstanden.
      Allerdings habe ich den gebraucht für 160€ gefunden. Das ist schon sehr sehr reizvoll.
      – Das Elektron Model:Samples scheint optimal in Komfort und Handling zu sein.

      Ich werde mir das Elektron Model:Samples bestellen, auch wenn ich lieber das Digitakt nehmen würde. Aber, das liebe Geld halt.

      Wäre das leben nicht viel schöner, wenn man immer seine Wünsche erfüllen könnte ohne aufs Geld schauen zu müssen?
      Naja, so ist es halt.

      Ihr habt mehr wirklich eine tolle Entscheidungsgrundlage geliefert!

      Vielen Dank, dass ihr mir eure kostbare Zeit geopfert habt!

  3. Dirk sagt:

    Den Vermona DRM 1 MK III vermisse ich in der Liste.

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