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Das beste Equipment für Podcasting

Das beste Equipment für Podcasting  ·  Quelle: pixabay

Vor ein paar Tagen haben wir euch bereits gezeigt, welche Mikrofone wir für die Aufnahme von Podcasts empfehlen. Und auch das eine oder andere Mischpult kommt vielleicht für eure Zwecke in Frage. Vielleicht seid ihr aber immer noch unentschlossen oder fragt euch, was ihr vielleicht sonst noch gebrauchen könnt, um einen Podcast zu produzieren. Habt ihr schon ein Audiointerface? Okay, hier haben wir noch ein paar weitere Vorschläge für euch – sowohl Hard- als auch Software. Das beste Equipment für Podcasting.

Den Einstieg machen drei Produkte, die speziell für Podcasting-Produktionen interessant sind. Bei dem RodeCaster Pro und dem LiveTrak L-8 liegt das unter anderem an der integrierten Mix-Minus-Funktion, die das Einbinden von Telefongesprächen vereinfacht. Anrufer hören dann nämlich nicht ihre eigene Stimme im Feedback. Außerdem könnt ihr hier mit Pads Sounds abspielen, was gerade bei einer Live-Aufnahme sehr bequem ist. Und auch Mixer-Funktionen sind hier integriert, sowie ein Audiointerface.

Als Alternative dazu könnt ihr euch am Rechner ein vergleichbares Setup aufbauen. Was ihr dafür braucht, findet ihr bei den Software-Tipps und dem Hinweis auf kleine Pad-Controller.

Bei unseren Empfehlungen für Podcasting-Mikrofone wurde bereits auf Mikrofonständer und Spinne hingewiesen, für Ständer und Stative gibt’s hier ein paar konkrete Anregungen. Besonders Tischstative mit Schwenkarmen sind sehr interessant. Und auch ein paar Reflexionsschirme gehören auf die Liste, falls ihr nach einfachen und transportablen Lösungen für eine Verbesserung der Akustik sucht.

Was fehlt? Vielleicht noch Tipps für ein paar mobile Recorder. Vielleicht bekommen die in Zukunft noch mal eine eigene Liste gewidmet.

 

Rode RodeCaster Pro

Rode RodeCaster Pro

Rode RodeCaster Pro

Der RodeCaster Pro ist ein richtiges Multitalent. Ihr habt es hier mit einem Hybriden aus Interface, Mischpult und Controller zu tun. Vier Mikrofone über XLR anschließen? Check. USB- und Bluetooth-Konnektivität? Check. Mix-Minus für Einbindung von Telefongesprächen? Check. Vier Kopfhörerausgänge? Bitte sehr! Damit sind schon sehr wichtige Features abgedeckt. Zusätzlich bekommt ihr aber noch Extras wie acht Pads, die ihr mit eigenen Sounds und Jingles belegen könnt, oder einen Stapel von nützlichen Effekten und Presets. Alternativ zum Computer könnt ihr auch direkt auf eine SD-Karte aufnehmen.

Firmware-Updates liefert Rode konsequent nach, zuletzt bekam der RodeCaster Pro damit Aphex Aural Exciter und Big Bottom Effekte sowie einen Master Bus Kompressor spendiert. Über das DC-USB1 Kabel des Herstellers lässt sich der Rodecaster Pro auch mit einer USB Powerbank verbinden und mobil nutzen. Und in diesem Bundle* ist alles enthalten, was ihr für die Produktion eines Podcasts braucht.

Das Produkt bei Thomann*

 

Zoom LiveTrak L-8

Zoom LiveTrak L-8

Zoom LiveTrak L-8

Auch der LiveTrak L-8 bietet Features, die besonders für die Erstellung von Podcasts praktisch sind. Die Mix-Minus-Funktion gehört zum Beispiel dazu. Acht Kanäle erlauben den Anschluss von Mikrofonen und Line-Signalen, aber auch USB-Geräte und Telefone lassen sich schnell verbinden.

Auf jedem Kanal wartet ein 3-Band-EQ, Low-Cut-Filter, Panorama-Regler und ein Effektweg für die acht verschiedenen Effekte. Die sechs Sound-Pads spielen eigene Jingles und Sound-Effekte. Sieben Szenenspeicher rufen schnell Mischeinstellungen ab. Über USB wird am Rechner aufgenommen, oder direkt auf SD-Karte. Vier Kopfhörerausgänge sind ebenfalls äußerst praktisch, das gilt natürlich auch für den Batteriebetrieb mit vier AA Mignon. Für den relativ günstigen Preis liefert Zoom einiges ab.

 

Maonocaster Portable Podcast Studio

Maonocaster Portable Podcast Studio

Maonocaster Portable Podcast Studio

Bei dem Maonocaster bin ich irgendwie ein bisschen skeptisch. Die Features hören sich umfangreich an, der Preis im Vergleich niedrig. Die immer noch laufende Kickstarter-Kampagne ist ein riesiger Erfolg. Anschlüsse für zwei XLR-Mikrofone und ein weiterer für Mikros mit Miniklinke, dazu zwei Stereo-Miniklinken für die Verbindung von Smartphones – all das steckt hier drin.

Außerdem bietet der Maonocaster zwei Kopfhörerausgänge und USB-C. Die interne Batterie soll für bis zu acht Stunden Betrieb reichen. Zusätzlich ist ein 4-Spur-Mixer integriert und diverse Effekte gibt es ebenfalls. Über Pads triggert ihr Soundeffekte ab, nur drei können allerdings mit eigenen Sounds belegt werden. In diesem Artikel findet ihr weitere Infos und den Link zu der Kickstarter-Kampagne.

 

Aston Microphones Halo

Aston Microphones Halo

Mic-Screens / Reflexionsschirme

Ein Mikrofon ist natürlich eines der wichtigsten Utensilien für die Aufnahme, mit einem passenden Akustikschirm könnt ihr die Aufnahmequalität weiter verbessern. Denn wenn das Heimstudio nicht akustisch optimiert wurde, gibt es in Verbindung mit empfindlichen Kondensatormikrofonen schneller „Problemchen“. Akustikschirme isolieren das Mikrofon quasi von dem Rest des Raums und der Wohnung und lassen vorbeifahrende Autos oder nervige Nachbarn außen vor. Wie das immer so ist, gibt es da eine Bandbreite von Produkten, die von „ganz okay“ bis High-End gehen – was sich auch in den Preisen niederschlägt.

Ein paar Vorschläge:

 

K&M 23860 BK Tisch-Mikrofonarm

K&M 23860 BK Tisch-Mikrofonarm

Mikrofonständer und Schwenkarme

Die Auswahl an Mikrofonständern ist riesig, alleine bei Thomann* findet ihr jede Menge Produkte, Verkaufsschlager ist das K&M 210/9 Mikrofonstativ*, das für etwas über 40 Euro eine sehr solide Leistung bringt. Da ihr bei der Aufnahme von Podcasts wahrscheinlich eher sitzt, kommen auch Tisch-Mikrofonarme in Frage. Gerade in Kombination mit einem dynamischen Mikro ist das eine sehr gute Lösung. Die oben genannten Reflexionsschirme sind allerdings nicht dafür geeignet, das Gesamtgewicht ist dafür einfach zu hoch.

Viele Mikros, speziell die USB-Varianten, werden ja bereits mit einem Stativ oder Tripod für den Schreibtisch geliefert, ob ihr einen Mikrofonständer, ein Tischstativ oder einen Mikrofonarm überhaupt braucht, hängt also stark von dem gewünschten Setup ab. Eventuell benötigt ihr auch eine zusätzliche Spinne*.

Hier mal ein paar Vorschläge zur Inspiration:

  • Superlux HM-6* Ein günstiges Tischstativ, bei dem sogar eine Mikrofonklemme dabei ist.
  • Millenium MA-2040* Ein preiswerter Tisch-Mikrofonarm mit ordentlicher Leistung.
  • Rode PSA-1* Tisch-Mikrofonarm von Rode, der für die Podcasting-Mikros des Herstellers gedacht ist, bei anderen Mikrofonen benötigt ihr eventuell die Rode PSM1* Mikrofonspinne zusätzlich.
  • K&M 23860 BK Tisch-Mikrofonarm* ist ein sehr stabiler Mikrofonarm mit innengeführtem XLR-Kabel.

 

Audacity

Audacity

Software

Um die Aufnahme zu bearbeiten, braucht ihr natürlich auch passende Software. Falls ihr noch keine DAW besitzt, solltet ihr beim Kauf von Mikrofon, Interface oder Mixer mal schauen, ob da nicht bereits etwas im Lieferumfang enthalten ist. Ansonsten gibt es ja auch ein Angebot kostenloser DAWs, die vollkommen ausreichen sollten. Tracktion 11 Waveform Free ist zum Beispiel sehr gut ausgestattet. In der Regel braucht ihr ja nur ein paar Audiospuren, auch mit einem kostenlosen Audio-Editor wie Audacity kommt ihr da bereits sehr weit.

Wer in der DAW arbeitet und noch maßgeschneiderte Plug-ins erwerben will, kann mal das Waves Content Creator Audio Toolkit checken. Auch DialogueEnhance von Accentize ist eine Erwähnung wert.

Korg nanoPAD 2

Korg nanoPAD 2

Pad-Controller

Wenn ihr die DAW als Kommandozentrale bei der Aufnahme benutzt, könnt ihr einfache Pad-Controller benutzen, um damit ausgewählte Sounds „auf Knopfdruck“ abzuspielen. Die Kombination aus Computer, Interface, DAW und Controller bietet euch so umfangreiche Möglichkeiten wie bei den oben genannten Hybrid-Controllern. Der Vorteil: Ein Korg nanoPAD 2* oder Akai LPD 8* sind günstig und taugen natürlich auch als portable Pads für die Musikproduktion.

 

Was denkt ihr?

Jetzt seid ihr gefragt. Was fehlt? Benutzt ihr welche von den ausgewählten Produkten? Was könnt ihr aus eigener Erfahrung empfehlen und wovon abraten? Wir freuen uns wie immer über eure Meinung.

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