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Angecheckt: Waveform 11 Free – Kostenlose DAW mit vielen Möglichkeiten

Angecheckt: Waveform 11 Free – Kostenlose DAW mit vielen Möglichkeiten  ·  Quelle: Gearnews

Tracktion Waveform 11 Free: Plug-in von Dritthersteller

Tracktion Waveform 11 Free Setup  ·  Quelle: Gearnews

Tracktion Waveform 11 Free

Tracktion Waveform 11 Free  ·  Quelle: Gearnews

Tracktion Waveform 11 Free

Tracktion Waveform 11 Free  ·  Quelle: Gearnews

Tracktion Waveform 11 Free: Plug-in von Dritthersteller

Tracktion Waveform 11 Free: Plug-in von Dritthersteller  ·  Quelle: Gearnews

4OSC Synthesizer und Micro Drum Sampler

4OSC Synthesizer und Micro Drum Sampler  ·  Quelle: Gearnews

Im Augenblick bieten viele Hersteller ausgedehnte Testversionen ihrer DAWs an. Aber egal ob nach 30, 60 oder 90 Tagen – irgendwann muss bezahlt werden. Für viele Aufgaben ist es aber nicht unbedingt notwendig, Geld auszugeben. Denn nicht alle umfangreichen Funktionen der Vollpreisprodukte sind für jede Aufgabe notwendig. Manchmal reichen auch ein paar Grundfunktionen. Tracktion Waveform 11 Free kostet nichts, bietet aber genügend Features, um damit so einiges anzustellen.

Kostenlose DAW für macOS, Windows, Linux und Raspberry PI

Für den Download musste ich mich auf der Website von Tracktion registrieren, der Installer für macOS ist etwas über 150 MB groß. Die Installation lief problemlos ab, genau wie die Einrichtung des Audiointerfaces. Plug-ins muss Waveform wie alle DAWs erst einscannen, in einer Liste lassen diese sich sehr übersichtlich organisieren. Bei jedem Neustart entdeckt die DAW selbstständig neu dazugekommene Plug-ins. Der gesamte Setup-Prozess findet in mehreren Schritten statt, auch das Scannen von Audiomaterial und Loops gehört dazu, sogar das Anschauen von einem Tutorial-Video oder der Download eines Demo-Songs. Bei dem Setup werden auch Ordner festgelegt, die zum Speichern und Laden von Projekten dienen, oder Controller eingerichtet — Waveform unterstützt übrigens auch MPE Controller.

Tracktion Waveform 11 Free

Tracktion Waveform 11 Free

Lernkurve

Für mich als langjährigen Ableton Live User ist der Workflow etwas gewöhnungsbedürftig. Für einige Sachen war ich auf die PDF-Anleitung angewiesen. Ein Beispiel ist das Zuweisen der Eingänge. Ich musste erst nachlesen, wie ich zwei Eingänge zu einem Stereokanal zusammenfasse, bevor ich eine Aufnahme starten konnte. Grundsätzlich empfinde ich Waveform 11 in einigen Aspekten als etwas umständlich und nicht unbedingt selbsterklärend. Praktisch, dass es viele Videos gibt, die einzelne Funktionen und die Arbeitsweise im Allgemeinen erklären. Die DAW arbeitet eher klassisch – eine Session-Ansicht wie bei Ableton Live oder Bitwig Studio gibt es hier nicht.

Pluspunkte

Klasse ist, dass Waveform 11 Free gegenüber anderen kostenlosen DAWs bereits sehr umfangreiche Optionen bietet. Das MIDI-Editing ist beispielsweise echt nicht von schlechten Eltern und bietet auch Tools wie einen Pattern Generator oder Arpeggiator. Eine Sache, die mir im Vergleich zu Live direkt super gefällt, ist die Auswahl eines Templates beim Start eines neuen Projekts. Da kann ich vorher entscheiden, ob ich eine Mehrspuraufnahme machen, elektronische Musik produzieren, einen Podcast erstellen oder mich als Singer-Songwriter betätigen will.

4OSC Synthesizer und Micro Drum Sampler

4OSC Synthesizer und Micro Drum Sampler

Plug-ins ohne Grenzen

Waveform 11 Free bietet vorab bereits ein paar Effekte und zwei Instrumente, mit denen ich mich austoben kann. Der Micro Drum Sampler erinnert ein bisschen an das Drum-Rack in Live oder eine vereinfachte Variante von Native Instruments Battery – reicht auf jeden Fall aus, um ein paar Beats zu machen. 4OSC ist ein virtuell-analoger Synthesizer mit immerhin vier Oszillatoren. Aber der große Clou ist, dass ich ohne Probleme und Einschränkungen Plug-ins von Drittherstellern benutzen kann. Wer kein Geld ausgeben will, kann da ja auf einen ganzen Haufen Freeware zugreifen.

Fazit

Waveform 11 Free ist ein Tipp für Leute, die noch keine DAW haben und mal in diese Welt hineinschnuppern möchten – ganz egal auf welchem Betriebssystem. Mit einem Stapel von kostenlosen Plug-ins können hier ganze Musikstücke und Beats von Anfang bis Ende fertig gemacht werden. Auch für das Erstellen von Podcasts oder sogar Sounddesign eignet sich bereits diese kostenlose Version. Und wer auf den Geschmack kommt, kann auf die Pro-Version umsteigen, die noch mehr Potential bietet.

Weitere Infos

Weitere interessante Produkte unserer „Angecheckt“-Reihe findet ihr hier. Ihr habt Vorschläge? Dann her damit!

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Die beste kostenlose DAW ist für mich Cakewalk by Bandlab – eine professionelle DAW auf „Suite“-Niveau, also nicht nur Free oder Lite Version. Allerdings nur für Windows.