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Die besten Live- und Klein-Mixer unter 500 Euro

Die besten Live- und Klein-Mixer unter 500 Euro  ·  Quelle: Allen & Heath / Gearnews

Egal ob elektronischer Live-Act oder klassische Band – ein kleiner Mischer ist auf der Bühne oder im Proberaum immer ein wichtiges Utensil. Und auch im heimischen Studio reicht so Mixer in vielen Fällen aus. Die Auswahl ist gigantisch, die Preisunterschiede sind groß. Wir wollen euch ein paar Anregungen geben, falls ihr eine Anschaffung plant, den Start machen wir mit ein paar günstigen und kompakten Modellen. Auch für relativ wenig Geld bekommt ihr da schon einiges geboten. Live- und Klein-Mixer unter 500 Euro:

Die besten Live- und Klein-Mixer unter 500 Euro

Bei unseren Empfehlungen sind sowohl aktuelle als auch ein paar ältere Mischpulte vertreten. In der Preisklasse unter 500 Euro zeigt sich deutlich, dass hier analoge Modelle noch in der Überzahl sind, die digitale Technik beschränkt sich in erster Linie auf integrierte Interfaces oder die bei einigen Geräten enthaltenen Effekte. Wenn ihr gebraucht kauft, könnt ihr natürlich noch ein paar Euro zusätzlich sparen, was wir da in Bezug auf Synthesizer geschrieben haben, trifft in den meisten Punkten auch auf Mischpulte zu. Dann mal los:

Soundcraft Notepad-12FX

Soundcraft Notepad-12FX

Soundcraft Notepad-12FX: 139 Euro

Das Soundcraft Notepad-12FX ist klein, robust und aktuell für 139 Euro zu haben. Im Gegenzug bekommt ihr vier Mono-Kanäle mit XLR/Klinke-Kombibuchsen für Mikrofon- und Line-Signale inklusive Phantomspeisung. Dazu gesellen sich vier Stereoeingänge, davon ist einer für RCA-Cinch vorgesehen. Die Monokanäle warten mit Hi-Z-Schalter für Instrumente wie Gitarren, einem 100 Hz Lowcut und einem 3-Band-EQ auf. Die integrierten Delay-, Chorus- und Reverb-Effekte stammen von Lexicon, das Tempo kann dafür auch mit Tippen auf die Tap-Tempo-Taste eingestellt werden. Über den USB-Anschluss macht ihr 4-Spur-Aufnahmen in 48 kHz. Der Master-Ausgang ist als XLR ausgelegt, ein LED-Meter zeigt euch dafür die Pegel an. Mehr muss es manchmal gar nicht sein.

Das Produkt bei Thomann*

Mackie 1202 VLZ4

Mackie 1202 VLZ4

Mackie 1202 VLZ4: 249 Euro

Die Kleinmischer von Mackie genießen fast schon einen Kultstatus, angeblich haben Daft Punk ihr Debut Homework auf einem alten 1202 abgemischt. Die Serie ist so beliebt, dass sie mit der VLZ-Reihe schon in der vierten Generation angekommen sind. Auf den ersten vier Kanälen könnt ihr Mikrofon- oder auch Line-Signale hineinschicken, entweder über Klinke oder XLR. Die Mikrofoneingänge (inkl. Phantomspeisung) sind mit den renommierten Onyx Mikrofonvorverstärkern bestückt. Vier Inserts, 3-Band EQs mit Lowcut stehen für die ersten vier Eingänge ebenfalls bereit. Vier Stereoeingänge für Line-Signale (über Klinke) begleiten das Angebot. Außerdem gibt’s zwei Aux-Wege, die ihr mit zwei Sends ansteuert. Die Main-Outs sind als XLR ausgelegt. Digitale Anschlüsse gibt’s hier nicht. Das Pult hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel, zählt aber trotzdem noch nicht zum alten Eisen. Falls ihr moderne Features wie digitale Schnittstelle und interne Effekte sehen wollt, könnte der ProFX12v3* etwas für euch sein.

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Allen & Heath ZED-14

Allen & Heath ZED-14

Allen & Heath ZED-14: 355 Euro

Das schon ein paar Jahre alte ZED-14 ist mittlerweile neuwertig für 355 Euro zu haben. Ein USB-Anschluss mit Interface (mit 16 Bit Wandlern) ist hier tatsächlich schon eingebaut, spielt aber eine eher untergeordnete Rolle. Dafür stimmt der Rest auch heute noch: Sechs Monoeingänge für Mikrofon- oder Line-Signale (inkl. Phantomspeisung) sowohl über XLR als auch Klinke. Vier Stereoeingänge und vier Aux-Wege findet ihr hier ebenso. Jeder Kanal (auch die in Stereo!) verfügt über einen Insert. Für die Mono-Kanäle steht ein 3-Band-EQ bereit, der durchstimmbare Mitten anbietet und dazu einen Lowcut (bei 100 Hz). Neben dem Master-Ausgang über XLR liefert euch das ZED-14 auch einen Mono-Ausgang (Klinke), einen Stereo-Record-Ausgang sowie einen alternativen Stereoausgang über Cinch. Ein Highlight, das nicht vergessen werden sollte, sind die 100 mm Fader.

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Alto Live 1604

Alto Live 1604

Alto Live 1604: 339 Euro

Für mittlerweile 339 Euro bietet der Alto Live 1604 so einiges. Dazu gehören 10 Mono-Kanäle mit DNATM Mikrofonvorverstärkern und zuschaltbarer Phantomspeisung. Sowohl XLR- als auch Klinkeneingänge erwarten euch dafür. Kanäle 1 bis 8 warten mit Inserts auf, die ersten sechs Kanäle sind mit einem einfachen Kompressor bestückt. Zwei Kanäle (9/10 und 11/12) könnt ihr wahlweise auch in Stereo benutzen, zwei weitere Stereoeingänge gesellen sich dazu. Außerdem gibt’s vier Aux-Wege. Jeder Kanal verfügt über einen 3-Band EQ mit durchstimmbaren Mitten. 100 Alesis DSP-Effekte sind integriert, außerdem bekommt ihr eine digitale Schnittstelle über USB. Damit könnt ihr Aufnahmen in 16 Bit und 44,1 kHz machen – ich würde das als kleinen Bonus verstehen. Für diesen Zweck empfiehlt sich eher ein externes Audiointerface, das ihr entweder mit dem Master-Ausgang (liegt als XLR und Klinke vor) oder mit bis zu vier Subgruppen füttert.

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Behringer X Air XR18

Behringer X Air XR18

Behringer X Air XR18: 419 Euro

Jetzt mal ein Digitalmixer, der sehr kompakt und sogar Rack-tauglich ist. Die Technik im Inneren basiert auf der vom Behringer X32. 16 Mic/Line XLR/Klinke-Combo-Eingänge stecken hier drin, zwei Line-Eingänge (über 6,3 mm Klinke) gesellen sich dazu. Die Preamps sind von Midas, die Line-Eingänge eignen sich für Laptops, MP3-Player und andere Abspielgeräte. Ausgangsseitig bekommt ihr zwei Main-Outs und sechs Aux-Wege. Über den integrierten Router mit Wi-Fi oder Ethernet bedient ihr das Gerät mit kostenlosen Apps, die es für alle Betriebssysteme (auch Android und iOS) gibt. Über USB 2.0 verwandelt ihr den XR18 in ein Mehrkanal-Audiointerface mit 24 Bit 44,1 kHz. Auf vier Effekt-Slots können Stereo-Effekte inklusive Emulationen bekannter Hardware (PCM70, Lexicon 480L, Quantec QRS und mehr) eingesetzt werden. Durch die MIDI Ein-und Ausgänge ist das Verwenden von Controllern (über Mackie Control) möglich. Für ein paar Euro mehr bekommt ihr den XR18 auch als Bundle mit passender Transportasche*.

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PreSonus StudioLive AR12c

PreSonus StudioLive AR12c

PreSonus StudioLive AR12c: 499 Euro

Das StudioLive AR12c positioniert sich zwischen dem kleineren AR8c und dem AR16c. Bei diesem Modell erwarten euch acht Kanäle mit Mikrofon- und Line-Eingängen, vier davon können auch in Stereo genutzt werden. Einen weiteren Stereo-Eingang mit Cinch/Miniklinke findet ihr zusätzlich. Jeder Kanal bekommt einen 3-Band-EQ verpasst, Kanäle 1 bis 4 bieten diesen auch mit parametrischen Mitten und Hochpassfilter an. Der Bluetooth 5.0 Empfänger dient ebenfalls als Signalquelle. Zwei Aux-Wege sind ein weiteres Feature. Mit dem USB 2.0 Anschluss verwandelt ihr den AR12c in ein Audiointerface mit 24 Bit, 96 kHz. Mehrspuraufnahmen sind damit möglich, der SD-Card Recorder/Player bietet lediglich Stereo-Aufnahmen in 24 Bit, 44,1 kHz. Ein Bonus ist der integrierte Digitaleffekt, Software für die Aufnahme und sogar eine DAW (Studio One Artist) sind im Lieferumfang enthalten.

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3 Antworten zu “Die besten Live- und Klein-Mixer unter 500 Euro”

  1. SWS sagt:

    Hallo, wie wäre es mit einer ähnlichen Liste, aber mit Mixern die multitrackfähig sind und zwar per Audio Interface und / oder SD/USB Aufzeichnung. Und/Oder = entwerder oder, aber auch beides gleichzeitg! Sowas wie Rode Rodecaster Pro, Zoom L-8, Tascam Model X, …, Mix-Minus for Telefoneinbindung nicht vergessen!

    Damit Ihr auch die Podcaster mal froh macht ;-)

    Danke

  2. Sundozer sagt:

    Seltsam das hier kein Soundcraft Signature auftaucht. Entweder keine Ahnung oder nur so dahin gelistet.

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