von  Lasse Eilers  | |  Lesezeit: 6 Min
ARP Odyssey Alternativen

ARP Odyssey Alternativen  ·  Quelle: GForce Software

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Der ARP Odyssey hat Generationen von Musikern inspiriert und erfreut sich bis heute größter Beliebtheit. Da nicht jeder ein Original sein Eigen nennen kann, kommt hier eine kleine Liste moderner Alternativen und Emulationen. So könnt ihr euch den Sound des ARP Odyssey heute ins Studio holen!

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ARP Odyssey: Geschichte

Der ARP Odyssey erschien 1972 als direkter Konkurrent zum Moog Minimoog. Nach der Ära gewaltiger Modularsysteme ging der Trend hin zu kompakten und vor allem viel günstigeren Synthesizern, die sich auch gewöhnliche Musiker leisten konnten – und den durfte ARP natürlich nicht verpassen. Trotz des ähnlichen Formats ist der Odyssey aber ein ganz anderer Synthesizer als der Minimoog – und diese Eigenständigkeit ist auch der Grund für die bis heute anhaltende Popularität. Im Laufe seiner Geschichte durchlief der Odyssey verschiedene Varianten und Farbgebungen, die von den heute erhältlichen Emulationen zum Teil täuschend echt nachgebildet werden. Am bekanntesten ist die dritte Generation mit der auffallenden Beschriftung in Orange.

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Mit zwei Oszillatoren verfügt der ARP über einen weniger als der Minimoog, was aber mitnichten bedeutet, dass er nicht zu ebenso mächtigen Sounds in der Lage wäre (die Pulsbreitenmodulation hat einen großen Anteil daran). Hinzu kommt, dass man die beiden VCOs auf Wunsch duophon spielen kann, was eine (eingeschränkte) Zweistimmigkeit ermöglicht – heute würde man „paraphon“ dazu sagen. Damit hatte der Odyssey Anfang der Siebziger einen echten Trumpf im Ärmel, denn das konnte der Minimoog nicht. Ebenso entscheidend wird der Charakter des Synthesizers durch die Kombination aus einem bissigen Tiefpassfilter mit Resonanz und einem Hochpassfilter geprägt. Zu den Highlights zählen darüber hinaus der Ringmodulator, die Sample&Hold-Sektion mit wähl- und mischbaren Eingangssignalen und die AR- und ADSR-Hüllkurven, die auf Wunsch vom LFO getriggert werden können und sich somit für rhythmische Modulationen eignen.

Behringer Odyssey

Behringer Odyssey
Behringer Odyssey · Quelle: Behringer

Der Behringer Odyssey ist ein günstiger, analoger Nachbau des ARP Odyssey, der um einige neue Features erweitert wurde. So kann man bei Behringers Version zwischen allen drei Filtervarianten des Originals umschalten und es gibt einen Overdrive-Schalter. Davon abgesehen entspricht die Klangerzeugung der des Originals.

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Um für eine bessere Integration in moderne Setups zu sorgen, hat Behringer dem Odyssey aber noch weitere Features spendiert. So bietet der Synthesizer nicht nur MIDIUSB-MIDI und CV/Gate-Ein- und Ausgänge, sondern auch einen integrierten Sequencer mit 32 Steps und 64 Patterns. Auch ein Arpeggiator ist vorhanden, ebenso wie eine digitale Effektsektion von Klark Teknik.

Den Behringer Odyssey bekommst du bei Thomann*.

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Behringer Odyssey
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(140)

KORG Collection – ARP Odyssey

Korg Collection
KORG Collection ARP Odyssey · Quelle: Korg

2015 brachte KORG in Zusammenarbeit mit dem Originalentwickler David Friend eine analoge und leicht verkleinerte Hardware-Neuauflage des ARP Odyssey heraus, die später um ein Desktop-Modul und die Version Odyssey FS in Normalgröße ergänzt wurde. Inzwischen sind die Hardware-Nachbauten von KORG leider nur noch schwer zu bekommen – der Preisunterschied zu Behringer war dann wohl doch etwas zu groß.

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Abhilfe schafft der virtuelle ARP Odyssey, den der Hersteller im Rahmen der KORG Collection veröffentlicht hat. Das Plugin emuliert den Analogsynthesizer auf der Bauteilebene, wobei auch die verschiedenen Filtervarianten berücksichtigt wurden. Darüber hinaus hat KORG einen polyphonen Modus, einen Arpeggiator und Effekte hinzugefügt.

Den Arp Odyssey aus der KORG Collection bekommst du bei Plugin Boutique*.

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 ARP ODYSSEY
ARP ODYSSEY

GForce Software Oddity 3

GForce Oddity 3
GForce Oddity 3 · Quelle: GForce

Kaum zu glauben, aber wahr: Die erste Version von GForce Oddity erschien vor über 20 Jahren! Lange, bevor überhaupt jemand über eine analoge Neuauflage nachdachte, überzeugte die Software-Emulation bereits mit einem äußerst authentischen Sound. Bis heute gilt Oddity vielen als der gelungenste Versuch, den Charakter des Originals in Software zu verewigen. Inzwischen ist der Software-Synthesizer bei Version 3 angekommen, die den virtuellen Odyssey um viele neue Funktionen erweitert.

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Neben einem Vintage-Regler, der analoge Ungenauigkeiten emuliert, sind einige neue Effekte wie Distortion und Matrix Reverb hinzugekommen. Ebenfalls neu sind die programmierbaren Makros, mit denen ihr mehrere Parameter gleichzeitig steuern könnt. Darüber hinaus wurde die Einbindung von Velocity und Aftertouch verbessert und die grafische Oberfläche skalierbar gemacht.

GForce Oddity 3 gibt es bei Thomann*!

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(6)

Cherry Audio ODC 2800

Cherry Audio ODC 2800
Cherry Audio ODC 2800 · Quelle: Cherry Audio

Wenn es um Emulationen klassischer Vintage-Synthesizer geht, darf ein Name natürlich nicht fehlen: Cherry Audio. 2025 veröffentlichte der Entwickler seine Version eines virtuellen Odyssey – und die kann sich wirklich sehen lassen. ODC 2800 emuliert alle drei Versionen des Originals, von den liebevoll umgesetzten Bedienoberflächen bis hin zu den unterschiedlichen Filtern.

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Natürlich hat Cherry Audio dem Software-Synthesizer auch zahlreiche neue Funktionen spendiert. ODC 2800 bietet nicht nur bis zu 16-stimmige Polyphonie, sondern wartet auch mit je einem zusätzlichen Oszillator und LFO und drastisch erweiterten Routing- und Modulationsoptionen auf. Velocity und polyphoner Aftertouch werden ebenfalls unterstützt. Auch ein umfangreicher Arpeggiator mit Swing und Zufallsfunktionen ist enthalten, ebenso wie eine Effektsektion mit Distortion, EQ, Phaser, Flanger, Chorus, Delay und Reverb.

Cherry Audio ODC 2800 ist bei Thomann* erhältlich.

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AIR Music Technology Odyssey

WayOutWare Odyssey
AIR Music Technology Odyssey · Quelle: Air Music Technology

Eine weitere virtuelle Emulation des ARP Odyssey kommt von WayOutWare und AIR Music Technology. Das Plugin wurde ursprünglich für AKAI MPC und Force entwickelt; mittlerweile gibt es auch eine Desktop-Version. Auch hier wurden die analogen Schaltungen des Originals präzise nachgebildet, um den Charakter des Synthesizers authentisch zu reproduzieren.

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Der AIR Odyssey kann monophon, duophon oder vierstimmig polyphon gespielt werden. Die Software unterstützt nicht nur Velocity und Aftertouch, sondern auch ein Expression-Pedal, was zusätzliche Modulationsmöglichkeiten schafft. 150 Presets werden mitgeliefert. Die Benutzeroberfläche ist skalierbar und unterstützt Touchscreens.

Den AIR Music Technology Odyssey für macOS und Windows bekommst du bei Thomann*.

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KORG ARP ODYSSEi

Korg ARP ODYSSEi
Korg ARP ODYSSEi · Quelle: Korg

Apropos Touchscreens: Korgs virtuelle Emulation des ARP Odyssey gibt es auch für iOS! Somit kannst du nicht nur im Bus oder Flugzeug auf dem Odyssey jammen, sondern ihn auch z. B. bei Gigs auf dem iPad nutzen und in Verbindung mit der App Korg Gadget einsetzen. Die Emulation auf Bauteilebene entspricht der Desktop-App aus der Korg Collection. Die Standardversion des ODYSSEi enthält die Emulation der Odyssey Rev3; die beiden früheren Versionen sind als In-App-Käufe erhältlich.

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Odyssei läuft auf iOS 10 oder höher und unterstützt Inter-App-Audio und Audiobus 2. Die App kostet 34,99 Euro im App-Store.

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Eine Antwort zu “ARP Odyssey Alternativen: Die besten Emulationen”

    Marco sagt:
    0

    Behringers Odyssey hat vor kurzem noch 430€ gekostet, aber dank der Inflation jetzt zum Sonderpreis….. Trotzdem ist es die beste Alternative.