von Dirk Behrens | Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten
Freqport FT-1 freqtube

Freqport FT-1 freqtube  ·  Quelle: Freqport

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Auf der diesjährigen Superbooth geht es nicht nur um Synthesizer. So sind auch einige Firmen vertreten, die eher im Bereich Recording unterwegs sind. Freqport ist einer dieser Hersteller und zeigt FT-1 freqtube, eine sehr interessante Hardware, die zusammen mit einem Plug-in funktioniert. Freqport bezeichnet FT-1 freqtube als ein „Quad Tube Analog Plugin“. Diese Kombination aus USB-Interface, Controller und mit vier Röhren bestückter Mischer/Summierer soll über das ebenfalls dazugehörige Plug-in analogen Sound mit digitalem Workflow verbinden. Das hört sich doch mal spannend an.

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Freqport FT-1 freqtube

Die Idee klingt gut: Direkt aus der DAW schicke ich Spuren zur analogen Bearbeitung in dieses externe Gerät, über ein Plug-in steuere ich dabei dessen Funktionen und speichere Einstellungen direkt im Projekt. Für die Bedienung sitzen an der kleinen Kiste zusätzlich acht Encoder, auf dem Display sehe ich zusätzlich die zugewiesenen Kanäle und Parameter. Dieses Konzept verfolgen nicht viele Hersteller, das aktuell prominenteste Beispiel dürfte Elektron mit Analog Heat und Overbridge sein.

FT-1 freqtube bewegt sich in einem ähnlichen Preisbereich, setzt im Vergleich aber auf eine kompaktere und abgespeckte Bauform und speziell auf Röhren. Gleich vier davon befinden sich in dem Gerät und teilen sich in zwei Typen auf. Zwei E83CC/12AX7 High Gain Tubes sind hier neben zwei 12AU7 Mid Gain Preamp Tubes eingebaut.

Davor sitzen 32-Bit-Wandler mit einer Samplerate von bis zu 192 kHz. Die kümmern sich um die über USB-C ein- und ausgehenden Signale. Schade, dass es nicht wenigstens ein analoges Ein- und Ausgangspaar gibt.

Freqport FT-1 freqtube

Freqport FT-1 freqtube

Analoge Effekte mit Plug-in-Steuerung

Aus der DAW kommende Signale schicke ich über ein Plug-in in FT-1 freqtube, bearbeitet gehen diese dann wieder direkt in die DAW zurück. Die zuweisbaren acht Regler steuern dabei die Parameter der analogen Bausteine. Dazu gehört ein auswählbarer Overdrive mit Clipping Detection.

Aber auch Gain, Mixing, Drive, Kontrolle der Phase und harmonische Verzerrungen nehme ich auf analogen Weg hiermit vor. Dazu kommen insgesamt acht „primäre“ und parallele Multimode-Filter, die wohl ebenfalls in der Hardware stecken. Sind diese auch analog? Kann ich leider nicht definitiv beantworten, hier ist uns der Hersteller mehr Infos schuldig.

Bis zu vier Instanzen (des Plug-ins) lassen sich gleichzeitig betreiben. Klingt so, als ob ich also mit vier Spuren arbeite. Damit könnte ich aber vier Mono-Spuren oder bereits zwei Stereo-Busse individuell bearbeiten oder auch gleich summieren.

Freqport FT-1 freqtube Plug-in

Freqport FT-1 freqtube Plug-in

FT-1 freqtube sieht äußerst interessant aus, meine Finger wollen am liebsten direkt auf den Kaufen-Button klicken. Ich finde es allerdings schade, dass hier nicht zwei Ein- und Ausgänge dran sind — wahrscheinlich wäre die kleine Box dadurch aber aufwendiger und teurer geworden. Wer bevorzugt „in the box“ arbeitet, bekommt hiermit ein sehr kompaktes Werkzeug zum Aufwärmen, Verzerren und Summieren von Audiospuren.

Spezifikation und Preis

Freqport FT-1 freqtube ist zu macOS und Windows kompatibel, die genauen Mindestanforderungen des Plug-ins sind aktuell noch nicht bekannt.

Aber wir wissen bereits den Preis. Der beträgt 799 Euro. Laut Hersteller wird im August 2022 geliefert, es gibt allerdings nur eine limitierte Anzahl verfügbarer Geräte.

Weitere Infos über Freqport FT-1 freqtube

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3 Antworten zu “Superbooth 22: Freqport FT-1 freqtube – Hardware-Plug-in mit Röhren”

  1. Green Dino sagt:

    Klingt cool. Wenn die Filter auch noch gut klingen wär das Teil wirklich interessant. Man kann ja anscheinend auch Stereospuren bearbeiten, bin schon mal gespannt wie die Kiste sich an einzelnen Drumspuren und Drum Bussen macht…

  2. dr-w sagt:

    super spannend!

  3. Dave the butcher sagt:

    Bestellt.

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