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Goodhertz Tupe

Goodhertz Tupe  ·  Quelle: Goodhertz

Es gibt so Momente, da läuft es einfach nicht wie geplant. Gründe gibt es dafür viele. Manchmal etwas ist es etwas persönliches, manchmal ist es ein kleiner dummer Virus oder eine Flut. Bei dem Plug-in Tupe von Goodhertz lief jedenfalls auch nicht alles rund. Das wurde nämlich im November 2020 für den Februar diesen Jahres angekündigt, am Ende hat sich die Entwicklung bis Juli hingezogen. Jetzt wurde das Plug-in ganz leise veröffentlicht. Und dabei soll Tupe für ordentlich Radau sorgen.

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Goodhertz Tupe

Tupe setzt sich aus den Wörtern Tube und Tape zusammen und damit ist auch schon das Wichtigste gesagt. Emulationen von Preamps mit Vakuumröhren und Bandmaschinen treffen hier aufeinander. Damit verpasst ihr euren Audiospuren eine dezente Sättigung oder schmutzige Verzerrung – ganz nach Lust und Laune. Sowohl die Röhren- als auch die Bandsättigung lassen sich von euch gezielt zu dem Signal mischen, so bekommt ihr genau die gewünschte Färbung.

Der Hersteller kombiniert das zusätzlich mit einem expressiven Filter, einer sogenannten Emphasis-Sektion und einem Kompressor im Opto-Stil. Die Tube-Sektion bietet neun Röhrenmodelle, vier Tape-Modelle bekommt ihr für die Bandemulation. Das Ladder Filter im Stil der 60er Jahre ist zur Selbstoszillation fähig. Die Emphasis-Sektion ermöglicht euch, das Filter im Signalweg vor Tube und Tape zu schalten. Auch den Kompressor könnt ihr bei Bedarf davor schalten – SAT Mode nennt sich diese Option. Die Röhren- und Tape-Emulationen bieten Bias-Kontrollen um die entstehenden Harmonien zu kontrollieren.

Als weitere Features bietet Tupe einen Tilt EQ, bei zunehmender Sättigung/Verzerrung kompensiert das Plug-in automatisch die entstehende Lautstärke. Das schont euer Gehör, die Nachbarn und die Monitore! Zum Abschluss gibt es einen HQ Mode und einen Master-Mix-Regler.

Die Plug-ins der Herstellers verfolgen eigentlich immer sehr interessante Konzepte, so ist das auch hier der Fall. Während sich über das Design des GUI streiten lässt (mir gefällt es), stimmt der Sound ohne Zweifel. Ich würde mir nur wünschen, dass Goodhertz auch mal ein gutes Herz für meinen Geldbeutel hat – die Preise haben mich bisher nämlich gehemmt.

Spezifikation und Preis

Goodhertz Tupe läuft als VST, VST3, AU und AAX auf macOS (10.9 oder neuer) sowie Windows (7 oder neuer) – ausschließlich in 64 Bit. Eine eingeschränkte Demoversion findet ihr als Download auf der Website des Herstellers. Eine Anleitung ist dort ebenso verfügbar. Der Preis beträgt 129 US-Dollar.

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3 Antworten zu “Goodhertz Tupe: Die Kreuzung aus Tube und Tape ist endlich da!”

  1. Chriss Cross sagt:

    „Die Kreuzung aus Tube und Tape ist endlich da“. Also wenn ich das richtig lese, kann man Tube- oder Tape-Modelle wählen. Wo ist da die „Kreuzung“?

  2. Dirk B. sagt:

    So wie ich das lese, nicht „oder“ sondern „und“. Außerdem kannst du beide Typen miteinander verblenden. Das ist etwas locker formuliert die Kreuzung. Zitat: „Tupe brings these analog sounds into the digital realm and makes it possible to blend in as much (or as little) coloration as you want from each element.“ Ich werde das im Text nochmal hervorheben, danke für den Hinweis!

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