Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten
Plugin Alliance Brainworx Studio in Leverkusen überflutet - was nun?

Plugin Alliance Brainworx Studio in Leverkusen überflutet - was nun?  ·  Quelle: Brainworx

Der große Studiokomplex und die Entwicklerschmiede der Firma Brainworx in Leverkusen ist der Flutkatastrophe Mitte Juli zum Opfer gefallen. Der Plug-in-Hersteller ist Bekannterweise für viele Tools des Anbieters Plugin Alliance verantwortlich. Jetzt ist die komplette „Werkstatt“ durch heftige Regenfälle und Überschwemmungen zerstört worden. Leider greifen bei solchen Naturgefahren keine Versicherungen, so dass die Firma auf den Kosten der Renovierung des Gebäudes, Reparatur oder Ersatz des zerstörten Equipments und der Versorgung der Angestellten sitzen bleibt. Aber auch wir können hier helfen!

ANZEIGE
ANZEIGE

Brainworx Studio und Wirkungsstätte komplett zerstört

Die Bilder des Masterminds hinter den Firmen Brainworx und Plugin Alliance Dirk Ulrich und der Bericht von dem durch Wassermassen zerstörten Studiokomplexes sprechen für sich. Glücklicherweise ist vor Ort niemand verletzt worden. Aber das Gebäude ist für Monate nicht mehr nutzbar und muss von Grund auf renoviert werden. Das bedeutet natürlich für alle 60 Mitarbeiter eine Übergangslösung in einer anderen Umgebung oder eine Freistellung auf unbestimmte Zeit. Jetzt arbeiten alle Angestellten Tag und Nacht an der Wiederherstellung des Gebäudekomplexes.

Plugin Alliance Brainworx Studio in Leverkusen überflutet - was nun?

Mitarbeiter arbeiten Tag und Nacht zur Rettung des Studios.

Das Wasser stand im kompletten Gebäude in einer Höhe von 60 cm. Deswegen wurden zum größten Teil alle technischen Geräte beschädigt. Darunter befanden sich Einzelanfertigungen (Neve VXS 72 Konsole, PMC MB2-XBD Monitore, ein Power Amp von Dieter Burmeister) die nicht wiederhergestellt werden können. Wer die Plug-in-Emulationen des Entwicklers kennt, der weiß, um welche legendäre Hardware es hier geht. Darüber hinaus wurde die Server der Entwicklung zerstört, von dem glücklicherweise ein Backup existiert.

Durch ein Kauf der bx_plugins und Merchandising der Firma, könnt ihr helfen das Studio wieder aufzubauen. Natürlich gedenken auch wir in der Redaktion der Flutopfer in allen betroffenen Regionen Deutschlands und in Österreich und hoffen, dass die Menschen bald wieder in ein einigermaßen „normales“ Leben übergehen können. Spendenaufrufe gibt es genug, an denen ihr euch beteiligen könnt. Denn nur so ist es möglich in Solidarität zu helfen. Danke!

Mehr Infos über Brainworx und Plugin Alliance

ANZEIGE
ANZEIGE

15 Antworten zu “Plugin Alliance Brainworx Studio in Leverkusen überflutet – was nun?”

  1. Eric sagt:

    Auch wenn es mir natürlich sehr leid tut , trifft es ja nicht eine kleine Plugin Schmiede . Brainworx ist eine etablierte , gut vernetzte, gut verkaufende Firma . Die werden schon wieder auf die Beine kommen . …

  2. Wolfgang sagt:

    @ eric: Sorry – aber es trifft eben Existenzen … und langjährige Arbeit engagierter, kreativer Menschen – und ALL das sind eben Tragödien (auf welchem Level auch immer …), auch ohne Todesopfer oder Verletzte!
    @ marcus: die richtige Antwort drauf, danke!
    Und wir alle, die wir Equipment haben (1 Gerät oder viele … ‚billige‘ oder sau-teure): wir sollten besser drauf aufpassen und die Gefährdung abschätzen (und dann reagieren!); ein Keller ist sicher nicht die beste Umgebung, auch schon ohne Starkregen und plötzlich überquellende Bäche hinter’m Haus. . .

  3. Prinz Acim sagt:

    Wirklich schlimm wenn einem so etwas passiert! Die tun mir alle wirklich sehr leid.

  4. Krypton sagt:

    Und jetzt ist der Käufer genauso wichtig wie ein Abonennt. Denn jetzt muss schnellstens Geld her. Hört sich zwar im ersten Moment komisch an, aber ist Tatsache. Und weil PA auch meist fair zu Käufer war, unterstütze ich das gerne.

  5. Edgar Marton sagt:

    Kann ich die Leute direkt mit Geld unterstützen? Mein kleines Filmmusikstudio in Budapest ist zwar schon seit Jahren pleite aber irgendwo findet sich sicherlich noch etwas…an den Plugins bin ich leider nicht interessiert.

  6. daniel de stijl sagt:

    ich verstehe nicht, wieso das nicht versichert werden konnte in der vergangenheit? gegen elementarschäden gibt es sogenannte hausratversicherung und für das gebäude ebensolche gebäudeversicherungen, die einem genau in solchen momenten helfen, falls ein solches dramatisches ereignis eintrifft. ich denke das gilt für jeden mit teurem equipment. mit einem auto kann man unversichert auch nicht herumfahren. ich frage mich halt ab welchem punkt empathie verlangt wird von mir.

    • King sagt:

      manche Versicherer erlauben die Elementarversicherungen nicht. Das kann daran liegen, dass das Gebäude evtl an einem Fluss ist.

    • rue sagt:

      Eine Elementarschadenversicherung bekommst Du dann, wenn vermutlich nie ein solcher Schaden auftreten wird. Wenn Du an einem Gewässer wohnst, kannst Du Dich gern gegen Erdbeben und Kometeneinschlag absichern, gegen Wasser lehnen jedoch alle Versicherer ab, da könnte nämlich ein Schaden auftreten. Und Hausrat-, Gebäude-, Elektronik-, Betriebsinhalt- etc. Versicherungen sind alles verschiedene paar Schuhe. Wer keine Ahung hat, sollte halt einfach mal die Klappe halten!

      • daniel de stijl sagt:

        sollte einfach mal die klappe halten, ist ja ne konstruktive art zu diskutieren. ich habe solche versicherungen und lebe in einem gebiet, wo solche naturereignisse auch auftreten können. das problem ist das ich nicht weiss, was hier die vorgeschichte ist und wie versicherungen sich individuell entscheiden.

  7. mike sagt:

    Ein Disater!
    Mal abgesehen ob sie nun viel Geld verdienen oder auch nicht. Solch eine Katastrophe hat kein Mensch verdient. ich hoffe die Jungs kommen schnell wieder auf die Beine!

  8. DEN VENN sagt:

    Es sind Menschenschicksale, Kleinunternehmer, Hauseigentümer, Engagierte Personen die wie viele andere Menschen nun vor dem Nichts stehen, von den Versicherungen sprichwoertlich im Regen stehen gelassen werden.

    Und es ist bei weitem nicht die erste Krise die dieses einst so wohlhabende Land zum Armenhaus von ganz Europa gemacht hat seit 1990.

    Egal ob Brainworx, Bayer, Agfa, Orwo, Siemens, Neckermann, Quelle, AEG und viele viele andere – mein Mitgefühl ist mit allen Menschen die dort als ehrenhaft schaffende Arbeiter oder als engagierte Unternehmer, egal wie schlimm die Zeiten auch waren und sind, ihr bestes geben oder bis zur Werkschließung gegeben haben, für eine soziale Gesellschaft im Herzen von Europa.

    Lasst uns zusammen in den Herzen vereint beten für die Armen Selen, die entweder die Fluten erst gar nicht überlebt haben oder wie Brainworx um ihre Existenz gebracht worden sind durch all diese schrecklichen Katastrophen!

    Gerne bestelle ich als kleines Signal meiner Solidarität mit Euch und Euren Arbeitern ein weiteres Plugin aus Eurer wirklich hochwertigen Edelschmiede.

  9. WOK sagt:

    „Leider greifen bei solchen Naturgefahren keine Versicherungen“

    Blödsinn. Natürlich gibt es Elementarschadenversicherungen, die jegliche Form von Wasserschaden etc. abdecken. Aber natürlich nicht die billige von irgendeiner Internetseite. Sowas kostet natürlich und man sollte mit dem Anliegen zu einem Vertragspartner des Vertrauens gehen.
    Mir völlig unverständlich, wie man ein gewerbliches Gebäude mit so teurem Inhalt nicht ordentlich versichert….

  10. Andrej Noworsk sagt:

    Was ich daran nicht verstehe: Wieso wird das Equipment als „zerstört“ deklariert? Auch nass gewordene Elektronik lässt sich noch retten. Natürlich nicht ganz ohne Aufwand, was wiederum einiges an Kosten bedeutet. Aber solange diese „neue Rarität“ im Foto nicht komplett platt gewalzt wurde, sollte man sie auch nicht auf den Müll werfen. Das Ding sieht für mich so aus, als könnte man sie wiederherstellen, selbst wenn man dazu etliche Liter Isopropanol braucht, selbst wenn an einigen Stellen neu gelötet, Bauteile ausgetauscht werden müssten oder ähnliches. Ich lebe selbst in einem der betroffenen Gebiete, und was da in den letzten zwei Wochen am Straßenrand stand und als Sperrmüll bezeichnet wurde, war schier unglaublich. Das sah zum Teil fast neu aus, hier sind auch etliche polnische Kleinlaster und sogar größere LKW durchgefahren und haben sich alles geschnappt, was noch halbwegs in Ordnung ausgesehen hat. Möbel natürlich nicht, oder Teppiche, die sind nun wirklich unbrauchbar, wenn sie einmal nass geworden sind. Aber von Elektrogeräten, weißer Ware etc. dürfte mittlerweile einiges in diversen Ländern angekommen sein.

    • Edgar Marton sagt:

      Kann ich auch für Ungarn bestätigen. Hier gibt es alljährliche Hausratssammlungen die gerne auch Audioelektronik recyclen. Das sind enorm gut vernetzte Zigeunerclans die das alles abholen (alte Server aus meinem Studio etc) nach Miskolc in ein „Reparaturzentrum“ bringen und dann lässt sich alles in speziellen Zigeunerstrassen und -märkten für wenig Geld kaufen. UND das ist auch Musikequipment bei… UND ich bin mir sicher das die Worte Recycling und Nachhaltigkeit den Zigeunern völlig unbekannt sind. Wir schmeissen einfach voreilig zu viel Elektronik weg die mit ein wenig Arbeit wieder aufbereitet werden kann. Das machen die Holländer nit Ihren DIY Reperaturpunkten besser…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.