Dave Smith war umtriebig. Auf der NAMM zeigte er den OB-6, einer Anpassung des Prophet-6 mit den Filtern und Oszillatoren und sogar den VCAs des Oberheim SEM. Dies kam durch eine direkte Zusammenarbeit mit Tom Oberheim zustande.

Nun scheint Dave Smith erneut eine Zusammenarbeit mit einer namhaften Firma oder Person aufzunehmen. Sein persönliches Umfeld sind nach seinen eigenen Aussagen in früherer Zeit neben Tom Oberheim auch Don Buchla und Roger Linn. Die Zusammenarbeit mit Linn brachte den Tempest, eine Drummachine. Was läge nun nahe? Natürlich eine Zusammenarbeit mit Buchla. Dieser ist sicher nicht so bekannt wegen seiner „Filter“.

Ein Buchla-Dave-Smith wäre sicher nicht im Rahmen der klassischen Arbeit von Dave Smith und Don Buchla einzuordnen, auch wenn Letzterer am Oberheim OB-MX mitarbeitete, da Tom Oberheim seinerzeit bereits schon nicht mehr im Besitz des Namens „Oberheim“ war. Anders gesagt, es sieht mehr so aus, als sei eine weitere Zusammenarbeit mit anderen Herstellern dann perfekt, wenn man kompatibel ist. Dave Smith hat die Plattform des OB-6/Prophet-6, der mit anderen Oszillatoren, VCAs und Filtern ausgestattet werden könnten. Die aktuelle Lösung im OB-6 sieht so aus, dass die Filter-Module ähnlich wie SIMM-RAM-Bausteine in sechsfacher Ausführung umgesetzt werden können.

Der Hersteller, der von so etwas sehr gut profitieren könnte, wäre Moog. Ein polyphoner Moog wird von Moog seit Bestand der neuen Firma mit dem klassischen Namen nicht angeboten und ist auch aufwendig. Dave Smith hat die Plattform und die Möglichkeiten. Viele würden einen neuen Memorymoog gern sehen. Dieser wäre strukturell sicher deutlich anders als das Original, aber der Klang eines Moogs könnte mit der möglichen Technik von Smith und der Zusammenarbeit mit Tom Oberheim vergleichsweise gut einen DaveMoog bauen. Kaum eine andere Zusammenarbeit wäre so reizvoll. Aber es gäbe noch etwas abseitige andere Ideen, nämlich wenn Dave Rossum von ehemals Emu die Z-Plane-Filter in die DSI-Technik integrieren könnte. Beide sind sehr gute Ingenieure, die genau das können, Rossum hat auf der NAMM seine Filter als Euro-Rack-Module vorgestellt.

Es ist sicher möglich, davon 6 Module für den Prophet-OB-6-Prototypen zu konstruieren und vielleicht auch die Funktionsgeneratoren statt der bisherigen ADSR-Hüllkurven anbieten als Krönung, eine Filter-Version mit Z-Planes würde jedoch leichter zu integrieren sein. Sicher wären auch Arturia und Steiner-Parker interessante Partner, aber die Fusion und das Aufsehen wäre wohl bei Moog am größten und die Bereitschaft zu kaufen ebenso. In Foren wird auch über die Filter des Yamaha CS80 spekuliert, die durchaus den Vangelis-Zauber bringen würden. Yamaha ist der vorige Inhaber des Namens Prophet/Sequential und könnten durchaus gnädig sein mit Dave Smith, jedoch halten wir das für die eher dritte Wahrscheinlichkeit.

Eine, die jedoch ähnlich interessant wie die Zusammenarbeit mit Moog wäre. Andere Firmen, wie etwa Waldorf, wären ebenfalls eine Option, da diese ohnehin schon immer Hybrid-Meister waren, jedoch wäre ein Waldorf Rahmen mit Wavetables sicher interessanter als ein Propheten-Rahmen mit Waldorf-Filtern. Bevor die eher absurderen Ideen ausgepackt werden – viel Spaß mit dem Gedanken an den DaveMoog und wie es sein könnte, einen solchen mehrstimmig spielen zu können.