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Die Bedienung ist nach dem ersten Eindruck ohne Handbuch möglich  ·  Quelle: Screenshot gearnews

Ein Fuzz gehört doch seit Jahren schon zum guten Ton von Musikern. In DAWs sind musikalisch klingende Plugins aber eher Mangelware. Audio Damage veröffentlicht mit dem FuzzPlus3 ein Plugin, das neben kranken, selbstoszillierenden Sounds auch richtig gute Klänge für Gitarre und Bass auf Lager hat.

Das Plugin selbst ist sehr einfach aufgebaut und braucht keine Bedienungsanleitung. Links befindet sich ein resonantes Low-Pass Filter mit Reglern für die Frequenz und die Resonanz – klanglich soll es dem analogen MS20 Synthesizer nachempfunden sein. Mittig befindet sich ein großer Distortion-Regler, der von „fast-nix“ bis „zuviel“ alles kann, wobei zwischen 20 und 100% sich klanglich eher weniger tut. Rechts davon befinden sich zwei weitere Regler: Feedback und Level.

Der Feedback-Regler leitet den Output des Plugins wieder direkt in den Input, was am Ende richtig interessante Klänge produzieren kann. Augenmerk ist wirklich auf kann, denn hier sind auch krankere Sounds möglich, die manch einer als Störgeräusch bezeichnen würde. Für andere ist es Kunst. Über den Reglern wird die aktuelle Schwingung grafisch dargestellt. Mehr ein optisches Gimmick als wirklicher Nutzen.

Ich finde, das FuzzPlus3 ist ein geniales Plugin, das sich auf jeden Fall einen Platz in meinem VST-Ordner gesichert hat. Gerade vor meinem (virtuellen) Gitarren-Amp macht er eine sehr gute Figur. Der Hersteller betont außerdem, dass das Plugin auf der OpenGL Grafikschnittstelle aufbaut. Welchen Vorteil außer der immer wiederkehrenden Animation beim Öffnen des Fensters hat, ist mir nicht ganz klar. Sie ist zwar nicht lang, irritiert mich aber, wenn ich etwas justieren möchte und die GUI sich erst einmal zurecht schiebt. Angesichts des Preises ist das für mich aber kein Ausschlusskriterium. Zumal es nicht nur Mono oder Stereo kann, sondern bis zu acht Kanäle unterstützt, sprich bis 7.1 Surround.

Das Audio Damage FuzzPlus3 ist kostenlos als VST, VST3 und AU in 32 und 64 Bit für Windows und OS X erhältlich. Zum Download geht es hier entlang.

Da das Plugin jedoch so brandneu ist, gibt es bisher kaum Hörbeispiele im Netz, jedoch ein Video auf einem Elektro-Beat.

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