Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten
Vox Fender Tweed Orange Dumble Sound Vergleich Videos

 ·  Quelle: Thomann / Reverb

Du spielst mit Sicherheit einen Verstärker – es ist erst einmal egal, welchen. So ziemlich alle basieren irgendwie auf älteren und bewährten Schaltungen mit ihren typischen Eigenheiten im Klang. Aber auch Effektpedale werden oft als „Amp X/Y in a Box“ bezeichnet, besonders auffällig in letzter Zeit war der legendäre Dumble in a Box. Doch was hat es eigentlich mit diesen Bezeichnungen auf sich?

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Rhett Shull

Netterweise müssen wir hier nicht nur auf Wörter zurückgreifen („Klänge erklären ist wie Architektur tanzen“ oder so ähnlich), sondern können anhand der Videos des Youtubers Rhett Shull näher auf die Klänge eingehen. Er hat zu jedem charakteristischen Sound ein ca. Viertelstünmdiges Video gemacht, zeigt die Sounds und erklärt gleich noch etwas von der Geschichte.

Nimm dir also gern mal eine Stunde Zeit (4 x 15 Minuten), mach dir einen Tee, Kopfhörer auf und los gehts. Es lohnt sich definitiv. Und selbst, wenn du schon alles weißt und die Sounds sowieso ab der ersten Sekunde von anderen unterscheiden kannst, dann sind die Videos auf jeden Fall dennoch unterhaltsam.

Vox Sound

Was ist eigentlich DER Vox-Sound? Ganz so einfach ist das nicht. Allerdings sind damit meist mehrere Komponenten gemeint: AC15 und AC30 als Combos mit den Celestion Blue Bulldog Speakern, die von etlichen Größen der Rockgeschichte gespielt werden, Brian May (Queen), Beatles und U2 sind nur einige der Vertreter.

Ich finde die Amps im Clean immer etwas bedeckt, jer mehr Dampf man gibt, umso mehr „chime“ liefern sie, ich finde es teils etwas „telefonig“, wenn man mit der „falschen“ Gitarre rangeht. Aber ich lass lieber die Videos sprechen. Und den hervorragenden Artikel von den Kollegen von Bonedo, wo auch das zweite Video herstammt.

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Orange Sound

Für mich bedeutet Orange eigentlich Stoner Rock, dabei ist das nur die halbe Wahrheit. Der bnritische Amphersteller ging aus einer Spaltung der Firma Orange Matamp hervor und ging den Weg der Massenware, während Matamp weiter individuelle Amps fertigte und auch dem Ursound meist treu blieb. Orange machte mehr Experimente und fasste deswegen mit den Thunderverb und Rockerverb-Modellen auch im „klassischen“ Rock und Metalbereich weiter Fuß. Es ist also mehr als nur OR-Amp und Fu Manchu. Neben der einfachen Bedienung der Amps gibt es eben auch recht typisch britische, je nach Box, etwas über-brizzelige Zerrsounds, mit der richtigen Box aber genau richtig.

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Tweed Sound

In der „Neuzeit“ verbindet vermutlich fast jeder Gitarrist den Tweed-Sound von Joe Bonamassa, einem, sagen wir, umstrittenen Bluesgitarristen. Man liebt ihn, oder nicht. Ohne Frage ist er aber technisch einwandfrei und ein richtiger Nerd, was alte Gitarren und Amps angeht. Er sammelt alles, was alt ist, vor allem aber Tweed-Amps. In allen Formen, Farben – aber immer in gutem Zustand.

Tweed bezeichnet eigentlich keinen Sound, sondern eher der Bezug der damaligen Fender-Amps mit Tweed-Stoff statt Tolex. Das war damals eben der letzte Schrei und optisch auch aus jetziger Sicht zeitlos. Und vermutlich gäbe es ohne diese Amps keine Rockmusik. Der Sound ist sehr dicht (komprimiert), recht mittig, ich finde es sogar fast pelzig, und es fehlen immer die Tiefbässe – an der E-Gitarre gibt es sicherlich Schlimmeres. Vor allem sind sie sehr dynamisch und können wunderschön zerren.

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Dumble Sound

Wenn es eine lebende Legende gibt, dann ist das vermutlich der Dumble. Es ist vermutlich der teuerste Amp der Welt, den es nur noch gebraucht gibt und gerne mal sechsstellig verkauft werden. Richtig gelesen. 100k aufwärts. Manche haben das Gefühl, dass sie schon bei bloßer Erwähnung des Namens direkt arm werden.

Dafür ist der Breakup und Zerrsound vermutlich einer der besten am Markt. Setzt sich im Mix hervorragend durch, ist eigentlich nie unangenehm und steht auch ohne Drums und Bass immer gut da. Dazu kam der Umstand, dass die Schaltung verklebt und unkenntlich gemacht wurde – damit keiner sie kopieren kann. Der Normalzustand bei elektronischen Schaltungen in der Musikgeschichte.

Ob der Preis nun berechtigt ist, oder nicht: Er ist „im Original“ einfach legendär und von vielen gesucht. Es gibt aber einige Amp- und Pedalhersteller die sich dem Sound angenommen haben und sehr viel preiswerter sind. Soldano*, VHT, Way Huge, Joyo, MXR … wir haben dem Thema sogar einen eigenen Artikel gegönnt. Es lohnt sich.

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Dein Favorit

Welcher Sound ist dein Favorit? Oder ist der gar nicht dabei? Ich selbst sehe mich eher im Marshall Plexi Lager, auch wenn der ganz ursprünglich eine veränderte Tweed-Schaltung ist. Für mich bietet der Amp mit meiner Jazzmaster genau das, was ich von meinem Verstärker erwarte. Sonst stehe ich aber auch auf den Twin Sound, würde mich also wohl bei Tweed einordnen, auch wenn der Twin nur bedingt da reinzählt.

Ich hoffe, dass Rhett Shull noch viele dieser Videos macht. Offen sind noch Marshall, Mesa Boogie, „Brown“ … und noch mehr. Welcher fehlt dir noch?

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2 Antworten zu “Die wichtigsten und besten Videos über Amps im Netz?!”

  1. Christian Busch sagt:

    Das sind die besten Amp-Videos für nicht Metaler, Ola Englund ist das besser in dem Bereich ;-)

    • claudius sagt:

      Stimmt. Für Metaller gibt es bessere Amps, aber es wäre falsch zu sagen, dass die Amps nicht auch „Metal“ machen könnten. Manche leichter als andere. ;)

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