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Behringer System 100

Behringer System 100  ·  Quelle: Behringer / YouTube

Behringer System 100

Behringer 182 Sequencer und 110 Synth Voice Module  ·  Quelle: Behringer / YouTube

Behringer System 100

Behringer System 100  ·  Quelle: Behringer / YouTube

Behringer hat zur NAMM 2020 das System 100 Modularsystem angekündigt. Insgesamt gibt es elf neue Eurorack-Module, die auf dem Roland System-100M von 1975 basieren. Nach diversen Teasern und Ratespielen haben wir nun Gewissheit: Das Behringer System 100 kommt tatsächlich.

Update: Neue Videos zu den einzelnen Modulen wurden von Behringer veröffentlicht (siehe unten).

Behringer System 100

Angekündigt hatte Behringer es schon vor langer Zeit – jetzt scheinen die Eurorack-kompatiblen Module des System 100 tatsächlich fertig zu sein. Insgesamt elf Module des Roland System-100M Modularsynthesizers hat Behringer geklont, wie üblich sehr nah an Ausstattung und Look des Originals. Wie die Roland-Originale haben viele der Module eine doppelte Auslegung. Diese Module hat Behringer angekündigt:

  • 112 Dual Oscillator mit drei Wellenformen, PWM und zwei Sync-Modi
  • 121 Dual Filter mit einem 3-Kanal-Mixer pro Filter
  • 130 Dual VCA, ebenso mit zwei 3-Kanal-Mixern
  • 140 Dual Envelope mit drei Ausgängen pro ADSR-Hüllkurve, sowie einem triggerbaren LFO mit Phasensynchronisation
  • 173 Gates mit vier Audio-Gates und sechs vierfach gepufferten Multiples
  • 297 mit dualem Portamento-Controller und zwei unabhängigen CV-Mixern
  • 150 mit Ringmodulator, zwei Rauschgeneratoren, synchronisierbarem LFO und Sample&Hold
  • 172 mit 6-Step-Phaseshifter, Analog-Delay, LFO und Gate-Delay
  • 305 Ausgangsmodul mit parametrischem 4-Band-EQ, 4-Kanal-Mixer, Line- und Kopfhörerausgängen und Tuning Oscillator
  • 182 Analog Sequencer: 2 x 8 Steps oder 1 x 16 Steps, Tempo, Portamento und Gate Time
  • 110: Komplette Synthesizerstimme mit VCO, VCA und Filter in einem Modul

Von den ursprünglich einmal angekündigten Modulen fehlt bislang also nur der parametrische Equalizer 174. Aus den jetzt präsentierten Modulen kann man einen vollständigen modularen Synthesizer bauen, oder einzelne Module als Ergänzung zu einem semi-modularen Synth wie dem Behringer Crave oder Neutron oder einem bestehenden Eurorack-System nehmen. Es klingt zudem so, als würde Behringer weitere Eurorack-Module planen – man darf gespannt sein, ob das dann Eigenkreationen oder wieder Klone von erfolgreichen Produkten anderer Hersteller sein werden.

Behringer System 100

Behringer 182 Sequencer und 110 Synth Voice Module

Preise und Verfügbarkeit

Was die Module des Behringer System 100 kosten werden, hat der Hersteller bisher nicht verraten. Man darf aber davon ausgehen, dass sie deutlich günstiger sein werden als Rolands eigene Neuauflagen des System-500. Auch den Erscheinungstermin wissen wir bisher nicht. Manchmal vergeht ja noch eine ganze Weile, bis es Behringers angekündigte Synthesizer dann tatsächlich zu kaufen gibt, manchmal geht’s aber auch sehr schnell. Wir halten euch auf dem Laufenden!

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13 Antworten zu “Das Behringer System 100 kommt – neue Videos sind online”

  1. aha, nu is die katze aus dem sack. aber was is nun mit der RD9? war das n luftballon?

  2. phonic sagt:

    naja, haut mich jetzt nicht aus dem hocker.. wird aber sicher einigen leuten den einstieg ins modularreich käuflich erleichtern

  3. bernd sagt:

    so wie man Behringer kennt wird jedes Modul 99,90€ kosten:-)!!!

  4. MaLu sagt:

    Am Ende steckte hinter den ersten 3 Teaser-Videos der letzten Tage also eine Art Rechenaufgabe:
    ROLAND (Tr606) + (Moog) MODULE + 100M(-Lauf) = Roland 100m Modul-Clones
    …raffiniert die Füchse bei B

  5. Humpink sagt:

    Stand nicht mal irgendwo dass alle Behringer Eurorack Module maximal 100€ kosten werden?

    • Ja, zwischen 49 und 99 Euro.

      Bin kein Modularfreak, hoffe aber auf Module, die Möglichkeiten bieten, die man mit einem normalen Synthie nicht hat. Vielleicht etwas, das sich in einem herkömmlichen Synth nicht lohnt, weil es zu speziell ist. Eine dedizierte Chormaschine, ein Modul extra für Flötensounds, oder ein 4-Spur-Recorder mit einem analogen Kassettenfach (von mir aus auch eine Simulation) und Parametern für die Bandgeschwindigkeit, Bandalterung, Vinylcrack und derlei Soundmanipulationen, dazu etwas zum Layern von Sounds, etwas nach Art des ‚Massive‘ von NI oder ‚Clouds‘ von MI, verrückte Hall-Echos mit Granular eben und etwas wie ‚Esion‘ aus dem App Store. Dies alles miteinander verflechten können, so dass irre Soundlandschaften entstehen, und das alles anhand von ein paar Modulen, die man direkt in einem Kasten vor sich hat.
      Auch Vocoder fände ich in Modulform toll. FM-Synthese mit anderen Synthesen und Samples untereinander beliebig vermischen können.
      Dann brauche ich mir auch kein iPad mehr anzuschaffen. Die meisten Synthesizers langweilen mich, weil sie sich ziemlich gleich anhören. Bin auch eher Stringer Fan. Von Modulen erhoffe ich mir zumindest viel mehr Ver-rücktheiten von konventionellen Maßstäben. Wenn daraus nur ein normaler Synthie entstände, würde mich so ein Modularsystem nicht tangieren. Den Reiz üben ausschließlich die Besonderheiten aus, die mir völlig andere Klangerlebnisse ermöglichen.
      Denke ich an einen Logan Vocalist im Rackformat, würde ich mir weitere Parameter wie in der Software von Synth Magic wünschen, die das ohnehin fantastische Original sogar innovativ verbessern. Diese Effektmodule wären dann auch gleichzeitig für andere Gerätschaften verwendbar.

      • Kobi Kobsen sagt:

        Etwas das mit normalen Synths nicht geht, trifft wohl fast auf jedes Modularsystem zu.

      • Müller sagt:

        Ehrlich gesagt gibt es das alles als Module allerdings nicht von Behringer, und das was dieses und das Moog System angeht sind das Nachbauen aus den 70zigern. Da gab es noch keine digitale Musik und schon garnicht aus irgend einem Modul. Das war alles streng analog. So kannst du von den Behringer Modulen momentan keine Innovationen im digitalen Bereich erwarten. Also 8 bit Chip sounds und wavetables und so Sachen sind Fehlanzeige. Dafür gibt es den original Tangerine Sound von damals und der lässt sich kaum simulieren. Ja ehrlich gesagt klingen alle simulationen für sich genommen alle sogar sehr gut, jedoch weit entfernt von dem klassischen Tangerine Sound. Also eine andere Welt. Die meisten haben jedoch keine Vergleichs Möglichkeiten und sind daher Ahnungslos. Also abwarten und Bier trinken oder Kaffee geht auch.

  6. jomo sagt:

    Könntet Ihr evtl einmal die geupdateten Bereich des Artikels kenntlich machen? Immer etwas verwirrend wenn alte Artikel als aktuelle News auftauschen.

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