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Zukunft Synthesizer - wie wird Synthese morgen sein

Zukunft Synthesizer - wie wird Synthese morgen sein  ·  Quelle: Moogulator Archiv

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Was kommt nach dem Synthesizer? Welche Klänge und Möglichkeiten erwarten uns in der Zukunft? Ist alles „Retro“ oder gibt es noch echte Innovationen? Diese Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten. Die Vision für die Klangforschung morgen – alles KI oder echte Synthese-Innovationen?

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Synthese – Wie klingt die Zukunft?

Wenn man den Trends folgt, findet man jede Menge KI, eine Reihe verbesserter subtraktiver Synthesizer „alten“ Stils, neuere analoge Synthesizer und einige Versuche, die alle paar Jahre immer mal den Vorteil der digitalen angeglichen werden oder einfach mehr Synthese-Funktionen oder Modulatoren haben.

Was könnte der wirklich musikalische Sound der Zukunft sein, sehen wir von reinen Noise-Maschinen und spezialisierten Drone-Synths ab – Was würde ein heutigerFairlight„, also ein High-End Synthesizer können müssen? Etwas, wie Synclavier, Technos, Crumar GDS, Con Brio oder andere teure Angebote für große Studios, die die maximale Machbarkeit mit Rechenkraft herstellen kann?

Fairlight CMI - damals die Zukunft!
Fairlight CMI · Quelle: Wikipedia

Es überrascht vermutlich keinen, dass die meisten wirklich neuen Ideen erst einmal in Software passiert. Als nächster Schritt wird ein Teilaspekt der Synthese in einem Eurorack-Modul angeboten. Seit 1-2 Jahren wird auch wieder beobachtet, dass es wieder mehr kleine Desktop-Ideen von bisherigen Eurorack-Herstellern gibt, die Effekte bis hin zu ganzen polyphonen Synthesizern von neuen oder kleineren Firmen kommen.

Die Firmen müssen keine Prozessoren oder Hardwareerfinden„, denn faktisch definiert der schnellere Prozessor und zunehmend besondere Rechenmethoden (Neutral Engines, Encoding/Decoding) im Prozessor selbst. Deshalb sind heute Video H264/H265 Formate so schnell zu verarbeiten und ähnlich könnte das mit „Immersive Sound“ und Raum-/Mehrkanalton sein.

Dennoch wird sich mehr als 2 Kanäle für einen Großteil der Anwender schlicht nicht durchsetzen, denn das bedeutet auch mehr Leistung zu benötigen. Ein Surround-Synthesizer wird also weiter eine Ausnahme bleiben – Echt Stereo-Synthesizer hingegen könnten Standard werden. Zudem ist für manche Prozesse der Speicher auch wichtiger geworden, allerdings eher für KI als durch Synthese-Engines. Zumal für Synthesizer weniger Sprachmodelle sondern eher Muster und Berechnungen und sehr stumpfe gleichförmige aber schnelle Mathematik wichtig sind, hier würde die Mehrkernberechnung mit niedrigstens Latenzen am meisten bringen.

Auch heute sind einzelne Stimmen oft noch auf einen Kern angewiesen. Baugruppen trennen ist jedoch möglich. Also wird auch in mittlerer Zukunft die Single-Core Geschwindigkeit für Synthesizer viel vorgeben.

Oberheim Matrix-12 Modulation Zukunft und Vergangenheit
Oberheim Matrix-12 Auswahl an Modulationsquellen – jede Menge! · Quelle: Moogulator

Jede Software hat heute oft eine ähnliche Menge von Modulationsquellen wie ein Xpander von 1984, dazu kleine ModulationsSequencer und ähnliches (z.B. NI Massive, Arturia Pigments etc). Das kann auch zum Hardware Standard werden. Aus ähnlichen Gründen hat Buchla übrigens 5 Steps eingebaut, um den Modulationscharakter zu betonen – damit keiner auf die Idee kommt, nur Melodien damit zu erzeugen, was mit Moog und ARP hauptsächlich gemacht wurde.
Casios CZ Serie hatte ebenfalls 8-stufige freie Hüllkurven. Es ist technisch also schon lange kein Problem mehr. Die Zukunft hat schon lange begonnen, man hat da nur einfach gern auf Bedienelemente zugunsten sehr niedriger Preise verzichtet.

Zukunft: MSEGs im Pop-out-Fenster einzeichnen
MSEGs einzeichnen · Quelle: Bitwig

Die Werbung für wirklich neue Synthese wirbt teilweise mit neuronalen Strukturen, KI oder etwas diffuserem was „gut klingt“ oder auch „wissenschaftlich“ wirkt. Auch mit bodenständigen Elementen wie Filter, Klang und auch „alten“ Werten. Es gab schon früher Ansätze wie den Hartmann Neuron, der andere neue nie gesehene Parameter anbietet als subtraktive Synths, allerdings haben die meisten auch einen kleinen „Standard-Synthesizer“ anhängend eingebaut, weil man das einfach kennt (Filter, Lautstärke-Steuerung, Stereo, Modulationsquellen wie LFOs, Hüllkurven).
Natürlich werden „LFOs und Hüllkurven“ weiter eine Rolle spielen und – um es klar zu sagen – „nach dem Synthesizer“ kommt keine Ablösung – es bleibt ein smarter und interessanter Synthesizer, den wir in 10 Jahren spielen werden.

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Ein Knopf für sehr Vieles

Die Beherrschung und Bedienung in jamtauglicher Weise eines sehr komplexen Systems, etwa der FM-Synthese oder additiver oder spektraler Methoden, hat dazu geführt, dass einige wenige „Klanglabore“ angeboten werden, die oft mehrere Methoden anbieten. FM, Physical Modeling, Granular und selbstverständlich zunehmend Wavetables, Sync, Shaping. Der Vorteil solcher 1-4 Parameter-Synthesizer ist Einfachheit und dennoch komplexe spannende Sounds. Der Nachteil kann sein, dass es eine Menge Details gibt, die du nicht erreichen oder ändern kannst.

Durchgesetzt und technisch extrem verbessert haben sich meist digitale Synthesizer, die dem Nutzer oft eine kleine Menge Parameter anbieten, die etwas komplexeres abbildet. Kombinationen bieten das beste aus allen Welten, wie der hybride Korg Minilogue XD mit seinem Digital-Wechsel-Oszillator. Ihm kann die Community sogar eigene Oszillatoren hinzufügen und anbieten. Das traut sich allerdings nicht jede Firma.

Weitere Beispiele sind Arturias „Freaks“ (Minifreak, Microfreak), der Mayer Vibes aber auch die Macro Page-des Waldorf Iridium. Sie alle versuchen komplexe Bewegungen auf einen Knopf zurück zu führen. So könnte hinter so etwas auch ein wildes System aus „16 Operatoren“ … bis hin zu „Modeling“ oder Kombination stehen, den man über eine kleine Reihe von Parametern steuern kann.

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Korg Minilogue XD Module
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Arturia MiniFreak
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Arturia MicroFreak
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Im Extremfall ist es sogar nur ein Knopf, der alles macht, wie beim Streichfett oder wie dem Cyma RND, wo FM, Karplus Strong, Noise und additiven Elementen eingesetzt werden. Ja, genau – man nutzt zunehmend einfach alles, was man kennt und umsetzen kann.

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cyma forma RND
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Das Prinzip dahinter ist keinesfalls neu, so etwas gab es schon beim Korg Z1 mit „Multisynthese“ und Endlos-Encodern, die bis zu 5 Parameter pro „Knopf“ steuern mit Regelbereich und ähnlichem. Heute sind auch Synthesizer wie der ASM Leviasynth mit seiner 8-OP FM Engine mit so einer MacroAbteilung ausgestattet namens „Env Level Bias„.

ASM Leviasynth
Leviasynth · Quelle: ASM

So etwas in der Art gab es aber auch schon am Yamaha DX-200 oder Native Instruments FM8, als es noch FM7 hieß.

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ASM Leviasynth Desktop
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Das für Physical Modeling ebenfalls „eine Reihe Fantasie Begriffe“ oder auch passende Begriffe für das Gesuchte, gebraucht werden. Synthesizer wie der Anima Synth von Victorien Genna zeigen das gut. Das Ergebnis für den Nutzer fühlt sich an wie etwa das der Arturia „Freaks“, wo drei Parameter „einer Synthese“ angeschlossen sind und man auch ohne tiefes Wissen den Klang verformen kann. Noch mehr vorweg nahm diese Idee der Hartmann Neuron, der mit Begriffen wie „Glas oder Holz“ bis „Flüssigkeit“ aufwarten konnte. Davon gab es etwa 13, die allerdings ein Sample mit voriger Berechnung verwendet haben. Die fließende Bewegung ist heute bei weitem flüssiger und zusammenhängender und auch übersichtlicher als noch beim Yamaha VL-1 bzw. VP-1

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Jede Synthese schon durch-erfunden?

Seit den ersten theoretischen Erkenntnissen über Synthese gibt es eine Menge Methoden, die nur besser wurde. Die „Physik“ der Synthese ist faktisch gut belegt seit Jahrzehnten. Die faszinierenderen sind die komplexen und nicht ganz so bekannten, wie Resynthese, Granular, Spectral und natürlich eine koordinierte additive Synthese. Es sind auch algorithmische Grundlagen möglich neben Samples und festen einfachen Wellenformen.
So werden Wavetable-Synthese und Sampling wieder etwas, wo Samples oder Wellenformbereiche in mathematische Beschreibungen umgesetzt werden. Und die Methoden, aus der die Synthese kommt wird weiter.

So gibt es sogar einen Synthesizer, der auf Basis von Seifenblasen und Schaum (Foam) funktioniert. Interessant wird es, wenn die Kügelchen in großer Menge auf die Membran prasseln (hinten im Video)…

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Eine andere berechnet sich aus Federsystemen, was auch viel durch die Musik-Blog-Welt geisterte. Damit sind wir in der wunderbaren Welt modaler Synthese und Physical Modeling.

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Auch das hier präsentiert gut, wie so etwas heute aussehen und klingen kann – Der Anukari 3D Physics Synthesizer

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Cool ist, dass es absolut keinen Unterschied gibt, ob das auf dem Rechner, in Hardware oder auf dem iPad läuft. Die Zukunft interessiert sich nicht dafür. Roland oder Korg als große Firmen machen das schon lange mit ihren Synths (System 1m, Multipoly etc).

Latent Space

Die Zukunft wird wohl der Aufbruch der Grenzen sein. So wie Wavetables nur als Speicherkompromiss gedacht waren, oder Waveshaper eine ziemlich kluge Idee sind, um komplexe Klänge mit faktisch nur einer Modulation zu erzeugen und die Kurze selbst malen. Aber – das ist alles irgendwann nur dann sinnvoll, wenn man weiss, wie eine Kurve auszusehen hat, um gezielt etwas zu erreichen. Mit dem Zebra 3 könnte man so etwas auch gleich ganz ohne Samples bereit stellen und nicht weit ist dann die Idee, die Waves oder Shaper aus einem Audio oder einer Klangbeschreibung heraus zu berechnen.

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Das Wort KI muss hier nicht fallen, dennoch wird ab einer gewissen Tiefe etwas ähnliches eine Hilfe sein. Eine Verbindung. Latent Space wäre der Begriff für KI Elemente aus dem Bereich „Big Data“ oder „Machine Learning“, was etwas besser trifft, was hier passiert. Es sind keine LLMs. Mustererkennung, finden von Dingen die zusammen gehören. Das ist einfachst ausgedrückt.

Aber es reicht, um es einzuordnen, was die Zukunft eines Teiles von Sounds und Sortierung von Waves und Stücken von Sounds für „Morphing“ oder Bearbeitung bringen wird. Koordination wäre der korrektere Begriff.
„Morphing“ steht synonym für sämtliche fließende (eher mathematische) Veränderungen von Wavetables über Samples bis zu Umblendung von all diesen Elementen. Es wäre also denkbar, dass es reicht, beispielsweise den Anfang und das Ende eines Klarinettensamples zu kennen und die Idee dazu zu erkennen und dem sogar noch einen vollkommen neuen Aspekt hinzuzufügen.

Neuronale Netze können zu dem nächsten Stand der Berechnung führen, DDSP ist das Kürzel dafür. Das erste D ist für „Differentiable“ und DSP steht weiter für Digitaler Signal Prozessor. Google hatte das vor 10 Jahren schonmal experimentell vorgestellt.

Neuronale Verbindungen sind einfache Netzwerke, die die Presse sehr gern mit Gehirnen vergleicht – es ist aber nicht ganz so einfach – aber es gibt einige, aber nicht sehr viele Klanggeneratoren auf so einer Basis – und das sieht dann so aus. Dies ist SSNN von sonicLaB.

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Nicht selten sind aber auch analysen von Frequenzbändern nicht weit.

Und dann war da noch modale Synthese. Das ist faktisch eine Untergruppe der Physical Models, wenn man ohne Koordination etwas aufbauen würde, würde das so aussehen: Man würde eine Reihe von feinen Filtern als Resonator einbauen und die Filter in eine Beziehung bringen. Ähnlich in größeren Anordnungen gibt es Pitch-Shifter, Phasenschieber und Waveguide-Elementen (meist Delays mit Feedback) in Modaler Synthese.

Das Beispielvideo hier zeigt, dass zwar etwas interessantes dabei „raus fallen“ kann, gezielt und aufeinander koordiniert damit arbeiten wäre jedoch sinnvoller. Also – das hier ist eigentlich streng genommen weder Physical Modeling noch Modale Synthese, sowas wird es wesentlich mehr bei der Koordination wie oben mit den Federsystemen.

(Es macht viel Spaß so die Ideen zu testen, es kann in Zukunft dennoch eher sein, dass die Steuerung und Kernidee wichtig ist und die wirklich beeindruckenden Ergebnisse bringt.)

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Immer wieder Rückkehr das alte Konzept von spektralen Analysen. Es gilt schon seit vielen Jahren als „Zukunftssounds“, was es auch von izotope und vielen anderen Firmen in Variation gibt.

Spektral ist die Zukunft?

UIsynths Metasynth ist so etwas wie einer der Ur-Väter von einzeichenbaren Spektral-Synthesizern. Das muss aber nicht die einzige Form der Zugabe sein, denn das hier ist wirklich die simpelste Form der damaligen Zukunft. Zebra und Co. sind durchaus weiter, denn das arbeitet inzwischen spektral. Auch additive Ideen müssen stark koordiniert werden, um nicht „langweilig“ zu sein. Der K5000 von Kawai war zwar sicher nicht langweilig, aber er zeigte durchaus, dass so etwas auch heute noch schwierig sein kann.

Alchemy in Logic und auch Razor von NI war ein entsprechender Ansatz der 2000er Jahre, die allerdings verschieden funktionieren, eines simuliert „analog“ und überträgt es auf additive Macros (so wie FM mit dem Korg DS8 „simuliert“ wurde – Alchemy lässt sehr viele Einstellungen zu und kann Resynthese und damit Audios analysieren. Ebenso Cube von Virsyn. Hier einige Beispiele und Klänge:

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Ohne KI und ohne Magie – gibt es schon länger Sumu, was auf spektraler Basis arbeitet. Auch hier hängt eine Art Buchla-Grundsystem hinter dem Spectralen Bereich – und damit wird er einfacher bedienbar und kann dennoch komplexere Sounds anbieten. Sein Bruder „Aalto“ ist hingegen puristischer, dennoch weisen beide in die Zukunft und waren ihrer Zeit voraus. Gegenwart als Beweis.

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Etwas spielerischer ist dies. Der Solstice von Minuit. Hier gibt es keine Spektren, die man „sehen“ kann sondern Waben und Abteilungen, man versuchte hier also kreativ einen bedienbaren Weg zu finden.

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Fast schon klassische Arbeit mit Punkten auf der Linie wie im Synclavier V von Arturia oder Regen von Synclavier NED und als Morphing zwischen Spektren gibt es Virsyns Cube 2. Sie alle bringen noch immer sehr futuristische und wirklich neue Klänge hervor.

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Wie sowas funktioniert – und man kann hier jeden einzelnen Punkt in Zeit und Frequenzspektrum neu setzen. Das war „früher“ – heute geht so etwas auch mit unendlich vielen Bändern und Auflösungen. Dies soll zeigen, wo wir sind und das empfunden die Zukunft hier besonders nahe erscheint, da zB. auch Virsyn und U-He einfach die Anzahl der Spektralbänder einstellbar machen, können wir hier schnell auf 16k oder auch 65K einzelne Bänder (Frequenzen) kommen, mit der alten Technik.

Morgen wird das alles in mindestens 24-32 Bit ablaufen und analysiert Samples und erkennt Tonhöhen und Klangänderungen. Und es wird nicht mehr nötig sein sehr komplexe Einstellungen zu machen. Teil-Presets, Macros und Anpassungen darüber werden das Verfahren der spektralen und additiven Ideen verbessern. Am Bildschirm können Spektren mittels Farben und Strukturen auch optisch erfassbar werden.

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Das obige beschreibt auch Ultra mit kurzen Waves in 24 Bit heute schon beeindruckend. So gut kann heute eine Wavetable-Synthese klingen – und auch so „echt“. Morgen wird das besser, denn andere Hersteller wie der Ur-PPG und Waldorf könnten es weiter entwickeln. In Software geht noch viel mehr.

Das gibt es so in Hardware nicht (oft), aber in Software immer mehr. Dahin wird es eher noch mehr in diese Richtung geben können und die LoFi Welt für die Nostalgie ist technisch auch möglich – Das hat seinen Reiz und wird auch weiter verfolgt werden. Ganz nebenbei gibt es ebenso hochauflösende Waveshaper und Morphing (bzw. Interpolation) auf hohem Level dazu.

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Um das deutlicher zu Ohr zu bringen, so etwas mit so viel geräuschhaften Elementen, ist mit konventionellen Wavetables nicht nachzustellen, deshalb ist es wunderbar, dass wir im Jahr 2026 (und es gibt Updates) leben:

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Andere Wege für neue Sounds und Sequenzen

Übrigens kann es auch andere Zugänge zu Harmonielehre geben. Nicht, dass diese besonders gelungen oder überlegen sei, aber stellverstretend für viele Angebote könnte dies auch anderen den Zugang dazu geben – Generative Sequencer mit allem Wissen, die per Optik helfen, passend mit ihnen zu spielen – lernen ist trotzdem die „beste Idee“

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Es kann sein, dass Synthese „akustischer“ wird. Sie klingt „echter“. und organischer. Als FM neu war, war das gegenüber analogem dynamischer und viel „realistischer„. Es muss auch Wege geben, die neue Klänge ermöglichen. Auch das wird es geben. Wir sind bereit und es wird mehr geben. Software von heute, wie Pigments zeigt das sehr gut. Aber – Arturia selbst zeigen, wohin zukünftige Synthesizer auch gehen können, nämlich mit spezialisierten Angeboten, die eher eine Art Anwahl von Charaktereigenschaften bedeuten.

Ein Eindruck, wie solche Tools generell klingen können findest du hier:

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Niedlich präsentiert und anschaulich zeigt sich hier Knobula Pianophonic. Das Eurorack-Modul ist ein sehr guter Hinweis auf die Zukunft, mit vielfältigen Methoden, digital und in einem Modul. So etwas wird es mehr geben und dennoch nicht dominant sein. Auch dies kann ein Weg der Zukunft sein, einfach zu bedienen, sehr unterwartet. Hier sind nahezu alle relevanten Synthesizer eine Art Referenz.

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Die Bass Zukunft

Was wir vorher kannten, um Bässe zu machen, waren Pulsbreitenmodulation, Filter mit Resonanz recht weit nach unten in den Bassbereich bewegen oder auch ein Hochpass-Filter im MS20 oder Synths, die zwei Filter haben zu nutzen, um etwas anzureichern. Auch in so einem Spezialisten kann man einiges anders machen ohne langweilig zu werden…

Die Magie kommt durch kleine Modulationen einer Tonhöhe, etwas unmerkliches Rauschen oder ähnliches. Noise ist bei vielen Synths nicht einfach nur „Rauschen“ oder etwas gefiltertes Rauschen, sondern alles steigt ein wenig in der Komplexität in dem was man tut, aber einstellen muss man weniger. Der Sweet Spot ist dadurch besser und schneller zu erreichen.

Dahinter steckt auch hier eine additive Engine (bei 2:34) und hier ist einfach nur etwas genutzt worden, was man so nie kombiniert hat – und zack – ist es auch innovativ. Die Bewegung zwischen diesen additiven Mischungen ist morphbar – es heißt nur anders, ist aber Teil einer „alten“ Idee. Die Basis dazu stammt faktisch aus dem Synclavier für die additive Mischung. So etwas werden wir noch viel mehr finden, denn gerade Software muss sich behaupten und noch mehr neue Hardware, die einfach irre viel Konkurrenz hat. So viele Synthesizer gab es „vorher“ nicht in dieser Menge. Es wird also eher schneller weiter gehen.

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Zukunft bodenständig oder extrem anders klingend?

Das ist alles sehr bodenständig, nicht wahr? Vielleicht verläuft auch die Entwicklung eher evolutionär, die Revolution in den ersten Synthesizer-Jahren ist nicht mehr so radikal – man kennt „solche Sounds“ heute eher – aber sie werden immer ausgefuchster.

In Zukunft können sich mit einer Sektion mehrere Bandpässe sich um einen additiven Generator mit 24 Mio Bändern schmiegen mit etwas Modulation und werden dann noch glatt gefiltert mit einer Reihe von Filtern und Filtertypen (da passiert aktuell auch einiges bei der Menge) und die LFO Wellenformen sind ebenfalls eher kleine Sequenzen. Das kann man mit dem Rechner in einer Hardware leicht umsetzen.

Ein Moog Muse hat längst auch komplexere LFO Wellen, beim Minifreak kann man sie „einzeichnen“ und auch wenn die Zukunft wilder sein könnte – es wird spannender. Es spricht auch nichts dagegen, dass analoge Bauteile einbezogen wird. Dennoch werden die Simulationen ebenfalls besser.

Drums in der Zukunft noch spannend?

Auch Drumsounds werden komplexer. Neben der 808 und ähnlichen Angeboten werden danach noch Kammfilter geschaltet und erzeugen dann auch Drums, die zwar synthetisch sind, aber wie echte Trommeln klingen können – aber nicht müssen. Außerdem wird sicher möglich sein prasselnde Impulse und vieles mehr als Klangquellen zu nutzen, damit lassen sich Handclaps besser machen.

Hier ist Teil 1 bereits am Rande seiner maximalen Menge, mehr dazu gern später mehr…

Ausblick…

Und natürlich sind da noch die ganzen Modularen Konzepte, die ebenfalls genau so weiter entwickelt werden. Das fast-code ähnliche Arbeiten mit M4L, Bitwig ist eins davon. Aber auch Live-Coding und vieles mehr.

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Auch verkapselte binaurale oder auch generative Angebote wie von Beatsurfing (Metal) oder Protean V2 von sonicLab liefert eine Reihe interessanter Ansätze von Sounds, wo die Syntheseansätze sehr fließend und spielerisch wirken – auch optisch ist das fast mehr Unterhaltung für den Musiker – rein optisch.

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