von Lasse Eilers | Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten
Synthesizer Easter Eggs

Um das Easter Egg beim OB-6 und Prophet-6 zu finden, muss man handgreiflich werden  ·  Quelle: YouTube / Sequential

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Was macht man zu Ostern? Richtig – Eier suchen! Auch wir begeben uns mal wieder auf die Suche. Denn nicht nur in Games und Software gibt es immer wieder geheime und überraschende Funktionen zu entdecken. Auch bei dem einen oder anderen Synthesizer stößt man mit etwas Glück auf Easter Eggs – verborgene Features, die nur der Osterhase dort versteckt haben kann. Hier kommen ein paar besonders schöne Exemplare.

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Schon einmal haben wir über Easter Eggs bei Synthesizern und Plug-ins geschrieben. Wenn du mehr über die geheimen Pong-Games im Kurzweil K2600 und in der Roland MC-707 oder das Choplifter-Spiel im Teenage Engineering OP-1 erfahren möchtest, klick hier.

Aber es gibt noch viel mehr zu entdecken! Deshalb machen wir uns auch in diesem Jahr wieder auf die Jagd nach undokumentierten Funktionen, geheimen Botschaften und ganzen Synthese-Engines, deren Existenz ihre Entwickler geflissentlich verschwiegen haben. Viel Spaß!

Sequential OB-6 und Prophet-6: Federhall mit ungeahnten Fähigkeiten

Ein besonders schönes Osterei hat Sequential im OB-6 und Prophet-6 versteckt. Bei beiden findet man in der Effektsektion eine Emulation eines Federhalls. Die arbeitet digital – es sind also keine echten Hallspiralen verbaut. Trotzdem kann man mit der Hand gegen das Gehäuse schlagen und den Hall zum Scheppern bringen, genau wie einen analogen Federhall in einem Gitarrenverstärker. Unglaublich, aber wahr: Auf den Platinen der Synthesizer sind extra für dieses „Easter Egg“ Beschleunigungssensoren verbaut. Anscheinend arbeitet bei Sequential ein ganz besonders tüchtiger Osterhase!

Probiert es aus – den Sequential OB-6 und Prophet-6 bekommt ihr bei Thomann*! Der Trick funktioniert sowohl mit den Tastaturversionen als auch mit den Desktop-Modulen.

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Sequential Prophet 6 Desktop
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Synthesizer Easter Eggs bei Mutable Instruments

Viele tolle Ostereier kann man auch in Eurorack-Modulen von Mutable Instruments aufspüren. Wer die richtigen Buttons in der richtigen Reihenfolge drückt, erhält in einigen Fällen sogar ein komplett neues Modul, das etwas völlig anderes macht, als ursprünglich vorgesehen.

In Peaks verbergen sich zum Beispiel diverse mysteriöse Geräusche. Neben verschiedenen Noises und Beeps gibt das Modul im Easter-Egg-Modus auch Sprachsamples von sich, die nach einem Zahlensender klingen.

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Auch Rings enthält einen „geheimen“ Modus namens Disastrous Peace. Dafür muss man die Drehknöpfe auf eine bestimmte Weise einstellen und dann einen der Buttons etwas länger gedrückt halten. Im Easter-Egg-Modus wird das Resonator-Modul zur String-Machine nach Art des Roland RS-09 – inklusive Vowel-Filter, Chorus, Reverb und einem Akkord-Modus mit wählbaren Akkorden!

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Wer bei Braids den richtigen Zeichencode eingibt, darf eine Morsenachricht entschlüsseln:

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Und wer beim Hüllkurvenmodul Stages die richtigen Pins auf der Rückseite des Moduls miteinander verbindet, erhält einen Harmonic Oscillator und eine einzigartige Klangquelle:

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„Pelle’s Mode“ beim Nord Lead

Längst kein Geheimnis mehr ist es, dass die ersten beiden Generationen des Clavia Nord Lead mit „Pelle’s Mode“ eine verborgene, wohl nie vollendete Synthese-Engine auf Physical-Modeling-Basis enthalten. Benannt ist sie nach einem früheren Entwickler der Firma, dessen Geburtsjahr (1965) auch Teil des Codes ist, um sie zu erreichen. In Pelle’s Mode bringt der Nord Lead eine große Bandbreite außergewöhnlicher, metallischer und perkussiver Klänge hervor. Das Ganze funktioniert nur mit dem Nord Lead und Nord Rack 1 und 2; ab dem Nord Lead 2X gibt es „Pelle’s Mode“ leider nicht mehr.

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Welche „Easter Eggs“, die von den Entwicklern in Synthesizern versteckt wurden, haben wir noch vergessen? Schreibt uns gern einen Kommentar!

Frohe Ostern und viel Spaß beim Suchen!

 

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3 Antworten zu “Synthesizer Easter Eggs: Geheime Messages und vergessener Code”

    Marc sagt:
    0

    Nur mal so… und ganz am Rande: Peter Jubel, a.k.a. “Pelle”, ist neben seiner damaligen Tätigkeit für Clavia, heute Nord, auch Mitgründer und leitender DSP-Entwickler von Propellerhead, heute Reason Studios. Man kann mit Fug und Recht sagen, dass er zu den besten DSP-Experten im Musiksektor zählt, der bereits deutliche Spuren in der Audiowelt hinterlassen hat. Sympathischer Typ, der neben qualitativ hochwertigen Algorithmen und SW-Produkten auch dadurch positiv auffällt, dass er nicht durch große Eigenwerbung und Selbstbeweihräucherung in den sozialen Netzwerken präsent ist.

    Keys81 sagt:
    0

    Kein Easter Egg in dem Sinne, aber beim Korg Krome – der ja eigentlich keine eigenen Samples unterstützt – ist es möglich über die SD Karte beim Start (eine kleine Menge) Samples zu laden, wenn sie nur richtig formatiert sind.

    Tai sagt:
    0

    Das Tennisgame im K2000

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