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Buchla-Music-Easel

Buchla-Music-Easel  ·  Quelle: Automatic Gainsay / Synthanatomy

Eigentlich sind Geräte aus den USA auf der Superbooth 2021 eher nicht zu vermuten. Dennoch wäre es möglich, dass wir einen neuen Buchla Music Easel sehen. Es gab schon das Command Module und das klassische System 100 als Wiederveröffentlichung. Nun scheint auch der Easel wieder und neu belebt zu werden. Und das mit neuen Kleidern. Und er kann mit Euroracks „sprechen“.

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Buchla Music Easel

Dieser neue Easel ist in einem anderen Koffer als gewohnt und mit Firmenprägung verbaut – im Vergleich zum alten Klassiker. Er ist ein bisschen breiter, um ein USB-MIDI-CV-Interface-Modul aufzunehmen und dadurch entsteht ein kleines „Blind Panel“. Die gesamte Klangerzeugung entspricht dem Original mit dem „User Port„, der für die Speicherung von Sounds da ist und sogar durch eine WLAN-Karte auch genau dazu verwendet werden kann. Das Speichermodul hat man sich beim neuen Easel aber gespart mit zu verbauen. Das Einsteckgerät „iProgram“ wird jedoch erneut nachgeliefert werden und ist eine Weiterentwicklung des bereits existierenden Angebots. Eine speicherbare Version wäre allerdings nicht uncool gewesen, die nicht eine etwas unförmige Karte nach oben herausragend lassen muss.

Der andere bekannte Teil ist das „neue“ Keyboard. Auch das ist bereits ein Nachbau des Klassikers von 1972. Der Easel ist faktisch der „Minimoog“ der Westküstendenkweise. Alles, was wichtig ist, ist dort auch bereits enthalten. Und fast schon Absicht stecken hinter dem 5-Step Sequencer oder dem immer vollständigen Apparat, der die „Buchla Bongos“ herstellt. Es werden in einem Patch immer sehr schnell bereits ein VCA mit kleiner leichter Klangformung erzeugt und damit auch artikuliert. Typisch Westküste.

Der „neue Easel“ wurde durch Buchla-Mitarbeiter Marc Doty gezeigt. Genauer auf der Knobcon 2021, einer kleinen Version der Superbooth im Lande der besonderen Küsten. Das Case soll auch extra erhältlich sein, um die Command-Module-Leute mit ins Boot zu holen. Der Platz könnte auch für ein anderes System passen.

Das neue Supermodul – was kann es?

Zum neuen MIDI-USB-Modul lässt sich zumindest USB für Host und „Normalanschluss“ erkennen und Miniklinken-MIDI-Ports für „In“ und „Out“. Zudem scheint es auch eine zusätzliche Anpassung an Volt/Oktave-Standards zu haben, denn Buchla nutzt das eigene exotische 1,2 Volt/Oktave Format. Was der „Program Manager“ wirklich zu verwalten vermag, ist nicht klar.

Theoretisch ließe sich über den „User Port“ ja auch eine Speicherung in solch einem Modul realisieren. Dennoch ist hier vermutlich nur ein Interface für die Verbindungen und seine Einstellungen zu finden. Außerdem gibt es einige Audio-Patch-Verbindungen für das Einleiten von Signalen und für Portamento. Der Neue Easel ist damit jedenfalls auch etwas kompatibler. Was genau die „Program“-Abteilung kann, wird wohl noch in Erfahrung zu bringen sein.

Weitere Information

Bei Buchla selbst ist allerdings nichts zu finden. Von Preisen wird auch bisher nicht gesprochen. Diese sind allerdings gerade bei Buchla selten „günstig“. Wer mehr zu Buchla lesen möchte, kann das aber gerne tun.

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3 Antworten zu “Superbooth 21: Ist das der neue Buchla Music Easel?”

  1. Daniel sagt:

    Bei den Buchlas muss ich mir gar keine Gedanken über eine Beschaffung machen muss.. die sind so teuer, da erübrigt sich das für mich.

  2. Super Booth sagt:

    „Eigentlich sind Geräte aus den USA auf der Superbooth 2021 eher nicht zu vermuten.“
    Und dennoch ist die News mit „Superbooth 21“ betitelt.
    Das nervt ziemlich.

  3. Edgar Marton sagt:

    Habe mal eine Woche einen Easel testen können und ein längeres Gespräch mit dem, Werkstattleiter des Studios führen dürfen. Fazit: grenzwertige Technik in Live Situation, nicht stimmstabil, Spring Reverb stõranfällig und so weiter…. Eigentlich nur solo einsatzbar. Im Verbund mit anderen Geräten eher kompliziert. Würde mich interessieren ob das jetzt besser ist… sieht ja nach mehr Kompatibilität aus.

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