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Optisch ist noch nicht so viel Neues. Dafür passiert unter der Haube einiges.  ·  Quelle: gearnews

Neu vom 06.01.2015 - es gibt in Reaper 5 einen Noten-Editor  ·  Quelle: cockos.com

So kurz vor Weihnachten kommt noch ein Geschenk von Cockos, der Firma hinter der DAW Reaper. Version 5 ist als Pre-Release für die enthusiastischen User als Download verfügbar. Vor allem unter der Haube passiert einiges.

Besonders interessant finde ich den kommenden VST3 Support, der bisher nur großen DAWs vorbehalten war. Ob es an enventuellen Lizenzkosten oder der „Bequemlichkeit“ der Programmierer lag, weiß ich leider nicht. Von Letzterem kann bei den Reaper-Entwicklern in der Tat keine Rede sein, denn hier erscheinen im Wochenrhythmus Updates und Bugfixes. Davon können große Entwicklerstudios nur träumen, die es nicht einmal schaffen, krasse Bugs schnell zu beheben.

Neben der neuen Plugin-Schnittstelle gibt es auch Verbesserungen bei der Videofunktion: Es werden Video-Effekte unterstützt, das Videofenster ist endlich (!) andockbar und der OS X Release setzt nicht mehr auf FFMpeg oder VLC als Decoder, sondern auch auf das das Apple-eigene AVFoundation.

Für die JSFX Plugins, die Reaper mitbringt, wird eine Sample-genaue Automation unterstützt und die Programmiersprache LUA wird von ReaScript erkannt. Das Metronom lässt sich nicht mehr nur mit eigenen Samples belegen, sondern kann zu kompletten Beat-Patterns ausgearbeitet werden. Somit bekommt Reaper endlich eine Art rudimentäre Drummachine.

Auch ein neues Theme ist in der Mache, allerdings noch im Anfangsstadium. Es wird flacher und wirkt dadurch moderner – da zieht Reaper mit dem allgemeinen Trend mit, übertreibt es aber nicht wie manch andere. Ob White Tie wieder Haupt-Theme-Entwickler ist, wurde noch nicht verraten. Auf seine Kappe geht das V4-Theme und verschiedene GUIs für Plugin-Entwickler wie Slate Digital, Forcusrite, Novation oder Stillwell. Wie bei den anderen DAWs finde ich die flache Optik zusammen mit den neuen Pastellfarben echt gelungen.

Für alle, die Reaper noch nicht kennen: Reaper ist eine DAW vom Winamp-Erfinder Justin Frankel mit dem Funktionsumfang ähnlich Cubase bzw. ProTools (natürlich mit Ausnahmen). Und dabei kostet sie keine 50 Euro. So richtig konnte sich Reaper aber noch nicht auf dem Markt durchsetzen, viele empfinden es als zu preiswert als dass es etwas taugen könnte. Ich empfehle jedem die 60-Tage Demo von der aktuellen Version einfach mal testen. Vielleicht ist es genau das, was ihr so lange vermisst habt. Und wenn nicht, auch nicht schlimm. Am Ende sind alles nur Werkzeuge.

Ein Release-Termin ist noch nicht bekannt. In der Regel werden die Pre-Releases so lange entwickelt, bis die Software stabil läuft. Das kann zwischen wenigen Tagen und mehreren Monaten dauern. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird es aber dieses Jahr nichts mehr werden. Umso mehr freue ich mich auf nächstes Jahr.

UPDATE: Die komplette, aktuelle Featureliste, Stand 22.12.2014, gibt es im Reaper-Forum.

Update 07.01.2015: So wie es aussieht, gibt es auch einen Notations-Editor oben drauf. Komplett auf Lua-Basis.

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d.s.
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d.s.

Oh yea, VST3 !! Dann noch ARA dazu und perfekt.

Keinfisch
Gast
Keinfisch

Ich denke die REAPER Entwickler würden sich freuen wenn du den Link zur pre-release Seite rausnehmen würdest. Zitat:
„3. DO NOT LINK TO THIS WEB SITE OR ANYTHING ON IT FROM ANYWHERE“

und stattdessen auf diesen Thread verweist:
„http://forum.cockos.com/showthread.php?t=22836

gearnews
Gast
gearnews

Hm, hast Recht. Der Teil ist mir zwar geläufig, da die aber selbst anderweitig (außerhalb des Forums) selbst darauf verlinken und auch Google seit gut 2 Jahren nicht mehr ausgesperrt ist, hatte ich mir keine richtigen Gedanken mehr darüber gemacht.