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Digitech FreqOut CabDryVR Pedale Front

Die beiden Neuen von Digitech  ·  Quelle: Digitech

Ich hatte fast schon nicht mehr damit gerechnet, dass Digitech noch etwas vorstellt. Sonst waren die Whammy-Macher immer ganz vorn dabei. Sei‘s drum. Zwei Pedale werden auf der NAMM Show gezeigt: CabDryVR und FreqOut.

Digitech FreqOut

Das Pedal ist ein Feedback Creator mit sieben unterschiedlichen Modi. Man soll damit bei jeder Lautstärke harmonische und saubere Feedbacks kreieren können, die klingen, als würde der Amp in die schönen Obertöne kippen. Kann ich mir durchaus sinnvoll im Studio oder leisen Gigs vorstellen, wenn eben mal das 150 Watt Fullstack nicht ausgefahren werden darf – also in 98% aller Fälle. (Ich weiß, das ist etwas übertrieben!) Distortion ist wahlweise im Pedal zuschaltbar.

Man kann via Onset das Delay bis zum Feedback-Einsatz regeln und per Gain die Balance zwischen Dry und Wet. Das Pedal kann neben dem üblichen On/Off auch als Momentary arbeiten, heißt nur, wenn der Fußschalter gedrückt ist.

Kostenpunkt laut Digitechs Produktseite ist 279,95 USD. Eine ziemliche Stange Geld. Aber viele ähnliche Pedale sind mir nicht bekannt, die eine Art Feedback-Looper / Freeze musikalisch wertvoll mit harmonischen Obertönen vereinen. Im Video ganz unten kann man es gut hören.

Digitech CabDryVR

Gib der Sache einen Namen – so komisch er anfangs aussieht, so gut passt der hier für das Pedal. CabDryVR ist ein Pedal, das eine Box emuliert oder um genauer zu sein: zwei Boxen. Digitech gibt dazu pro Box einen Regler für die Modellwahl und die Boxengröße zur Hand, außerdem einen Umschalter, ob es sich um Gitarren- oder Bassboxen handelt. Pro „Instrument“ gibt es 7 Boxenmodelle zur Auswahl.

Gitarrenmodelle

  • Vintage American 2×12″
  • Vintage British 2×12″
  • British Green Slant 4×12″
  • British Straight 4×12″
  • Heavy American 4×12″
  • Smooth Custom 4×12″
  • Small Combo 1×8″

Bassmodelle

  • Flexy 1×15″
  • Basic 1×15″
  • Big Blue 1×18″
  • AmeriTweed 4×10″
  • Gold Diamond 4×10″
  • Vintage Fridge 8×10″
  • Blonde Basement 2×12″

Innen arbeiten Impulsantworten (IR), die am Ende der Signalkette auf das Nutzsignal drauf gerechnet werden. Das hat so letztes Jahr auf der NAMM auch BluGuitar vorgestellt, etwas komplexer in den Einstellmöglichkeiten, aber auch nur für Gitarre und etwas teurer. Wie bei dem Pedal hier die Wandlungsqualität und die Latenz aussieht, wird aktuell noch nicht verraten.

Digitech möchte für das CabDryVR laut Produktseite 229,95 USD haben, auch kein Nebenbei-Schnapper. Für Gitarristen und Bassisten ohne Box, egal ob daheim, im Studio, Live oder für In Ear aber sicher ein weiterer Anspieltipp. Dieser Bereich ist an Pedalen noch nicht ganz satt, auch wenn es schon Platzhirsche gibt.

Update 02.02.: Beide sind bei Thomann gelistet. CabDryVR für 149 und FreqOut für 179 Euro.

Eine Antwort zu “NAMM 2017: DigiTech CabDryVR und FreqOut Pedale vorgestellt”

  1. Micha sagt:

    Bei dem Preis sollte man lieber einen Blick auf die Atomic Ampli-Firebox legen! Da kann man wahrscheinlich seine eigenen IR’s laden und bekommt noch viel mehr für wahrscheinlich unter 300 Euro. Könntet ihr euch den Treter nicht auch mal etwas genauer ansehen?!! Ist neu auf der NAMM bei Atomic bzw. Studio Devil Booth #4833.
    http://www.premierguitar.com/articles/25199-atomic-amplifiers-introduces-the-ampli-firebox

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