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Digitech Whammy Ricochet Dirty Robot

Whammy Ricochet und Dirty Robot  ·  Quelle: digitech.com

Das Whammy ist wohl eines der wichtigen Pedale von Digitech. 2015 hatte man angefangen, verschiedene Funktionen des Whammys als einzelne Pedale zu veröffentlichen. Heraus kamen „Luxe“ und „Drop“ – hier nochmal zum Nachlesen. Nun ist endlich auch die wichtigste Funktion aus dem Whammy extrahiert worden – der manuell gesteuerte Pitch Shift.

Das Whammy Ricochet (auf Deutsch: Querschläger) kann die gespielten Noten ein bis zwei Oktaven hoch- oder runterpitchen und natürlich auch die Zwischenstufen mit 2, 4, 5, 7 und 8 Ganztönen Unterschied. Wie beim großen Bruder. Mittels LED-Kette wird angezeigt, wohin gerade der Ton geändert wird – das Pedal wird durch einen Druckschalter ersetzt. Wird dieser betätigt, geht der Ton hoch oder runter, wird er losgelassen, geht es zurück. Sehr viel praktischer als beim Whammy, das ja für seine Fehleranfälligkeit beim Fußhebel bekannt ist.

Es fehlen IMHO ein Dry-Wet Regler (es gibt nur den Modus) und ein Expression-Pedal Anschluss. Für einen MRSP von 187,44 USD würde ich so etwas erwarten. Ein echtes Whammy ist mit 167 Euro Straßenpreis nicht viel teurer und hat das Pedal. Wenigstens als Option hätte ich mir den Anschluss gewünscht – aber dann würde wohl keiner mehr das Whammy kaufen.

Mehr Infos: Digitech Whammy Ricochet

Das andere neue Pedal ist das Dirty Robot. Es ist nicht dem Whammy aus der Hüfte geschnitten, sondern ein recht eigenständiges Synthesizer-Pedal für Gitarre und Bass. Es bietet zwei unterschiedliche Synth-Stimmen: V1 ist „warm und analog und Richtung 80er“, V2 hingegen soll eher nasal und nach Vocoder und Talk Box klingen.

Die „Art“ der Synthese kann zwischen Rechteck, Oktave und Sub gewählt werden. Das kann man schön im weiter unten verlinkten Video anhören. Zusätzlich sind noch Effekte wie Chorus und Vibrato eingebaut, um den Sound wahlweise noch abgedrehter zu gestalten. Die Kommentatoren unter dem Youtube Video haben recht: Es klingt nach DEVO und Daft Punk inspirierten Sounds. Schon sehr nice. Dafür hat es auch genug Regler zur Verfügung: Mix, Mod, Drift, Start, Strop, Sense und Time – drei davon sind gestacked. Dazu kommen Dual-Mono Buchsen für In- und Output.

Bei der grafischen Gestaltung hat sich Digitech nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Es ist zwar schon recht schön anzusehen, aber die Beschriftung der Poti-Positionen verschwindet teilweise in der Grafik. Da wäre ich beim Umstellen auf einer dunklen Bühne vermutlich „not amused“.

Preislich liegt das Digitech Dirty Robot auch bei 187,44 USD (MRSP) und somit nicht sehr niedrig. Da es aber etwas Eigenständiges und Neues ist, kann man darüber noch hinwegsehen.

Mehr Infos: Digitech Dirty Robot

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