von Lasse Eilers | Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten
Norand Morphos

Modular-Boutique: Norand Morphos, Clang und Bonesaw  ·  Quelle: Norand, Gearnews

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Wer auf außergewöhnliche Eurorack-Module steht, wird in der Modular-Boutique garantiert fündig! Diese Woche haben wir wieder drei sehr interessante Neuzugänge für euch: den komplexen Oszillator Norand Morphos, den Ringmodulator und Wavefolder Clang und das brachiale Filter Bonesaw.

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Norand Morphos

Norand Morphos

Norand Morphos

Aus Frankreich kommt mit dem Norand Morphos ein neuer komplexer Oszillator mit erstaunlichen Fähigkeiten. Der grundlegende Aufbau ist ähnlich wie bei anderen komplexen Oszillatoren: Zwei digital gesteuerte analoge Oszillatoren modulieren sich gegenseitig und erzeugen so eine große Bandbreite komplexer Timbres. Beide Oszillatoren ermöglichen das stufenlose Einstellen der Schwingungsform von Sinus über Dreieck und Rechteck bis Sägezahn per Poti oder CV. Darüber hinaus sind beide zu Thru-Zero-FM fähig.

So weit, so gut. Was Morphos jedoch besonders interessant macht, sind die User-Presets und die Möglichkeit, per Touchstrip oder CV dreidimensional zwischen ihnen zu morphen. Für jeden Oszillator gibt es einen druckempfindlichen Touchstrip. Seine vier Positionen entsprechen vier Presets, die sich mit dem Finger stufenlos morphen lassen. Jedes Preset besteht darüber hinaus aus drei Layers (X, Y und Z), die sich durch vertikale Bewegungen, durch Druck auf den Touchstrip oder über die entsprechenden CV-Eingänge erreichen lassen.

In vier Bänken lassen sich 4 x 4 x 3 Presets speichern. So stehen pro Oszillator 48 morphbare Presets zur Verfügung. Wenn man sich vorstellt, dass dann ja noch die gegenseitige Beeinflussung der beiden Oszillatoren hinzukommt und das Modul darüber hinaus über umfassende interne Modulationsmöglichkeiten verfügt, dann verdient Morphos die Bezeichnung „komplexer Oszillator“ wirklich mit Recht.

Morphos ist jetzt zum Preis von 320 Euro erhältlich.

Noise Lab Clang

Noise Lab Clang

Clang

Noise Lab aus Schweden präsentiert mit Clang eine Kombination aus Ringmodulator und Wavefolder. Laut Noise Lab generiert das Modul aus einfachen Schwingungsformen wie Dreieck oder Sinus eine große Bandbreite interessanter Sounds.

Mit einem Schalter kann man aus drei Modi wählen. Im Modus „Ring“ arbeitet das Modul als klassischer Ringmodulator und bringt die typischen, glockenartigen Klänge hervor. „S Fold“ aktiviert einen Wavefolder, der dem Eingangssignal gerade Obertöne hinzufügt. Über den Offset-Mod-Eingang kann das gefaltete Signal zusätzlich moduliert werden. In der Stellung „H Fold“ produziert Clang eine ungewöhnliche, PWM-artige Schwingungsform, die mittels des internen Oszillators oder per CV modulierbar ist.

Clang verfügt über drei Eingänge (X, Y und Offset Mod), die alle Audio- oder CV-Signale akzeptieren. Neben dem Hauptausgang steht ein weiterer Output bereit, der das Signal zusätzlich durch einen VCA führt.

Clang ist jetzt zum Preis von 175 Euro erhältlich.

Animal Factory Amplification Bonesaw Filter

Animal Factory Amplification Bonesaw Filter

Bonesaw Filter

Zum Abschluss der Modular-Boutique steuert Animal Factory Amplification aus Indien noch das rabiate Filtermodul Bonesaw bei. Laut Hersteller macht es sich am Eingangssignal „mit der Präzision eines betrunkenen Chirurgen im 18. Jahrhundert“ zu schaffen. Das klingt doch vielversprechend!

Bonesaw bietet gleichzeitig nutzbare Ausgänge für Tiefpass, Bandpass und Hochpass. Neben Frequency und Resonance (beide CV-steuerbar) verfügt das Modul über einen Drive-Regler, mit dem sich das Eingangssignal kräftig in die Sättigung fahren lässt. Darüber hinaus gibt es einen FM-Input; alternativ kann die Frequenzmodulation intern aus dem Bandpassweg gespeist werden.

Bonesaw ist jetzt zum Preis von ca. 180 Euro erhältlich.

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