Behringer Minimoog Model D Synthesizer

Behringer plant einen Model-D Klon  ·  Quelle: Behringer (Logo) / Thomann (Minimoog)

Lange gab es Diskussionen unter Synthesizer-Fans, ob und welches Modell Behringer nach dem DeepMind 12 als nächstes vorstellen wird. Neben den mittlerweile offiziell bestätigten Drummachine-Clones TR 808 und 909 und den angekündigten super-preiswert-Synthies soll nun auch noch ein Minimoog Model-D für kleines Geld geklont werden.

Gründer und Namensgeber Uli Behringer nutzt (und dafür Kudos von mir) als einer der wenigen Firmenchefs persönlich und offiziell die internationalen Foren und stellt dort neue Produkte vor bzw. diskutiert mit den anderen. Bei Gearslutz hat er sich nun zu Wort gemeldet und mehr oder weniger ein Model-D von seiner Firma angekündigt, wenn auch nicht konkret benannt, kehrt er immer wieder auf das Thema zurück.

Wichtig finde ich die Textpassagen:

„Frankly, I never understood why someone would charge you US$ 4,000 for a MiniMoog, when the components just cost around US$ 200.“

„We at Midas and Behringer believe in bringing these instruments back and making them affordable so everyone can play and enjoy them.“

Er schreibt selbst im Verlauf des Threads, dass die Teile im legendären Original-Synthesizer ca. 200 USD kosten sollen. Der Verkaufspreis vom zuletzt erschienenem Reissue kostet in Deutschland 3899 Euro – dafür ist es eine originale Replik vom originalen Hersteller. Bei Moog arbeiten verhältnismäßig wenige Menschen, die die Synthesizer meines Wissens nach alle von Hand in den USA zusammenbauen. Bei Behringer kann da natürlich kräftig mit den Werken in Fernost und den dortigen Lohn- und Produktionskosten einsparen. Die Schaltungen sind rechtlich laut seinem Statement nicht mehr abgesichert – zu alt. Wenn man es am DeepMind 12 misst, dann könnten künftig 499 Euro am Preisschild stehen.

Klone gab es in der Vergangenheit schon einige. Wir hatten auch über einen Anlauf eines Nachbaus berichtet, der es auf Kickstarter leider nicht geschafft hat. Obwohl er nur 700 Euro gekostet hätte. Wo Behringer den Synthesizer – sofern wirklich ein Minimoog – preislich platzieren wird, steht noch in den Sternen. Für junge Producer oder Menschen mit geringem Budget ist das dann auf jeden Fall eine super Möglichkeit.

„Our dream is to cover every musical and technological angle, which includes analog and digital synths, samplers, romplers, drum machines – you name it.“

„We’ll be reviving both legacy synths based on authentic designs and original components but we’re also heavily investing in research in the areas of cutting-edge granular and waveform synthesis, etc. in order to innovate and create something completely new.“

Ich denke, wenn Klang und Verarbeitung hinhauen, dann hat das Teil gute Chancen. Günstige Synthesizer sind gerade der Renner und wenn dann noch der „alte Sound“ drin steckt, dann stellen sich das sicher einige ins Studio. Wer sowieso nur das Original feiert, der wird wie bei allen anderen Clones auch hier nur müde abwinken – und auch Unterschiede hört, auch wenn keine offensichtlichen vorhanden sind. Aber das ist okay, ich habe auch meine Firmen, die ich kaufe, weil sie es erfunden haben und für mich da eben nur das Original zählt.

Quellen

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1 Kommentar auf "Minimoog Model-D Klon von Behringer?"

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Oh, ja, bitte. Bei 1:1 würde ich sogar mal zu Behringer greifen. Bei X:1 wohl eher nicht, nur wenn es wirklich gut ist. Wobei ich gerade UB hoch anrechne, dass er so öffentlich nach Meinungen verlangt und fragt. Das machen andere genau Null. Zumindest kommt es nicht an. Auf der anderen Seite hört man immer wieder von den echt miesen Produktionsbedinungen in den Werken mit vor der Öffentlichkeit abgesicherten Bereichen. Da kann alles positiv drin sein, aber auch schlimme Sachen. Besonders gut geht es den Fabrikinternatsmitarbeitern auf jeden Fall nicht aus westlicher Sicht, deswegen hadere ich immer mit Produkten von… Read more »