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Hit'n'Mix Infinity 4.5

Hit'n'Mix Infinity 4.5  ·  Quelle: Hit'n'Mix

Hit’n’Mix stellt Infinity 4.5 vor. Dieser „Atomic Audio Editor“ lässt euch allerhand Tricks mit Audio anstellen. So könnt ihr in einem Stereomix einzelne Instrumente isolieren, deren Pitch und Groove ändern, neue Akkorde erstellen oder auch störende Elemente aus einer Audiospur entfernen. Und sogar Videos können geöffnet werden. Damit bietet sich Infinity 4.5 für Musikproduktion, Remixing, Sample-Bearbeitung und auch Post-Production an.

Hit’n’Mix Infinity 4.5

„Endlose Möglichkeiten“ verspricht der bereits für PhotoScore und AudioScore bekannte Hersteller. Importierte Audiofiles stellt die App nicht nur als Wellenform dar, sondern wie Noten auf einer Pianorolle – so wie das bei einer DAW üblich ist. Und damit könnt ihr einiges machen. Zum Beispiel die Tonhöhe einzelner Noten von einem Instrument ändern, sogar bei Akkorden ist das möglich. Störende Sounds entfernt ihr laut Aussage des Herstellers mit „chirurgischer Präzision“. Über Python können sogar gleich ganze RipScripts gestartet werden, die automatisch Parameter wie Pitch, Lautstärke, Panorama und mehr verändern. Aber auch ein Wow-and-Flutter-Effekt oder generierte Shepard-Töne sind über ein Skript machbar. Fünf Skripte sind bereits im Bundle enthalten – weitere gibt’s online.

Eigene Samples nehmt ihr in die Instrument-Palette auf. Und mit diesen zeichnet ihr dann die neuen Instrumente direkt in das Audiofile hinein. Instrumente können aber auch durch ein anderes ersetzt werden. Dass dieses Tool automatisch Tonarten und Wechsel erkennt, überrascht nicht, sonst wäre der ganze „Hokuspokus“ ja gar nicht möglich. Und auch das Tempo der Musik ermittelt Infinity eigenständig. Für das Bearbeiten bekommt ihr Tools wie Auswahl, Zoom, Loop Marker angeboten. Visuell stellt der Editor die Audiodatei mit einem Taktraster dar.

MIDI ist ebenfalls integriert. Ihr könnt also MIDI-Clips in die Audiodatei ziehen und diese damit bearbeiten. Das hört sich abgefahren an.

Für das Zusammenspiel mit den gängigen DAWs hat Hit’n’Mix ein paar Sachen in petto: Pro Tools 12.8.2 (macOS) und Pro Tool 12.2 (Windows) arbeitet mit dem enthaltenen InfinityLink Audio Suite Plug-in. In Ableton Live, FL Studio, Logic Pro X, ACID Pro, Reaper, Digital Performer und Mixcraft lässt sich Infinity als externer Sample-Editor einbinden. Für Cubase und Nuendo soll zukünftig ein offline Processing-Plug-in kommen.

Hit'n'Mix Infinity 4.5

Hit’n’Mix Infinity 4.5

Die neuen Features von Infinity 4.5

  • Ripping und Exportieren von Video (nur auf macOS), MIDI und anderen Formaten
  • Importieren von eigenen Samples über Instrument Palette
  • Vorder- und Hintergrundgeräusche mit dem Note Editor entfernen
  • neue Audioshop-Tools: Draw Instrument, Replace Instrument, Cutter, Join
  • verbesserte Features für Editor: Auswahl, Vergrößern, Loop Marker, Anzeige von Takten und Grids
  • automatisches Erkennen und Einstellen von Tonart und Tonartwechsel
  • verbesserte BPM-Erkennung
  • verbesserung für RipScript

Infinity 4.5 bietet einige recht interessante Funktionen. Wer gerne mit Melodyne arbeitet, dürfte hier Gefallen finden. Für das Verwursteln von Samples und Loops scheint Infinity jedenfalls ein nützliches Werkzeug zu sein. Ich muss mir bei Gelegenheit mal die Demo installieren. Eine einfacher zu bedienende Software ist Audionamix Xtrax Stems, die aber, wie der Name schon sagt, lediglich vier spuren aus einer Summe zum Bearbeiten extrahieren kann.

Spezifikation und Preis

Infinity 4.5 läuft auf Windows und macOS. Der Hersteller empfiehlt einen Rechner mit mindestens sechs Kernen, einem Prozessor mit Hyper-Threading und 12 GB RAM. Bis zum 31. März gibt es einen Rabatt und ihr bekommt Infinity 4.5 für 269 Euro statt 339 Euro. Wer die Vorgängerversion besitzt, kriegt ein kostenloses Update. Die auf der Website erhältliche Demoversion funktioniert für einen Monat.

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Die Audio Qualität ist wohl kaum geeignet für alles was übers Hobby hinaus geht und selbst da ist es aufgrund des Preises und der Bedienung wohl nicht so attraktiv. Schade eigentlich, denn die Präsentation auf der AES sah echt vielversprechend aus, aber ich denke sie sollten sich lieber weiter um Photo und Audio Score kümmern und vielleicht mal ihre Website mal ins 21 Jahrhundert bringen. Würde es mit Melodyne und iZotope RX konkurrieren können, hätte ich mir es definitiv gekauft.