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FSynth Fragment - kostenloser Granular-Additiv-Spectral-Audio-Visueller Synth

FSynth Fragment - kostenloser Granular-Additiv-Spectral-Audio-Visueller Synth  ·  Quelle: FSynth

FSynth veröffentlicht mit Fragment einen Freeware-Synthesizer, der durch Pixel von Bildern Klänge erzeugt. Das gab es schon. Die Entwickler gehen aber noch einen Schritt weiter und spendieren der Crossplattform-Software ein weiteres Feature: die Kollaboration. Denn über ein Webinterface können Teilnehmer live in das Geschehen eingreifen und zusammen mit den anderen Künstlern Musik entwickeln.

Pixel schubsen mit Fragment

Fragment wirkt auf den ersten Blick sehr kompliziert. Auf den Zweiten auch. Versierte Programmierer werden es hier einfacher haben durchzusteigen. Es erwartet euch, nach dem Besuch der Internetseite und dem Starten einer Session, ein schwarzer Bildschirm, der zweigeteilt oben den visuellen Teil beherbergt und unten den Textteil für den Programmcode zeigt. Über einige teilweise selbsterklärende Buttons könnt ihr die Session steuern und Grafiken hinzufügen. Programmieren ist immer erlaubt. Nur hierzu sollte man sich erst einmal richtig einlesen.

Die Beispielvideos dagegen sind gespickt mit interessanten Sounds und visuellem Feedback. Sounddesigner und Klangbastler werden hier unendlich viel Material erzeugen können, das absolut in jedes Musikgenre passt. Ob granular, additiv oder spektral, alles ist hier als Syntheseform möglich. Dazu ist der Synthesizer polyphon, multitimbral und empfängt neben MIDI- auch OSC-Steuersignale. Die Melodien, Harmonien und Grooves erzeugt der Synthesizer durch Abtasten von Bildern. Also jedes Pixel wird gescannt und in Sound verwandelt. Überlagerungen von Pixeln ergeben wieder neue Töne.

Das Außergewöhnliche an dem Websynth ist die Möglichkeit, zusammen mit anderen aus dem Netzwerk an einem musikalischen Werk zu arbeiten. Und das gleichzeitig in Echtzeit. Ein schöner Nebeneffekt ist die Ausgabe von Bilderbewegungen und Filmchen, die natürlich super zur Musik passen.

Preis und Spezifikationen

FSynth Fragment könnt ihr kostenlos auf der Internetseite des Entwicklers ausführen. Ihr benötigt hierzu einen der kompatiblen Webbrowser Chromium, Opera, Safari oder Firefox. Die Berechnung der Pixel zu einem Audiosignal erfolgt durch eine GPU einer Grafikkarte. Normalerweise verwenden die Hersteller der Software hier eine GeForce GTX 970. Mit einem angeschlossenen MIDI-Controller könnt ihr weitere Parameter fernsteuern. Wer mehr über die sehr umfangreiche und komplexe Software erfahren will, kann sich auf der Website die Dokumentation herunterladen, und sich im Forum der Anwender mit den Pixel-Künstlern austauschen.

Für Windows- und Linux-Rechner bekommt ihr auf der Internetseite als Download ein vereinfachtes Tool zum Starten einer Fragment-Session mit den besten Einstellungen für euer System.

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