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Topliste Reverb Effekt Pedale Teaser 1

 ·  Quelle: Kollage Gearnews

Nichts ist schwerer, als das richtige Effektpedal für sein Setup zu finden – das Lied von der Qual der Wahl können wir Gitarristen alle singen. Genau für diese Situation gibt es unsere Toplisten. Und auch beim Reverb- bzw. Halleffekt haben wir unsere Lieblingspedale gesammelt, damit mit du im Dschungel der analogen und digitalen Effektpedale den Durchblick behältst. Ganz am Ende haben wir noch eins außerhalb der Liste mit aufgenommen, einfach weil es sehr besonders ist.

PS: Wenn du reinhören möchtest, dann schau dir die Videos am Ende an – um den Lesefluss nicht zu stören, gibt es die gesammelt unter dem Artikel.

Wir haben bewusst die Budget-Klasse ausgelassen, freuen uns aber über Input. Haben wir (d)ein Pedal vergessen? Dann ab damit in die Kommentare!

Wenn du noch Patchkabel brauchst, ich nutze aktuell einen Mix aus DIY mit HiCon-Steckern, den preiswerten ProSnake* und den teureren EBS PCF*, die sind zwar nicht reparabel, nehmen dafür kaum mehr Platz auf meinem Pedalboard ein. Nur so als Anekdote, falls ihr mal gute Kabel braucht.

 

TC Electronic Hall Of Fame 2 Reverb Effekt Pedal Front

Gleicher Aufbau, aber mehr Funktionen

TC Electronic Hall Of Fame 2

Klar, dass das TC Electronic Hall Of Fame 2 Effektpedal in dieser Liste auftaucht. Es ist nicht so alt, recht klein, aber bietet dafür richtig viele Sounds: Neben 8 fertigen stereokompatiblen Sounds ab Werk von Room über Plate bis zu LoFi hat es auch Shimmer im Angebot. Und wie man es von der Firma kennt, auch drei Tone Print Slots, in denen man im hauseigenen Editor kreierte Reverbs ablegen kann und dauerhaft abspeichert. Ebenfalls erwähnenswert: Der Mash-Fußschalter ist nicht nur für on/off verbaut, sondern ist gleichzeitig ein (rudimentäres) Expression für kleinere Effekt-Einlagen.

Zu dem Preis von aktuell 111 Euro* bekommt man wohl nicht mehr Halleffekt.

Das RV-6 kann mehr als der Vorgänger

Boss RV-6

Genau so klein wie das HOF2, mit etwas weniger Sounds und Features, dafür mindestens genau so verbreitet, ist das Boss RV-6. Mono und Stereo mit 8 mehr als brauchbaren Sounds macht das digitale Reverb seit Jahren einen guten Job auf vielen Pedalboards. Und es ist absolut straßentauglich gebaut – wie alle kompakten Effektpedale von Boss.

Allerdings ist das RV-6 mit aktuell 149 Euro* etwas teurer für die Maße – die Qualität der Sounds rechtfertigt das wiederum.

Eventide Space Reverb Effekt Pedal

Eventide Space

Das Eventide Space ist seit vielen Jahren ein absolut bewährtes Reverb-Effektpedal. Es arbeitet digital, beherrscht Mono und Stereo und kann über ein externes Expressionpedal gesteuert werden. Es beherrscht MIDI und bietet so viele Regler zum Einstellen der Sounds wie kein anderes Pedal hier. Zudem gibt es 100 Presetplätze an die Hand – und die 12 Eventide Signature Reverbs sind einfach klanglich ganz oben mit dabei.

Für 521 Euro* allerdings auch eins der teuersten Pedale in dieser Liste. Wer es einmal gespielt hat, wird wohl kaum wieder „weniger“ haben wollen.

Strymon Bluesky Reverb Pedal

Strymon Bluesky

Ein weiterer Liebling vieler Gitarristen ist ganz klar das Strymon Bluesky. Auch wenn es verhältnismäßig wenig Stocksounds (3 mit je 3 Modi) liefert, klingen doch alle sehr gut. Und manchmal ist weniger eben mehr. Plate, Room und Spring werden digital emuliert, können mit einem Damping-EQ auf das Setup angepasst werden und zusätzlich mit Modulation oder Shimmer erklingen. Als zweiten Fußschalter gibt es einen gespeicherten Favoriten direkt zum Abrufen.

Mit aktuell 333 Euro* kostet es nicht wenig, aber wer es probiert hat, weiß, warum es auch mehr kosten darf.

Fender Marine Layer Reverb Pedal LEak

Fender Marine Layer Reverb

Verhältnismäßig neu ist das Fender Marine Layer Reverb Pedal. Es arbeitet digital, beherrscht authentische Fender-Sounds wie Hall, Room oder Special, hat je zwei Variationen an Bord und kann noch mal mit einem Filter geformt werden. Wer sich im Netz umschaut, versteht schnell, warum viele Gitarristen dieses Pedal so mögen. Auch bei uns hat es wegen der guten Sounds und dem vergleichsweise geringen Preis einen sicheren Platz in dieser Liste.

Für aktuell 109 Euro* kann es erstanden werden.

Walrus Audio Slö Multi Effekt Pedal Reverb Digital

Slö Multi

Walrus Audio Slö

Das neuste Effektpedal in dieser Liste ist das Walrus Audio Slö Multi Texture Reverb. Und wer auf  lange, dicke, düstere Reverbs steht, der ist hier genau richtig. Es klingt für lange Reverbs einfach extrem gut und bietet auch noch Zusätze. Die drei Modi Dark (+ tiefe Oktave), Rise (anschwellender Reverb) und Dream (Vibrato-Nachhall) können zusätzlich noch mit einem LFO moduliert werden. Ein zusätzlicher Sustain-Fußschalter aktiviert das maximale Sustain als Momentary und mit dem Filter ist es auch noch etwas an das eigene Besteck und Vorliebe anpassbar.

Aktuell 199 Euro* sind für den eher außergewöhnlichen Halleffekt wohl angemessen.

Boss RV-500 Effekt Pedal Top

Boss RV-500

Zeit für ein großes Pedal: Das Boss RV-500 ist der große Bruder des RV-6 und das Flaggschiff des japanischen Pedalherstellers. Es bietet 12 digital emulierte Reverb-Sounds und kann zwei Patches gleichzeitig abspielen. Dazu kommen 297 Preset-Bänke, die u. a. über MIDI abgerufen werden können und ein großes Display, auf dem die aktuellen Einstellungen vorgenommen werden können. Natürlich beherrscht es auch Stereo.

Mit aktuell 336 Euro* im Mittelfeld, klanglich ganz weit vorn.

Source Audio Ventris Reverb Effekt Pedal Front

Wären die Potikappen nicht weiß, könnte es fast das Nemesis Delay sein

Source Audio Ventris

Zu der Firma muss man sicherlich nicht viel sagen. Das Source Audio Ventris ist ein absolut sicherer Kauf, wenn du sehr gute Reverbsounds suchst, aber auch etwas Geld ausgeben kannst. 12 Sounds können am Pedal oder am Computer im Editor verändert werden, innen arbeiten zwei 56 Bit DSPs. Am Pedal selbst sind 8 Presets abrufbar, über MIDI 120 mehr. Durch die beiden Effektprozessoren können die Reverb-Engines einzeln oder gemeinsam erklingen.

489 Euro* sind nicht wenig, aber das Ventris ist nicht nur für Gitarristen ein Pedal zum Altwerden.

Empress Reverb Pedal Title

Empress Effects Reverb

Keine Topliste zu Reverbs ohne Empress. Das eher einfallslos als Empress Effects Reverb betitelte Hallpedal ist ebenfalls eins der teureren, aber auch wohl am besten klingenden Pedale der Welt. Es gibt zusätzlich eine kleine EQ-Sektion und zwei „Thing“-Regler zu den Reverb-typischen Reglern. Klanglich reicht es von Butter und Brot bis zu, um einen Kollegen zu zitieren, „affengeil“ und zwar in Mono und Stereo. Wie auch andere Hersteller würde ich Empress als No-Brainer bezeichnen, fast alles von dieser Firma spielt klanglich und technisch ganz oben mit.

Für aktuell 499 Euro* aber auch nicht sehr preiswert. Aber vielleicht hat deine Suche danach ein Ende?!

Mooer, Devin Townsend, Delay, Reverb, Looper, Signature, Ocean Machine

Mooer, Devin Townsend, Delay, Reverb, Looper, Signature, Ocean Machine

Mooer Ocean Machine

Das Mooer Ocean Machine hat für ziemliche Wellen gesorgt, als es 2017 als Devin Townsend „Signature“ vorgestellt wurde. Es ist neben dem Reverb mit Shimmer-Option auch noch Delay und Looper und hat echt viele Regler. Als Reverb bringt es 9 verschiedene Sounds mit, zusammen mit den Delays und dem Looper hier etwas außer Konkurrenz, für uns vor allem aufgrund des Preises und der Klangvielfalt eine Erwähnung wert, auch wenn die Bedienung teils etwas fummelig ist.

Für aktuell 239 Euro* wechselt es in euren Besitz.

Danelectro Spring King Pedal Reverb

Danelectro DSR1 Spring King

Es ist und bleibt ein Klassiker: Das Danelectro Spring King ist ein echtes analoges Spring Reverb bzw. Federhall. Darin ist eine echte Feder verbaut und es hat auch eine Trittfläche, die bei Betätigung (mit Schmackes drauftreten) den charakteristischen „Springende Feder“ Sound der 1950er Jahre liefert, der bei Surf und Rock’n’Roll oft zum Einsatz kam (und es damals auch keine anderen Effekte gab). Der Nachteil: Es beherrscht nur diesen einen Sound und sonderlich lang wie in manchen Fender Amps ist er auch nicht. Es gibt aber einige Mods im Netz. Zweiter Nachteil: Das Pedal ist immer vergriffen.

Sonst kostet es aber um die 109 Euro*. Plus Minus.

 

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