Geschätzte Lesezeit: 9 Minuten
DAWless: Hip-Hop Beats und Rap ohne DAW und Rechner

DAWless: Hip-Hop Beats und Rap ohne DAW und Rechner  ·  Quelle: Native Instruments

Ihr steht auf Hip-Hop, Rap, Grime, Trap und alle anderen Beats? Und ihr habt keine Lust, Klötzchen in der DAW zu schieben? Dann seid ihr hier goldrichtig! Die zweite Runde unserer Tipps für Musikmachen ohne Computer – kurz DAWless – ist hiermit eröffnet.

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DAWless Hip-Hop, Rap und Beats produzieren

Nachdem wir uns in der ersten Ausgabe unserer Serie DAWless mit einem kleinen Set-up für elektronische Musik konzentriert haben, geht es diesmal speziell um Hip-Hop und den ganzen Kosmos drumherum. Sei es nun Rap, Trap, Downtempo, Chillout, Lo-Fi„Wonky“ und Instrumental-Beats – mit dem hier vorgestellten Equipment könnt ihr direkt loslegen.

Die musikalischen Grenzen sind ja fließend, darum solltet ihr euch auch unseren ersten Artikel einmal anschauen, denn auch bei dem Gear für „elektronische Musik“ (also Techno, House etc.) findet ihr bestimmt ein paar Sachen, die ihr vielleicht gebrauchen könnt.

Und wie wir bereits im ersten Artikel erwähnt haben, geht es nicht wirklich darum, die DAW und Computer madig zu machen. Ganz im Gegenteil! Aber manchmal kommt die Inspiration durch das Ändern der Gewohnheiten oder ein neues Instrument. Und genau da wollen wir ansetzten.

Los geht’s und viel Spaß mit unseren Empfehlungen, wie gewohnt sind diese mit Links zu unserem Partner Thomann versehen. Beim Kauf bekommen wir eine kleine Provision, damit finanzieren wir diese Website.

Die MPC von Akai gibt es in diversen Ausführungen

Die MPC von Akai gibt es in diversen Ausführungen

Sampler und Grooveboxen

Zu den zentralen Werkzeugen bei der Beatproduktion gehören nach wie vor Sampler und Grooveboxen – selbst wenn ihr nicht klassisch von Vinyl sampeln wollt und lieber auf (rechtlich unbedenklichere) Sample-Packs setzt. Wer sich ein bisschen mit der Geschichte von Hip-Hop auseinandersetzt, kennt die Bedeutung von Klassikern wie Emu SP-1200 und Akai MPC. Das Konzept, Sequencer und Sampler in einem Gerät zu vereinen, hat sich bis heute bewährt.

Fangen wir also mit dem wohl berühmtesten Hersteller dieses Gears an. Akai knüpft weiterhin relativ erfolgreich an den Ruhm der MPC an und bietet die bewährte Kombi aus Sampler, Sequencer und spielfreudigen Pads. Im Vergleich zu den klassischen Modellen (die ihr nur noch gebraucht findet und die immer noch klasse sind) warten die aktuellen Modelle mit vielen modernen Features auf, die den Workflow einfach angenehmer machen. Dazu gehören allem voran ein Touch-Screen und USB-Anschlüsse. Je nach Modell kommen dann Extras wie WLAN- und Bluetooth-Unterstützung oder CV-Ausgänge für die Integration von modularen Synthesizern. Und die Samples müssen nicht mehr über Disketten oder anderen Speichermedien aus der Vorzeit geladen werden!

Einen relativ günstigen Einstieg in die heutige MPC-Welt stellt die MPC One dar. Die wichtigsten Funktionen findet ihr hier, zusätzlich steckt eine Synthesizer-Engine für Basslines oder Leads drin und sogar Effekte für Mixing und Mastering. Die MIDI-Anschlüsse sind für MPC-Verhältnisse sparsam (lediglich einmal In und Out) – reichen aber für die meisten Einsätze aus. Was hier sonst noch so drinsteckt, könnt ihr in diesem Artikel nachlesen, ein Firmware-Update hat übrigens die Funktionen aufgebohrt. Dass die MPC One beliebt ist, zeigt die erst kürzlich erschienene Neuauflage in Retro-Optik. Hier die reguläre Version bei Thomann*

Akai MPC Live II Retro

Akai MPC Live II Retro

MPC Live II setzt auf Mobilität und spendiert dem Sampler eine interne Batterie. Die Anschlüsse bieten viel Flexibilität (es gibt zum Beispiel extra einen Phono-Eingang). Über USB schließt ihr USB-Sticks oder MIDI-Controller an, klassische MIDI In/Outs gibt es gleich zweimal. Ihr findet hier sogar einen eingebauten Lautsprecher – falls ihr gerade keinen Kopfhörer dabei habt. Hier könnt ihr euch nochmal die Details anschauen, es gibt sogar ein Modell im Classic-Look. Hier bei Thomann*

Das aktuelle MPC-Schlachtschiff dürfte wohl die MPC X sein. Das zeigt sich besonders bei den großzügig ausstaffierten Anschlüssen, dazu gehören auch zwei Ein- und gleich vier Ausgänge für MIDI. Aber auch bei allen anderen Ins und Outs lässt sich Akai hier nicht lumpen, in diesem Artikel findet ihr mehr Infos darüber. Die MPC X wurde mit vielen Updates versorgt und damit regelmäßig in Bezug auf Features und Workflow verbessert. Hier bei Thomann*

Mit Maschine + hat Native Instruments ihre beliebte Standalone-Groovebox von den Fesseln des Computers befreit und strenggenommen diesen direkt in die Maschine eingebaut. Das bedeutet, dass ihr hiermit nicht nur die über Jahre bewährte und verfeinerte Maschine-Software nutzt, sondern auch Effekte und Expansions aus dem Plug-in-Kosmos des Herstellers bekommt. Mit zwei Screens bewahrt ihr die Übersicht, diese sprechen aber nicht wie bei den Akai-Samplern auf Berührungen an. Mehr Infos hier, kaufen könnt ihr bei Thomann*.

Roland Verselab MV-1 ist der jüngste Vertreter in dieser Runde. Wer bevorzugt Hip-Hop, Trap und Beats produzieren will, bekommt hiermit eine recht umfassende Lösung, die verschiedene Aspekte in einer Groovebox kombiniert. Ihr könnt hier nicht nur mit Samples arbeiten, die interne Synthesizer-Engine benutzten, sondern auch noch direkt ein Mikro anschließen und dies mit Vocal-FX wie Auto-Tune benutzen. Das komplette Arrangement macht ihr in dem Gerät und verfeinert dies mit Send- und abschließenden Master-Effekten. Mit Verselab MV-1 und einem Mikro lässt sich wirklich schon eine ganze Menge anstellen! Hier unser Angecheckt-Artikel mit mehr Details. Verselab MV-1 bei Thomann*

Weitere coole Sampler und Grooveboxen

Zum Abschluss noch weiteres Gear, das nicht unerwähnt bleiben sollte: Elektron Model:Samples ist eine feine, kleine Groovebox, der sich auch sehr gut für den Einstieg eignet. Ihr könnt mit dem Gerät selbst nicht sampeln, die Sounds müssen also vorher am Rechner übertragen werden – das solltet ihr wissen! Hier mehr Infos und hier das Gerät bei Thomann*. Roland SP-404A ist ein Tipp für Beat-Producer, die auf den Pfaden von J Dilla oder Madlib unterwegs sind. Ihr bekommt hiermit einen wirklichen mobilen Sampler, der mit Batteriebetrieb und eingebautem Mikro daherkommt. Die Anschlüsse reichen für Mikrofone, Schallplattenspieler und Line-Quellen, interne Effekte brezeln die Samples auf. Trotz der etwas kruden Bedienung sind die Gerätschaften dieser Serie zu Kult-Geräten geworden, denen sich ganze Communitys von Fans im Web widmen. Hier bei Thomann*

Mit diesen Geräten legt ihr den Grundstein für Produktion und Performance ohne Rechner, wir zeigen euch jetzt noch ein paar Ideen für Upgrades. Die sind besonders interessant, wenn ihr den Sound noch ein bisschen erweitern wollt oder Raps und Vocals eine große Rolle spielen. Da steigen wir mit Synthesizern ein.

Synthesizer

Moog Subsequent 25

Moog Subsequent 25

Kommen wir nun zu ein paar Vorschlägen für die Erweiterung des Setups. Ganz klar, wenn Raps und Vocals dazugehören sollen, braucht ihr mindestens ein Mikrofon und einen Mischer, um alles miteinander zu verbinden. Mehr dazu im nächsten Absatz. Zunächst geht es aber noch um einen weiteren Klangerzeuger. Und als ideale Ergänzung taugt da definitiv ein Synthesizer. Gerade den Bassbereich könnt ihr mit analogem Sound ordentlich andicken. In der Welt des Hip-Hop taucht dafür immer wieder ein Name auf: Moog.

Der Minimoog ist einer der Klassiker schlechthin, wenn es um richtig tiefe synthetische Bässe geht. Problem: Das Original ist ein altes Vintage-Gerät, das ihr nur noch gebraucht zu recht saftigen Preisen bekommt. Die Lösung: Es gibt mittlerweile günstige Klone.

Mit Model D von Behringer bekommt ihr eine fast schon unverschämt günstige „Kopie“ des Minimoog und die ist auch noch richtig schön kompakt. Der Sound ist verdammt nah am Original, der Preis ein No-Brainer. Hier bei Thomann*. Mit dem Poly D bekommt ihr eine Version mit Tasten und vier Oszillatoren (das Original und die sonstigen Klone arbeiten mit drei Oszillatoren), die ihr auch paraphon spielen könnt. Hier unser Kurztest und hier bei Thomann*.

Ein weiterer Synthesizer, der sich am Minimoog orientiert stammt von Roland. Der SE-02 Boutique wurde in Kooperation mit dem für Nachbauten und Modifikationen des Minimoog berühmten Hersteller Studio Electronics entwickelt. Im Vergleich zum Model D gibt es hier noch einen internen Sequencer als Bonus, ansonsten haben die Synthesizer viel gemeinsam (nämlich den Minimoog als Vorlage). Hier bei Thomann*.

Moog selbst hat aber auch ein paar moderne Synthesizer in petto. Wenn es um Bass geht, gibt es nicht viel, das dem Minitaur das Wasser reichen kann. Das kompakte Gerät ist nämlich nur darauf ausgelegt. Hier bei Thomann*. Ein bisschen mehr Flexibilität bietet der Subsequent 25, der eine Tastatur mit 25 Tasten bietet und Patches speichern kann. Hier bei Thomann*

Ach ja, wenn der Synthesizer keine Tasten besitzt, braucht ihr vielleicht noch ein MIDI-Keyboard zum Einspielen von Hooks und Melodien. Die oben genannten Grooveboxen verfügen fast alle über Ein- und Ausgänge für MIDI. Damit könnt ihr also die eingespielten Parts mit externen Klangerzeugern wiedergeben. Also achtet beim Kauf einer solchen Tastatur unbedingt auf den MIDI-Anschluss. Ein wirklicher guter Tipp ist der Keystep von Arturia – die kleine Version (hier bei Thomann*) ist etwas günstiger als der wirklich sehr vielseitige Keystep 37 (hier bei Thomann*). Was ihr mit dem Ding alles so anstellen könnt, lest ihr in unserem Angecheckt-Artikel.

Mischpult, Mikrofon und Vocal-FX

Roland VT-4

Roland VT-4

Zum Thema Mischpult findet ihr bereits einige Tipps in unserem ersten DAWless-Artikel. Für Raps oder Gesang braucht ihr natürlich ein Mikro, bestimmt habt ihr euch schon intensiv damit beschäftigt – ansonsten schaut euch mal diesen Artikel auf Bonedo an.

Nun aber zu Effekten, mit denen ihr die Stimme bearbeitet. Wenn ihr das nicht mit Plug-ins machen wollt – und darum geht es ja in diesem Artikel – müsst ihr auf spezielle Hardware zurückgreifen. Zwei Empfehlungen möchten wir an dieser Stelle geben – weitere folgen in der nächsten Folge, wenn es um Singer und Songwriter geht. Am beliebtesten ist sicherlich der berühmte Auto-Tune-Effekt. Ein günstiges Effekt-Pedal für diese Aufgabe bekommt ihr mit dem TC-Helicon Voice Tone C1 (hier bei Thomann*). Falls es etwas mehr Effekte sein sollen, ist Roland VT-4 (hier bei Thomann*) eine gute und noch recht günstige Empfehlung.

Kabel nicht vergessen!

Und ganz wichtig sind natürlich die passenden Kabel. Je nach Aufbau braucht ihr mindestens ein oder zwei MIDI-Kabel (findet ihr natürlich auch bei Thomann*) und Audiokabel (eine riesige Auswahl bei Thomann*). Gerade davon solltet ihr immer genügend parat haben. Mit 6,3 mm Klinke seid ihr für die meisten Gerätschaften gewappnet, checkt das aber immer vorher bei den Spezifikationen.

Was meint ihr?

Habt ihr auch Set-ups, bei denen ihr komplett auf DAW und Rechner verzichtet? Wie sehen die aus und welche Erfahrungen könnt ihr teilen? Wir freuen uns auf eure Kommentare.

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Eine Antwort zu “DAWless: Hip-Hop Beats und Rap ohne DAW und Rechner”

  1. Hagbard Celine sagt:

    „DAWless: Hip-Hop Beats und Rap ohne DAW und Rechner“ ermöglichte ich mir durchs Beatboxen, doch seitdem ein hinterer Zahn bei mir fehlt, klappt das nicht mehr so gut. Eventuell wird das nächste Upgrade ein Goldzahn sein, anstatt `ner Groovebox!?

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