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Behringer LmDrum

Behringer LmDrum  ·  Quelle: Behringer

Behringer zeigt mit der LmDrum nun seine Version der berühmten LinnDrum mit einigen Erweiterungen. Darunter auch ein grafisches Display, um Samples anzuzeigen. 

LmDrum = LinnDrum?

Auch wenn bei dem großen Monster-Leak eine Reihe von Drum Machines und Synthesizer „durchgesickert“ sind, so hat in letzter Zeit kaum jemand mehr vermutet, dass die LinnDrum in Behringer-Gestalt doch noch kommt. Sie ist optisch sehr stark an den Klassiker angelehnt. Dennoch hat sie sehr viele andere Taster und Bedienelemente im Vergleich zum Vorbild. Die 16 „gummierten“ Pads bekommen allerdings noch 16 weitere kleine Anwahltaster auf der rechten Seite hinzu, um die Instrumente anzuwählen und eine bequeme Lauflicht-Sequencer-Integration aus den TR-Clones RD-8 und RD-9 zu ermöglichen.

Die Original-LinnDrum kannte nur Realtime Einspielung und eine klassischere Variante der Step-Eingabe (siehe Video unten) mit einem zählenden seriellen Eingabeverfahren. Alle sechzehn Instrumente sind sowohl mit Panorama als auch mit Lautstärke-Fadern ausgestattet.

Andere Bedienoberfläche

Auch neu gegenüber dem Original sind die Baugruppen „Wave Designer“ und Analog-Filter, die aus den RD-Maschinen bekannt sind. Die Bedienung wurde komplett überholt und neu gemacht. Deshalb ist die Anordnung der Taster und die Anwahl der Patterns anders gelöst als bei der LinnDrum. Während eine hochzählende 7-Segment-Anzeige jeweils den Schritt anzeigte, hat man sich hier für die heute bekannteren Methoden entschieden und dazu ein bernsteinfarbenes Display eingebaut. Dadurch lassen sich die Samples sichten und hören und vermutlich auch editieren. Sicherlich ist heute auch eine dynamische Spielweise möglich. Ob die Pads anschlagdynamisch sind, ist jedoch nicht bekannt.

Anschlüsse in Massen

Auf der Rückseite lässt sich die LmDrum nicht lumpen und hat für alles Einzelausgänge und Steuersignalanschlüsse. Die Drum Sounds sind sicherlich frei zu bestimmen, dennoch sind sie vorgruppiert in jeweils zwei Bassdrums, drei Snares und einen Sidestick/Sidekick und jeweils drei Hihats und Toms sowie 2 Ride-Becken und einen Platz für Crash und „Percussion“. Jeweils doppelt belegt sind noch einmal weitere Percussion-Klänge, wie Cabasa, Tamburin und Congas. Congas und Toms haben jeweils eigene Ausgänge, die wirklich großer Luxus sind. Insgesamt sind allein über das Layout mindestens 24 Sounds zu erwarten. Außerdem ist Zufall und Note Repeat und sogar Auto Fill als eigener Bedientaster zu sehen. Eingänge legen nahe, dass Sounds auch selbst gesampelt werden können.

Songs

Den klassischen SongModus findet man im oberen linken Teil, die Einstellungen für MIDI und USB und globale Dinge sind noch weiter oben links angeordnet. Vermutlich wird die Arbeit mit der LmDrum eine große Freude und viel Grinsen im Gesicht erzeugen. Einen Kartenschacht habe ich nicht bemerkt, es könnte jedoch an einer anderen Stelle zu finden sein oder seitlich. Damals konnte man bereits per EPROM Sounds einbringen, die zwischen 28 und 35 kHz Samplerate bei 8 Bit Auflösung verwendeten.

Das Original wurde bei Human League, Frankie goes to Hollywood, a-ha und vielen Acts der achtziger Popzeit eingesetzt und kostete DM 8.900 (Preisliste des offizielle Alleinimporteurs für Deuschland, Synthesizerstudio Bonn, vom 1. Februar 1984). Heute und von Behringer sind vollkommen andere Preise zu erwarten. Allerdings ist der Aufwand größer, als der für die Roland-„Clones“ mit der RD-Bezeichnung. Daher wird auch die LmDrum diese preislich übersteigen müssen.

Behringer Lmdrum Anschlüsse

Behringer Lmdrum Anschlüsse

Weitere Information über Behringer

Es handelt sich bei der LmDrum noch immer um einen Prototypen, der noch Änderungen erhalten kann. Behringer meldet jedoch, dass die generellen Sequencer- und Steuerelemente bereits fertig sind und es eher Details sein werden, um die man sich noch kümmern müsse. Deshalb sind Preise noch nicht festgelegt. Behringer selbst benennt das auch noch nicht in ihrem Facebook Posting. Die Website wird sicherlich beizeiten Updates erfahren, sagt aber zur Stunde noch nichts über das Gerät.

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18 Antworten zu “Behringer LmDrum: Die LinnDrum mit Display für Samples”

  1. Krypton sagt:

    Ich liebe das Original, un dwenn Behringer dieses raushaut, dann bin ich voll dabei. Nur wundert mich das es kein Ärger mit Herrn Linn gibt, soviel ich mal gehört habe, erlaubt er solches nicht so einfach mal locker. Aber vielleicht ist das nicht mehr so.

  2. Nico sagt:

    haha, „Precussion“
    ;-)

  3. Murph sagt:

    Oh mann… als alter Prince-Fan kann ich nur sagen, das Ding ist gekauft!!!!

  4. Walder sagt:

    Cool, wird man dann ab 2026 damit rechnen können?

    • Markiman sagt:

      sei mal nicht so pessimistisch!
      Ich denke man wird schon 2023 damit rechnen können … nur kaufen kann man die dann erst ab 2026.

  5. Lord Jazz sagt:

    Sieht etwas aus wie eine Linn-Brute

  6. Karl Kackfrech sagt:

    Diese kackfrache Klonerei geht mit mittlerweile echt auf den Sack. Und das nicht nur bei „uralten“ Geräten, sondern auch bei aktuellen.

  7. CoogLFish sagt:

    Wenn die Maschine einzelne Drumtrigger hätte! Hatte das Original auch nicht, aber man wird doch noch träumen dürfen …

  8. Sonja Dammriss sagt:

    Geiles Marketing, jede Drummaschine mit Samplefähigkeit die ich habe kann das auch, sieht aber nicht so aus. Klingt aber so. Geiler Blender.

    • superweb sagt:

      Hast Du ’ne Zeitmaschine bei Dir zuhause stehen, dass Du das jetzt schon klanglich beurteilen kannst, bevor es überhaupt vergleichbare Soundbeispiele gibt? Welche Drummaschines mit Samplefähigkeit hast Du denn eigentlich die Du hiermit vergleichst? Gib mal ein bisschen Fleisch zu Deinem Kommentar, ansonsten hat das keinerlei objektive Aussagekraft.

    • Schubidu sagt:

      Welche von deinen Moderenen Drummaschinen hat den 8Bit Dac ?

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