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Arturia KeyLab 88 MkII

Arturia KeyLab 88 MkII  ·  Quelle: Arturia

Arturia KeyLab 88 MkII

Arturia KeyLab 88 MkII  ·  Quelle: Arturia

Arturia macht keine Sommerpause. Anstatt sich eine schöne Zeit an den französischen Stränden zu machen, bringt das Unternehmen ein neues Master-Keyboard raus. KeyLab 88 MkII bietet eine Fatar TP/100LR Klaviertastatur und hat 16 Pads, neun Fader und neun Regler. Auch die DAW kann der weiße Keyboard-Controller steuern. Die Hardware soll im Studio und auf der Bühne glücklich machen, ein ganzes Software-Paket gehört ebenfalls zum Umfang.

KeyLab 88 MkII Hardware

Die gewichtete Hammer-Tastatur ist eine Fatar TP/100LR und soll sich beim Spielen wie ein richtiges Klavier anfühlen. Aftertouch beherrschen die 88 Tasten auch. Am Backpanel sitzen Eingänge für Sustain– und Expression-Pedale und gleich drei weitere Anschlüsse für Aux-Pedale, die mit dem MIDI Control Center, kurz MCC nach Belieben belegt werden. Überraschung: Auch ein CV In ist vorhanden. Aber nicht nur das! Ausgangsseitig gibt es noch mehr für Steuerspannungen. Pitch Out, Gate Out, Mod 1 und Mod 2. Das KeyLab 88 MKII kann so auch als MIDI-to-CV-Wandler herhalten. Der gute, alte MIDI-Anschluss ist hier ebenfalls mit drin. MIDI In und Out – beides dran. USB fehlt natürlich auch nicht!

Pads mit ein paar Extras

Die 16 farbig beleuchteten Pads reagieren auf den Anschlag, sind aber nicht nur für Drums gedacht. Neben dem normalen Pad-Modus sind mit Knöpfen auch Chord Memory und Chord Transpose wählbar. Chord Memory speichert auf den Pads bis zu 16 Akkorde, die wiederum bis zu sechs Noten umfassen. Chord Transpose ist richtig raffiniert, weil hier noch die Tastatur einbezogen wird. Die Pads merken sich dann nämlich die Form des Akkords und die Tasten spielen den Grundton. Bei gedrückter Taste spielen die Pads also vorher definierte Akkorde, basierend auf dem Grundton.

Drei Modi für den Betrieb

Drei Modi wollen den Workflow beschleunigen. Der Analog Lab Modus ist für die ganze beiliegende Software gedacht. Hier sind die verschiedenen Funktionen automatisch auf die ganzen Regler, Fader und Pads gelegt. Der Category-Button und das Jogwheel erledigen das Browsing durch die vielen Presets. Keyboard-Splits regelt der Live-Button. Drei Layer von diversen Controller-Belegungen und Makros können damit schnell gewechselt werden.

Der DAW Modus wiederum steuert die wichtigen Kontrollelemente in der DAW. So bedient ihr damit den Transport, bewegt mit dem Jogwheel die genaue Position, wechselt mit Knöpfen die Tracks oder steuert die Lautstärken. Die DAW-Kontrolle benutzt übrigens den gängigen Industrie-Standard dafür, das Mackie HUI Protokoll. Sechs magnetische Overlays für Ableton Live X, Logic Pro X, Pro Tools, Cubase, Studio One und Reaper gehören zum Lieferumfang.

Der User Modus startet ebenfalls auf Knopfdruck. Zwischen 10 unterschiedlichen Präferenzen wählt ihr dann mit dem Jogwheel aus. Außerdem kann hier jeder Regler, Button und was auch immer genau belegt werden. Das geschieht mit dem gerade genannten MCC und bietet natürlich auch die Möglichkeit, minimale und maximale Werte für einzelne Controller zu definieren. So könnt ihr für eure Lieblings-Plug-ins oder bestimmte Aufgaben wie Mixing oder Mastering individuelle Belegungen machen.

Software

Da ist einmal Analog Lab dabei. Keine große Überraschung! Tausende von Presets aus dem großen Angebot von Arturia Emulationen sind da drin. Synthesizer, Pianos (akustisch und elektrisch), Orgeln, Streicher, Sampler und so weiter. Aber da ist noch mehr im Angebot. Als eigenständige Instrumente gibt es das Piano V, den Wurli V und das VOX Continental V obendrauf. Allesamt aus dem Hause Arturia. Als kleine Zugabe versteht sich Ableton X Live Lite.

Ich bin schon länger am überlegen, mir mal wieder ein ordentliches Master-Keyboard zuzulegen. Die beiliegende Software ist mir eigentlich relativ egal, aber die Features der Hardware gefallen mir. Speziell, dass auch CV unterstützt wird und immer noch die klassischen MIDI-Anschlüsse drinstecken. Spielereien wie Chord Memory und Chord Transpose finde ich auch ganz gut. Dass die Tasten nicht so toll leuchten wie bei dem LUMI, kann ich verschmerzen.

Spezifikation und Preis

Arturia KeyLab 88 MkII läuft mit Windows 7 und aufwärts oder macOS 10.11 und aufwärts. 4 GB RAM sind Voraussetzung und 1 GB leerer Speicher auf der Festplatte. Die Software funktioniert stand-alone oder als VST 2.4, VST3, AAX, AU und NKS. Alles nur in 64 Bit. 899 Euro müsst ihr bezahlen, geliefert wird ab Juli.

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