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Angecheckt: Erica Synths Zen Delay

Angecheckt: Erica Synths Zen Delay  ·  Quelle:

Das Erica Synths Zen Delay ist in einer Zusammenarbeit von Künstlern und Musikern, nämlich Ninja Tune und der liquid sky artistcollective, und einer Hardware-Schmiede entstanden. Kein Wunder, dass ihr dieses Hardware-Effektgerät musikalisch in eure Musik oder Live-Performance einbinden könnt und es auch vielseitig hochwertig klingt. Zu unserem aktuellen Gewinnspiel (Laufzeit bis zum 03. Dezember 2020), bei dem dieses FX-Gagdet ausgeschrieben ist, konnten wir es uns nicht nehmen lassen, ein Angecheckt in unserem Studio anzufertigen. Und vorweg: Es hat sich mehr als gelohnt!

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Das Zen Delay von Erica Synths, Ninja Tune und liquid sky artistcollective

Ich muss sagen, dass ich mich auf diesen Test sehr gefreut habe. Deswegen hoffte ich, dass meine Erwartung auch eintrifft oder sogar übertroffen wird. Schon alleine das Auspacken war sehr spannend. Die integrierte und freigelegte Röhre sowie der Metallschutz darüber fallen sofort ins Auge. Sehr schick! Dazu ist das Metallgehäuse sehr solide verbaut und die Drehregler ebenso robust, aber gut drehbar. So soll das auch sein. Denn das Zen Delay ist hauptsächlich, laut Aussagen der Macher, ein Tool für die Bühne, also für Live-Performer.

Das in dem Namen vorkommende Wort „Zen“ (siehe Wikipedia) bedeute soviel wie ein „Zustand meditativer Versenkung“. Und genau das passiert hier. Dieses digitale Delay (mit fünf verschiedenen Delay-Modi) wurde nämlich soweit aufgebohrt, dass es Klänge (fast) unendlich lange halten und wiederholen kann. Es ist eben (fast) ein Looper. Dazu wird es durch eine analoge Filter- (Tiefpass, Bandpass oder Hochpass) und eine regelbaren Distortion-Einheit vervollständigt.

Aber auch im heimischen Studio macht sich das schwarze Teil mehr als gut. Dr. Walker vom liquid sky artistcollective erzählte mir am Telefon, dass er gleich mehrere dieser Hardware in seinem Studio (und auch live einsetzt). Hinter jeder seiner Drum-Machines, Synthesizer und seinem Modular-System sitzt dieser Effekt. Und das nicht nur um den Sound mit Delays anzureichern, sondern eben oftmals für die einzigartige Klangfarbe oder Atmosphäre, die es erzeugt.

Angecheckt: Erica Synths Zen Delay

Angecheckt: Erica Synths Zen Delay

In der Praxis

Das wollte ich natürlich einmal ausprobieren. Ich habe das Zen Delay mit den Ein- und Ausgängen (in Stereo) an meinem Audiointerface angeschlossen. So kann ich es als Send/Return-Effekt oder als „External Audio Effect“ in meiner DAW einbinden. Wie das funktioniert, könnt ihr in den Handbüchern der jeweiligen DAW nachlesen. Genau so habe ich auch meine externen Klangerzeuger (MIDI) und weitere externe Effekte (Bodentretereffekte, Equalizer, Kompressoren, etc.) angeschlossen und virtuell verkabelt.

Um das Effektgerät zu meinem Song in Sync zu halten, schließe ich es ebenso per MIDI-Kabel (DIN) an meinen Rechner und schicke MIDI-Clock an die Hardware. Aber auch ohne Sync bekommt ihr den Effekt ins Songtempo. Hierfür müsst ihr den „Tap Tempo“-Button im Rhythmus des Songs oder eures gewünschten Grooves tippen. Schon der erste Sound hat mich in den Bann gezogen. Denn der Klang fängt an zu fliegen. Eine Bearbeitung der Delay-Time erzeugt neue groovende Sounds. „Klar, das kann doch jeder Delay-Effekt“, werdet ihr jetzt denken. Korrekt! Aber eben nicht so.

Denn schon alleine der Eingangskanal (In Level) bringt Klangfarbe ins Spiel. Diesen Regler könnt ihr wirklich „heiß“ in die Effektkette fahren. Und das ergibt tatsächlich einen anderen Klang (Saturation). Darüber hinaus könnt ihr mit dem Filter (Cutoff und Resonance) sehr schnell und effektiv das Effektsignal formen, bevor es durch den Distortion-Effekt optional „zerstört“ wird. Letzteres solltet ihr je nach Genre mit Bedacht einsetzen. Denn dieser Regler zerstört den Klang ziemlich heftig.

Angecheckt: Erica Synths Zen Delay

Angecheckt: Erica Synths Zen Delay – die Anschlüsse

Die Sound-Maschine

Für Sounddesigner unter uns ist das Zen Delay definitiv ein Geheimtipp. Denn hiermit lassen sich durch die verschiedenen Delay-Modi (Tape, Tape Pingpong, Digital Pingpong, Digital und Vintage) abstruse, aber auch sehr interessante Sounds und Loops erzeugen. Viele Aufnahmen werde ich demnächst als Wavetables in meinen Wavetable Synthesizern einsetzen. Das ist sicherlich sehr spannend. Durch den Bypass-Button könnt ihr den Effektausgang „muten“. Im Hintergrund läuft der Effekt aber weiter. Somit lassen sich auch hiermit interessante Rhythmen erstellen.

Sehr cool ist auch, dass ihr jeden Effektbereich separat deaktivieren könnt. Das heißt, ihr könnt das Filter, Distortion, aber auch das Delay alleine oder in Kombination mit einem weiteren Bereich auf eure Klänge loslassen.

Fazit

Ein wirklich gelungenes Hardware-Effektgerät, das absolut für jedes Musikgenre zu gebrauchen ist. Über die Distortion freut sich sicherlich die Gitarrenfraktion. Die Vielseitigkeit ist für den doch so einfachen Delay-Effekt hier mehr als gegeben. Für mich als Sounddesigner wäre die Möglichkeit, das Filter und/oder den Distortion-Effekt per MIDI zu steuern, mehr als abgefahren. Denn so könnte das Delay nochmals mehr Groove erzeugen. Vielleicht wäre ein Envelope-Follower spannend gewesen oder ein CV-Zugang, um externe Modulationsquellen einzubinden. Aber das funktioniert natürlich auch live mit den Händen mehr als gut.

Ich werde mir das Zen Delay definitiv zulegen, da es jetzt schon nach einer Woche Einsatz in meinem Studio einen festen Platz in meinem Setup gefunden hat. Es macht richtig Spaß, stundenlange experimentelle Delay-Ambient-Looper-Tracks aufzunehmen oder einfach nur die Klangfarbe auf Audio- und Instrumentenspuren zu übertragen.

PS: Wie ich aus sicherer Quelle erfahren habe, soll bald eine neue Hardware aus dieser Kollaboration erscheinen. Ich bin schon sehr gespannt!

Preise und Zubehör

Erica Synths Zen Delay erhaltet ihr hier bei Thomann.de (Affiliate) zum Preis von 585 Euro. In dem Paket enthalten ist ein 12 Volt Netzteil und eine Kurzanleitung. Weitere Informationen findet ihr in den etlichen Demonstrationsvideos auf der Website des Herstellers.

Weitere interessante Produkte unserer „Angecheckt“-Reihe findet ihr hier. Ihr habt Vorschläge? Dann her damit!

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5 Antworten zu “Angecheckt: Erica Synths Zen Delay”

  1. dr-w sagt:

    danke fuer die schoene story!
    unsere website ist aber
    http://www.liquidskyartistcollective.com
    :)
    liebe gruesse

  2. Renate sagt:

    Bin dabei!

  3. Christopher sagt:

    Gibt’s das auch in weiß?!

  4. Chrissy sagt:

    Gibt’s hier ein Echo?? (Spitzenwitz)

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