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SOMA Laboratory Pulsar-23

SOMA Laboratory Pulsar-23  ·  Quelle: SOMA Laboratory

SOMA Laboratory Pulsar-23

SOMA Laboratory Pulsar-23  ·  Quelle: SOMA Laboratory

SOMA Laboratory Pulsar-23

SOMA Laboratory Pulsar-23  ·  Quelle: SOMA Laboratory

Die semi-modulare Drum Machine SOMA Laboratory Pulsar-23 wird jetzt ausgeliefert! Seit dem Auftauchen des ersten Prototypen im Jahr 2018 hat es noch eine Weile gedauert, aber nun ist der neueste Streich des russischen Entwicklers Vlad Kreimer startklar. Es gibt viele Vorbestellungen, aber Interessierte können sich auf die Warteliste setzen lassen.

SOMA Laboratory Pulsar-23

Die ersten Hinweise auf die neue Maschine des Entwicklers der Lyra-8 und Lyra-4 Drone-Synths gab es 2018. Letztes Jahr war Pulsar-23 dann auf der Superbooth zu sehen. Vor Weihnachten folgten mehrere Demo-Videos, sodass es fast danach aussah, als stünde die Auslieferung kurz bevor. Nun hat es noch ein paar Monate gedauert, aber was lange währt, wird bekanntlich gut. Bestellen könnt ihr den Pulsar-23 auf der Website des Entwicklers – allerdings gibt es bereits eine gut gefüllte Warteliste.

Pulsar-23 ist eine semi-modulare Drum Machine mit 23 unabhängigen Modulen. Sie kann standalone verwendet oder über MIDI oder CV angesteuert werden. Der Entwickler nennt den Pulsar-23 wie den Lyra „organismic“. Welches Konzept dahintersteckt, steht im Handbuch, das ihr euch auf der Website von SOMA Laboratory herunterladen könnt. Darin findet ihr auch detaillierte Informationen zu den Funktionen.

Den Kern bilden vier Drum-Kanäle (Bassdrum, Bass/Percussion, Snare, Cymbals/HiHat). Hinzu kommen vier Envelopes, die – untypisch für einen Drum-Synthesizer – auch über Sustain-Phasen verfügen. Somit lassen sich die Drum-Spuren auch für Drones und Noise-Sounds nutzen. Des Weiteren stehen vier unabhängig clockbare Loop-Recorder zum Aufzeichnen von Trigger-Events zur Verfügung. Sie treten an die Stelle eines herkömmlichen Sequencers.

Die Taktung übernimmt ein Clock-Generator mit verschiedenen Teilungsoptionen. Zur Modulation gibt es einen LFO mit einem sehr weiten Frequenzbereich von 0,1 – 5000 Hz. Das Modul Shaos ist ein Pseudo-Zufallsgenerator mit vier Ausgängen und Sample&Hold. Des Weiteren bietet der Pulsar-23 einen modulier- und patchbaren, zweikanaligen DSP-Effektprozessor mit Delay und Reverb, einen Distortion-Effekt sowie je zwei CV-steuerbare Gates, VCAs und Inverter. Hinzu kommen 13 Hilfsmodule wie ein vierkanaliger MIDI-to-CV-Konverter, Rauschgenerator, vier Abschwächer und mehr.

SOMA Laboratory Pulsar-23

Der Pulsar-23 ist mit zahlreichen Patch-Pins ausgestattet

Circuit Bending durch Patch-Pins

Besonderes interessant wird das Ganze durch die ca. 100 Patch-Pins, die zu diversen Experimenten einladen. Die Verbindung wird unkonventionellerweise über Krokodilklemmen vorgenommen. Das versprüht einen gewissen Labor-Bastelcharme und hat einen Sinn: Anders als bei herkömmlichen Patch-Buchsen kann man an den Pins des Pulsar-23 schon durch bloßes Anfassen Dinge bewirken, patchen und modulieren. Die Nutzung des eigenen Körperwiderstands gehört hier ausdrücklich zum Konzept. Auch zum Triggern der Drum-Kanäle kommen Touch-Felder zum Einsatz. Der Entwickler betont den Circuit-Bending-Gedanken des Pulsar-23 und dazu passen die Krokodilklemmen natürlich stilistisch ganz gut, genauso wie die kreativen Bezeichnungen einiger Pins wie „WTF“ oder „OMG“. Zur Konvertierung von Miniklinke auf Krokodilklemme ist der Pulsar-23 mit acht Konvertierungspunkten ausgestattet.

Preis und Verfügbarkeit

Den Pulsar-23 könnt ihr für 1500 Euro (exkl. MwSt.) auf der Seite von SOMA Laboratory bestellen. Laut dem Hersteller gibt es bereits eine recht lange Warteliste, die erst mal abgearbeitet werden muss, also dürfte es bis zur Auslieferung noch etwas dauern. Die Drummachine ist in Schwarz, Weiß und Orange erhältlich. Ein Netzteil, eine handgefertigte Tasche und großzügige 30 Kabel mit Krokodilklemmen sind im Lieferumfang enthalten.

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MichaelwingladMirko Recent comment authors
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Mirko
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sehr nice das teil!

winglad
Gast

SOMA rocks ^^

Michael
Gast

Ich warte bis es bei Thomann gibt. Die import Zölle aus Russland sind ein Irrsinn.