von Julian Schmauch | Geschätzte Lesezeit: 6 Minuten
Software-Boutique: Phoenix 2, RE-LAY, Renderforest und Thermal

Software-Boutique: Phoenix 2, RE-LAY, Renderforest und Thermal  ·  Quelle: Producernb, Gearnews

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Die erste Ausgabe der Software-Boutique im September widmet sich ganz der analogen Klangfärbung. So ist Phoenix 2 ein fünfach Vorverstärker für analoge Wärme. RE-LAY bringt zwei Delays und einen Reverb mit acht analogen Emulationen mit. Und bei Renderforest erstellt ihr Beat Visualizer in nur wenigen Minuten. Im Deal der Woche ist dazu mit Output Thermal ein besonders kreatives Distortion-Plugin dabei.

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Software-Boutique: Aktuelle Entwicklungen

Auf einen Wochenrückblick verzichten wir diese Woche, die Software-Boutique ist im Urlaubsmodus. Und wie nehmen uns kurz Zeit, aktuelle Entwicklungen in der Welt der virtuellen Instrumente und Effekte im Kontext zu betrachten. KI zieht vermehrt ein. Sei es bei Mixing-Plugins, bei MIDI-Generatoren und seit einiger Zeit auch bei einer neuen Kategorie: Timbre Replacement. Bisher sind es noch eher obskure Freeware-Tools die DDSP oder Mawf. Die Idee: Ein (monophones) Instrument wie ein anderes klingen lassen. Ein Saxophon verwandelt sich in eine Geige, eine Synth-Line in ein Oboen-Stück. Und die Ergebnisse sind erstaunlich real. Bleibt spannend, was hier an der kommerziellen Front in den nächsten Jahren passieren wird.

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Dazu wächst die Zahl der Web-basierten Tools. Web-DAWs wie Bandlab oder Soundtrap sind an sich nichts Neues. Aber auch hier gibt es, wie in dem Video zu sehen, einige sich noch in Entwicklung befindende Produkte, die den Fokus weg von der Arbeit in einer stationären DAW bewegen. Im Bereich der PodcastProduktionen passiert das bereits. Services wie Descript bieten eine vollkommen neue Art der Audiobearbeitung – hier werden nicht Audio-Clips bearbeitet, sondern der durch KI transkribierte Text. Und die Änderungen werden dann durch dieselbe KI wieder in Audio übersetzt. Ist das auch für die Musikproduktion denkbar?

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Shattered Glass Audio Phoenix 2 – fünf Vorverstärker in einem

Wozu Vorverstärker? In Zeiten von steigender Qualität von Audiointerfaces bei Signalfluss und Wandlung ist die Notwendigkeit dedizidierter Vorverstärker für viele Home Producer oft nicht ersichtlich. „Dann drehe ich doch einfach den Input am Interface hoch“. Verstärkt, also lauter gemacht, muss hier nichts mehr mit zusätzlichem Equipment. Schon Mikrofone und Interfaces im Bereich zwischen 100 und 200 Euro erreichen heute erstaunlich niedriges Grundrauschen und eine Signalqualität, die man noch vor wenigen Jahren nur mit teuerstem Studioequipment bekommen konnte. Dennoch kann ein Vorverstärker, egal ob analog zwischen Mikrofon und Interface, oder digital als Plugin klanglich eine echte Bereicherung sein – auch bei fertigen Loops und Sounds aus VSTs.

Software-Boutique: Phoenix 2, RE-LAY, Renderforest und Thermal

Shattered Glass Audio Phoenix 2 · Quelle: Shattered Glass Audio

Shattered Glass Audio dürfte der eine oder die andere vielleicht vom Freeware-Saturator „SGA1566“ kennen. Falls nicht: Das Plugin ist qualitativ absolut auf Augenhöhe mit Größen wie Decapitator oder Saturn. Und so strotzt auch Phoenix 2 von SGA nur so vor analoger Wärme. Und genau das ist einer der Hauptgründe überhaupt, einen Vorverstärker zu nutzen. Dieses Plugin bringt fünf PreAmp-Emulationen mit: 12AX7, 12AT7, und 12AU7 Trioden und J201 and 2N5457 JFET Transitoren werden digital nachgebildet.

Tipp: Aktiviert „Auto“ um die durch die Verzerrung ansteigende Lautstärke automatisch vom Plugin kompensieren zu lassen.

Shattered Glass Audio Phoenix 2 gibt es für Windows (ab 10) in den Formaten AAX und VST3. Für macOS (ab 10.15) gibt es die Formate AU, AAX und VST3 Das Plugin kann auf der Webseite für 39,99 Dollar erworben werden.

Producernb RE-LAY – Vintage Reverb und Delay in einem

Weiter geht es mit RE-LAY. Hier sind gleich zwei Delays, ein Reverb und ein Phaser/Chorus-Effekt dabei. Diese Kombination ist für alle Mixing-Belange eine sehr nützlich. Denn am Ende kombiniert man für die Tiefenstaffelung und unterschiedliche Hallräume am Ende sowieso genau diese Effekte. Warum also nicht alle in einem Plugin vereinen?

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Von den beiden Delays sitzt jedes auf einer Seite des Stereopanoramas. Und auf jeder Seite kann ein eigenes Tempo und ein eigener Anteil bestimmt werden. Beim Reverb-Effekt sind acht Emulationen alter Studioklassiker dabei, sogar ein Plate Reverb. Dazu kann mit einem EQ das Ausgangssignal noch geformt und für den Mix angepasst werden.

Tipp: Mit dem „Gate„-Parameter bestimmt ihr, ab welcher Lautstärke das Wet-Signal vom internen Noise Gate wieder abgeschnitten wird. So ist eine Gated-Snare für Synthwave-Balladen ganz leicht erstellt!

Producernb RE-LAY gibt es für Windows (ab 8) in den Formaten VST2 und VST3. Für macOS (ab 10.11) gibt es die Formate AU, VST2 und VST3 Das Plugin kann auf der Webseite für 35,95 Euro erworben werden.

Renderforest – Beat Visualizer, YouTube Intro Ersteller und Animationsservice

Auf Renderforest gibt es fast alles, was das visuelle Herz begehrt: Vorlagen für Websites, animierte Logos, animierte b, Diavorträge – und Visualizer für Beats. Die Seite ist vor allem auf schnelle Resultate ausgelegt. Für einen einfachen Visualizer gibt man Artist-, Album- und Track-Name in die Eingabefelder der Vorlage ein, lädt ein Bild hoch oder wählt eines aus einer Stock Library und fügt dann noch seinen Track hinzu – 10 Minuten später ist das Video fertig gerendert.

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In 720p und mit Wasserzeichen. Wer höhere Qualität und ein Video ohne Wasserzeichen möchte, muss ein Abo abschließen. Neben Beat Visualizern gibt es unter anderem Vorlagen für Instagram-Stories, einen Bereich für Mockups für T-Shirts, CDs und andere Produkte und eine Vielzahl an fertigen Präsentationen, in die man nur noch seinen Namen einfügen muss.

Renderforest ist in der Basisversion kostenlos. Will man das Wasserzeichen aus den Graphiken und Videos entfernen, gibt es drei Abo-Modelle zur Auswahl: Lite für 13,99 Euro pro Monat (oder 119,88 euro im Jahr), Pro für 24,99 Euro pro Monat (oder 179,88 Euro im Jahr) und Business für 29,99 Euro im Monat (oder 239,88 Euro im Jahr).

Deal der Woche: Output Thermal – kreatives Distortion Tool

Man könnte meinen, über analoge Verzerrung sei bereits alles gesagt, jede Art bereits ausgelotet, jedes Pedal, jeder Amp und jedes Plugin bereits erfunden wurde. Aber weit gefehlt: Es vergeht kein Jahr, in dem nicht wieder unzählige neue Distortion Tools herauskommen. Nachdem man eine zeitlang vor allem mit dem Emulieren noch des letzten analogen Bausteins aus der obskursten Konsole beschäftigt war, wächst nun die Zahl der Werkzeuge, die das Thema Verzerrung kreativer angehen. So auch Thermal von Output.

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Das Plugin bringt drei Verzerrstufen mit insgesamt 19 verschiedenen Algorithmen mit. Dazu sind 9 weitere Effekte wie ein Lowpass-Filter und ein Kompressor zur weiteren Klangformung mit dabei. Wer das Plugin erst einmal entdecken will, für den sind über 250 Presets mit dabei. Wie man es vom Granular-Effekt Portal kennt, ist außerdem noch eine komplexe Modulations-Engine an Bord. Und mit dieser kann fast jeder Parameter rhythmisch moduliert und bewegt werden.

Tipp: Die „Humanize„-Funktion an den LFOs sorgt dafür, dass deren Kurven bei jedem Durchlauf leicht anders verläuft – analoges Feeling garantiert!

Output Thermal gibt es für Windows (Ab 7) als VST2, VST3 und AAX und für macOS (ab 10.9) als VST2, VST3, AAX und AU. Das Plug-in kostet noch bis 30. September 2022 im Sale 105 Euro, regulär 149 Euro, und kann bei Thomann* erworben werden.

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Output Thermal Download
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Infos über die Plugins in der Software-Boutique

Videos über die Plugins in der Software-Boutique

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