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Roland JD-08 Synth

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Beide Synthesizer tauchten bei Roland bereits in virtueller Form auf, denn erst kürzlich gab es den JD-800 als Software und schon etwas länger als Teil der Modellwahl für die Roland ZEN Core Synthesizer. Ebenso und etwas „kleiner“ war statt des JX-3P der JX-8P auf den ZEN Core Synths erschienen. Wieso diese nicht als eigenständige Synthesizer mit Fader und im Boutique Format liefern? Gesagt – getan!

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Boutique

Die letzten Boutique-Synthesizer liegen schon etwas in der Vergangenheit. Das waren der JU-06A und der SH-01A. Die allerersten Synthesizer dieses Formats waren der JP-08, JX-03 und JU-06. Somit war der JX-3P bereits in der ersten Serie enthalten. Sie waren bei den Themen Sequencer und Arpeggiator deutlich verbessert und hatten auch bei der Bedienung sehr aufgeholt. Den „Fehler“ der kleinen Fader hatte man recht clever kompensiert. Jedoch haben beide deutlich weniger Parameter. Die beiden Neuen sind wieder mit ausreichend vielen Funktionen gesegnet und daher durchaus gut bestückt. Bisher waren die Serien vierstimmig. Das hat sich geändert, speziell wegen der Zählweise von Stimmen im JD. Es sind nun deutlich mehr, da sonst nur ein monophoner Klang mit je einem Layer möglich wäre. Die Sequencer sind aber bei dieser Polyphonie von 4 Stimmen geblieben. Die sonstige Anzahl der Stimmen ist nun stolze 20. Bei ZEN Core hat das zum Verlust der Gleichzeitigkeit von Sync und Ringmodulation bzw. Crossmodulation geführt und ist dort auch in Jupiter X und Fantom eine bekannte Einschränkung. Das dürfte hier vermutlich nicht gewagt werden, allerdings hat der JD keine dieser Funktionen und würde nicht weiter auffallen.
roland-jd08-jx08

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JX-08

Die Optik der Originale lässt sich durchaus erkennen. Es gibt eckige Faderkappen und das graue und coolere Design des JX-10. Man hat ihm den Split-Mode verpasst und auch der Arpeggiator fehlt nicht. Der Sequencer ist ein ausgewachsener Step-Lauflicht-Sequencer, der die „Program“-Taster nutzt. Damit ist er übersichtlich und polyphon ausgelegt. Der Klassiker JX-8P  ist damit schon ziemlich deutlich aufgewertet.

Die Effekte sind neben dem Chorus auch mit Reverb ausgestattet. Der Sequencer kann auch Parameterfahrten aufzeichnen und Sequenzen auch rückwärts oder zufällig abspielen. Das ist schon eine Menge für diese Größe. Die Tastatur ist übrigens dieselbe, wie bisher mit dem Namen K-25m. Durch den multitimbralen Modus, lassen sich zwei unterschiedliche Sounds spielen! Der Sequencer kann analog von außen getriggert werden. Auch diese Erkenntnis ist bei den Vorgängern und der TR-06 umgesetzt worden. Es dürfte schwer werden hier noch generelle „Designfehler“ zu finden. Um Platz zu sparen sind die Hüllkurven mit Umschalter versehen worden.

Roland JX-08

JD-08

Auch der JD-800 ist im JD-08 sehr würdig umgesetzt worden. Alles hat eigene Fader und sogar die komplexen Hüllkurven finden sich auf dem Panel wieder. Sogar die vielen Effekte und 4-Tone-Layer-Struktur mit den schräg angeordneten Tastern. Der Sequencer ist duotimbral, genau wie der JX-08, und liefert so zwei unterschiedliche Sounds.

Im Gegensatz zum Original, gibt es auch hier den externen TriggerEingang für den Sequencer und alles was auch der JX-08 hat. Die beiden Synths bleiben natürlich Boutique-Geräte und in der Stimmenzahl eingeschränkt, dennoch lassen sich alle Klassiker aus dem Synth mit ihren On-Board-Samples aufrufen.

Roland JD-08

Roland JD-08

Mehr Information über Roland Boutique Synths

Die Preise der beiden neuen Synthesizer liegen bei 399 Euro jeweils und ihr bekommt sie hier bei Thomann.de (Affiliate). Die Anschlüsse entsprechen den Vorgängern mit jeweils Miniklinken für Kopfhörer und Audio aber auch einem USB-Anschluss für Strom und USB/MIDI-Konnektivität.

  • Roland Synthesizer findest du hier.
  • Die Website gibt weitere Information zu den beiden Synthesizern.

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Zum Vergleich SH-01A – letzte Serie

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und aus der ersten Boutique-Serie der JP-08

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17 Antworten zu “Roland JX-08 und JD-08: Der JD-800 und JX-8P im Boutique-Kleinformat”

  1. Larifari sagt:

    Okay…cool ! Die Polyphonie wurde anscheinend erhöht. Zumindest beim JD. Roland schreibt dazu „..along with hugely expanded polyphony“. Leider nix genaues. DCB war ja schon beim D05 stimmgewaltiger. Ich denke beim JX wird’s bei 4 bleiben !?

  2. Larifari sagt:

    Okay…also 20 Stimmen für den JX und bis zu 128 für den JD. Nice !

  3. Jay Dee sagt:

    Wenn man sich mal das Original, also den JD-800, anschaut, dann frage ich mich, ob diese JD-Miniaturausgabe wirklich bedienbar ist.

  4. Manfred knauthe sagt:

    Was für ein Murks im Vergleich zu den digitalen Korg Synths. Wer braucht denn 2cm Fader?

  5. Marco Heger sagt:

    Jaaaa diese Geräte sind für kleine Mäuse vielleicht bedienbar, aber die Fader am angeblichen 800er sind doch der Witz des Jahres 2021! Also sorry, so ein Mist. Wärend größere genau so viel kosten, echt, veräppelt man den Nutzer mit microfadern.

  6. Rumburak sagt:

    Wieder Geld gespart, das ich lieber für Korgs neue Synthies ausgebe, die wenigstens auch ein für Erwachsene bedienbares Panel haben. Das Eurorack-Format ist mir eigentlich schon zu klein, aber die Boutique-Serie von Roland, die ist sowas von unpraktisch winzig, dass ich so ein Design für einen Witz halte.

  7. Ted sagt:

    Ich wollte immer einen JD-800, eigentlich fast nur wegen der Optik, die Hands-On-Bedienung ist für mich zweitrangig, da ich mit Menüs keine Probleme habe. Der JD-800 ist mir heute auf dem Gebrauchtmarkt deutlich zu teuer (angeboten wird er zwischen 800 und 1300 €). Seit einigen Jahren besitze ich einen JV-1080. Also brauche ich den JD-08 nicht. Doooch! Ichwillichwillichwill. Ein JD-800 in Schnuckelformat für den Schreibtisch, das ist genau das, was mein Herz begehrt. Vielleicht verkaufe ich den JV-1080 dann.

  8. Headbanger sagt:

    Ich finde die Dinger auch nicht übel. Wäre auch schön, wenn Roland beim JU-06A noch 2 weitere Stimmen freischaltet. Die neuen Korgs sind größer, aber aus „Wackelplastik“ plus schlechte Tastatur.

    • Ted sagt:

      Das „freischalten“ weiterer Stimmen ist nicht so einfach, denn die Stimmenzahl ergibt sich aus der Anzahl eingebauter Oszillatoren, ist also hardwareabhängig. Falls jedoch der Oszi-Chip (ich habe keine Ahnung, welcher verbaut wurde) mehr als die verwendeten Oszillatoren enthält, könnte das per Firmware-Update evtl. machbar sein. Aber auch nur dann, wenn die Einschränkung firmwareseitig vorgenommen wurde.

      • Tilly sagt:

        Ist alles VA-Zeug, bei dem die Stimmen künstlich verknappt sind (zum Anfixen), damit die Kunden die größeren Produkte (System 8 etc.) kaufen…

        • Larifari sagt:

          Das ist falsch. Acb lastet den FPGA mit 4 Stimmen komplett aus. Die ACB Boutiques haben jeweils einen davon. Das System 8 hat davon 2. 2 x 4 = 8.

  9. moogulator sagt:

    Bitte nicht so einen Mythos machen – die klassischen Component Modelling Maschinen sind alle 4 stimmig und das ist unabänderlich – nur mit der Behaviour Methode werden sie mehrstimmig aber ungenauer bei der Simulation und durch Nichtgleichzeitigkeit der Synthesefunktionen Sync, Xmod und Ringmod. – deshalb sollte ein neuer JP08A oder sowas auch besser nicht auf ZEN-Core basieren – der würde dann nicht 100% authentisch sein können – wie Larifari richtig sagt – du musst pro 4 Stimmen einen weiteren Chip setzen – geplant war er offenbar mal mit 16 Stimmen – es fehlen da die entsprechenden Chips – man hätte locker eine Luxusversion mit AT machen können – hat sich aber für die heute vorliegende Version entschieden. Die ist für Syntheseleute die bessere Wahl -für Stimmenfreunde und JD800 hingegen ist ZENcore die bessere Wahl – ich hätte den JX lieber vierstimmig gemacht und dafür authentisch mit Xmod und Sync. – Die System Synths sind also für die Syntheseleute – für die Stimmenleute gibt es Jupiter Xm als Alternative oder X für die denen die große Tastatur fehlt – die haben den JD800 mit drin und den JX auch, mit gleichen Parametern und Einschränkungen beim JX, beim JD gibt es keine Limits – also gleiche Sache.

    • Larifari sagt:

      Danke ❤️
      Es wäre wirklich interessant zu wissen was der allgemeine User denn nun will. Lieber 4 authentische Stimme oder lieber mehr Stimmen, dafür aber nicht so nah dran. Das Paradoxon an der Frage ist, dass sie sich eigentlich gar nicht stellt – beide Optionen sind wie du sagst käuflich zu erwerben.
      Ich finde übrigens dass die Verwirrung der User auf Roland zurückzuführen ist, die Kommunikation ist irgendwie mangelhaft.

      • moogulator sagt:

        Ich glaube die beiden generellen Engines sind vielen nicht klar und welche Vor/Nachteile und technische Grundlagen sie haben – das ist aber schon auch Job Rolands das zu vermitteln – in meinen Videos musste ich es ständig doch thematisieren – Jupiter X, Boutiques und so weiter – weil sonst ist nicht klar, was geht und so kommt es zu Mythen wie „die wollen nur verkaufen“ und sowas wie „Freischalten“ .. das ist ja auch sogar nicht bösartig, denn einiges wird ja sehr cloudhaft freigeschaltet – bei Aira war es im System 1 und 8 noch ein simples „reinballern von jeder Quelle“ – bei ZEN ist es schon ein individuelles Management – also kann man den Usern das nicht so verübeln, dass die das nicht genau nachvollziehen können – ich bin nahe dabei doch noch ein eigenen ZEN vs. Aira Video zu machen. Es ist nicht schwer – aber man muss es halt einschätzen können – ich hätte das auch gern als Zahlen. Ich tippe darauf in der Minderheit zu sein – da mir Synthesetiefe und guter Sound wichtiger ist als Stimmen – ab 4 komme ich klar – naaaatürlich finde ich mehr auch toll – aber ich würde dafür nich meinen Xmod oder Sync opfern – NIEMALS – noch weniger einen audioschnellen LFO – nie nie nie! beim JD800 unterstelle ich aber Vielstimmigkeitswünsche – das passt schon auch zum Synth mehr als zu einem SH01A – da sind 4 Stimmen cool, .. aber gegen ein System 100 mit 4 stimmen hätte ich nichts gehabt – wirklich! oder Promars – dann wäre das eine Art Jupiter 4 Antwort – hätte ich wohl genommen .. Habe sie alle gegen die Originale geprüft – das ist eine verdammt gute Arbeit – also neu kalibrierte Synths gegen System-Reihe. Im Forum könnten wir das tun – sind aber halt eher Nerds dort – Sequencer.de/synthesizer — können wir ja mal als Dauerfrage stellen.

        PS – ich habe das schon mal generell mit Stimmenanzahl gemacht – dabei kam raus 8 Stimmen hätte die Mehrheit gerne, 4 und 6 wird von gut 1/3 akzeptiert – mit 8 kommen über 2/3 sehr gut klar – mehr wird gern genommen. Denke daran kann man das auch aufhängen. beim Jp08, JX03 und Juno wäre das schon auch cool mit 6 oder 8 Stimmen – naklar. Aber nur wenn da nichts an der Synthese fehlt – aber die 6 Stimmen gehören ja auch zum Juno und die 8 zum Jupiter – das ist schon wahr – aber dann eben System 8. Wie auch immer – schreibt ruhig rein hier, was ich bevorzugt. Im Forum im JP und JX Thread sind die Leute zweigeteilt. Ich starte die Umfrage mal. Schaun wir mal, aber analog zur Poly-Frage müsste es auch bei 8 landen für „die meisten“, heißt – Pro Version mit 2 Chips würde das ja leisten können. Vielleicht für 200€ mehr?

        UPDATE: Umfrage zu Boutique Stimmen vs. Synthese ist hier https://www.sequencer.de/synthesizer/threads/roland-boutique-stimmen-vs-synthese-sonderumfrage.160481/

        • Larifari sagt:

          Vielleicht kann man die Frage auch umformulieren: Bei welchem Synth explizit ist einem was lieber.
          Ich gehöre wie du zur Authentizität Fraktion, zumindest was die original analogen Vorbilder angeht. Beim JD find ich mehr Stimmen besser. Wurde häufig für Fläschen benutzt. Beim SH oder 303 will ich mehr Authentizität . Beim Juno würde ich mich auch für 4 Stimmen entscheiden , andere User möchten mehr. Beides kann ich verstehen.
          By the way – es gab ja auch noch DCB ( D05 ). Ich dachte auch erst dass der JD darauf beruht.

        • Larifari sagt:

          Ach so…ein Video dazu fände ich super.

        • Ted sagt:

          Moin moogulator,

          erstmal Danke für die ausführliche Erklärung, zur Oszi-Anzahl.

          Bei der Umfrage kann ich leider nicht mitmachen, da ich keine der möglichen Antworten für mich vertreten kann.

          Wie Larifari schon schrieb, kommt es auf das Gerät bzw. vor allem den Gerätetyp an. Eine moderne Workstation oder ein Synth mit hoher Multitimbralität kann meiner Meinung nach kaum zu viele Stimmen haben, weswegen ich meine Alesis Fusion mit bis zu 272 Stimmen so gerne benutze.

          Ein spezialisierter Synth kann ruhig wenige Stimmen haben. Ich habe analoge, sowie digitale Monosynths, jedoch wären mir sechs bis acht Stimmen auch bei diesen Instrumenten lieber. Ich komme seit über dreißig Jahren gut mit den sechs Stimmen des DW-6000 zurecht, beim Microkorg mit seinen vier Stimmen muss ich schon sehr wirtschaften und bin soundtechnisch v. a. bei der Releaselänge extrem eingeschränkt. Die 128 Stimmen des nur zweifach multitimbralen JD-08 sind maßlos, die achtzehn Stimmen des Mininova finde ich auch übertrieben. Synthesetiefe, besonders bei Spezialisten, ist mir da wichtiger.

          Ich erwarte bei neuen Clone-Synths auch keine große Originaltreue zum dreißig bis fünfzig Jahre alten Original. Ich gehöre nicht zu denen, die Sounds nachprogrammieren wollen. Für mich zählt in erster Linie, wie gut ein Klang in meine Musik passt und wie leicht/schnell er sich mit Gerät A, B oder C erstellen lässt. Was nicht heißt, dass ich mich überhaupt nicht für die Technik interessiere. Mein Interesse geht jedoch nur so weit, um eine ungefähre Vorstellung zu haben, was von einem Instrument zu erwarten ist. Ok, etwas weiter schon, ist ja auch ein interessantes Thema. Welcher Quarz in welchem Moog aus den Siebzigern verbaut ist, ist nichts, was für mich von Belang wäre. Und ob eine Digitale Emulation genau die gleichen Unzulänglichkeiten hat wie das analoge Vorbild, noch weniger.

          Soundschrauben und mit den Ergebnissen Musikmachen, das ist mein Ziel, auch wenn ich oft einfach nur zum Spaß schraube.

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