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Kleiner als gedacht: das IRT-Pulse  ·  Quelle: gearnews

Ich hatte vor der NAMM das Glück, dass mir erste Bilder vom Laney IRT-Pulse zugespielt wurden und ich es so schon einmal unter die Lupe nehmen konnte. Auf der NAMM wurde es dann offiziell vorgestellt, aber in den Läden steht es immer noch nicht. Dafür konnte man es sich auf der Musikmesse demonstrieren lassen.

Meine Erwartungen an das Teil waren ziemlich hoch gesteckt. Ich wurde nicht enttäuscht. Laney hatte dafür auch kräftig die Werbetrommel gerührt. Es ist viel kleiner als ich dachte und nicht viel größer als eine handelsübliche Faust. Es bietet zwei Kanäle: Clean und Crunch – soviel von Captain Obvious. Als aber die Funkionen und Sounds vorgeführt wurden, war ich hin und weg.

Vor allem der Zerrkanal hat es mir angetan. Man bekommt hier richtig runde und moderne Zerre, die sich bestens für Rock und Metal eignen sollte. Clean kann man auch sehr viel aus dem Kistchen zaubern – von klar bis matschig-mellow, den Bright-, Dark- und EQ-Knöpfen sei dank. Allerdings fehlte mir persönlich das richtig knallige Fender-Clean. Vielleicht war aber auch nur die Vorführ-Ibanez Prestige nicht dafür ausgelegt. Selbst rumprobieren war leider (noch?) nicht möglich.

Als Cabinet wird übrigens die IRT 4×12 emuliert. Der Vorführer von Laney betonte, dass sich das IRT Pulse auch bestens für Bass-Sounds eignet. Dazu muss man allerdings eine eigene Impulse Response in der DAW laden. Leider war kein Bass in der Gegend, um es mal anzuhören. Deswegen will ich dazu mal keine Meinung abgeben.

Die Latenz ist übrigens nicht merkbar. Es wurde direkt über USB in Logic X eingespielt und dort mit Echo und leichtem Reverb verfeinert. Es ist aber nicht nur als Interface am Computer einsetzbar, sondern kann auch als Pedal auf dem FX-Board und als Preamp im FX-Return eingesetzt werden. Der Preis ist aktuell anscheinend noch geheim, sollte aber Laney-typisch kein Loch in den Geldbeutel reißen. Wenn das mit dem Bass-Sound stimmt, stelle ich mir das Teil definitiv in die eigenen vier Wände.

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