Geschätzte Lesezeit: 8 Minuten
Linux Einsteiger Uebersicht Besser als Windows MacOS

 ·  Quelle: Microsoft, Apple, Wikimedia, Bitwig

Ich habe den Schritt gewagt: Mein neues Produktiv- und Audiosystem ist Linux. Dafür habe ich macOS und Windows den Rücken gekehrt, nachdem ich Linux viele Jahre parallel installiert hatte und zwischen Frustration und Freude schwankte. Und da wir viele Linux-Fans unter den Gearnews-Leser_innen haben, berichte ich heute von meinem Umstieg.

Windows und macOS

Gleich vorab: Ich mag macOS, ich mag Windows. Jedes System hat seine Vor- und Nachteile. Beide funktionieren bei mir tadellos im Alltag und natürlich auch im Audiobereich – und dann und wann daddel ich auch mal ein paar Spiele.

windows 10 check reaper presswerk daw cockos desktop u-he

Mein „damaliges“ Heim-Windows-Setup

Windows ist sehr verbreitet, es gibt fast alle Programme dafür, ist beim Datenschutz oder konsistenten Nutzeroberfläche aber ein Debakel. Dafür läuft es sehr stabil und ist selbst auf alter Hardware performant.

macOS sieht einfach nur elegant für mich aus und kommt ohne Schnickschnack-GUI aus. Allerdings ist die Apple-Hardware einfach nur frech bepreist. Es gibt zwar den Hackintosh, aber man muss sich dafür etwas tiefer mit der Materie beschäftigen und manche Funktionen gehen je nach Hardware nicht oder nach einem Update kann „alles kaputt“ sein. Als Produktivsystem hat es mich zu viele graue Nerven gekostet. Für Audio war der Mac aber bisher meine erste Wahl, denn CoreAudio ist klasse und die Auswahl an DAWs und Plug-ins ist fast so umfangreich wie mit Windows.

Daher verurteile ich beide Systeme nicht. Durch meine Experimente weiß ich aber, dass Linux und professionelles Audio keine Feinde (mehr) sind und wagte den Schritt in die Freiheit. Das Gute: Ich kann meine alte Hardware einfach weiter nutzen, inklusive meinem Class Compliant Interface.

Und um gleich mal Wind aus den Segeln zu nehmen: Linux ist natürlich nur besser, wenn es die Anforderungen besser erfüllt. Am Ende sind alle Systeme besser oder schlechter – wir wollten nur etwas triggern. :p

Linux Ubuntu Studio 19 10 DAW Ardour Plug-in GUI Review

Ein mögliches Linux: Ubuntu Studio mit der DAW Ardour

Linux

Das Betriebssystem funktioniert etwas anders, als du das als Anwender von Windows oder macOS gewöhnt bist. Linux, oder genauer GNU/Linux, ist eigentlich nur der Kernel, die unterste Ebene vom System, auf der alles Andere aufbaut.

Drumherum gibt es ein Desktop Environment (DE) inkl. Window Manager und eine Palette an Programmen, die sogenannte Distribution. Diese sind durch Entwickler oder Zielanwender auf verschiedene Vorlieben oder Wünsche angepasst. Im Prinzip kann sich jeder eine eigene Distribution bauen. Deswegen gibt es auch hunderte, wobei die meisten für die breite Masse unbrauchbar sind. Fast alle bauen auf einer anderen Distribution auf und passen nur Teile an. Das ist der Vorteil von freier Software: Jeder kann „alles“ damit anstellen, den Quellcode einsehen, verändern, adaptieren oder Fehler finden. Und die meisten Lizenzen von freier Software sind auch kostenlos, grundlegend geht es aber um Frei wie in Freiheit geht, nicht wie in Freibier.

Damit hast du als Anwender aber die Qual der Wahl.

Linux Ubuntu Studio 19 10 Desktop Clean

So sieht der Ubuntu Studio Desktop aus

Debian, Red Hat, Arch, Gentoo und Slackware heißen die großen Distributionen, jeweils mit mehr oder weniger eigenem Konzept und angepasstem Kernel. Auf den Grund-Distros bauen andere auf. Knoppix und Ubuntu auf Debian, Mint wiederum auf Ubuntu, Fedora auf Red Hat, das mittlerweile zu IBM gehört und trotz (oder wegen?) des Linux-Konzepts gut Geld abwirft. Die meisten Distributionen werden auf Spendenbasis verwaltet. Jetzt kennst du zumindest die großen Namen – das reicht erstmal. Am Ende entscheidet auch hier die Philosophie, was genutzt wird, die unterstützten Programme sind fast überall identisch. Übrigens ist auch Android ein GNU/Linux, eben speziell für Smartphones.

Wenn du kompletter Linux-Neuling bist, empfehle ich dir aus eigener Erfahrung Ubuntu, oder speziell für Ubuntu Studio, bei dem schon DAWs, Plug-ins, Werkzeuge (und Grafikprogramme, 3D-Kram und NLEs). Kubuntu mit dem sogenannten KDE Desktop Environment für Windows-Umsteiger, Ubuntu mit GNOME3 (DE) für macOS-Umsteiger. Lass dich aber von den neuen Begriffen nicht verwirren, das sind Dinge, mit denen man als Anwender eigentlich wenig zu tun hat, es aber trotzdem gut ist, die Begriffe mal gehört zu haben. Das ist wie auf dem Mac mit VST oder AU, es ist eigentlich nicht wirklich relevant, solange es funktioniert (und natürlich deine DAW beides beherrscht).

 

Antergos_Systemsteuerung

So aufgeräumt kann Linux aussehen, hier: Antergos. (discontinued)

Programmauswahl

So groß der Umfang der Distributionen ist, so klein ist der Anteil von Crossplattform-Programmen, die es auch für Windows oder macOS gibt. Wenn du also wirklich mit Programmen von Adobe oder verpflichtendem Pro Tools oder Nuendo wegen der teuren Zusatzhardwareanbindung oder teuer bezahlten Lizenzen dein Geld verdienst, dann ist Linux sicherlich nur als Blick über den Tellerrand interessant. Wer als Freelancer oder einfacher Hobby-Anwender aber freier ist bei der Auswahl, oder eine DAW nutzt, die eh Crossplattform ist, dann solltest du eigentlich wenig Probleme bekommen.

Dennoch solltest du nicht erwarten, dass es bekannte Programme auch für Linux gibt, die nicht eh wie Blender, GIMP oder LibreOffice eh ihren Ursprung da hatten. Das ist Vor- und Nachteil in der sich eh andauernd verändernden Computerwelt. Für dich als Anwender heißt das, wie bei einem DAW-Wechsel: Neu lernen. Aber es kann sich lohnen. Mit einem Haken für Umsteiger …

Linux Ubuntu Studio 19 10 Reaper DAW Audio GUI

Reaper gibt’s auch unter Linux

Linux-Audio

Um gleich die wichtigen Sachen abzustecken: Natürlich kann man auch als Audio-Engineer mit Linux arbeiten. Dazu haben wir für dich die besten Linux DAWs gesammelt – Spoiler: auch Bitwig und Reaper sind dabei. Außerdem habe ich den Selbsttest mit Ubuntu Studio 19.10 gewagt und darüber berichtet.

Wichtiger als die DAW (denn die sind alle auf hohem Niveau) finde ich die anderen Bezeichnungen der Audio Server und Plug-in Formate.

ASIO (Windows) und Core Audio (macOS) gibt es nicht. Dafür ALSA, Pulse Audio und JACK – die ersten beiden sind für alltägliche Sachen und müssen nicht beachtet werden. Für professionelleres Audio gibt es JACK, das nicht nur ein eigener Audio-Server ist, sondern auch freies Software-Routing unter allen kompatiblem Programmen erlaubt. Das Problem: JACK und Pulse Audio (inkl. ALSA) können nicht parallel laufen, womit Jammen zum YouTube-Video ohne eine Software-Bridge unmöglich ist. Dafür gibt es Anleitungen im Netz, bei Ubuntu Studio ist sie vorinstalliert – aber es birgt Frustpotenzial.

VST, AAX und AU sind auch Geschichte. Dafür sind für Linux-User LADSPA, LV2 und LinuxVST interessant. DAWs wie Reaper und Bitwig nehmen nur LinuxVST, Ardour und Mixbus auch das verbreitetere LV2. Das ist ungefähr wie unter macOS mit Logic Pro X oder Garage Band, die auch nur AU-Plug-ins wollen.

Calf STudio Plug-ins GUI Teaser

CALF-Plug-ins (kostenlos)

Und hier kommt der Haken: Wenn du nicht gerade mit U-HE Plug-ins deine Sounds erzeugst oder abmischst, musst du dich an neue Namen gewöhnen. Eigentlich gibt es keinen großen Hersteller, der seine Produkte parallel auch für Linux anbietet. Dafür eine Menge kleinerer, auch mal Ein-Mensch-Firmen. Eine gute Liste von Klangerzeugern und -veredlern gibt es bei Linuxmusic.rocks. Ich kann aus eigener Erfahrung das CALF-Paket, die virtuellen Synthesizer Helm und ZynAddSubFX mit kostenpflichtiger Fusion-GUI und als Gitarrenamp Guitarix. Das ist relativ alternativlos und am ehesten mit Native Instruments Guitar Rig zu vergleichen. Das benötigt etwas mehr Einarbeitungszeit und sieht nicht so gut aus, klingt aber auch richtig gut. Und kostet nichts. ;)

Just Do It!

Genug Infos für den Anfang? Ich hoffe, das war nicht zu viel Input, und wenn doch, dann wenigstens verständlich.

Ein so grundlegender Schritt muss gut überlegt sein. Deswegen empfehle ich dir: Lade dir Ubuntu, Kubuntu oder Ubuntu Studio (mit vorinstallierten Audioanwendungen) kostenlos herunter und ziehe es dir auf einen USB-Stick (zum Beispiel mit LiveLinuxUSB für Windows). Das kannst du direkt live vom Stick ohne Installation ausprobieren. Aber bedenke: Es ist nicht Windows oder macOS, sondern eine Distribution mit Linux.

Da die Frage kommen wird: Ich benutze ein Arch Linux, genauer die Manjaro Distribution, seit dem Antergos discontinued wurde. Das erleichtert die Installation beim doch sehr speziellen Arch erheblich – anders als bei Ubuntu muss man hier quasi nie eine neue Version installieren, sondern sie wird fortlaufend aktualisiert (Rolling Release). Der YouTuber Unfa hat dazu eine gute Anleitung zur Einrichtung. Ich verlinke es mit einem weiteren Video ganz unten.

Sonst bietet das Internet eine unübersichtliche Zahl an Hilfeseiten und YouTube-Videos, sogar Zeitungen widmen sich dem Thema Linux.

Ich bin seit ein paar Monaten komplett auf Linux und bereue den Schritt (bisher?) nicht. Nur alte Projekte kann ich nicht mehr öffnen. Das geht nur noch als Stem oder Mixdown – die Projekte sind zwar meist in Reaper, aber die Plug-ins sind nicht kompatibel.

Darum ist Linux besser

Ich bin auch noch eine Erklärung schuldig: Linux bedeutet für mich Freiheit von Microsoft oder Apple. Natürlich bin ich auf andere Entwickler angewiesen, ich denke aber, dass es durch die Open Source Philosophie zukünftig immer weiter gehen kann. Ich kann (und muss teilsweise) Linux an mich anpassen, genau das gleiche hatte ich Anfangs bei Reaper verurteilt (und verurteile immer noch: Tausend Möglichkeiten und Unübersichtlichkeit. Am Ende hat die Ideologie (und die Auswahl an Audio-Programmen) gewonnen. Reaper und Linux = Beste! Aber eben mit etwas Aufwand, den ich aber bereit bin, zu bringen.

Deine Erfahrung + Meinung

Du bist schon mit Linux unterwegs oder hast schon einen Blick gewagt? Dann schreib uns auf jeden Fall deine Erfahrung oder Meinung zu dem Thema. Ist dir was zu kurz gekommen oder sollen wir auf bestimmte Themen näher eingehen?

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Micha
27 Tage her

Hehe, hat mich getriggert.:D Ich hatte Ubuntu Studio ausprobiert, war gut, aber JACK hat mich echt genervt, Sonst war die Einarbeitung in Linux nach 1 Woche Umlernen abgeschlossen. Schwer ist das nur für DAUs oder Faule. Ich bleibe aber bei Win10 mit parallel Linux. Schon krass, was da so geht mittlerweile.

Donnie
27 Tage her
Reply to  Micha

Hmmm, hatte noch nie ein Linux, oder MacOS vor mir.
Ob das wirklich Vorteile gegenüber meinem Windows bringt ?
Die Liste mit den Dingen, die mit dem Umstieg auf Win10 nicht mehr funktionierten,
war schon sehr lang. Hab etwa 3 – 4 Monate gebraucht damit es wieder läuft.
Läuft denn Ableton 10 auf Linux ?

Wolfgang Lonien
27 Tage her
Reply to  Donnie

Die Vorteile, vor allem Freiheit wurden vom Autor gut aufgezählt wie ich finde, ebenso die Nachteile. Windows VSTs laufen zwar, benötigen aber Erweiterungen wie Wine und/oder WineASIO jeweils für 32 und 64 Bit, was einen zusätzlichen Layer und damit auch zusätzliche Latenzen ins System bringt. Das geht zum Beispiel mit einem XLN Audio „Addictive Keys“ Studio Grand das bei meinem Focusrite Interface als Goodie mitkam, ebenso geht das für die Focusrite Red Plugins. Bei kopiergeschützten Dingen wie zum Beispiel PositiveGrid – ebenfalls grad kostenlos für Besitzer von Focusrite-Interfaces – kann man’s vergessen, das hab ich daher auf Ardour auf Windows… Read more »

Donnie
26 Tage her
Reply to  claudius

Warum sollte man eine DAW erstezen, wenn man mit Ihr super zufrieden ist ?

Hans-Georg Schlüter
Hans-Georg Schlüter
26 Tage her
Reply to  Donnie

Tatsächlich wird genau diese Frage oben im Artikel beantwortet. – Sonst müsste ja man auch fragen, warum man damals die Windows-Server, auf denen viele Websites gehostet wurden, ziemlich schnell wieder abgeschafft hat.

Donnie
26 Tage her

Man muss also, um die Freiheit von Linux nutzen zu können, eine zusätzliche DAW kaufen ? Sorry, ich komme mit Bitwig nicht klar. Und ich bin mit Ableton sehr zufrieden! Ehrlich gesagt fühle ich mich nicht „gefangen“ mit meinem System. Sondern eher „freier“ als ich es mit den viel Hürden werden könnte, die mit Linux und Bitwig erstmal überwunden werden müssen. Nein das ist keine Lösung für mich. Und da hilft Deine Wall of Text auch nicht, die man erstmal bewältigen muss. Ja lesen fällt mir auch wegen meiner Behinderung schon schwer. Und leisten kann ich mir eine zusätzliche DAW… Read more »

Kornchulius
Kornchulius
26 Tage her
Reply to  Donnie

Ja, Ableton läuft. Allerdings gibt es leider keinen nativen Installer. Du kannst aber Mithilfe von wine oder noch besser playonlinux das Programm relativ problemlos installieren. Standard mäßig ist kein asio installiert, was die Latenz noch ein bisschen verbessert. Falls du es aber unbedingt brauchen solltest gibt es bei playonlinux noch die Erweiterung wineasio. Bei mir hat es leider nicht funktioniert aber ich hatte auch keinen Bedarf die Latenz zu reduzieren, da ich kein Instrument live einspielen musste sondern alles im Interface zusammengeklickt habe.

Ich
Ich
25 Tage her
Reply to  Donnie

Nein. Aber das war ja im Artikel genau beschrieben.. Aber es gibt eine Fülle an Alternativen zu allem.. Und einiges ist Müll. Wie auf win auch. Dafür sind andere sooo gut.atören dich nicht gewisse Kleinigkeiten in Programmen die du benutzt? Wäre cool wenn das noch deine lieblingsootion nutzen könnte.. Aber den hersteller interessiert ess nicht… Auf Linus kannst du. Das alles auf dich und deine Wünsche umprogrammieren.
.

Wolfgang Lonien
27 Tage her
Reply to  Micha

Jack und die im Artikel erwähnten Bridges werden mit Cadence (aus den KXStudio Repositories, geht leider nur mit Debian/Ubuntu(Studio)) zum Kinderspiel. Ich hab mir mit Cadence, Claudia und Carla ein quasi systemweites Sonarworks selbst zusammengestrickt, das es sonst nur für Windows und Mac gibt – Anleitung in https://wolfgang.lonien.de/2020/05/how-to-make-a-systemwide-sonarworks-on-linux-the-easy-way/ Das geht im Prinzip auch auf dem Manjaro des Autors, dann aber mit Hilfe der „No-“ Plugins (NoMachine, NoMixer etc.) In Ardour hab ich mir Sonarworks allerdings jetzt auf den Monitorkanal gelegt, Anleitung dazu bei Robert aka AdmiralBumbleBee in http://admiralbumblebee.com/music/2020/02/25/20-Mixbus-Features.html (Punkt 1 seiner sehr interessanten Liste). Was man in dessen Screenshots auch… Read more »

lolo
lolo
26 Tage her

„Jack und die im Artikel erwähnten Bridges werden mit Cadence (aus den KXStudio Repositories, geht leider nur mit Debian/Ubuntu(Studio)) zum Kinderspiel.“
Läuft bei mir auch auf Arch.. :)

lolo
lolo
26 Tage her
Reply to  claudius

Auch ohne AUR! Aus dem AUR kommt nur Bitwig. Die Bridge ist ohne realisierbar.

Wolfgang Lonien
26 Tage her
Reply to  lolo

Ich hab unfas Video erst danach gesehen und hab meine Manjaro-Installation (in einer VirtualBox) leider nicht mehr, also wußte ich das bis vorhin nicht. Cool, wieder was gelernt – danke :)

ddrr
27 Tage her

Mit Jack-Routing und PureData lässt sich auch sehr gut Max4Live simulieren

Icke
27 Tage her

Problem ist, dass ich in Mac-Plugins schon echt viel Geld investiert habe. Und die Sample-Bibliothek ist natürlich entsprechend groß. Großprojekte müsste ich alle als Stems exportieren ohne die Plugins mitzunehmen. Puh. Linux ansonsten hier als Ideenschleuder auf nem alten Inspiron 1545 mit Ardour als 4-Track Ersatz.

Ragnar
Ragnar
26 Tage her
Reply to  Icke

Oftmals gibt es die Plugins doch auch als Windowsversion und die können dann zum Teil mit WINE unter Linux verwendet werden. Da gibt es ja hier geteilt Meinungen, ich habe bisher (wenn die VSTs grundsätzlich liefen, Kopierschutz etc.) keine Nachteile festgestellt.

Ragnar
Ragnar
25 Tage her
Reply to  claudius

Da tut sich gerade viel. Ich hatte ja schon mal yabridge empfohlen (das ist alles was ich nutze, mit platzsparenden softlinks zu den .dlls) das aktiv und zeitnah auf userfeedback reagiert, LinVST on crack. Aber ich bin auch nur Hobbymusiker.

Wolfgang Lonien
27 Tage her

Schöner Artikel. Ein paar zusätzliche Links mit Hilfen gerade für Anfänger wären vielleicht noch gut, sponatn fallen mir ein:
https://libremusicproduction.com/ (wird leider mangels Manpower nicht mehr weiterentwickelt, kann andererseits von Interessierten gerne übernommen werden) oder
https://linuxmusicians.com/index.php (quasi das internationale Forum für Linux Musiker, wie der Name sagt)

Wolfgang Lonien
26 Tage her

Hier noch ein paar Videos von Holger von Südwestlicht – die sind schon ein paar Jahre alt, aber immer wieder schön:
https://www.youtube.com/watch?v=JYLnIo2pgks
https://www.youtube.com/watch?v=qFDa-_6dUOU
Holger ist auch im LinuxMusicians Forum aktiv und kennt sich mit dem System wesentlich besser aus als ich…

tmk009
26 Tage her

Letztendlich klingt das alles nach einer Machbarkeitsstudie. Ich hab 1998 das erste mal gehört, dass Linux bald voll abgeht im Audiobereich. In den über 20 Jahren hat sich in meinen Augen gefühlt fast nichts getan, was einen professionellen Einsatz von Linux gerechtfertigen würde. Klar, zum einfachen Tracken von Gitarre, Gesang und Co. und etwas Mastering reichts, zu viel mehr aber auch leider nicht, insofern man denn einen funktionierenden Audiotreiber für sein Interface bekommt. Bitwig ist ein Lichtblick, das wäre für Elektro Produzenten auch das einzige flexible Werkzeug. Insofern teile ich die Headline des Artikels mal so gar nicht.

Andy
26 Tage her

Meinst du aus deiner Erfahrung, professionelles Arbeiten / produzieren ist mit Linux möglich? So dass man auch Projekte untereinander austauschen kann oder scheitert man hierbei?

Gruß

Tomstone
26 Tage her

Hi! Dank einer Linux Zertifizierung weiß ich warum ich kein Linux benutze. Ist auch nur interessant für Leute, die sich wichtig machen müssen: „Ich bin root, ich darf das.“
Wer ein funktionierendes Windows System hat, der sollte eigentlich keinen Sinn darin sehen umzusteigen. Mit allen,im Forum schon erwähnten, Nachteilen.
Bleibt gesund und macht lieber Musik!
gruß
Tom

Kornchulius
Kornchulius
26 Tage her

Ich nutze jetzt auch seit 2 Jahren Linux mit der distro zorin os, die mir den Umstieg von Windows sehr erleichtert hat. Habe auch mit anderen daw’s am Anfang ein wenig gestruggled, da ich als alter Ableton fan meine gewohnte Umgebung nicht verlassen wollte. Habe dann den Umstieg auf ardour gewagt und nutze calf und zynadsubfx. Es hat mir am Anfang echt viele Probleme bereitet, vor allem das Routing mit Jack. Aber nach all den Strapazen muss ich sagen, ich habe es nie bereut. Ich habe mittlerweile echt super viel Spaß mit den Programmen und auch das Interface ist mittlerweile… Read more »

Kornchulius
Kornchulius
26 Tage her
Reply to  claudius

Ja, das war für mich einer der wichtigsten Gründe um auf Linux wechseln zu können. Es gab leider lange Zeit kein so umfangreiches Schnitt und Colorgrading/Compositing Programm für Linux. Der einzige Haken ist, das es unter Linux keine H.264 Codec Unterstützung in der free Version gibt. Für mich stellt das allerdings keinen Nachteil dar, da ich meistens mit anderen Formaten arbeite, aber es ist natürlich eine unschöne Einschränkung. Ich habe den wechsel auf DaVinci aber grundsätzlich als sehr positiv und Einsteiger freundlich empfunden und bin auch sehr glücklich damit. Ich nutze es mittlerweile seit 2017 und will auch nicht wieder… Read more »

Monoteur
26 Tage her

Danke für die ungeschönte Einsicht in Linux Audio, aber bei DAWs ein Betriebsystem zur Glaubensfrage zu machen, finde ich ein wenig fragwürdig. Ich wäre auch gerne unabhängig von den Launen oder der Politik von Apple oder Microsoft, aber am Ende sind es doch nur Werkzeuge, um Musik aufzunehmen. Apple ist ja besonders schlimm mit ihrer „Innovationsfreudigkeit“ und Sachen funktionieren dann ein Jahr später nicht mehr ohne einen Riesen Aufwand zu betreiben, bloß dann sollte man den Computer irgendwann wie eine Bandmaschine betrachten und vom Internet abklemmen, wenn man sich nicht mehr sicher fühlt. Auf Low Latency Treiber, iLok plugins oder… Read more »

Monoteur
25 Tage her
Reply to  claudius

Klar, jeder wie er es braucht. Wenn du mit der Linux Programmauswahl klar kommst, bin ich der Letzte, der was dagegen hat.

Monolectric
26 Tage her

Ich nutze seit etwa 10 Jahren Linux. Damals auch lediglich Ubuntu weil es den Wubi-Installer hatte oder hat und sich somit einfach installieren und mit 2 Klicks wieder entfernen ließ. Ich stellte fest, das ich Windows damals beim booten kontinuierlich ignorierte und meine Hauptaufgaben unter Linux erledigte. Irgendwann sparte ich mir die für mich unnötige Platzverschwendung durch Windows, installierte Linux Mint und blieb dabei bis zum Ende des Supports von LM 17.3! Mittlerweile nutze ich Solus und kann mit Reaper latenzfrei ohne Asio arbeiten. Läuft einfach alles so, wie ich es brauche. Bis auf meinen M-Audio Venom wird alles an… Read more »

hyperclock
25 Tage her

I made my Mode in Latein 2005 with Debian. I online Touch a Windows if really nieder…about eher 3 to 4 years. I User the cli a lot, as my first Linux hat no Desktop. I still do a lot of bash scripting on the command line. It Die help me to get the Boot Problem with a Windows machine Wirkung again.

Im Glas you made the move. Welcome to the Linux World! I hohe to Herr more froh you as your aquaintance wird Linux grows. Habe fun.

alex
23 Tage her

Schön provokanter Titel :-)! Ich habe vor kurzem selbst einmal das Experiment gewagt, nachdem ich mich mehrere Monate mit Linux beschäftigt habe. Ernsthafte Versuche habe ich dann mit Ubuntu Studio gewagt. Und was soll ich sagen: Da geht schon einiges. Ardour fand ich ehrlich gesagt grausam, damit konnte ich mich unter Windows schon nicht anfreunden. Am besten (und passend für meine Musik/ Arbeitsweise) war Reaper geeignet. Waveform habe ich leider gar nicht zum laufen gebracht. Reaper lief soweit auch, konnte jedoch nicht alle Plugin-Arten; mit Carla konnte man sich aber helfen. Am Anfang habe ich wirklich überhaupt nichts verstanden und… Read more »