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discoDSP OPL FM

discoDSP OPL FM  ·  Quelle: discoDSP

discoDSP steht anscheinend auf Grün-Schwarz-Optik. Vor ein paar Tagen zeigt der Hersteller diese Farbwahl bereits für Scope, jetzt geht mit OPL FM weiter. Dies ist allerdings kein Oszilloskop, sondern ein Synthesizer. Dieser hat sich dem OPL Soundchip verschrieben, der wiederum durch Soundkarten wie Ad Lib und Sound Blaster zu weltweitem Ruhm gekommen ist.

discoDSP OPL FM

Mitte der 80er-Jahre hatte Yamaha den OPL Chip veröffentlicht, OPL FM emuliert diesen nun in den verschiedenen Ausführungen. Alle Features des OPL2 stecken hier drin, von dem OPL3 sind einige weitere Sachen übernommen. Das Plug-in entstand in Zusammenarbeit mit Bruce Sutherland, dessen JUCEOPLVSTi quasi die Vorlage für die Windows- und Linux-Versionen sind.

OPL FM emuliert Kanäle, die mit zwei Oszillatoren bestückt sind. Diese bieten verschiedene Sinus-Schwingungsformen an, sowie Rechteck und logarithmischen Sägezahn. Eine ADSR-Hüllkurve steuert deren Lautstärke. Die beiden Oszillatoren werden über Phasenmodulation kombiniert, eine Art Frequenzmodulation. Durch die ungewöhnlichen Schwingungsformen (Sine, Half Sine, Absolute Sine, Quarter Sine, Alternating Sine, Camel Sine) ergibt sich hier der sehr charakteristische Sound.

Die FM funktioniert über zwei Operatoren: Während der eine Oszillator als Modulator dient, funktioniert der andere als Carrier. Der Algorithmus für die Synthese lässt sich aber auch von FM auf Additiv wechseln. Der Percussion-Modus vereinfacht das Erstellen von Drum-Sounds.

Der Hersteller Creative Labs hat einstmals für die Sound Blaster Soundkarten das Datenformat „SBI“ entwickelt. Das funktioniert wie ein Preset und kann von OPL FM geladen und auch wieder exportiert werden.

Insgesamt ist das ein sehr einfacher Synthesizer, der aber die ganz speziellen Klänge produziert, für die einige Menschen immer noch die alten Soundkarten lieben. Ob das etwas für euch ist, könnt ihr mit der uneingeschränkten Demoversion ausprobieren.

Spezifikation und Preis

discoDSP OPL FM ist als VST, VST3 und AU für Windows, macOS und Linux erhältlich. Der Preis beträgt 29 US-Dollar, knapp 27 Euro.

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