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Korneff Audio Amplified Instrument Processor

Korneff Audio Amplified Instrument Processor  ·  Quelle: Korneff Audio

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Amplified Instrument Processor – ein mächtiger Name, den sich Korneff Audio für dieses Plug-in ausgedacht hat. Ein Monster von einem Channelstrip, so nennt es der Hersteller selbst. Aber kein Monster, das euch Angst machen oder sogar fressen will, sondern einfach nur gute Dienste beim Bearbeiten von Audiospuren leistet. Also fürchtet euch nicht und guckt euch die Features aus nächster Nähe mal an.

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Korneff Audio Amplified Instrument Processor

Der Hersteller benutzt in der Beschreibung die Abkürzung AIP, dauert auch wirklich eine Ewigkeit, Amplified Instrument Processor jedes Mal auszuschreiben. Vocals, akustische Instrumente, Pianos, Gitarren, Bässe – eigentlich so ziemlich jede Spur profitiert laut Korneff Audio von der Bearbeitung mit AIP. Und nicht nur das, sogar ganze Busse oder den kompletten Mix sollt ihr euch damit vornehmen.

Ein Blick auf das Signalfluss dieses Channelstrips zeigt die einzelnen Sektionen. Da sind zunächst Input/Output-Trim, dazwischen sitzen die sogenannte Proprietary Signal Processing Einheit, das Insufferable Midrange Filter, Hoch- und Tiefpassfilter, ein parametrischer 4-Band-EQ, ein VCA-Kompressor, die Frequency Dependent Reduction und eine Einheit für die Stereobreite. Mit Dry/Wet regelt ihr, ob AIP als Parallelprozessor arbeitet.

EQ und Proprietary Signal Processing

Soweit die grobe Einteilung, jetzt schauen wir uns mal ein paar Details an. Der Equalizer basiert auf dem deutschen Klangfilm Röhren-EQ aus den 50er Jahren. 36 dB Verstärkung oder Absenkung sind damit jeweils möglich, außerdem sitzen hier die Hoch- und Tiefpassfilter. Die Kurven wechselt ihr über einen Switch zwischen modern und vintage. Circuit Age Modeling bestimmt, wie stark Ungenauigkeiten ausfallen – damit simuliert ihr quasi das Alter der Komponenten. Mit Channel Variants schaltet ihr zusätzlich zwischen 16 verschiedenen Typen der „Imperfektion“.

Ihr habt euch bestimmt schon gefragt, was zum Teufel Proprietary Signal Processing sein soll. Laut Entwickler ist das sozusagen die Geheimzutat in dem Plug-in und für das „Mojo“ verantwortlich. Tone Shape wechselt zwischen drei unterschiedlichen Modeling-Stilen. Tube, Tape und Solid State simulieren den Sound von verschiedenen Konsolen und Hardware-Gerätschaften. Dafür legt ihr zusätzlich mit einem Regler fest, wie stark dieser Prozessor auf Transienten reagiert. Hier findet vermutlich schon ein Großteil der Klangfärbung statt.

Kompressor(en)

Der VCA-Kompressor basiert ebenfalls auf klassischer Hardware, diesmal ist es der dbx 202 VCA. Ihr stellt Threshold, Ratio, Attack, Release und Makeup-Gain ein und legt fest, ob der Kompressor vor oder hinter dem Equalizer sitzt. Und auch Umfang und Intensität der Färbung habt ihr hier unter Kontrolle.

Frequency Dependent Reduction funktioniert wie ein weiterer Kompressor und kümmert sich dabei gezielt um Frequenzen unterhalb von 600 Hz. Das Insufferable Midrange Filter räumt die Gegend um 2 kHz auf.

Und der Rest

Stereo Widening sieht wie ein Crossfade aus. Nach links wird das Stereobild immer kleiner, bis es am Ende nur noch mono ist – eine Bewegung nach rechts macht das Signal „ultraweit“. Eine Anzeige darüber zeigt euch, wie schmal oder breit das Ergebnis ausfällt. Apropos Anzeige: Der Real Time Analyzer zeigt den Frequenzverlauf und EQ-Einstellungen.

Wenn ihr all diese Bearbeitungsschritte gerne in einem Plug-in vereint (hat ja manchmal auch Vorteile), dann solltet ihr euch vielleicht mal die kostenlose Demoversion installieren. Mich stört die Grafik des GUI ein bisschen, obwohl eigentlich alles klar strukturiert ist. Ist wahrscheinlich dieser „Hardware-Look“.

Spezifikation und Preis

Korneff Audio Amplified Instrument Processor läuft als VST3, AU und AAX auf macOS (10.7 oder neuer – 10.14 oder neuer wird empfohlen) sowie Windows (7 oder neuer). Das Plug-in läuft nur in 64 Bit. iLok ist zur Lizenzierung erforderlich (geht auch mit der Cloud-Variante). Eine Anleitung findet ihr als PDF auf der Website des Herstellers. Zur Einführung bezahlt ihr 99,99 US-Dollar, danach sind 169,99 US-Dollar fällig.

Weitere Infos

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