von stephan | 4,0 / 5,0 | Geschätzte Lesezeit: 5 Minuten

 ·  Quelle: BOSS, Traveler Guitar, Yamaha

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Es ist Hochsommer und Deutschland befindet sich im Urlaubsmodus. Doch was tun, wenn man seine Fingerfertigkeit auch im Urlaub erhalten oder einfach zur Entspannung ein paar Songs zocken möchte? Ganz klar, ein Reise-Setup für Gitarre muss her.

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Reise-Setup für Gitarre

Die offensichtliche Lösung für das Problem ist natürlich ein vollakustisches Instrument, das ohne Amp und Kabel auskommt. Doch nicht jeder hat Lust auf Lagerfeuerstimmung; Van Halen oder Metallica kommen auf einer E-Gitarre einfach besser. Fangen wir beim Instrument an.

Reisegitarre

Wenn die normale Gitarre nicht mehr in den Koffer passt, muss eine kompakte Lösung her. Gut, dass es inzwischen eine Auswahl an Reisegitarren gibt. Diese geschickt konstruierten Instrumente zeichnen sich meist durch das Fehlen einer Kopfplatte und einen kleineren Korpus aus, lassen sich aber noch immer fast wie eine normalgroße Gitte spielen. In der Regel lässt man euch damit sogar ins Flugzeug.

Auch wenn es noch schmalere Modelle gibt, bevorzuge ich jene, die man einfach aus der Tasche holen sofort drauflos spielen kann, ohne dass man zusätzliche Halterungen anschrauben muss etc. Im Niedrigpreissegment gibt es da (Überraschung!) die Harley Benton-Kopie von Traveler Guitars. Warum also zur Kopie greifen?

Harley Benton ST-Travel

Machen wir uns nichts vor, diese Bauart werden wir, wenn überhaupt, nur wenige Wochen im Jahr im Urlaub nutzen und sie in den heimischen vier Wänden sofort gegen eine richtige Gitarre eintauschen. Das eingesparte Geld könnt ihr dann beim Gitarrenbauer eures Vertrauens in ein richtig gutes Setup investieren.

Harley Benton ST-Travel Candy Apple Red

Harley Benton ST-Travel Candy Apple Red

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(23)

Traveler Guitar Electric Ultra Light

Preislich deutlich darüber, aber noch immer relativ erschwinglich ist die bewährte Traveler Guitar Ultra Light*. Hierbei handelt es sich um ein waschechtes superkompaktes Reiseinstrument. Die Bewertungen sind zudem sehr gut. Dafür kann man schonmal in Kauf nehmen, dass man noch einen kleinen Bügel anbringen muss, um im Sitzen zu spielen.

Traveler Guitar Electric Ultra Light Black

Traveler Guitar Electric Ultra Light Black

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Traveler Guitar LTD EC-1

Richtig spannend, leider aber auch etwas teurer, ist die Traveler Guitar LTD EC-1*. Dieses Modell entstand in gemeinsamer Entwicklung mit ESP LDT Guitars und sieht folglich wie eine Mini-Eclipse aus. Süß! Viel wichtiger ist, dass die EC-1 kein Zubehör benötigt und sowohl im Sitzen als auch im Stehen eine gute Figur macht.

Außerdem haben wir es mit einer gängigen 24,75″ Mensur (Standard Gibson) zu tun. Sehr gut! Ich kenne einen Gitarristen, der mit einem solchen Modell zu Proben und kleinen Gigs oder Jam Sessions geht. Soll heißen: Dieses Modell kostet zwar etwas mehr, kann aber durchaus als vollwertige Axt eingesetzt werden und hat auch außerhalb eures Jahresurlaubs eine große Chance, darauf gespielt zu werden.

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Integriertes Amp-Modeling & AUX Input

Die Saiten verlaufen durch den Korpus und enden in der Korpusmitte. Durch diesen genialen Einfall können trotz der Headless-Konstruktion ganz gewöhnliche Saiten benutzt werden. Übrigens hat die LTD EC-1 sogar Locking Tuner!

Der Clou: Die Traveler hat neben dem Klinkenanschluss außerdem einen Anschluss für Kopfhörer sowie einen AUX-Eingang. Die interne Elektronik bietet euch je zwei verschiedene Clean- und Drive-Sounds, die ihr über eine Push-Funktion des Tonpotis umschaltet.

Traveler Guitar LTD EC-1 Snow White

Traveler Guitar LTD EC-1 Snow White

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(1)

Verstärkung: Kopfhörer vs. Mini-Amp

Mein ideales Reisesetup muss nicht nur das Instrument verstärken können. Darüberhinaus möchte ich mindestens zwei verschiedene Sounds (Clean und Drive) dabei haben und vielleicht sogar auch ein paar Effekte nutzen können.

Auch bin ich nicht der Typ, der gern trocken übt. Mit anderen Worten: Eine Bluetooth-Schnittstelle und ein Kopfhöreranschluss gehören für mich ebenfalls zum Standard, damit ich zu meinen Lieblingstracks spielen kann. Die oben genannten Traveler Gitarren bringen das immerhin zum Teil von Hause aus mit. Doch aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass mich das zusätzliche AUX-Kabel nervt.

Kopfhörerverstärker von Fender (und NUX?)

Seit meinem passenden Angecheckt bin ich nach wie vor Fan des Fender Mustang Micro*. Inzwischen ist die Kiste sogar hin und wieder lieferbar. ;o)

Fender Mustang Micro Headphone Amp

Fender Mustang Micro Headphone Amp

Kundenbewertung:
(84)

Bald wird auch der Nachfolger des NUX Mighty Plug erscheinen, der NUX Mighty Plug Pro und dürfte abermals ein spannender Konkurrent zum Fender sein.

Teuer, aber saugut: BOSS Waza Air Guitar Headphones

Ja, sieht sind sehr teuer. Doch die Gitarrenszene ist sich einige: Der Sound der Waza Air Headphones* ist verdammt gut! Das Setup verzichtet dank des mitgelieferten Senders komplett auf Kabel und bietet eine Bluetooth-Verbindung für euer Smartphone oder Tablet. Und ganz nebenbei könnt ihr über die Kopfhörer auch Musik hören.

Über die dazugehöre App lassen sich Sounds editieren und speichern. Und das Raumgefühl, also wie ihr euren Ampsound im Stereofeld wahrnehmt, soll dem gewöhnlicher Kopfhörerverstärker weit überlegen sein. Virtual Reality quasi.

Boss Waza Air Guitar Headphones

Boss Waza Air Guitar Headphones

Kundenbewertung:
(84)

Yamaha THR5 / THR10IIW

Es ist der kleinste Amp der Produktpalette von Yamaha, aber im Gegensatz zu vielen anderen Mitbewerbern liefert der Yamaha THR5 V2* wirklich amtliche Modeling-Klänge und kann notfalls sogar über Batterien betrieben werden. Klar, es gibt günstigere Mitstreiter. Etwa den Harley Benton AirBorne Go. Doch der Yamaha kommt mit 2 x 8 cm Full Range Lautsprecher, 2x 5 Watt Stereopower und kann via USB auch als Audiointerface genutzt werden, wenn euch die Muse küsst.

Noch besser gefällt mir persönlich der nächst größere THR10IIW. Dieser bietet neben mehr Power einen integrierten Akku und die Möglichkeit, mit einem zusätzlichen Sender von Line6 komplett kabellos zu spielen. Und wenn man schon einen Verstärker in sein Reise-Setup integriert, warum dann nicht gleich richtig? Denn auch hier gilt: Statt einer kurzzeitigen Behelfslösung kann der Yamaha auch zu Hause dauerhaft Freude bringen. Und da lohnt sich der etwas höhere Kaufpreis sehr.

Yamaha THR5 V2

Yamaha THR5 V2

Kundenbewertung:
(200)
Yamaha THR10IIW

Yamaha THR10IIW

Kundenbewertung:
(42)

Eure Empfehlungen

Wie sieht euer Reise-Setup aus? Habt ihr Tipps für unsere Leser? Nehmt ihr überhaupt euer Instrument mit oder verzichtet ihr ganz bewusst darauf, um mal die Seele baumeln zu lassen? Schreibt uns gern einen Kommentar und habt ein schönes Wochenende!

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Bildquellen:
  • Traveler Guitar LTD EC-1 Snow White: Traveler Guitar

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2 Antworten zu “Kaufberater: Reise-Setup für Gitarre”

    chris sagt:
    0

    mit Klinkenkabel oder BT Box – auch mit Klinkenkabel wegen der Latenz, Beispiel Marhall Emberton oder 40 € no name Box von Aukey oder ähnliches. Gitarre Sterling JP 150, klein, leicht, schnell 🤩, fast wie Reisegitarre verstaubar, Kosten 0 € – da das gesamte Setup auch Zuhause im Alttag immer mal wieder verwendet wird. Riesen Vorteil beim üben, ich kann über Netflix o.ä auf dem iPad vor mir Serie schauen und Jamup Gitarren Signal passende Laustärke läuft im Hintergrund, alles auf Kopfhörer, wie Daheim vorm Fernseher üben, oder halt Youtube Backing Tracks, endlose Möglichkeiten 🎸😁🍻, die Harley Benton für 79€ hab ich probiert bereits, jaaaaaa der Preis, nein, macht kein Spaß mit dem Teil, aber was soll man bei dem Preis auch erwarten.

    chris sagt:
    0

    der Anfang war weg:
    Mein Setup: iPad mit Jamup und oder Bias, in IK Multimedia Irig, dann Harley Benton Airbourne kabellos zur Gitarre, mit Klinkenkabel – wegen der Latenz – iRig in Kopfhörer oder alternativ , oben weiter…

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