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Gibson Geldsorgen Teaser

Das Geld ist alle  ·  Quelle: Gibson / Shutterstock, MRAORAOR

Ach Mensch, es macht keinen Spaß, diese Art von Meldungen über einen der traditionsreichsten E-Gitarrenhersteller zu lesen. Immer wird immer irgendwas aufgetan und nicht wenige Käufer sind mit dem Weg der Firma unzufrieden. Und nun auch noch das:

Gibson verklagt Funko, einen Spielzeughersteller, der die Les Paul Form an verschiedene Nachbildungen von Rockstars gebaut hat. Darunter Slash, Ace Freshley, Paul Stanley, Kirk Hammet und James Hetfield.

Zugegeben, Funko hat nicht bei Gibson nachgefragt und Gibson hat nun mal die Lizenzrechte für die Form. Es wurde wohl nachträglich ein Angebot gemacht, aber das wurde von Funko abgelehnt. Warum, wird leider nicht von Blabbermouth erwähnt. Aber sind wirklich immer alle Gitarrennachbildungen von Les Pauls an Spielzeug lizensiert? Ich denke nicht. Und dass Hersteller deswegen verklagt werden, passiert dann und wann, aber von Spielzeug höre ich das erste Mal. Zumal es ja auch noch Werbung für Gibson ist.

Moody’s

Könnte das mit den publik gewordenen Geldsorgen und dem daraus folgenden Downranking bei Moody‘s zusammenhängen? Wurde deswegen auch erst kürzlich Cakewalk geschlossen?

Gibson hat den Unmut der Investoren auf sich gezogen, weil diese über etwas nicht korrekt informiert wurden und diese haben wiederum eine Ratenzahlung nach hinten verschoben, obwohl Gibson einen fetten Batzen nachzahlen muss. Außerdem sind die Umsätze von 2016 auf 2017 gefallen, die Gewinne dafür gestiegen. Könnte da Slashs teure Unterschrift damit zu tun haben? ;)

Neue Wege

Oder sind das schon die ersten Früchte der neuen Pfade, in denen Gibson laut CEO Juszkiewicz den Weg Richtung Konsumerelektronik wie Kopfhörer, Wireless und Audio einschlagen? Ist deswegen Gibson dieses Jahr nicht mehr auf der NAMM und nur noch auf der CES?

Juszkiewicz said today that the company is focusing the consumer electronics business on higher-margin and higher-gross categories, such as headphones, wireless and audio.

Eine bedenkliche Entwicklung, wenn ein derartiger Gitarrenriese auf Unterhaltungselektronik ausweichen muss, damit er überleben kann. Das hat schon Apple hinter sich und ist damit sehr gut gefahren. Zum Unmut der alten Computer-Kunden, die mittlerweile wohl nur noch frustriert bei neuen Veröffentlichungen sind.

Es wurden zudem hier und da sicher einige ungute Entscheidungen für den Gitarristen getroffen – ich sag nur Robot Tuner 2015 – es gab dazu auch noch peinliche Fehler auf der Homepage und wenigstens ein großer Name ist als Signature-Artists abgesprungen. Und dann war da noch die Schließung der Fabrik in Memphis

Quo vadis, Gibson?

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shocknob

Als Cakewalk bzw. Sonar eingestellt wurde, kamen schon Fragen auf, wie es wohl weitergeht. Es ist wohl schwer zu sagen, was passieren wird, aber es sieht schon eher düster aus. Immerhin haben sie noch KRK und Onkyo, nur ob das reicht…