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Gear zum Tragen und Fühlen für DJs und Producer

Gear zum Tragen und Fühlen für DJs und Producer  ·  Quelle: Gearnews

Mittlerweile kennt jeder Fitnessarmbänder, die Puls, Kalorienverbrauch und ähnliche Werte messen. Für DJs und Musiker gibt es aber noch so einige weitere großartige Gerätschaften, die ebenfalls unter diese Kategorie fallen, aber nichts mit irgendwelchen Fitnesswerten oder dergleichen zu tun haben. Stattdessen lassen uns diese den Bass fühlen, den Rhythmus spüren oder dienen gar als Controller für Software. In diesem Feature möchten wir euch einen kleinen Überblick verschaffen und ein paar aufregende Wearables vorstellen.

Lofelt Basslet

Das Basslet sieht aus wie eine schwarze Digitaluhr – aber ohne Display. Das ist auch nicht notwendig, denn das Basslet zeigt nicht die Urzeit an. Lediglich eine kleine grüne LED signalisiert den Betrieb. Was macht das kleine Armband denn nun? Ganz einfach – es lässt euch den Bass fühlen. Wenn die interne Batterie vollständig geladen ist, vibriert das Basslet zu den tiefen Frequenzen in der Musik bis zu sechs Stunden lang. Aufgeladen wird das kleine Helferlein über Magnetinduktion in einer Stunde. Bevor das Signal an dem Bass-Armband ankommt, muss der Nutzer einen kleinen Sender am Kopfhörerausgang anschließen. Die Übertragung mit Kabel funktioniert aber auch und verbessert das Timing des Basses. Dass das Basslet nur an einem Handgelenk vibriert, ist etwas gewöhnungsbedürftig. Bluetooth-Headphones werden leider auch nicht unterstützt. Wer Kopfhörer hat, die nicht sehr viel Bass wiedergeben oder die tiefen Frequenzen beim Produzieren besser unter Kontrolle bekommen möchte, sollte mal einen Blick riskieren. Kostet gerade 99 Euro.

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Basslet

Basslet

SubPac

Der SubPac ist gleich ein ganzer Backpack für diejenigen, die den Bass so wie im Club fühlen wollen – selbst, wenn sie die Musik nur über Ohrstöpsel hören. Bassfrequenzen von 1(!) bis 200 Hz überträgt der SubPac direkt auf den Körper. Das vermittelt beim Mixen oder Produzieren genau das Feeling, was man üblicherweise nicht zu Hause hinbekommt – schon mal gar nicht um zwei Uhr morgens. Für Producer kann ein SubPac ein sehr nützliches Werkzeug zum Beurteilen der Tiefen sein, so einige Nutzer schwören darauf. Wer dem Gaming nicht abgeneigt ist, findet hiermit zusätzlich ein Teil, das die Spielerfahrung noch „deeper“ macht. Die Installation und das „Anziehen“ ist etwas fummelig und das Tragen wird bei längeren Sessions auf die Dauer etwas unbequem. Dem Spaßfaktor kann man sich trotzdem nicht entziehen. Das aktuelle Modell SubPac M2X kostet 398 Euro. Wem das mit einem Rucksack zu viel Heckmeck ist, benutzt alternativ auf den vibrierenden Sitzsack SubPac S2. Hartgesottene, die den subsonischen Bass mit allen Konsequenzen erleben wollen, bezahlen um 379 Euro.

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Subpac M2

Subpac M2

Soundbrenner Pulse

Das Soundbrenner Pulse ist ein Wearable, das wie eine Uhr aussieht und auch am Handgelenk angelegt wird. Allerdings müssen die Träger auf das Anzeigen von Datum oder Uhrzeit verzichten. Pulse ist ausschließlich als Metronom zu gebrauchen. Dabei verzichtet das Gerät auf akustische Signale wie Klicks oder den typischen „Beep“-Sound einer DAW – stattdessen überträgt das Soundbrenner Pulse den eingestellten Rhythmus mit einer spürbaren Vibration. Gesteuert wird das über ein über Bluetooth verbundenes Smartphone und einer zugehörigen App. Bis zu sechs Stunden verrichtet dieser Taktgeber seine Arbeit und muss dafür ungefähr drei Stunden aufgeladen werden. Das Tempo stellen Musiker von 20 bis 400 BPM ein. DJs können versuchen, den Beat auf das eingestellte Tempo anzupassen oder im Takt zu scratchen – das ist mal eine andere Erfahrung, als sich nur auf das Hören zu verlassen. Der Preis liegt bei 89 Euro – aktuell gibt es mit Soundbrenner Core einen brandneuen Nachfolger. Dieser informiert auch über die Lautstärke in Dezibel, fungiert als Tuner und kann tatsächlich sogar die Uhrzeit anzeigen! Kostenpunkt: 229 US-Dollar

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Soundbrenner Pulse

Soundbrenner Pulse

Source Audio Hot Hand

Wie wäre es denn mal mit einem Ring, der als MIDI-Controller fungiert? Gute Idee? Dann werft doch mal bitte einen Blick auf dieses gute Stück hier. Die „Hot Hand“ von Source Audio übermittelt Controller-Daten, die auf drei Achsen durch die Bewegung der Hand erzielt werden. Dafür steckt der „Ringträger“ einfach einen im Lieferumfang beiliegenden Empfänger in den USB-Port des Computers. In der auf dem Rechner laufenden Software müssen dann nur noch die zu kontrollierenden Parameter gemappt werden. Wenn der Akku des Rings nach etwa 1,5 Stunden vollständig aufgeladen ist, kann es auch schon losgehen. Mit der Hot Hand steuern Anwender auf Wunsch diverse Werte, das können MIDI-CCs sein, Pitchbend oder Aftertouch. Stellt euch einfach mal vor, ihr moduliert Filter- oder Effektparameter in der DAW oder DJ-Software mit den Fingern – ich benutze hier nicht ohne Grund den Plural, denn bis zu fünf Ringe können gleichzeitig benutzt werden. Zugegebenermaßen würde das eine recht kostspielige Angelegenheit werden, denn der „Hot Hand“ Controller kostet in der aktuellen dritten Version 114 Euro. Wer sparen will, bekommt immer noch das erste Modell für 49 Euro.

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Hot Hand

Hot Hand

Remidi T8

Wem ein Ring zu wenig ist, sollte sich mal den Remidi T8 anschauen. Der ist nämlich gleich ein ganzer Handschuh. Um jeden Finger und an der Handfläche befinden sich Sensoren, wenn der T8 getragen wird. Damit ist natürlich eine Menge möglich. Die sich daraus ergebenden komplexen Bewegungen müssen streckenweise erst erlernt werden und sorgen für ein filigranes Spiel. Die Hand wird damit regelrecht zu einem Musikinstrument. Für die Integration ist die Installation der ReRoute-Software notwendig, die auf der Website des Herstellers als Download verfügbar ist. Laut Beschreibung des Herstellers eignet sich der Datenhandschuh zum Aufnehmen, Performen und Remixen. Letzteres dürfte gerade für DJs ein besonderer Spaß sein. Das Entwicklerstudio Remidi präsentiert mit der ReMix-App gleich die passende Software dafür. Aktuell ist der Remidi T8 ausverkauft, zuletzt lag der Preis bei 349 US-Dollar.

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Remidi T8

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