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LePou Poulin HyBrit Amp Simulation Plug-In

Der "britische" Rocker  ·  Quelle: screenshot gearnews

LePou Poulin Le456 Amp Simulation Plug-In

Der "deutsche" Metaller  ·  Quelle: screenshot gearnews

LePou Poulin Lectro Amp Simulation Plug-In

Der "amerikanische" Metaller  ·  Quelle: screenshot gearnews

Der "kalifornische" Blueser (?)  ·  Quelle: screenshot gearnews

Ein "fanzösischer" Rocker und Metaller (?)  ·  Quelle: screenshot gearnews

LePou Poulin LeCab IR Boxen Simulation Plug-In

Der wohl umfangreichste, kostenlose IR-Loader  ·  Quelle: screenshot gearnews

Es gibt ungefähr so viele Meinungen und Geschmäcker wie Musiker. Das ist auch gut so, denn sonst würden nicht nur alle Bands die gleichen Songs schreiben, sondern auch alle Gitarristen und Bassisten gleich klingen und das gleiche Equipment spielen. Das wäre gelinde gesagt langweilig. Dennoch gibt es ein paar Marken, die vermutlich jeder mal gespielt hat und viele auch dabei geblieben sind, denn irgendwie müssen sie ja den Status erreicht haben. Ich meine natürlich Marshall, Fender, Mesa/Boogie und Vox – um wenigstens die Legenden abzudecken. Das alles für sein Heimstudio zu kaufen, ist etwas … teuer. Und genau deswegen gibt es Plug-ins, die den Klang der Amps im Computer nachahmen. Manche weniger gut, manche ziemlich gut, manche perfekt. Unter den kostenlosen Amp-Simulationen gibt es in meinen Ohren ein Paket, das besonders heraussticht. Und es bringt noch etwas ganz Besonderes mit.

In dem Paket Poulin von LePou findet man nicht nur einen Amp, sondern gleich fünf verschiedene Modelle: Lecto, HyBrit, Le456, LeXtac und Legion. Wenn man die Amps anschaut (notfalls oben in der Galerie noch mal blättern), sieht man den Kollegen eigentlich gleich die Herkunft an. Lecto ist natürlich dem amerikanischen Mesa/Boogie Rectifier nachempfunden, HyBrit ist ein britischer Marshall JCM, der Le456 ist einem deutsche ENGL sehr ähnlich, LeXtac ist ein Bogner – einzig der Legion ist quasi eine eigene Entwicklung eines High Gain Amps. Das GUI sieht furchtbar altbacken aus, aber er klingt echt gut.

Als klanglich besonders hochwertig empfinde ich auch den HyBrit und den Le456, also den Marshall und den ENGL. Der Le456 konnte sogar die Kollegen von Bonedo überzeugen – und das war noch die PC-only Vorgängerversion. Die beiden konnten in meinen Blindtests sogar gegen bezahlte und richtig teure Plug-ins bestehen. Auch gegen DSP-berechnete. Natürlich hat jedes Plug-in seine Eigenheiten, die man – sofern man sie kennt – raushören oder umgehen kann. Aber für kostenlose Vertreter sind die Poulin Amps nicht nur weit vorn dabei, sondern durch ihre klangliche Vielfalt einzigartig. Einzig ein Vox-Sound fehlt mir da noch zum vollen Glück – aber auch nur, um ihn zu haben, so richtig toll finde ich den Originalsound nicht.#

LePou Poulin LeCab IR Boxen Simulation Plug-In

Der wohl umfangreichste, kostenlose IR-Loader

Das wahre Schmankerl von LePou ist aber das mittlerweile auch separat erhältliche LeCab. Cab steht für Cabinet, also Box. Das Besondere an dem Plug-in ist (abgesehen davon, dass es kostenlos ist), dass man nicht nur eine Impulse Response (IR) laden kann, sondern gleich sechs. Daraus lassen sich entweder sechs Boxen simulieren oder drei Stereo-Setups. Dazu kommen noch Regler für Delay, Highpass, Lowpass, Panning, Volume sowie ein Umschalter für die Phasenlage. Und das bei angenehmer CPU-Auslastung und einstellbarer Latenz. Damit ist es meines Wissens nach einer der besten IR-Loader am Markt.

Mehr Infos und die Downloads zum LePou Poulin Paket gibt es auf dem Blog von LePou. Die Download-Links sind übrigens in der rechten Spalte zu finden und führen absichtlich zu copy.com. Es wirkt alles ein wenig wie eine Bauernfängerseite, aber das ist einfach dem Alter geschuldet. Der Nervenkitzel lohnt sich! Ich habe übrigens auch gespendet – wenn euch die Plug-ins zusagen, überlegt es euch wenigstens.

Alle Plug-ins gibt es als VST und AU in 32 und 64 Bit für Windows und OSX. LeCab leider nur (noch?) als 32 Bit.

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Definitiv ein paar der besten Freeware-Amps. Ich mag ja noch Ignite sehr gern. Entscheident über den guten Klang ist aber oft die IR. Wenn die nicht stimmt (Boogex Stock IRs) dann klingt alles scheiße.